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Google Page Experience Update

Hintergründe zur Relevanz: Warum birgt gerade das Google Page Experience Update gravierende SEO Chancen, aber auch Risiken?

Seit Jahren zielt Google immer mehr darauf ab, die Faktoren Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit von Webseiten und Shops noch stärker in die Suchergebnisse mit einfließen zu lassen. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Suchmaschinenoptimierung seit längerer Zeit genau hierauf fokussiert – oder darauf fokussieren sollte.

Das von Google angekündigte Page Experience Update hat jedoch in der DACH-Region und insbesondere in Deutschland eine Sonderstellung. Es wird sich hier weitaus gravierender auswirken, als sich das viele Unternehmen aktuell wünschen. Im Folgenden erklären wir Schritt für Schritt, weshalb das der Fall sein muss.

Alle faktischen Hintergründe sprechen hier gegen Deutschland und für das Google Update

Doch der Reihe nach. Beginnen wir beim aktuellen Stand. Gerade Deutschland hinkt beim mobilen Netzausbau und beim Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur vielen anderen Ländern extrem hinterher. Selbst die aktuell schon wieder überholte 4G Technologie ist in Deutschland nur partiell verfügbar. Erst vor etwa einem Jahr wurde in Deutschland eine Mobilfunkstrategie für die Verbesserung der Abdeckung mit 4G / LTE verabschiedet.1

Die mobile Netzabdeckung ist also noch immer suboptimal – von der verschwindend geringen Anzahl an Gebäuden mit Glasfaser-Anschlüssen ganz zu schweigen. Deutschland gehört hier zu den absoluten Schlusslichtern in Europa.2 Zudem ist die Anzahl der Metropolregionen und Ballungsräume in Deutschland sehr überschaubar. Dies wird auch vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bestätigt:

Etwa 90 Prozent der Fläche in Deutschland sind ländlich geprägt. Etwa 47 Millionen Menschen leben auf dem Land; das sind mehr als die Hälfte der Einwohner Deutschlands.“
(Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland lebt also in ländlichen Lebensräumen. Sie kann daher nicht von der guten Infrastruktur der Großstädte profitieren.

Dennoch wird das Internet in Deutschland überaus intensiv genutzt: 94% der Bevölkerung ab 14 Jahre nutzt das Internet – Tendenz steigend. 3

Unabhängig davon hat sich das Smartphone längst als wichtigstes Gerät für die Internetnutzung etabliert. Fast jeder Deutsche unter 50 Jahren besitzt ein Smartphone4 – und nutzt es auch.

Der absolute Großteil des Traffics ist seit Jahren mobil. Nichts liegt daher näher, als dass gerade Webseiten und Shops in Deutschland genau deshalb extrem schnell, performant und nutzerfreundlich sein sollten. Zudem sollten sie weitaus schneller und besser zu benutzen sein, als Seiten aus vielen anderen Teilen der Welt. Soweit zur Theorie.

Im SEO-Alltag zeigt sich ein ganz anderes Bild: User Experience und Performance sind stark unterbewertet!

In der Praxis sieht das leider noch immer ganz anders aus. Viele Webseiten sind langsam, technologisch und inhaltlich veraltet, werden stiefmütterlich gewartet und sind mobil schlecht zu nutzen. Auch die Tatsache, dass Google seit Jahren „mobile first“ propagiert und somit quasi nur noch die Mobilversion einer Webseite für die Platzierungen bei Google ausschlaggebend ist, hat hieran auffällig wenig geändert.

Stand beim Thema User Experience

UX = User Experience = NutzererfahrungUser Experience (UX) ist immer noch ein Fremdwort für viele Webseitenbetreiber. Nur wenige wissen, dass Google Chrome nutzt, um die UX – irgendwie – zu messen. UX scheint für viele noch immer eine nicht greifbare Sache, die häufig ignoriert wird. Dass Google seit Jahren Milliarden in den Browser Chrome investiert, wird häufig einfach missachtet. Doch Chrome ist mit großem Abstand Marktführer in Deutschland.5

Spätestens dies gibt einem zu denken, denn durch Chrome erhält Google die Einblicke, die erforderlich sind, um UX sehr genau zu messen. Die viel diskutierte „Bounce Rate“ ist hier nur ein klitzekleiner Bestandteil dessen, was Google aus Chrome an Erkenntnissen gewinnt.

Performance ist schon bekannter, als UX

Performance = Ladezeit + GeschwindigkeitDies wiederum spiegelt sich in dem Fakt wieder, dass Google seit Jahren die Performance in den Vordergrund stellt. Während Tools zur Messung von Geschwindigkeit und Ladezeit wie Google PageSpeed Insights schon relativ bekannt sind, ist die Performance Suite Lighthouse6 wenig bekannt. Erst seit Lighthouse – das in jedem Chrome enthalten ist – auch Daten für PageSpeed Insights liefert, rückt das Thema Performance etwas weiter in das Bewusstsein vieler Seitenbetreiber. Dennoch fristet es ein Nischendasein. Vor dem obenstehend beschriebenen Hintergrund ist das fachlich vollkommen unverständlich.

Ein bekanntes Sprichwort besagt: „Wer nicht hören will, muss fühlen“. Aller Voraussicht nach wird genau das für viele Unternehmen in Deutschland Realität, denn Google hat als nächsten Meilenstein für das Jahr 2021 ein besonders reichweitenstarkes Update angekündigt, das weltweit ausgerollt wird: Das Page Experience Update.

Im Folgenden erläutern wir, was genau hinter diesem Update steckt und wie man Webseiten darauf vorbereiten kann. Darüber hinaus erklären wir, wie wir Ihr Unternehmen bei Bedarf im Bereich der Suchmaschinenoptimierung unterstützen können.

Was ist das Google Page Experience Update?

Page Experience = UX + PerformanceNachdem sich spätestens seit Mai 2020 die Hinweise darauf verdichtet haben, dass Google im Jahr 2021 ein großes „Page Experience Ranking-Update“ realisieren wird7 wurden am 10.11.2020 weitere Details hierzu seitens Google bestätigt.8

Dieses Update kombiniert Faktoren der Performance (Ladezeit & Geschwindigkeit) mit Faktoren der Nutzerfreundlichkeit. Es wird daher die Einstiegshürden für die Suchergebnisse bei Google – insbesondere für die ersten Suchergebnisseiten – deutlich nach oben verschieben.

Das Update kommt bald. Google hat bereits unter https://webmasters.googleblog.com einen konkreten Zeitplan und weitere Details veröffentlicht. Das Page Experience Google-Update sollte laut Google im Mai 2021 stattfinden. Das entspricht ziemlich genau einem Jahr nach der ersten Publikation diesbezüglich. Dieser Vorlauf deckt sich auch mit der Vorgehensweise bei anderen großflächigen Google-Updates. Der angepasste Zeitplan (siehe untenstehend) ändert nichts an der generellen Vorgehensweise von Google bei großflächigen Änderungen.

+++ Update Google hat das Page Experience Update am 19.04.2021 verschoben +++

Weitere Details siehe Mitteilung „Zeiten, Tools und weitere Details des Updates zur Nutzerfreundlichkeit von Seiten“ unter https://developers.google.com/search/blog/2021/04/more-details-page-experience9.

Gemäß aktuellem Stand wird das Update nicht am Stück, sondern schrittweise ab Mitte Juni bis Ende August 2021 durchgeführt. Der Umfang des Updates ändert sich nicht. Auch die Relevanz der hier vorliegenden Zusammenfassung bleibt unverändert. Es liegt in der Natur der Sache, dass viele Änderungen erst ab September sichtbar werden. Dies verlängert die Zeitspanne für weitere Vorbereitungen immens. Wir raten dazu, diese Chance zu nutzen! Bereiten Sie jetzt die SEO für das kommende Update vor!

Wie bereits seit Längerem prognostiziert, werden insbesondere Signale aus den folgenden Bereichen für gravierende Vor- oder Nachteile für Webseiten und das entsprechende Marktumfeld sorgen:

  • Performance (insbesondere die Core Web Vital Werte LCP, FID und CLS)
  • Mobilgerätefreundlichkeit
  • Sicherheit & Aktualität der Bestandteile sowie deren Einstellungen
  • Störende Popups bzw. „Interstitials“

Parallel zu diesen ohnehin schon extrem umfangreichen Änderungen wird Google das optische Hervorheben von Webseiten in den Suchergebnissen ermöglichen, die bei o.g. Werten exzellent abschneiden. Auch dies wird in o.g. Stellungnahme von Google bestätigt. Insbesondere werden für besonders gute bzw. schnelle Webseiten Funktionen ermöglicht, die bisher nur Seiten auf Basis der AMP-Technologie10 vorenthalten waren und daher bisher von einem Großteil der normalen Webseiten und Shops nicht mitgenommen werden konnten.

Erfahrungsgemäß kündigt Google nur extrem reichweitenstarke Veränderungen mit einem fixen Datum im Voraus an. Daher ist davon auszugehen, dass ab der Liveschaltung des Updates die sprichwörtlichen Karten bei Google wieder einmal neu gemischt werden.

Page Experience Update: Vorbereitung ist das A und O!

Was zunächst wie eine große Gefahr anmutet, birgt vielmehr enorme Potentiale für alle Webseiten und Shops, die ordentlich auf das angekündigte Performance-Update vorbereitet sind:

Webseiten, die bis zum Page Experience Update optimal gerüstet sind, werden signifikant in ihrer Sichtbarkeit und Performance steigen. Häufig kann auch die Conversion hiervon stark profitieren. Im Umkehrschluss werden langsame und nicht mehr dem Stand der Technik entsprechende Webseiten auch gravierend in den Suchergebnissen nach hinten rücken und zudem eine schlechtere Conversion Rate verzeichnen. Man kann also doppelt und dreifach gewinnen und verlieren. Dass sich nichts ändert wird sehr wahrscheinlich die absolute Ausnahme bleiben.

Wie kann man sich auf das Page Experience Update vorbereiten?

Die gute Nachricht ist, dass das Page Experience Update mit mehr als genug Vorlaufzeit vorab angekündigt wurde. Selbst wer die Zeichen der Zeit bis zu dieser Ankündigung über Jahre hinweg nicht erkannt oder gekonnt ignoriert hat, bekommt also noch einen sprichwörtlichen Wink mit dem Zaunpfahl. Das wiederum passiert bei Google sehr selten. Dieser Umstand kann also noch zum eigenen Vorteil genutzt werden.

Bis Juni – respektive bis Ende August 2021 – ist aktuell (Stand 05/2021) noch viel Zeit – so könnte man meinen. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Fakt ist, dass Google bei fast jedem größeren Update in der Vergangenheit mindestens 2 bis 6 Wochen vorher eine Art „Deadline“ gesetzt hat – häufig auch früher.

Seiten, die erst nach diesem – nicht öffentlich kommunizierten – Zeitpunkt optimiert wurden, konnten vom kommenden Update nicht oder nur teilweise profitieren. Im Umkehrschluss können Monate oder gar Jahre vergehen, bis ein weiteres Update kommt, das zwischenzeitliche Rankingverluste wieder neutralisiert.

Meist muss man hierfür die Maßnahmen dann umgehend nachholen. Darüber hinaus sind auch schon die nächsten – bisher ggf. sogar noch unbekannten – Optimierungsmaßnahmen sowie die laufenden Maßnahmen zu stemmen. Hieraus resultiert ein gravierender Mehraufwand, der präventiv vermieden werden kann.

Wie sieht der Zeitplan für das Page Experience Update bei Google aus?

Google hat das Update vom Mai auf Mitte Juni bis Ende August 2021 verschoben. Mittlerweile ist auch klar, dass das Update nicht am Stück erfolgen wird, sondern schrittweise.

Es gilt weiterhin die Prämisse, dass sich Webseitenbetreiber umgehend auf das Page Experience Update vorbereiten sollten. Geht man somit von einem Rollout des Google-Updates zum frühestmöglichen Zeitpunkt Mitte Juni – also am 15.06.2021 – aus, so sollten spätestens Mitte Mai 2021 die SEO-Maßnahmen hierfür komplett abgeschlossen sein. Dies erhöt die Wahrscheinlichkeit signifkant dafür, dass man von diesem Update profitiert. Noch schneller vorbereitet zu sein ist natürlich äußerst sinnvoll und reduziert das Restrisiko, dass man das Update nicht mehr mitnehmen kann.

Zweifelsohne hält die COVID-19 Pandemie die Welt weiterhin in Atem. Das macht die Vorbereitungen nicht einfacher und verkürzt zudem die Zeitspanne für die Umsetzung der ratsamen Maßnahmen immens.

Es ist daher absolute Dringlichkeit geboten – noch ist alles machbar, aber je näher das Google-Update kommt, desto knapper werden die Ressourcen und desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man die (meist längst überfälligen) SEO-Maßnahmen nicht mehr konsequent umsetzen kann.

Welche SEO-Maßnahmen sind für das Page Experience Google Update besonders wichtig?

Google liefert im offiziellen Zeitplan unter https://developers.google.com/ die folgende – sehr treffende – Zusammenfassung:

„Heute können wir bekanntgeben, dass die Signale für die Nutzerfreundlichkeit von Seiten im Ranking (…) eingeführt werden. Mit diesen neuen Signalen kombinieren wir die Funktionen von Core Web Vitals mit den bestehenden Funktionen der Google Suche(…)“ (vgl. ebd.)

Im Klartext bedeutet das, dass ab Mitte Juni 2021 jede einzelne Platzierung in den organischen Suchergebnissen von Google durch einige UX-Werte aus den sogenannten Core Web Vitals mitbestimmt wird.

Was sind diese Core Web Vitals überhaupt?

Im Jahr 2020 hat Google die Core Web Vitals eingeführt. (siehe: https://web.dev/vitals/) Hierbei handelt es sich um statistische Werte, die für jede Webseite individuell über das PageSpeed Insights Tool unter https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/ abgefragt werden können.

Nutzer der Google Search Console11 finden zudem eine Übersicht über die Core Web Vitals nach dem Login in der Property im linken Menü unter „Verbesserungen“ > „Core Web Vitals“ – selbstverständlich nach „Mobil“ und „Computer“ (also Desktop) getrennt. Nachteil: Diese Funktion steht in der Search Console nur dann zur Verfügung, wenn genügend Daten für den jeweiligen Gerätetyp zur Verfügung stehen. Das ist bei kleineren Webseiten, neuen Webseiten und auch bei Branchen nicht der Fall, die traditionell relativ wenige Besucher haben – also häufig im B2B-Bereich. Dann kommt man nur über PageSpeed Insights und weitere Analysen, Abgleiche und Recherchen flächendeckend weiter.

Aktuell gibt Google 6 unterschiedliche Werte im Rahmen der Core Web Vitals aus. Hiervon sind 3 Werte ab dem kommenden Page Experience Update von besonderer Wichtigkeit:

  1. Largest Contentful Paint (LCP)
  2. First Input Delay (FID)
  3. Cumulative Layout Shift (CLS)

Ob es wirklich hilfreich ist, diese auf Englisch gesetzten Fachtermini in befremdliche Ausdrücke wie „Kumulative Layoutverschiebung“ einzudeutschen, lassen wir dahingestellt.

Wir fokussieren uns lieber darauf zu erklären, was diese Abkürzungen wirklich bedeuten:

LCP:

Der Largest Contentful Paint bezieht sich auf die Ladezeit einer Webseite. Er definiert in Sekunden den Zeitpunkt, ab dem der Großteil der Seite geladen ist.12 Es gilt die Prämisse: Je kleiner der LCP, desto besser. Laut Google liegt ein guter LCP unter 2,5 Sekunden.

FID:

Der First Input Delay bezieht sich auf die Interaktivität. Dieser Wert misst die Differenz, die zwischen der ersten Interaktion des Nutzers mit der Seite (z.B. Klick auf einen Button) und der Reaktion des Browsers entsteht in Millisekunden.13 Je geringer, der FID, desto besser für den Nutzer und für die Conversion – und ab dem Page Experience Update auch für die Rankings bei Google. Für eine gute UX sollte der FID laut Google unter 100 Millisekunden verortet sein.

CLS:

Der Wert Cumulative Layout Shift fasst die visuelle Stabilität des Layouts in einer Zahl zusammen. Bei diesem Wert geht es also vor allem um das, was ein Nutzer häufig als „Springen“ oder „Zittern“ einer Webseite erfährt. Google stellt durch den Wert also quasi die Frage, ob sich das Layout einer Seite unerwartet verschiebt, oder nicht.14 Je weniger Verschiebung(en), desto besser. Die technologischen Hintergründe für die Berechnung des CLS sind extrem spannend, aber sehr schwer nachvollziehbar. Am Praktikabelsten hat sich daher die Faustregel von Google erwiesen, dass ein guter CLS unter 0.1 liegen sollte. Dies entspricht wiederum auch der offiziellen aktuellen Empfehlung von Google.15

Da man die o.g. Werte und insbesondere den CLS nicht einfach selbst berechnen kann, bietet es sich in der Praxis an, die von Google unter PageSpeed Insights zur Verfügung gestellten Tools zur Auswertung des Ist-Zustands und zur Kontrolle des Soll-Zustands zu nutzen.

Feldddaten, Origin Summary und Labdaten bei PageSpeed Insights: Welche Core Web Vitals Daten sind nun für das Page Experience Google Update relevant?

Google liefert unter PageSpeed Insights (PSI) 16 unterschiedliche Daten-Arten mit unterschiedlicher logischer Basis.

Die für das Page Experience Update von Google zentral wichtigen Core Web Vitals Largest Contentful Paint (LCP), First Input Delay (FID) und Cumulative Layout Shift (CLS) können hier ausgewertet werden. Weitere Werte, die die Performance einer URL oder Webseite betreffen, können ebenfalls über PSI ausgewertet werden. Hierdurch können zentral wichtige Erkenntnisse für die Verbesserung der Performance gewonnen werden.

Mit Hilfe dieser Werte können Performance- und Usability-Probleme einzelner URLs und ganzer Webseiten diagnostiziert werden. Die eigentliche Optimierung dieser Werte kann dann – unter Kenntnis aller Fakten – erfolgen.

Bei PSI unterscheidet man folgende drei Daten-Arten:

Felddaten:

Die Felddaten sind reale Daten von echten Nutzern und stammen direkt aus Chrome. Sie sind einer der Gründe, weshalb Google Milliarden in den Betrieb und Ausbau des Browsers Chrome investiert.

Der Wert bezieht sich exakt auf die eingegebene URL – im Regelfall mit exakt der genutzten Schreibweise.
Die Felddaten sind ein Mittelwert aus verschiedenen realen Nutzern und Endgeräten mit unterschiedlichen Internetverbindungen an unterschiedlichen geographischen Standorten, also quasi der Mittelwert aus „dem tatsächlichen Traffic“ genau der abgefragten URL.

Vorteile:

  • Direkter Einblick in die Nutzererfahrung aller Besucher
  • Objektivität durch Mittelwert

Nachteile:

  • Bezug nur auf die eingegebene URL, daher keine Wegweiser-Funktion für die gesamte Webseite
  • Bei kleineren und mittleren Webseiten ist der Wert selten verfügbar. Hier erscheint dann die Meldung: „Im Bericht zur Nutzererfahrung in Chrome sind nicht genügend tatsächliche Geschwindigkeitsdaten für diese Seite vorhanden.
  • Referenzwerte von Mitbewerbern müssen separat ermittelt und abgeglichen werden, um den Status der Branche bzw. Nische zu analysieren

Origin Summary:

Die Origin Summary ist die Zusammenfassung von realen Daten für alle URLs der abgefragten Domain, für die diese Daten vorliegen. Hier fasst Google auch alle Schreibweisen der URLs zusammen, also z.B. auch http vs. https mit vs. ohne „www“-Präfix etc.

Wenn z.B. nur die Startseite schlechte Felddaten aufweist, aber alle anderen Unterseiten exzellente Felddaten haben, kann die Origin Summary sehr gut sein – die Felddaten der entscheidenden Startseite – wären aber weiterhin fatal. Der Wert ist also eher eine Art Vektor bzw. Wegweiser für den Status der gesamten Seite, nicht für die geprüfte URL.

Vorteile:

  • Wegweiser-Funktion durch Auswertung aller URLs einer Domain
  • Auch wenn viele nur die URL der Startseite analysieren, können durch die Origin Summary Probleme des Gesamtkontrukts erkannt werden

Nachteile:

  • Wird häufig falsch interpretiert, weil die technischen Hintergründe kaum bekannt sind
  • Liegt bei kleineren bzw. mittelgroßen Webseiten nicht immer vor. Hier gibt Google dann die folgende Meldung aus: „Im Bericht zur Nutzererfahrung in Chrome sind nicht genügend tatsächliche Geschwindigkeitsdaten für diesen Ursprung vorhanden.

Labdaten:

Die Labdaten sind ein theoretischer Wert. Hierzu emuliert Google den Aufruf einer URL mit einem statischen Gerät unter identischen Netzwerkgeschwindigkeiten. Durch das Toolset Lighthouse17 wertet Google anschließend die Performance dieser aufgerufenen URL aus. Hierdurch unterliegen Labdaten keinen nennenswerten Schwankungen18 und können objektive Hinweise auf Probleme und Optimierungspotentiale liefern.

Vorteile:

  • Hilfreich, um Performance-Probleme zu beheben
  • Einblick in die durchschnittliche Nutzererfahrung
  • Stabile Auswertung, daher reproduzierbare Ergebnisse
  • Für jede URL verfügbar

Nachteile:

  • Akute Probleme können ggf. nicht erkannt werden
  • Ohne parallele Betrachtung der Felddaten schwierig zu interpretieren
  • Keine Wegweiser-Funktion, was gerade bei kleineren Webseiten die Analyse des Gesamt-Status erschwert

Grundsätzlich sind also alle drei o.g. Daten-Arten von zentraler Wichtigkeit, um die Geschwindigkeit bzw. Performance einer oder mehrerer URLs zu analyiseren. Entgegen der Erwartungshaltung vieler Betreiber von Webseiten und Shops sind die Tools unter PSI kein Wundermittel. Sie sind – wie der Name schon sagt – Performance-Tools und keine Lösungen für Performance Probleme.

Werden diese Werkzeuge jedoch fachmännisch bedient, können sie extrem hilfreich dabei sein, die Performance und Usability einer URL und ganzer Seiten zu optimieren. Der hierfür erforderliche Maßnahmen-Kanon wird jedoch nur tendentiell verortet – was wo und wie geändert werden muss, erfährt man durch die bloße Anwendung der PSI Tools nicht. Hierzu bedarf es im Regelfall professioneller Hilfe.

Wir beraten Sie gerne!

Google wäre wohl nicht Google, wenn es keinen Haken an der positiven offiziellen Aussage geben würde: Mit den Core Web Vitals ist es eben nicht getan!

Wer den „Zeitplan für die Einführung einer verbesserten Nutzerfreundlichkeit von Seiten in der Google Suche“ aufmerksam zu Ende liest, stolpert zwangsweise über zwei besonders unklare Aspekte:

  1. Die bisher bereits bekannten Ranking-Faktoren „Optimierung für Mobilgeräte, Safe Browsing, HTTPS-Sicherheit und Richtlinien zur Vermeidung störender Einflüsse in der mobilen Erfahrung“19 werden mit den Core Web Vitals kombiniert.Bedeutet im Klartext: Man muss auch diese – seit Jahren intensiv weiterentwickelten – Faktoren nicht nur einhalten, sondern hier top performen, um weiterhin führend zu sein.
  2. Der eigentliche „Mega-Bonus“ und knallharte Wettbewerbsvorteil – die optische Hervorhebung der eigenen Seite in den Suchergebnissen – ist nur für die Webseiten greifbar, die bei allen Faktoren bis zum Rollout des Updates top dastehen:

„Zurzeit arbeiten wir an einem Indikator, der Seiten erkennt, die alle Kriterien für die Nutzerfreundlichkeit erfüllen.“
(Quelle: https://developers.google.com/)

Parallel dazu beobachten wir seit Jahr und Tag und verstärkt in den vergangenen Monaten, dass Google die sprichwörtlichen Daumenschrauben bei Google PageSpeed deutlich anzieht. Es ist deutlich schwieriger geworden, bei der PageSpeed Auswertung in den deutlich grünen Bereich zu kommen und hier kontinuierlich zu bleiben. Natürlich bleibt auch die generalisierte Auswertung der „Geschwindigkeit“ per Google PageSpeed auch weiterhin von zentraler Wichtigkeit für die Conversion Rate und für das Ranking. Bedeutet: Auch bei PageSpeed muss man top abschneiden, um ganz oben mitspielen zu können. Das wird sich auch im Jahr 2021 nicht ändern.

Update von Google: Page Experience wird auch für Desktop zum Rankingfaktor!

Der Google Product Manager Jeffrey Jose hat am 18.05.2021 über den offiziellen YouTube-Account „Google Search Central“ im Rahmen eines Videos der jährlichen Google I/O Entwicklerkonferenz bekannt gegeben, dass Google die Page Experience als Rankingfaktor auch auf den Bereich Desktop anwenden wird. 20 Diese Information ist neu und wurde bisher in keiner Weise von Google angedeutet.

Es bleibt unklar, ob dies bereits im Rahmen der ersten Wellen des Page Experience Updates erfolgen wird, oder ob dies nachgezogen wird. Sicher ist jedoch bereits, dass Webseiten, die bei Google PageSpeed Insights im Tab „Desktop“ (siehe: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/) bei der Speed-Bewertung sowie bei den Core Web Vitals exzellent abschneiden, auch vom kommenden Page Experience Update oder eben den nachfolgenden Justierungen profitieren können. Daher verlieren künftig auch Webseiten an Sichtbarkeit im Desktop-Segment, die überdurchschnittlich langsam im Bereich Desktop abschneiden.

Im Vergleich zum Bereich „Mobil“ ist es im Desktop-Segment bekanntlich deutlich einfacher, exzellente PageSpeed-Werte und Core Web Vitals zu erzielen. Viele kommerzielle Seiten sind hier schon seit Jahr und Tag im deutlich grünen Bereich angesiedelt. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, hierdurch deutliche Wettbewerbsvorteile zur erzielen auch geringer, als durch optimale Werte unter „Mobil“.

Andererseits haben im Laufe der vergangenen Jahre auch viele Betreiber das Desktop-Segment aufrund der von Google proklamierten Devise „mobile first“ schlicht vernachlässigt. Es ist daher anzunehmen, dass in einigen Bereichen in der Optimierung von Webseiten für Desktop-Traffic gerade jetzt viel Potential schlummert.

Vor o.g. Hintergrund deutet also vieles darauf hin, dass Google – entgegen der bisherigen Devise – dem Desktop-Bereich mehr Wichtigkeit zukommen lässt. Dies ist insofern logisch, als dass zwar der absolute Großteil des weltweiten Traffics mobil ist, jedoch besonders hochqualitativer, kaufstarker Traffic unverändert auch über Desktop-Geräte realisiert wird. Umsatzstarke Käufe finden nachwievor beispielsweise vom Büro aus statt; daran ändert auch die für viele Branchen durch die Corona-Pandemie neue etablierte Homeoffice-Arbeitskultur wenig.

Das Statement von Jeffrey Jose ist ein klares Indiz dafür, dass Google die neue Wichtigkeit des Desktop-Segments erkannt hat. Genau genommen ist es seit vielen Jahren das erste nennenswerte Anzeichen dafür, dass Google die Relevanz des zur Nische gewordenen Desktop-Traffics untermauert. Dies ist daher einklassischer Wink mit dem Zaunpfahl seitens Google, den sich niemand entgehen lassen sollte.

Unser Service zur Suchmaschinenoptimierung rund um das Page Experience Update

Seit 2004 betreiben wir eigene Webseiten. Dass Ladezeit und Performance mit großem Abstand die treibenden Faktoren sind ist für uns daher alles andere als neu. Mit unseren Seiten testen wir seit vielen Jahren die Auswirkungen unterschiedlicher Optimierungs- und Beschleunigungs-Maßnahmen. Von Plugins über Servereinstellungen und verschiedene Provider bis hin zu Caching-Systemen führen wir kontinuierlich parallele Tests durch.

Wir beschäftigen uns natürlich nicht aus Langeweile so intensiv mit diesem Themenkomplex. Unsere Kunden profitieren hierdurch von Know-how aus erster Hand. Viele handelsübliche CMS und Shop-Systeme haben oder hatten wir selbst in Betrieb und können daher praxisbewährte SEO-Maßnahmen aus unserem Repertoire ableiten und bei Bedarf auch für Sie umsetzen. Selbst bei sehr exotischen Systemen entwickeln wir passende Lösungen – egal, ob für KMU oder Konzerne.

Auch wenn die Zeit bis zum Page Experience Update natürlich nicht länger wird, stehen wir Neu- und Bestandskunden mit Rat und Tat zur sprichwörtlichen Seite. Die Erstberatung ist selbstverständlich kostenlos.

Wie können wir Sie erreichen?

 

Fazit

Betrachtet man nun die Fülle an neuen Faktoren und die absehbaren Änderungen vor dem Hintergrund der oben dargestellten Fakten, ist bereits jetzt absehbar, wohin die Reise geht: Genau da hin, wohin wir unsere Kunden seit Jahren bugsieren. Zur ganzheitlichen Suchmaschinenoptimierung, die den Nutzer in den Vordergrund stellt und durch eine optimierte UX zu noch mehr Zufriedenheit und somit Conversions führt.

Wenn man es genau nimmt, untermauert Google mit dem Page Experience Update wieder einen Teilaspekt der eigenen Devise – nämlich den in den Google Webmaster Richtlinien als ersten Punkt der Qualitätsrichtlinien unter Grundprinzipien aufgeführten Punkt:

„Erstellen Sie Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen.“
(Quelle: https://developers.google.com/)

Es geht längst nicht mehr nur darum, mal eben per SEO ein paar Rankings bei Google zu erzielen. SEO entwickelt sich für Webseiten und Shops noch intensiver zu einer ganzheitlichen Aufgabe, die alle Segmente der Online-Kommunikation und der damit verbundenen Hard- und Software-Technologien umfasst und hierdurch wiederum flächendeckende Ziele erreichen kann.

Ausblick

Es bleibt weiter spannend. Google behält sich an mehreren Stellen vor, die Faktoren und deren Gewichtung künftig erneut anzupassen und auszuweiten. So auch direkt im jüngst veröffentlichten Zeitplan zum Page Experience Update:

„Wir arbeiten kontinuierlich daran, weitere Signale für die Nutzerfreundlichkeit von Seiten zu integrieren, die dann jährlich aktualisiert werden.“
(Quelle: https://developers.google.com/)

Es ist also bereits jetzt absehbar, dass im Bereich SEO im Jahr 2021 nicht mehr primär „technische SEO“ im Vordergrund steht, sondern es eines weitaus ganzheitlicheren, kontinuierlichen Ansatzes bedarf.

Im Umkehrschluss werden sich für top vorbereitete Seiten hieraus Möglichkeiten ergeben, die aller Voraussicht nach mit den immensen Wachstumsschüben in der Anfangszeit von Google zu vergleichen sein werden. Da die Nutzerzahlen von Google und die Einstiegshürden für Webseiten aufgrund der o.g. technologischen Schwellen sehr viel höher sind als damals, ergeben sich durch eine konsequente Suchmaschinenoptimierung Möglichkeiten für Unternehmen, wie nie zuvor.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist das Google Page Experience Update?

Das Google Page Experience Update ist eine Algorithmus-Änderung bei Google, die besonders schnelle Webseiten durch eine höhere Sichtbarkeit belohnt. Langsame Webseiten werden nach diesem Performance Update abgewertet, so dass sich die Google Suchergebnisse massiv verändern.

Wann findet das Google Page Experience Update statt?

Das Page Experience Update war von Google ursprünglich für Mai 2021 angekündigt. Das Update ist nun verschoben und wird ab Juni bis Ende August 2021 ausgerollt. Performance ist und bleibt einer der wichtigsten Faktoren bei Google im Jahr 2021.

Werden beim Google Page Experience Update Webseiten abgewertet?

Da im Rahmen des Google Page Experience Updates besonders schnelle Webseiten aufgewertet werden, werden im Umkehrschluss auch besonders langsame Webseiten abgewertet. Dieses Auf und Ab ist seit Jahr und Tag zentraler Bestandteil von reichweitenstarken Google-Updates.

Was ist zu tun, damit meine Webseite vom Google Page Experience Update profitiert?

Eine Webseite profitiert vom Google Page Experience Update, wenn sie über eine erstklassige Performance verfügt. Die mobile Google PageSpeed Insights Bewertung sollte im grünen Bereich sein, die Core Web Vitals LCP, FID und CLS sollten ebenfalls grün sein, um vom Update profitieren zu können. Gerne beraten wir Sie, damit Ihre Webseite noch kurzfristig fit für das Update gemacht werden kann.

Was kann ich unternehmen, wenn meine Webseite abgewertet wurde?

Eine Abwertung durch ein Google-Update ist immer suboptimal, aber kein Beinbruch. Wichtig ist vor allem, dass umgehend Gegenmaßnahmen etabliert werden. Wir stehen Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur sprichwörtlichen Seite. Nehmen Sie jetzt unsere kostenlose Erstberatung in Anspruch!

Verwendete Quellen / Literatur:

  1. ec.europa.eu – Länderinformation – Deutschland
  2. FTTH Council Europe: European FTTH/B Ranking
  3. https://www.ard-zdf-onlinestudie.de/files/2020/Pressemitteilung_ARD_ZDF_Onlinestudie_2020.pdf
  4. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/585883/umfrage/anteil-der-smartphone-nutzer-in-deutschland/
  5. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/436243/umfrage/meistgenutzte-browser-im-internet-in-deutschland/
  6. https://developers.google.com/web/tools/lighthouse
  7. https://webmasters.googleblog.com/2020/05/evaluating-page-experience.html
  8. https://webmasters.googleblog.com/2020/11/timing-for-page-experience.html
  9. https://developers.google.com/search/blog/2021/04/more-details-page-experience
  10. https://de.wikipedia.org/wiki/Accelerated_Mobile_Pages
  11. https://search.google.com/search-console/about?hl=de
  12. https://web.dev/lcp/
  13. https://web.dev/fid/
  14. https://web.dev/cls/
  15. https://web.dev/vitals/
  16. https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/
  17. https://developers.google.com/web/tools/lighthouse
  18. https://developers.google.com/speed/docs/insights/v5/about?hl=de
  19. https://developers.google.com/search/blog/2020/11/timing-for-page-experience
  20. https://www.youtube.com/watch?v=h00kn5J-F2Q&t=446s


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