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TabletDer Begriff Tablet hat im Englischen die Bedeutung ‚Schreibtafel‘, im Amerikanischen auch ‚Notizblock‘. Diese Namensgebung spielt sowohl auf die Form der Geräte als auch auf die im Vordergrund stehende Funktion der ersten Modelle an. Das Tablet erfüllte seinen Zweck vor allen Dingen als elektronisches Notizbuch, das mit Stift bedienbar und mit einer Handschriftenerkennung ausgestattet war. Der Schwerpunkt der Anwendungen lag bei dieser Art von Tablet auf Anforderungen aus dem Büro- und Wissenschaftsbereich. Im Laufe der Entwicklungsjahre sind diese Funktionen immer weiter verbessert und um zahlreiche Anwendungen ergänzt worden.

Geräte mit diesem Funktionsschwerpunkt wurden insbesondere als Tablet-PCs bezeichnet. Davon wurden lange Zeit Tablet-Computer unterschieden, die vorwiegend per Finger bedient wurden und häufig dem Medienkonsum dienten. Diese historische Abgrenzung ist heute jedoch nicht mehr trennscharf: Moderne Tablets können Finger-, Stift- und Tastatureingaben unterstützen und sowohl für Unterhaltung als auch für produktive Aufgaben eingesetzt werden. Da die Begriffe Tablet-PC und Tablet-Computer nicht einheitlich definiert sind, hängt ihre Verwendung häufig vom Hersteller und vom jeweiligen Gerätekonzept ab.

Die Entwicklung der Tablet-PCs

Moderne Tablet-PCs werden überwiegend über den Bildschirm bedient. Bei Convertible-Modellen kann durch Drehen oder Umklappen eine Tastatur genutzt werden, über die Eingaben erfolgen können. Der Begriff Tablet PC wurde besonders durch Microsoft geprägt und 2001 als Bezeichnung für eine Geräteklasse mit Windows und Stifteingabe eingeführt. An entsprechenden Konzepten wurde indessen bereits seit den 60er Jahren gearbeitet. Charles Elbaum schuf in den 80er Jahren eine frühe Handschriftenerkennungs-Software. Im folgenden Jahrzehnt wurden Stiftanwendungen als Alternative zur Maus auf den Markt gebracht. Als ein Vorläufer der Tablet-PCs kann das DynaPad von Toshiba angesehen werden. 2002 trat Microsoft mit einer Tablet-PC-Erweiterung für Windows XP hervor. Zeitgleich wurden verschiedene Bauformen für Tablet-PC-Gehäuse vorgestellt. Seit der Windows XP Tablet PC Edition waren Endgeräte von verschiedenen renommierten Computerherstellern erhältlich. An der ursprünglichen Idee des Schreibens mit einem digitalen Stift auf dem Display wurde weiter festgehalten.

Ab Mitte der 2000er Jahre kamen zunehmend Geräte mit Touchscreen auf den Markt. Anfangs war mit technischen Problemen zu kämpfen, da die Displays schlecht zwischen Bedienung mit dem Finger oder dem Stift unterscheiden konnten. Mittlerweile sind Stift- und Mehrfingereingaben bei vielen Geräten präzise miteinander kombinierbar. Tablet-PCs werden zudem mit unterschiedlichen Betriebssystemen angeboten. Ob sich ein Betriebssystem austauschen lässt, hängt von der Hardware, den verfügbaren Treibern und den Vorgaben des Herstellers ab.

Die Formen von Tablet-PCs und ihre Funktionen

Ein Tablet-PC ist ein Gerät, das zwischen Laptop einerseits und Smartphone andererseits anzusiedeln ist. Der Funktionsumfang kann je nach Betriebssystem und Ausstattung an den eines Notebooks heranreichen. Von diesem unterscheidet sich der Tablet-PC vor allem durch seine kompakte Bauweise und die Eingabeart per Stift oder Fingerberührung.

Auf dem Markt haben sich drei grundlegende Gehäuseformen etabliert: Convertible, Slate und Hybrid beziehungsweise Detachable. Beim Convertible kann eine Tastatur aus- oder weggeklappt werden, sodass diese Gerätebauart entweder konventionell wie ein Notebook über die Tastatur oder im Tablet-Modus über den Bildschirm bedient werden kann. Das Gerät vereint also Eigenschaften von Notebook und Tablet-PC miteinander. Ein möglicher Nachteil ist jedoch, dass es durch Tastatur und Gelenk relativ schwer und häufig dicker als ein reines Slate-Modell ist.

Tablet-PCs in Slate-Bauart sind leicht und mobil. Sie werden hauptsächlich über den Touchscreen bedient; je nach Modell stehen zusätzlich ein Eingabestift und Funktionstasten am Gehäuse zur Verfügung. Externe Geräte wie Tastatur, Bildschirm oder Speicherlaufwerk lassen sich abhängig von den vorhandenen Anschlüssen oder drahtlosen Schnittstellen ergänzen. Daneben gibt es Hybrid- beziehungsweise Detachable-Geräte. Bei ihnen ist die Tastatur abnehmbar, sodass sich das Gerät wahlweise als Notebook-ähnliches System oder als Slate verwenden lässt.

Viele Tablet-PCs unterstützen die Eingabe per Stift. Mausklicks werden dabei durch Tippen mit dem Stift auf den Bildschirm eingegeben: Einfaches Tippen entspricht dem einfachen Klick, zweifaches Tippen dem Doppelklick. Tippen und Halten kann dem Klick mit der rechten Maustaste gleichgesetzt sein. Ein wichtiges Merkmal stiftfähiger Tablet-PCs ist die Handschriftenerkennung, mit der sich auf dem Display ähnlich wie auf einem Blatt Papier arbeiten lässt. Hilfreich ist diese Funktion dem Benutzer zum Beispiel bei Skizzen, bei Kommentaren zu Dokumenten oder bei der Aufzeichnung mathematischer Formeln.

Die Einsatzgebiete von Tablet-PCs

Zum Einsatz kommen Tablet-PCs unter anderem im Rahmen beruflicher Büroanwendungen. Slate-Modelle gehören beispielsweise zum Equipment digital unterstützter Krankenhausvisiten. Sie können über ein drahtloses Netzwerk den Zugriff auf elektronische Patientenakten ermöglichen, sofern die eingesetzte Software, die Zugriffsrechte und die Sicherheitsanforderungen der Einrichtung dies zulassen. Bei Präsentationen und auf Seminaren können Tablet-PCs die Funktion digitaler Whiteboards und Präsentationsgeräte übernehmen. Auch für Konferenzen und im Rahmen von Verkaufsgesprächen ist der Tablet-PC ein geeignetes Gerät, da er sich, anders als ein aufgeklapptes Notebook, weniger störend zwischen den Teilnehmern aufbaut. Der Einsatz in Schulen ist ebenfalls möglich, um Schüler mit entsprechender Software beim Lernen zu unterstützen. Hilfreich ist ein Tablet-PC für Studenten während der Vorlesung, um digitale Skripte und Handouts zu ergänzen und mit Kommentaren zu versehen. Der professionelle Outdoor-Bereich ist ein weiteres Einsatzgebiet von Tablet-PCs. Besonders robust ausgestattete Geräte dienen zum Beispiel der Erfassung und Digitalisierung von Daten in der Notfallmedizin, in der Logistik oder bei technischen Außeneinsätzen.

Die Entwicklung von Tablet-Computern

Im Gegensatz zu den klassischen Tablet-PCs mit ihrem früheren Schwerpunkt auf Stift- und Büroanwendungen erreichten fingerbediente Tablet-Computer einen breiten Verbrauchermarkt. Da der Begriff, wie bereits erwähnt, nicht einheitlich definiert ist, herrscht in der Nomenklatur einige Verwirrung. Tablet-Computer besitzen meist eine Slate-Bauform und ein Touchscreen-Display. In Bedienung und Form sind sie dem Smartphone vergleichbar, können aufgrund größerer Displays und zusätzlicher Eingabegeräte aber auch Aufgaben eines Notebooks übernehmen. Viele neuere Entwicklungen basieren auf Technologien und Bedienkonzepten, die ebenfalls bei Smartphones eingesetzt werden. Bereits in den frühen 90er Jahren wurde von der Firma Apple mit dem Newton MessagePad ein früher mobiler Computer mit Stifteingabe lanciert. Dieser erlangte jedoch keine mit heutigen Tablets vergleichbare Marktbedeutung. 2001 brachte die Firma Siemens das SIMpad heraus. Es war auf den mobilen Zugang zu Internet- und Netzwerkinhalten ausgerichtet und nutzte eine browserbasierte Bedienoberfläche. Als erstes weltweit sehr erfolgreiches Gerät der modernen Tablet-Generation kam 2010 das iPad auf den Markt.

Hardware und Software von Tablet-Computern

Tablet-Computer verfügen häufig über eine stark integrierte Hardwarearchitektur, bei der zentrale Komponenten nicht oder nur eingeschränkt austauschbar sind. Sie nutzen ein an Touch-Bedienung und mobile Hardware angepasstes Betriebssystem. Dieses benötigt je nach Plattform und Funktionsumfang weniger Ressourcen als ein klassisches Desktop-System. Tablet-Computer besitzen in der Regel keine mechanische Festplatte, sondern Flashspeicher, die als Massenspeicher dienen.

Als Betriebssysteme kommen insbesondere mobile Plattformen wie Android und iPadOS sowie für Touch-Bedienung geeignete Desktop- oder Hybrid-Systeme zum Einsatz. Historische Geräte nutzten unter anderem Windows RT oder speziell angepasste Linux-Systeme. Der Funktionsumfang rückt viele Tablet-Computer in die Nähe von Smartphones. Anwendungen werden meist als Apps über die für das jeweilige Betriebssystem vorgesehenen Bezugswege installiert. Ob zusätzlich Programme aus anderen Quellen oder klassische Desktop-Anwendungen genutzt werden können, hängt von der Plattform und den Geräteeinstellungen ab. Seit der Verfügbarkeit des Apple iPad und des Galaxy Tab von Samsung im Jahr 2010 entwickelten sich Tablet-Computer zu einer weit verbreiteten Gerätekategorie.

Zusammenfassung

Der Begriff Tablet stammt aus dem Englischen und bezieht sich ursprünglich auf eine Schreibtafel beziehungsweise eine Art elektronisches Notizbuch. Historisch wurde zwischen Tablet-PCs, die häufig mit einem Stylus bedient wurden und sich auf berufliche und wissenschaftliche Anwendungen konzentrierten, und Tablet-Computern mit Touch-Bedienung unterschieden. Heute überschneiden sich diese Kategorien deutlich.

Die Bezeichnung Tablet PC wurde besonders durch Microsoft geprägt und im Jahr 2001 für entsprechende Windows-Geräte eingeführt, obwohl an vergleichbaren Technologien schon seit den 1960er Jahren gearbeitet wurde. Heute werden Tablet-PCs mit unterschiedlichen Betriebssystemen angeboten. Wichtige Merkmale vieler Modelle bleiben die Handschriftenerkennung und die Stiftbedienung.

Es existieren verschiedene Bauformen von Tablet-PCs, darunter Convertible, Slate und Hybrid beziehungsweise Detachable. Sie unterscheiden sich vor allem durch eine fest verbaute, umklappbare oder abnehmbare Tastatur. Eingesetzt werden sie unter anderem in beruflichen Kontexten wie Krankenhäusern, bei Präsentationen, in der Bildung und im Außendienst.

Tablet-Computer sind meistens in Slate-Bauform mit Touchscreen-Display erhältlich. Ihre Bedienkonzepte ähneln denen von Smartphones, während leistungsfähige Modelle in Verbindung mit Stift und Tastatur auch zahlreiche Notebook-Aufgaben übernehmen können.

Tablet-Computer besitzen meist eine integrierte Hardwarearchitektur und nutzen Flashspeicher anstelle mechanischer Festplatten. Ihre Funktionen können durch mobile Anwendungssoftware, bekannt als Apps, erweitert werden. Seit dem Erscheinen des Apple iPad und des Samsung Galaxy Tab im Jahr 2010 haben sich Tablets als eigenständige Kategorie mobiler Computer etabliert.

Häufige Fragen und Antworten

Was bedeutet der Begriff Tablet?

Der Begriff Tablet stammt aus dem Englischen und bedeutet Schreibtafel, im amerikanischen Englisch auch Notizblock. In Bezug auf elektronische Geräte bezeichnet Tablet eine flache, tragbare Gerätekategorie, die hauptsächlich über einen berührungsempfindlichen Bildschirm bedient wird.

Was ist der Unterschied zwischen Tablet-PCs und Tablet-Computern?

Tablet-PCs bezeichneten ursprünglich vor allem stiftbedienbare Geräte für berufliche und wissenschaftliche Anwendungen, häufig mit Windows. Tablet-Computer waren dagegen stärker auf Fingerbedienung, Apps und Medienkonsum ausgerichtet. Heute ist diese Abgrenzung nicht mehr eindeutig, weil viele Tablets sowohl Stift- und Touch-Bedienung als auch Tastaturen und produktive Anwendungen unterstützen.

Wie hat sich die Entwicklung der Tablet PCs vollzogen?

Die Bezeichnung Tablet PC wurde im Jahr 2001 von Microsoft für eine entsprechende Geräteklasse geprägt, obwohl an vergleichbaren Technologien bereits seit den 1960er Jahren gearbeitet wurde. Die Geräte wurden kontinuierlich weiterentwickelt, etwa durch die Verbesserung der Handschriftenerkennung, präzisere Eingabestifte und die Einführung von Mehrfingereingaben. Heute sind Tablet-PCs von verschiedenen Herstellern mit unterschiedlichen Betriebssystemen erhältlich.

Welche Formen von Tablet-PCs gibt es und wofür werden sie verwendet?

Es gibt verschiedene Formen von Tablet-PCs, darunter Convertibles, Slates und Hybride beziehungsweise Detachables. Convertibles können als herkömmliches Notebook mit Tastatur oder im Tablet-Modus verwendet werden. Slate-Modelle sind für den mobilen Einsatz konzipiert und werden hauptsächlich über den Touchscreen bedient. Bei Hybrid- oder Detachable-Geräten lässt sich die Tastatur abnehmen. Tablet-PCs finden unter anderem im Gesundheitswesen, bei Präsentationen, in Bildungseinrichtungen und im Außendienst Anwendung.

Was sind die Hardware- und Software-Merkmale von Tablet-Computern?

Tablet-Computer haben meist eine stark integrierte Hardwarearchitektur und verwenden Flashspeicher anstelle mechanischer Festplatten. Sie nutzen für Touch-Bedienung optimierte Betriebssysteme wie Android oder iPadOS, teilweise aber auch Desktop- oder Hybrid-Systeme. Apps erweitern den Funktionsumfang. Welche Anwendungen und Installationswege verfügbar sind, hängt vom Betriebssystem und den Vorgaben des Herstellers ab.

Manuel Fuchs
Zuletzt aktualisiert von Manuel Fuchs

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