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Medien Begriffserklärung und Definition

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MedienDer Begriff der Medien ist in aller Munde, allerdings ist dabei häufig unklar, worum es eigentlich genau geht. Im Folgenden soll daher bestimmt werden, was unter einem Medium zu verstehen ist. Darüber hinaus werden verschiedene Medien benannt und ihre jeweiligen Merkmale beschrieben.

Was genau versteht man unter einem Medium?

Mit dem Begriff Medium ist ein vermittelndes Element gemeint. Wörtlich übersetzt heißt der aus dem Lateinischen stammende Begriff Medium Mitte oder das Mittlere. In seiner pluralen Form Medien bezeichnet das Wort heute unterschiedliche Kommunikationsmittel. Ursprünglich hatte der Begriff jedoch eine andere und wesentlich breitere Bedeutung. Bereits bei dem griechischen Philosophen Aristoteles trat das Konzept eines vermittelnden Elements im Bereich der Wahrnehmungs- und Naturlehre auf.

In religiösen und spiritistischen Vorstellungen stellte ein Medium den Kontakt zu einer göttlichen oder geistigen Sphäre her. Davon zu unterscheiden ist die nüchterne Definition des Mediums als Übermittler von Informationen. Vor allem im 20. Jahrhundert wurde der Begriff zunehmend auf technische Geräte und organisatorische Formen übertragen, die eine Kommunikation zwischen einem Sender und einem Empfänger ermöglichen.

Gegenwärtig wird häufig folgender Medienbegriff verwendet: In der Regel stellt man sich darunter technische oder institutionelle Kommunikationskanäle vor, deren Aufgabe es ist, Informationen zu speichern, zu übertragen oder öffentlich zugänglich zu machen. Dabei kann das Medium die Darstellung einer Information mitprägen. In der Umgangssprache hört man sehr oft den Begriff der Massenmedien, mit dem Kommunikationsmittel gemeint sind, die Informationen an ein großes und nicht persönlich abgegrenztes Publikum verbreiten können.

Welche verschiedenen Medien gibt es?

Die Medienart, die vielen Menschen auf Anhieb einfällt, dürften die sogenannten Printmedien sein. Mit dem Begriff Printmedien sind klassischerweise gedruckte Informationsträger gemeint. Das können beispielsweise Zeitungen und Magazine sein. Ebenfalls zur Gruppe der Printmedien gehören Bücher, Karten, Plakate und Poster. Nicht zuletzt zählen auch Kataloge, das heißt Werbemittel, in diese Gruppe hinein. Auch Kalender, Flyer und Postkarten passen in diese Kategorie.

Zu den Printmedien gehören außerdem wissenschaftliche Publikationen, zu denen sich an späterer Stelle noch Informationen finden. Sie sind nicht nur Personen mit einem Studienabschluss zugänglich, richten sich aufgrund ihrer Fachsprache und Themenwahl aber häufig an ein spezialisiertes Publikum. Der Druck der sogenannten Printmedien erfolgt in aller Regel auf Papier. Einen entscheidenden Entwicklungsschritt für die Verbreitung gedruckter Informationen in Europa bildete der im 15. Jahrhundert entwickelte Buchdruck mit beweglichen Metalllettern. Johannes Gutenberg schuf dafür ein technisch abgestimmtes System, bei dem einzelne Lettern gesetzt und zahlreiche gleichartige Drucke angefertigt werden konnten. Zu den bekanntesten frühen Erzeugnissen gehört die Gutenberg-Bibel.

In den folgenden Jahrhunderten kamen Pamphlete, Zeitungen und Belletristik hinzu. Im Zusammenhang mit den Printmedien ist außerdem zu erwähnen, dass in Deutschland die Pressefreiheit verfassungsrechtlich geschützt ist. Eine allgemeine Vorzensur findet nicht statt. Veröffentlichungen unterliegen dennoch gesetzlichen Grenzen, etwa zum Schutz persönlicher Rechte und anderer Rechtsgüter.

Für viele geschäftsmäßige oder periodische Veröffentlichungen bestehen zudem Impressumspflichten. Welche Angaben erforderlich sind, hängt von der Art des Mediums und den anwendbaren Vorschriften ab. Typischerweise gehören dazu der Name und eine ladungsfähige Anschrift der verantwortlichen Person oder des Anbieters sowie gegebenenfalls weitere Kontakt- und Verantwortlichkeitsangaben.

Neue Medien

Von den Printmedien werden die sogenannten Neuen Medien abgegrenzt, welche im Folgenden erläutert werden sollen. Die sogenannten Neuen Medien liegen in digitaler Form vor oder werden über digitale Netze verbreitet. Ihre Entwicklung ist eng mit PCs und dem Internet verbunden. Zu dieser Gruppe zählten zunächst unter anderem DVDs, CD-ROMs und digitale Bücher (heute als eBooks geläufig). Auf digitalen Datenträgern oder im Internet wurden auch sogenannte E-Zines veröffentlicht – frühe digitale Formen von Zeitschriften und Magazinen.

Seit vielen Jahren bezieht sich die Gruppe der Neuen Medien vor allem auf Online-Publikationen wie Webseiten, Blogs und auch Social-Media-Plattformen. All diese Kanäle bieten die Möglichkeit, regelmäßig aktualisierte Inhalte online zur Verfügung zu stellen. Kennzeichnend sind darüber hinaus häufig Interaktivität, multimediale Darstellungen und die Möglichkeit, Inhalte unmittelbar zu teilen oder zu kommentieren.

Gerade in der Anfangszeit des Internets handelte es sich hierbei primär um Online-Ausgaben von bereits tatsächlich gedruckten Zeitschriften. Besonders kleine Magazine für spezielle Themen nutzten auch gerne die kostengünstige Methode der Online-Publikation. Denn die Bereitstellung eines E-Zines oder eines Weblogs war längst nicht so kostenintensiv wie etwa der Druck eines Printmagazins. Es musste im Wesentlichen Speicherplatz (Hosting) beschafft werden, der sich unter Umständen durch Werbung oder Spenden finanzieren ließ.

Dies hat sich gravierend gewandelt. Neue Medien sind häufig das Mittel der Wahl bei der Massenkommunikation geworden. Speicherplatz ist im Vergleich zu den 1990er- und 2000er-Jahren günstig verfügbar. Kostenlose Open-Source-Systeme ermöglichen es auch Privatpersonen und kleinen Organisationen, sich medial zu betätigen. Die technische Veröffentlichung ist damit einfacher geworden, während redaktionelle Qualität, Reichweitenaufbau und dauerhafte Finanzierung weiterhin erhebliche Arbeit erfordern können.

Ein Vorteil Neuer Medien besteht darin, dass sie grundsätzlich schneller aktualisiert werden können als Printausgaben. Auf Webseiten sind zum Beispiel sogenannte Live-Ticker vorhanden, die Informationen innerhalb von Sekunden an das Publikum der Webseite, also die Besucher, weiterleiten. Das eignet sich besonders für die Übermittlung von aktuellen Nachrichten oder Daten wie Sportergebnissen oder Aktienkursen. Der Zeitversatz zwischen dem Ereignis und der Rezeption durch den Leser kann hierdurch gegen Null gehen. Ob eine Information deshalb bereits vollständig, eingeordnet oder verlässlich ist, muss jedoch gesondert beurteilt werden.

Eine weitere Gruppe bilden die audiovisuellen Medien. In gewisser Weise zählt auch das Internet dazu, sofern es entsprechend verwendet wird, zum Beispiel per Live-Stream. Darüber hinaus sind Radio und Fernsehen feste Bestandteile dieser Gruppe, wobei Radio streng genommen ein reines Audiomedium ist. Der Begriff audiovisuelle Medien bezeichnet im engeren Sinne technische Kommunikationsmittel, welche die menschlichen Sinne mithilfe von Bild und Ton ansprechen. Audiovisuelle Medien entwickeln sich stetig weiter und folgen dabei häufig dem technischen Fortschritt.

Das Fachmedium

Eine letzte relevante Gruppe ist die der sogenannten Fachmedien. Während Medien generell oftmals für die Kommunikation von Nachrichten oder zur reinen Unterhaltung, das heißt zum Zeitvertreib, verwendet werden, wenden sich Fachmedien an ein Publikum, das Interesse an fachlichen und insbesondere auch wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt. Fachmedien können sowohl Printmedien wie etwa Fachzeitschriften oder wissenschaftliche Journale als auch Online-Publikationen umfassen. In der Anfangszeit digitaler Publikationen waren auch physische Datenträger wie beispielsweise CD-ROMs häufig Träger von Fachmedien. Heute spielen sie gegenüber Online-Angeboten nur noch eine geringe Rolle.

Fachmedien haben folgende Bedeutung: Sie sollen Berufstätige, Interessenten und Menschen, die sich in Ausbildung befinden, etwa Auszubildende, Schüler und Studenten, über fachliche Themen informieren und weiterbilden. Diese Themen sind abgegrenzt und auf eine spezifische Zielgruppe zugeschnitten. So existieren beispielsweise Fachwerke für bestimmte Berufsgruppen, zum Beispiel Ärzte, Ingenieure, Juristen, Informatiker oder Theologen. Anders als in vielen anderen Bereichen hat sich bei Fachwerken auch die Printversion bewährt, wenngleich digitale Ausgaben, Datenbanken und Onlinearchive stark an Bedeutung gewonnen haben. Die deutschen Fachmedien besitzen zudem eine eigene Interessenvertretung – die Deutsche Fachpresse. Diese setzt sich gezielt für Fachmedien ein, die gesamtgesellschaftlich betrachtet häufig einen geringeren Massenmarkt erreichen als Angebote für Nachrichten und reine Unterhaltung, aber dennoch von zentraler Bedeutung sind.

Fachmedien zeichnen sich dadurch aus, dass die darin befindlichen Informationen möglichst sachlich formuliert und je nach Publikationsart wissenschaftlich fundiert oder redaktionell geprüft sind. Die Bezeichnung als Fachmedium allein garantiert allerdings weder Fehlerfreiheit noch wissenschaftliche Qualität. Leser sollten deshalb Autorenschaft, Quellen, Veröffentlichungsverfahren, Aktualität und mögliche Interessenkonflikte prüfen. Fachmedien arbeiten häufig eng mit der Wissenschaft zusammen und dokumentieren deren Ergebnisse. Somit können sie Grundlagen für zukünftige Forschungsprojekte schaffen. Sie treiben die Bildung in Schulen und Universitäten voran und unterstützen die Gestaltung der Aus- und Weiterbildung – insbesondere auch für Studiengänge, Forschungsprojekte und den Schulunterricht.

Die oben genannten Medien erreichen unterschiedlich viele Menschen. Einige beziehen sich nur auf einen kleinen Wirkungskreis, wie etwa das lokale Radio oder eine ortsgebundene Wochenzeitung. Andere erscheinen überregional wie etwa größere Zeitungen und Zeitschriften. Fernsehen und Internet können eine sehr große Reichweite erzielen. Fachliteratur hingegen wird oftmals nur in kleineren Fachkreisen rezipiert. Aus diesem Grunde bezeichnet man einige Medien, die eine besonders große Reichweite haben, auch als Massenmedien. Sie können Menschen unterschiedlichen Bildungsgrades, verschiedener Altersgruppen sowie unterschiedlicher ethnischer und sozialer Herkunft erreichen – also einen großen Teil der Gesellschaft. Die technisch mögliche Reichweite ist dabei nicht mit der tatsächlich erreichten oder aufmerksam rezipierenden Zielgruppe gleichzusetzen.

Zusammenfassung

Der Begriff Medien bezieht sich auf unterschiedliche Kommunikationsmittel, die als Vermittler oder Übermittler von Informationen fungieren. Ausgehend von älteren philosophischen, naturkundlichen und religiösen Bedeutungen besitzt der Begriff heute vor allem eine kommunikative und technische Dimension. Medien ermöglichen die Speicherung und Übertragung von Informationen zwischen Sendern und Empfängern und können deren Darstellung mitprägen.

Arten von Medien reichen von traditionellen Printmedien wie Zeitungen, Büchern und Plakaten bis hin zu Neuen Medien, die in digitaler Form existieren oder digital verbreitet werden. Letztere umfassen unter anderem Webseiten, Blogs und Social-Media-Plattformen und bieten besonders schnelle sowie interaktive Möglichkeiten der Informationsverbreitung.

Die Fachmedien bilden eine spezielle Kategorie, die sich an ein Fachpublikum richtet und häufig wissenschaftlich fundierte oder redaktionell geprüfte Inhalte bereitstellt. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Forschung. Anders als Massenmedien, die ein breites Publikum ansprechen, richten sie sich an spezifische Zielgruppen.

Die Entwicklung der audiovisuellen Medien, die im engeren Sinne Bild und Ton nutzen, ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Medienlandschaft. Sie entwickelt sich mit dem technischen Fortschritt weiter und bietet zusätzliche Kanäle für Kommunikation, Information und Unterhaltung.

Die Reichweite der verschiedenen Medienformate variiert stark. Während Fachliteratur in der Regel nur von einer begrenzten Anzahl an Menschen genutzt wird, können Internet und Fernsehen ein weltweites Publikum erreichen. Von dieser potenziellen Reichweite muss jedoch die tatsächliche Nutzung eines konkreten Angebots unterschieden werden.

Häufige Fragen und Antworten

Was genau versteht man unter einem Medium?

Mit dem Begriff Medium ist ein vermittelndes Element gemeint. Wörtlich übersetzt heißt der aus dem Lateinischen stammende Begriff Medium Mitte oder das Mittlere. In seiner pluralen Form Medien bezeichnet das Wort heute unterschiedliche Kommunikationsmittel. Medien speichern, übertragen oder veröffentlichen Informationen und vermitteln dadurch zwischen Sendern und Empfängern.

Welche verschiedenen Medien gibt es?

Zu den bekannten Medienarten gehören Printmedien wie Zeitungen, Magazine, Bücher, Karten, Plakate und Kataloge. Daneben gibt es digitale Medien wie Webseiten, Blogs, eBooks und Social-Media-Plattformen, audiovisuelle Medien sowie Fachmedien. Die Gruppen können sich überschneiden: Eine Fachzeitschrift kann beispielsweise gedruckt und zugleich als digitale Ausgabe veröffentlicht werden.

Was sind neue Medien?

Neue Medien sind digitale Medien oder Angebote, die über digitale Netze verbreitet werden. Ihre Entwicklung ist eng mit PCs und dem Internet verbunden. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Webseiten, Blogs, eBooks und Social-Media-Plattformen. Frühere Formen wurden auch auf DVDs und CD-ROMs veröffentlicht. Kennzeichnend sind häufig schnelle Aktualisierungen, multimediale Inhalte und interaktive Nutzungsmöglichkeiten.

Was ist ein Fachmedium?

Fachmedien richten sich an ein Publikum, das sich für klar abgegrenzte berufliche, technische oder wissenschaftliche Themen interessiert. Sie können sowohl Printmedien wie Fachzeitschriften und wissenschaftliche Journale als auch Online-Publikationen umfassen. Ihre Qualität lässt sich unter anderem anhand der Autorenschaft, der verwendeten Quellen, des Prüfverfahrens und der Aktualität beurteilen.

Manuel Fuchs
Zuletzt aktualisiert von Manuel Fuchs

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