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intramedial Begriffserklärung und Definition

intramedialVon Intra- oder Intermedialität spricht man im Allgemeinen bei der Beschreibung der Untersuchung zwischen verschiedenen Medien. Der Begriff an sich stammt aus den Gebieten der Kultur- und Medienwissenschaften sowie der Publizistik. Die Verbindung zwischen den Medien wird dabei anhand der Möglichkeiten ästhetischer Kopplungen oder auch Brüche festgestellt oder näher untersucht.

Inter- oder intramediale Beziehungen sind sowohl zwischen traditionell handwerklichen Künsten und Technologien mechanischen Ursprungs möglich, als auch in Form von Beziehungen, die sich auf die digitalen Medien („Neue Medien“) erstrecken.

In letzterem Kontext findet sich der Begriff auch häufig in den Literatur- und Kulturwissenschaften. Ein Beispiel für Intramedialität aus der Literaturwissenschaft wäre die Untersuchung des Buchdrucks, der langsam aber sicher vom modernen Medium E-Book abgelöst oder ergänzt wird. „Intramedial“ beschreibt generell einen gezielten Medienwechsel oder das gleichzeitige Bestehen unterschiedlicher Ausdrucksformen nebeneinander. Beispiele dafür wären Sprache und Musik, Bildmaterial und Ton, „Neue Medien“ und Theater.

Herkunft des Begriffs und Definitionsmöglichkeiten

Der Künstler Dick Higgins prägte Mitte der 1960er Jahre den Begriff „Intermedia“. Ihm ging es dabei um die Möglichkeit, künstlerische Grenzen zwischen Kunst, Popkultur und den neu entstandenen elektronischen Medien zu überschreiten. Mehr als die gezielte Überschreitung der Grenzen lag es Higgins allerdings am Herzen, auf diesem Weg die „neuen Formen“ durch die Mischung mit klassischer Kunst in den Status eines künstlerisch anerkannten Mediums zu befördern.

Bereits innerhalb des Folgejahrzehnts entstanden an amerikanischen und britischen Universitäten die ersten Master-Studiengänge für „Intermedia“ die Kunstschaffende und Wissenschaftler gleichermaßen mit diesem neuen Themenbereich vertraut machten.

Aktueller Intramedialitätsbegriff

Der Terminus „intramedial“ ist sehr eng an Kunst, Kultur und an die korrespondierenden Medien gebunden. Dabei gibt es viel trivialere Bereiche, in denen Intramedialität ein Teil des Alltages ist, und die trotzdem nicht vernachlässigt werden sollten, wenn dieses Thema besprochen wird. Ein sehr prominentes Beispiel ist die bereits eine ganze Weile andauernde Diskussion, ob Zeitungen und Magazine noch auf klassischem Papier gelesen werden, oder ob unsere Tablet- und Handygesellschaft längst das elektronische Medium vorzieht.

Während klassische Verleger und digitale Publishing-Firmen mit Statistiken versuchen, ihr jeweiliges Lieblingsmedium zu bestärken, liegt laut Intramedialitätstheorien die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Längst werden nicht mehr alle Zeitungen und Zeitschriften in der gedruckten Variante gelesen, allerdings auch noch nicht flächendeckend als digitale Version.

Ein anderes Beispiel stellen „Internet-Memes“ dar, die es gerade unter Jugendlichen auch oft schaffen, auf T-Shirts gedruckt zu werden. Dieser Vorgang lässt den ursprünglichen Sinn, nämlich dass eine in den Witz eingeweihte Gruppe über diesen lacht, nicht unbedingt verloren gehen. Hier verschiebt sich nur das Medium, ohne dem eigentlichen „Kunstwerk“ eine fundamental andere Bedeutung oder einen anderen Kontext aufzuzwingen.

Während Laien eher den Eindruck gewinnen, Medien verschieben sich im Moment „von offline nach online„, gibt es genügend Gegenbeispiele, die ebenso in den Bereich der Intramedialität fallen. Zum Beispiel: der Trend zur analogen (Lomo-)Fotografie, der Druck von hochwertigen Sonderausgaben bei Büchern als Reaktion auf das E-Book, Schallplatten zu sammeln als Hobby, etc.

Bei diesen Phänomenen handelt es sich zumeist um eine Abgrenzungshaltung gegenüber der restlichen Gesellschaft. Da Intramedialität allerdings nicht als wertender Begriff genutzt wird, trifft sie auch auf diese Tendenzen zu.

Verschiedene Arten der Intramedialität

Von primärer oder inhärenter Intramedialität spricht man, wenn Medien aufgrund dispositiver oder medienspezifischer Gegebenheiten beginnen, miteinander zu verschmelzen. Sekundäre Intramedialität bezeichnet die nachträgliche Umsetzung einer ursprünglichen Form durch den Gebrauch eines anderen Mediums (also einen Medienwechsel, wie am Beispiel E-Book ersichtlich). Als dritte Definition gibt es noch die „figurative Intramedialität“, die das Resultat einer Transformation in ein anderes Medium darstellt, allerdings unter Nutzung der im Endmedium vorhandenen Darstellungsmöglichkeiten.

Was auf den ersten Blick kompliziert erscheint, ist in Wahrheit ein Phänomen, das bereits seit mehreren Jahrzehnten ein fixer Bestandteil im Alltag der Menschen darstellt. Auf der kleinsten Ebene spielt sich Intramedialität auch in jedem Durchschnittshaushalt ab. Allein die gleichzeitige Präsenz eines Buches neben einem E-Reader oder die Anschaffung eines Tablet-PCs, während der alte Stand-PC auch noch genutzt wird, sind Beispiele für Intramedialität im Alltag.

Regelmäßig finden zu dem Thema immer noch Wissenschaftskonferenzen und Tagungen statt. Aktuelle technologische Entwicklungen machen es immer wieder notwendig, die Grenzen des Terminus „intramedial“ neu abzustecken und zu definieren. Die rasante Entwicklung auf dem Computersektor bietet für jeden Menschen, der zum Beispiel Kunst schaffen möchte, zahllose Medien, mit denen er sein Vorhaben in die Tat umsetzen kann.

Auch die Vernetzung über das Internet lässt Mediennutzer dabei neue Wege gehen. Riesige Mengen an Videos, die Möglichkeit, Musik theoretisch mit der ganzen Welt zu teilen oder als Künstler zu Ruhm zu gelangen, ohne überhaupt das Haus verlassen zu müssen – all dies sind Faktoren, die erst durch intramediale Überlegungen möglich gemacht wurden.

Der Trend geht laut Studien amerikanischer Universitäten allerdings nicht zur Nutzung reiner „Zukunftstechnologien“, sondern deutet auf eine Tendenz zum Mischen besonders vorteilhafter medialer Möglichkeiten hin. Sollte sich diese Tendenz bewahrheiten, entstehen abermals Formen der Intramedialität, die nur auf einen Zweck ausgelegt sind – die effektive Nutzung moderner Strategien, gekoppelt mit der Erfahrung und Schlagkraft „klassischer Medien„.



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