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Active X Begriffserklärung und Definition

Mit Active X ist ein Software-Komponentenmodell für aktive Inhalte des Softwareherstellers Microsoft gemeint, das auf Microsofts Component-Object-Model-Standards (COM) basiert und diese erweitert. ActiveX-Komponenten können nur auf Rechnern mit dem Betriebssystem Windows ausgeführt werden und setzen die Nutzung eines COM-fähigen Browsers voraus. Da ActiveX-Komponenten keine eigenen Sicherheitsfunktionen besitzen, ist ihr Einsatz nach wie vor umstritten.

Active X als Erweiterung des COM-Modells

Active X umfasst eine Gruppe von Webtechnologien, die von Microsoft ab 1996 entwickelt wurden, um das World Wide Web aktiver und interaktiver zu gestalten. Ziel von Microsoft war es, mit Hilfe von Active X den PC mit dem Internet auf eine optimale Weise zu verbinden. Obgleich es sich bei Active X nicht um eine wohldefinierte Webtechnologie handelt, basieren alle ActiveX-Komponenten auf dem COM-Modell, welches das Verhalten von Objekten innerhalb anderer Objekte sowie die Interaktion zwischen Objekten definiert.

Dass COM-Objekte auf einfache Weise in andere Programmiersprachen wie C++ oder Java integriert werden können, ist der große Vorteil des Modells. Zu den weiteren Vorzügen von COM zählen die Sprachunabhängigkeit von COM-Objekten sowie das dynamische Abfragen von Komponenten-Schnittstellen. Auch dass COM-Objekte auf unterschiedlichen Plattformen wie Windows NT, Macintosh und einigen Unix-Versionen ausgeführt werden können, stellt ein Vorteil des COM-Modells dar.

Verfügbarkeit und Komponenten von Active X

Derzeit ist Active X für alle Plattformen mit dem Betriebssystem Windows verfügbar. Dabei umfasst Active X eine Reihe von Komponenten, zu denen unter anderem ActiveX-Steuerelemente, ActiveX-Skripting, ActiveX-Dokumente und ActiveX-Konferenzsysteme zählen. ActiveX-Skripting kann in Skripting-Hosts und Skripting-Engines unterteilt werden, wobei die ActiveX-Skripting-Engines von den ActiveX-Skripting-Hosts aufgerufen werden, um Skripts zu analysieren und auszuführen.

Seit Office 95 ist es möglich, mittels des Office Binders heterogene Dokumente zu einer Einheit zusammenzufassen. Ermöglicht wird dies ebenfalls durch ActiveX-Komponenten, den sogenannten ActiveX-Dokumenten. ActiveX-Konferenzsysteme als weitere Form von ActiveX-Komponenten erlauben einen Austausch von Daten in Echtzeit, zum Beispiel in Form von Internet-Telefonie oder der gemeinsamen Nutzung von Programmen.

ActiveX-Steuerelemente als die zentralen ActiveX-Komponenten

ActiveX-Steuerelemente, die sogenannten Controls, stellen die wichtigste Kategorie von ActiveX-Komponenten dar. Dabei handelt es sich um mehrfach verwendbare Komponenten, die sowohl in Webseiten als auch in eigenständigen Applikationen eingesetzt werden können. Man definiert ein Steuerelement in Active X als ein COM-Objekt, das eine Reihe von Standards erfüllt. Die Controls sind sprachunabhängig und können somit mit Sprachen wie Delphi oder Visual C++ geschrieben werden. Als DLLs können ActiveX-Controls nicht eigenständig ablaufen, sondern erfordern einen Container wie beispielsweise einen Webbrowser.

Active X als Webtechnologie

ActiveX-Steuerelemente dienen dazu, dynamischere und damit überzeugendere Internetseiten zu erstellen, als dies mit der statischen Seitenbeschreibungssprache HTML möglich wäre. Damit ein ActiveX-Element ausgeführt werden kann, sind entsprechende Einträge in der Registrierungsdatenbank des Betriebssystems und das Vorhandensein von .cab-Dateien erforderlich, die anschließend in den Quelltext der Webseite eingebunden werden.

Um ActiveX-Steuerelemente zu entwickeln, sind verschiedene Vorgehensweisen möglich. Die einfachste Herangehensweise ist die Verwendung von Werkzeugen wie den Microsoft Foundation Classes (MFC), dem ActiveX-Controls-Framework (ACF) oder der Active X Template Library.

Wie Java-Applets bzw. JavaBeans-Controls ermöglichen ActiveX-Steuerelemente die Entwicklung dynamischer Webseiten. Jedoch gibt es einige Unterschiede. So wird bei Java-Applets der Bytecode durch die Java Virtual Machine (JVM) interpretiert. Zudem kontrolliert die JVM den Zugriff auf die Ressourcen des Systems, die Applets sind also vom Betriebssystem selbst komplett getrennt. ActiveX-Steuerelemente hingegen erfordern eine Registrierung unter Windows, ausgeführt werden Active X Controls als Windows Applikationen. Während für Java-Applets deren Plattformunabhängigkeit spricht, kann die im Vergleich zu Active X Controls langsamere Ausführung als Nachteil angeführt werden.

Sicherheitsbedenken hinsichtlich Active X

Da sich ActiveX-Steuerelemente exakt wie Windows-Programme verhalten und wie Windows-Applikationen auch Zugriff auf alle lokalen Systemressourcen, zum Beispiel Drucker, Hauptspeicher und Dateisystem haben, gibt es bezüglich der Sicherheit von Active X erhebliche Bedenken. Verschiedene Sicherheitskonzepte ermöglichen, das durch ActiveX-Steuerelemente hervorgerufene Sicherheitsrisiko zu minimieren. Hierzu zählen der Code-Signing-Mechanismus sowie das sogenannte Sandbox-Konzept.

Beim Code-Signing-Mechanismus ist es dem Entwickler möglich, das Steuerelement durch Anwendung eines Zusatzprogrammes zu signieren. Eine solche Signatur gibt dem Anwender die Sicherheit, dass das Active X Control nachträglich nicht verändert wurde. Die digitale Signatur enthält der Entwickler bei unabhängigen Institutionen. Das Prinzip des Code Signings beruht auf einem privaten und einem öffentlichen Schlüssel. Während der private Schlüssel nur dem Entwickler bekannt ist und zur Erzeugung der Signatur verwendet wird, ist der öffentliche Schlüssel in der Lage, die Signatur zu bestätigen. Das Sandbox-Prinzip, das auch bei Java-Applets eingesetzt wird, bietet er einen besonders hohen Grad an Sicherheit. Folgt man bei der Entwicklung und beim Einsatz von Active X diesem Sicherheitskonzept, dann ist es dem ActiveX-Steuerelement beispielsweise nicht möglich, schreibend oder lesend auf die Festplatte des Computers zuzugreifen.

Angesichts der Sicherheitsprobleme bei der Verwendung von Active X gestaltet sich ein Ausblick auf die Zukunft von Active X als schwierig. Es wird angenommen, dass Active X auch in den nächsten Jahren vor allem im Zusammenhang mit Windows-Plattformen anzutreffen ist. Seit Beginn der Entwicklung von Active X strebt Microsoft an, die Technologie Active X auch anderen Betriebs- und Computersystemen zugänglich zu machen. Seit der Einstellung des Microsoft-Browsers Internet Explorer für den Macintosh-Computer können ActiveX-Steuerelemente jedoch nicht mehr mit dem Betriebssystem MacOS genutzt werden.



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