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Bild BegriffserklÀrung und Definition

bildEin digitales Bild besteht aus binÀr codierten Daten, die sich mithilfe eines Wandlers (Computer, Bildbetrachtungssoftware) auf einem Computer visualisieren lassen. Es besteht entweder aus Bildpunkten unterschiedlicher Farbe in einem Raster oder aus Vektoren (grafische Primitive). Bilder entstehen entweder durch Berechnung, durch Analog-Digitalwandlung (Digitalkamera, Scanner) oder können durch ein Grafikprogramm direkt auf einer grafischen BenutzeroberflÀche erstellt werden.

Zur Speicherung werden Grafikformate benutzt. Die wichtigsten Formate fĂŒr Rastergrafiken sind JPEG, GIF, PNG, TIF und RAW (Rohdatenformat). Bekannte Vektorformate sind WMF, EPS, CDR oder SVG. Vektorgrafiken lassen sich in Rastergrafiken umwandeln (Druck, digital Publishing). Dagegen ist die Umwandlung einer Rastergrafik in ein Vektorformat nur durch das Nachzeichnen von FarbflĂ€chen möglich (Vektorisierung). Um digitale Bilder weiter zu bearbeiten, werden Bildbearbeitungs- oder Grafikprogramme eingesetzt.

Bild als Rastergrafik

Rastergrafiken sind besonders fĂŒr die Darstellung komplexer Bilder wie Fotos geeignet. Sie enthalten Informationen zum Farbwert der einzelnen Bildpunkte oder Transparenzwerte. Hauptmerkmale einer Rastergrafik sind die BildgrĂ¶ĂŸe (Breite und Höhe in Pixeln), auch Bildauflösung genannt, und die Farbtiefe (Differenziertheit aller Helligkeits- und Farbwerte). Diese umfasst die Menge der Farbabstufungen und wird in Bit gemessen. Eine Farbtiefe von einem Bit bedeutet zwei ZustĂ€nde (z. B. rot und schwarz). 2 Bits erlauben vier ZustĂ€nde. Bei einer frĂŒher im Internet ĂŒblichen Farbtiefe von 8 Bits sind 256 ZustĂ€nde einer Farbe des Farbraums möglich. Der RGB-Farbraum z. B. kennt drei Grundwerte (Rot, GrĂŒn, Blau).

Alle anderen Farben einer Rastergrafik entstehen durch die Kombination dieser Grundfarben in Verbindung mit den Abstufungen der Grundfarben auf einer Farbskala (8, 16, 32, 64 Bits). Aus dem RGB-Farbraum in einem 8-Bit-Kanal resultieren so theoretisch etwa 16,7 Millionen mögliche Farben. In einem 16-Bit-Kanal wÀren es bereits 281 Billionen. TatsÀchlich ist die Menge der möglichen Farben durch die Monitore zur Bildwiedergabe begrenzt.

Bild als Vektorgrafik

Eine Vektorgrafik besteht nicht aus Bildpunkten, sondern aus den sogenannten grafischen Primitiven (Linien, Kreisen, Ellipsen, Vielecken oder Kurven) und aus Formen, die sich durch die Kombination dieser Primitiven erstellen lassen. Formen und FlĂ€chen werden in einem zweidimensionalen Raum dargestellt. Durch die Verwendung von Rastern oder durch Verzerren werden auch perspektivische Darstellungen möglich. Um einen Kreis zu speichern, benötigt ein Vektorprogramm den Kreismittelpunkt und den Durchmesser, außerdem kann die FlĂ€che durch StrichstĂ€rke, FĂŒllmuster oder Farbe weiter modifiziert werden.

Vektorgrafiken haben zwei Vorteile gegenĂŒber Rastergrafiken. Sie benötigen nur wenig Speicherplatz und lassen sich stufenlos und frei skalieren. Bei einer Rastergrafik hĂ€ngt die BildqualitĂ€t von der Auflösung ab. Eine hohe Auflösung garantiert eine bessere QualitĂ€t. Dies ist bei Vektoren unerheblich, da sich die BildqualitĂ€t unabhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe ist. Allerdings haben Vektorgrafiken, die zur Wiedergabe auf einem Bildschirm ebenfalls gerastet werden mĂŒssen, einen hohen Wiedergabeaufwand abhĂ€ngig vom Inhalt. Dies ist bei Rastergrafiken nicht der Fall, da die BildgrĂ¶ĂŸe durch die Auflösung bestimmt wird und unabhĂ€ngig vom Inhalt ist.

Anwendungen

Besonders bei der Fotografie werden Rasterformate verwendet. Digitalkameras speichern ihre Bilder in entsprechenden Formaten wie RAW oder JPG. Sie lassen sich in geeigneten Bildbearbeitungsprogrammen weiterverarbeiten und modifizieren. Mit der EinfĂŒhrung der digitalen Fotografie ist es ĂŒblich geworden, jede Art von Fotografie durch Nachbearbeitung aufzuwerten und zu verĂ€ndern. Selbst Fotos mit dokumentarischem Charakter werden durch die VerĂ€nderung der Farbkontraste und der Farbwerte nachtrĂ€glich dramatisiert.

Die digitale Bildbearbeitung erlaubt fast jede Art der Bildmanipulation und auch das Erstellen surrealer Bildwelten aus mehreren Bildmotiven ist fĂŒr Profis heute ein ĂŒbliches Verfahren, das in der Werbung und in der Kunst angewendet wird. Rasterformate werden in einigen FĂ€llen auch vektorisiert. Vektorprogramme verfĂŒgen teilweise ĂŒber Werkzeuge, mit denen sich dieser Prozess automatisieren lĂ€sst. Besonders wenn Fotos fĂŒr großformatige FlĂ€chen wie Werbebanner oder Fahnen aufbereitet werden mĂŒssen, ist das Vektorisieren ein gĂ€ngiges Verfahren. Rastergrafiken können nicht beliebig vergrĂ¶ĂŸert bzw. skaliert werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich „Klötzchen“ (Cluster) bilden, die aus den gleichen Farbwerten einiger weniger Pixel bestehen.

Das Bild und seine Möglichkeiten

Vektorgrafiken werden oft fĂŒr Illustrationen, Icons und Logos eingesetzt. Da sie aus Bildelementen bestehen, bieten sie die Möglichkeit, eine Grafik in jeder beliebigen GrĂ¶ĂŸe zu erstellen und auf jedes Format zu skalieren, ohne das QualitĂ€tsverluste entstehen. Hier muss aber eingeschrĂ€nkt werden, dass Vektorgrafiken vor dem Druck beim Umwandeln in ein Druckformat wie PDF wieder gerastert werden mĂŒssen. Je nach Druckverfahren und Auflösung können dann QualitĂ€tsverluste entstehen, sodass aufwendige Grafiken und ungewöhnliche Druckformate vor dem Druck geprĂŒft werden mĂŒssen, um Fehler und QualitĂ€tsverluste zu vermeiden. Insofern sind Vektorgrafiken das Ergebnis der Erstellung, wĂ€hrend zum Druck oder auch zur Veröffentlichung immer eine Umwandlung in ein geeignetes Rasterformat der letzte Schritt ist.

Je nach Druckverfahren, Veröffentlichung und Format werden Grafiken in ein Raster zwischen 72 und 1200 dpi (Dots per Inch) umgewandelt. Rastergrafiken, die im Internet veröffentlicht werden, mĂŒssen stark komprimiert werden (72 bis 96 dpi). Üblicherweise werden die Fotos vorher in einer höheren Auflösung bearbeitet, um QualitĂ€tsverluste so gering wie möglich zu halten. Auch im Handel werden Bilder entsprechend ihres Verwendungszwecks in unterschiedlichen Formaten und QualitĂ€tsstufen angeboten. Dass ein digitales Bild, das sich zur Bearbeitung eignet, auch beliebig vervielfĂ€ltigt werden kann, schrĂ€nkt den Schutz der Urheberrechte ein.



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