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Medien Begriffserklärung und Definition

medienDer Begriff der Medien ist in aller Munde, allerdings ist dabei häufig unklar, worum es eigentlich genau geht. Im Folgenden soll daher genau bestimmt werden, was unter einem Medium zu verstehen ist. Darüber hinaus sollen diverse Medien benannt und ihre Stärken und Schwächen beschrieben werden.

Was genau versteht man unter einem Medium?

Mit dem Begriff Medium ist ein vermittelndes Element gemeint. Wörtlich übersetzt heißt der Begriff Medium nämlich Mitte oder das Mittlere. Seit etwa dreißig Jahren gebraucht man das Wort Medium in seiner pluralen Form Medien und meint damit alle möglichen Kommunikationsmittel. Ursprünglich hatte der Begriff jedoch eine etwas andere Bedeutung. Bei dem griechischen Philosophen Aristoteles trat er für den Bereich der Physik auf. Immer jedoch wird das Medium in den Zusammenhang mit Kommunikation gebracht.

In den frühen christlichen und außerchristlichen Vorstellungen stellte ein Medium den Kontakt zu einem Göttlichen dar. Zuletzt in dieser Reihe steht die nüchterne Definition vom Medium als Übermittler von Informationen. Erst im 20. Jahrhundert begann man den Begriff auf technische Geräte zu übertragen, die eine Kommunikation zwischen einem Sender und einem Empfänger etablieren können.

Gegenwärtig wird folgender Medienbegriff verwendet: In der Regel stellt man sich darunter technische Kommunikationskanäle vor. deren Aufgabe es ist, Informationen zu übermitteln. In der Umgangssprache hört man sehr oft den Begriff der Massenmedien, mit denen Kommunikationsmittel gemeint sind, die eine besonders starke Verbreitung bewirken können.

Welche verschiedenen Medien gibt es?

Die Sorte Medien, die allen Menschen auf Anhieb einfallen, dürften die sogenannten Printmedien sein. Mit dem Begriff Printmedien sind klassischerweise gedruckte Informationsträger gemeint. Das können beispielsweise Zeitungen und Magazine sein. Ebenfalls zur Gruppe der Printmedien gehören Bücher, Karten, Plakate und Poster. Nicht zuletzt zählen auch Kataloge, d.h. Werbemittel in diese Gruppe hinein. Auch Kalender, Flyer und Postkarten passen in diese Kategorie.

Ein Medium, das nur wenigen Menschen bzw. in der Regel solchen mit einem Studienabschluss zur Verfügung steht, sind wissenschaftliche Publikationen, zu denen sich an späterer Stelle noch Informationen finden. Der Druck der sogenannten Printmedien erfolgt in aller Regel auf Papier. Seinen Ursprung genommen hat diese Art der Verbreitung von Informationen mit dem im 15. Jahrhundert erfundenen Buchdruck. Johannes Gutenberg hat diese schnelle Form der Publikation und ihre Verbreitung am Übergang in die Neuzeit durchgesetzt. Dem Goldschmied gelang es, ein komplett maschinengeschriebenes System zu entwerfen, bei dem man die einzelnen Lettern setzt und dann unzählige Drucke anfertigen lassen kann. Damals wurde die Erfindung des Buchdrucks vor allem zur Vervielfältigung der Bibel verwendet.

In den folgenden Jahrhunderten kamen Pamphlete, Zeitungen und Belletristik hinzu. Im Zusammenhang mit den Printmedien sei noch zu erwähnen, dass in Deutschland die Pressefreiheit gilt, d.h. dass Zeitungen und Buchpublikationen nicht zensiert werden dürfen.

Allerdings ist gesetzlich vorgeschrieben, dass jede Veröffentlichung ein Impressum benötigt. Dieses umfasst die wichtigsten Daten desjenigen, der die Veröffentlichung tätigt. Dazu zählen der Name, die Anschrift und gegebenenfalls auch eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bzw. die Anschrift des Verlages.

Neue Medien

Von den Printmedien werden die sogenannten Neuen Medien abgegrenzt, welche im Folgenden erläutert werden sollen. Die sogenannten Neuen Medien erscheinen in digitalisierter Form. Erst mit dem Auftreten von PCs und Internet sind sie in Erscheinung getreten. Zu dieser Gruppe zählen einerseits DVDs, CD-ROMs und digitale Bücher. Andererseits umschließt die Gruppe der Neuen Medien auch Online-Publikationen wie etwa E-Zines oder Weblogs. Beides sind Möglichkeiten, Neuigkeiten, die regelmäßig aktualisiert werden, Menschen online zur Verfügung zu stellen.

Oftmals handelt es sich hierbei allerdings um Online-Ausgaben von bereits tatsächlich gedruckten Zeitschriften. Gerade kleine Magazine aber für spezielle Themen nutzen auch gerne die kostengünstige Methode der Online-Publikation. Denn die Wartung eines E-Zines oder eines Weblogs ist längst nicht so kostenintensiv wie etwa der Druck eines Print-Magazins. Es muss lediglich Webspace beschafft werden, der sich unter Umständen sogar durch Werbung oder Spenden finanzieren lässt.

Der Vorteil von Neuen Medien dieser Form besteht auch darin, dass sie häufig aktueller sind als Printausgaben. Oft ist bei Webseiten zum Beispiel ein sogenannter Live-Ticker eingeschaltet, der Informationen innerhalb von Sekunden an die entsprechende Internetpräsenz weiterleitet. Das eignet sich besonders für die Übermittlung von tagesaktuellen Nachrichten oder Sportmeldungen.

Ebenfalls neuerer Natur sind die audiovisuellen Medien. In gewisser Weise zählt das Internet auch dazu, sofern es als solches verwendet wird, z.B. per Live-Stream. Vor allem aber fällt in diesen Bereich das Radio und der Fernseher. Der Begriff audiovisuelle Medien bezeichnet technische Kommunikationsmittel, welche die menschlichen Sinne mithilfe von Bild und Ton ansprechen. Die audiovisuellen Medien machen stetig eine Entwicklung durch, die an den technischen Fortschritt gebunden ist.

Das Fachmedium

Eine letzte, vorzustellende Gruppe ist die der sogenannten Fachmedien. Während Medien generell oftmals zur Unterhaltung, d.h. zum Zeitvertrieb verwendet werden, so wenden sich Fachmedien dem intellektuellen Publikum zu, dass Interesse an wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt. Fachmedien können sowohl Printmedien wie etwa Fachzeitschriften oder wissenschaftliche Journale beinhalten sowie auch Online-Publikationen und CD-ROMs mit wissenschaftlichem Anspruch.

Fachmedien haben folgende Bedeutung: Sie sollen Berufstätige und solche, die in der Ausbildung sind (Azubis, Studenten etc.) über fachliche Themen informieren und weiterbilden. Diese Themen sind abgegrenzt und auf eine spezifische Zielgruppe zugeschnitten. So existieren beispielsweise Fachwerke für bestimmte Berufsgruppen, z.B. Ärzte, Ingenieure, Juristen,Informatiker oder Theologen. Anders als in anderen Bereichen hat sich bei den Fachwerken die Print-Version bewährt. Zwar gibt es auch E-Zines und Online-Publikationen, jedoch sind Print-Versionen eindeutig umsatzstärker. Die deutschen Fachmedien besitzen sogar eine Interessensvertretung – die deutsche Fachpresse. Diese setzt sich gezielt für den Erhalt von Fachwerken ein, die gesamtgesellschaftlich betrachtet einen geringeren Umsatz erzielen als für die Freizeit geschaffene Medien, die der Unterhaltung dienen.

Fachmedien zeichnen sich dadurch aus, dass die darin befindlichen Informationen möglichst neutral formuliert und wissenschaftlich haltbar sind. Wer sich auf Fachmedien bezieht, der befindet sich in der Regel auf der sicheren Seite, wenn er Informationen veröffentlicht. Fachmedien arbeiten Hand in Hand mit der Wissenschaft zusammen und sichern deren Ergebnisse. Somit schaffen sie die Grundlage für zukünftige Forschungsprojekte. Sie treiben die Bildung in Schulen und Universitäten voran und schaffen neue Standards für die Gestaltung von Studiengängen, Forschungsprojekten und Schulunterricht.

Die oben genannten Medien erreichen unterschiedlich viele Menschen. Einige beziehen sich nur auf einen kleinen Wirkungskreis, wie etwa das lokale Radio oder eine ortsgebundene Wochenzeitung. Andere erscheinen überregional wie etwa eine der größeren Zeitungen und Zeitschriften. Das Fernsehen und das Internet haben mitunter die größte Reichweite. Fachliteratur hingegen wird nur in kleinen Kreisen behandelt. Aus diesem Grunde bezeichnet man einige Medien, die eine besonders große Reichweite haben, auch als Massenmedien. Sie erreichen Menschen unterschiedlichen Bildungsgrades und verschiedener ethnischer und sozialer Herkunft.



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