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intermedial Begriffserklärung und Definition

intermedialDer Begriff meint in der Kultur- und Medienwissenschaft sowie der Publizistik, dass die Beziehungen, Verschr√§nkungen, √§sthetischen Kopplungen oder √§sthetischen Br√ľche zwischen den Mediengattungen erforscht werden. Untersucht werden die gezielten Parallelen, Wechsel und Unterschiede des Ausdrucks bei Ton und Bild zwischen prim√§ren, sekund√§ren sowie terti√§ren Medien. Letztere betreffen auch die neuen Medien, bei denen sich eine Vielzahl von Untersuchungsans√§tzen ergibt. Medien sind nicht als autonome Produkte anzusehen, sondern Teil einer verschr√§nkten medialen Konfiguration.

Unterschieden werden die Begriffe „intermedial“ und „Mixed Media“ voneinander. W√§hrend bei „Mixed Media“ die urspr√ľnglichen Mediengattungen immer noch klar unterscheidbar voneinander erscheinen, k√∂nnen sie bei intermedialen Medien schwerer bzw. nicht mehr erkannt und somit auch schwerer getrennt oder analysiert werden.
Schon 1812 wurde der Begriff genutzt, um Medienprodukte zu benennen, deren Eigenschaften sich zwischen den Medien bewegten. Demnach ist die im 20. Jahrhundert definierte Intermedialität mehr eine Wiederentdeckung, als ein völlig neuartiger Prozess.

Es gibt die Ansicht, dass Intermedialit√§t mit gesellschaftlichen Ver√§nderungen zusammenh√§ngt, die sich hin zu einer Gleichheit und Gleichzeitigkeit entwickeln. Gesellschaftliche Klassen verlieren zu Entwicklungszeiten von Intermedialit√§t an Relevanz. Im Gegensatz dazu steht beispielsweise eine klar abgetrennte St√§ndegesellschaft – beispielsweise w√§hrend der Epoche der Renaissance. Insofern kann umgekehrt die bewusste Nutzung von Intermedialit√§t als das Bef√ľrworten und F√∂rdern einer kommunistischen Gesellschaft angesehen werden.

Eine weitl√§ufige Bedeutung des Begriffes intermedial wurde hier durch den Fluxusk√ľnstler Dick Higgins gepr√§gt. Er bezeichnete die k√ľnstlerische Auseinandersetzung mit Pop-Kultur und elektronischen Medien Mitte der 60er Jahre als Intermedia. Hierbei wurden Grenzen der bislang anerkannten Medien erweitert und elektronische Medien als k√ľnstlerische Mittel in Kunst integriert und etabliert. Unter der Theorie von der Ver√§nderung der Gesellschaft zum Kommunismus hin betrachtet, kann hiermit gleichzeitig ein Ergreifen von neuartigen M√∂glichkeiten des bislang Beschr√§nkten, einseitig spezialisierten Individuums gesehen werden. Das Ineinandergreifen der Mediengattungen geht mit dem Ineinandergreifen vom Individuum und seiner Umwelt einher.

Im Gegensatz dazu grenzt Higgins „pure Medien“ ab. Dazu z√§hlt er beispielsweise die Malerei, bei der die entstandenen Bilder ausschlie√ülich an den W√§nden der Besserverdienenden vorzufinden sind. Laut Higgins ist es der nat√ľrliche Weg, dass abgegrenzte Medienprodukte einem bestimmten Markt zug√§nglich gemacht werden, zu dem sie passen bzw. passend gemacht werden. Medien- bzw. Kunstprodukte werden somit zur reinen Ware, die unfrei und gegebenenfalls unkritisch agieren.

Im Gegensatz dazu weist Higgins eigene intermediale Kunst zum Beispiel eine proszenische B√ľhne auf. Hier wird der Unterschied zwischen K√ľnstlern und Zuschauern aufgehoben und eine Integration erm√∂glicht.
Eine Fusion von Rezipienten- und B√ľhnenraum ist auch schon im Amphitheater zu beobachten. Obwohl noch nicht entsprechend benannt, stand das allumgebende Orchestra im Mittelpunkt des Zuschauerraums und ist somit als intermedial anzusehen.

Typen von Intermedialität

Es können vier verschiedene Typen von Intermedialität ausdifferenziert werden: die synthetische Intermedialität, die transformationale Intermedialität, die formale bzw. trans-mediale Intermedialität sowie die ontologische Intermedialität.

Synthetische Intermedialität

Die synthetische Intermedialit√§t meint die Verschmelzung verschiedener Mediengattungen zu einem sogenannten Intermedium. Auch hier werden k√ľnstlerische Arbeiten, wie die des Fluxus mit eingeschlossen.

Gemeint ist ebenfalls, dass der Unterschied zwischen Leben und Kunst sich in synthetischen Medienformen aufhebt. Kritisiert und bef√ľrchtet wird, dass sich die Gesellschaft innerhalb von sogenannten Monomedien von sich selbst entfremdet. Das Leben wird zum Halb-Leben, die Kunst zur Halb-Kunst. Die Gefahr besteht, dass eine der beiden Formen sich der anderen verschreibt, das Leben beispielsweise „Life media“ wird. Die Generierung, die Analyse, die Wahrnehmung, ja der gesamte Umgang mit der synthetischen Medienform wird des Weiteren erschwert bzw. unm√∂glich. Gefordert wird von Kritikern daher die gesellschaftliche Befreiung und √úberwindung von „Monomedien“. Hierzu sollen habituistische Wahrnehmungsformen durchbrochen werden und ein freiheitlicher Umgang mit den Medien erzielt werden.

Synthetische Medienformen stehen im Gegensatz zu den „Mixed Media“, die lediglich eine Ansammlung verschiedener, klar abgegrenzter Mediengattungen darstellen.

Transformationale Intermedialität

Die transformationale Intermedialität meint hingegen eine Verschiebung. Ein Medium repräsentiert ein anderes. So kann beispielsweise ein Gemälde durch einen Film repräsentiert werden. Ob die integrale Repräsentation eines Mediums in ein anderes als intermedial bezeichnet werden darf, kann diskutiert werden. Fraglich erscheint, ob eine Beziehung zweier Medien zueinander gemeint ist oder es sich hier lediglich um einen inhaltlichen Verweis auf ein anderes Medienprodukt handelt.

F√ľr eine intermediale Beziehung spricht, dass durch die Repr√§sentation des Mediums einer anderen Gattung immer auch R√ľckschl√ľsse auf das repr√§sentierende Medium m√∂glich werden. Denn das repr√§sentierende Medium verfremdet das repr√§sentierte Medium jeweils auf eine bestimmte Weise.

Andererseits wird der Begriff intermedial m√∂glicherweise √ľberdehnt, wenn er beispielsweise schon bei der Nennung des Begriffes Bild durch eine andere Mediengattung verwendet wird. Ein L√∂sungsvorschlag ist, eine Repr√§sentation dann als intermediale Beziehung anzusehen, wenn das repr√§sentierende Medium explizit Bezug auf das repr√§sentierte Medium nimmt.

Um die transformationale intermediale Beziehung analysieren zu k√∂nnen, ist vor allem die Kenntnis um die Eigenschaften des repr√§sentierenden Mediums erforderlich. So muss beim Medium Film beispielsweise der Aspekt der Audiovisualit√§t, der filmtypische Schnitt, sowie die Linearit√§t ber√ľcksichtigt werden, mit denen eine andere Mediengattung repr√§sentiert wird.

Formale- bzw. trans-mediale Intermedialität

Die formale- bzw. trans-mediale Intermedialität verneint die Synthese, aber auch die simple Anhäufung von Medien. Hier wird davon ausgegangen, dass ein Medium in einem anderen aufgespalten wird. Ein Teil des aufgespaltenen Medienproduktes fließt in das Medium der anderen Gattung ein. So wird im Radio beispielsweise lediglich der Ton aus einem Film wiedergegeben.

Die formale- bzw. trans-mediale intermediale Darstellung eines Mediums durch ein anderes unterliegt hier im Gegensatz zur symbiotischen Intermedialit√§t jedoch traditionell bestimmten, festgelegten Regeln, einer Ordnung des Sichtbaren. Wird der Filter, welcher der intermedialen Beziehung dient, systematisch analysiert, k√∂nnen beispielsweise R√ľckschl√ľsse auf die Eigenschaften und Leitmotive eines Regimes gezogen werden.

Ontologische Intermedialität

Bei der ontologischen Intermedialit√§t gibt es solche klar abgegrenzten, traditionell vorherbestimmten Filter weniger. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass ein Medium durch die explizite Bezugnahme auf ein anderes, dieses ver√§ndert. Dies geschieht vor allem √ľber Gleichheiten der beiden aufeinander bezogenen Mediengattungen. Durch den Filter des jeweiligen Mediums wird das andere Medium laufend definiert und somit mit der Zeit transformiert. So wird durch ein Foto beispielsweise ein Film in erster Linie in seinen Eigenschaften als einzelnes statisches Erscheinungsbild definiert und ver√§ndert.



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