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Netbook Begriffserklärung und Definition

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NetbookMobile Computer gewannen über viele Jahre an Bedeutung. Waren sie zunächst eher für Geschäftsleute geeignet, die auf ihren Reisen E-Mails abrufen und im Internet surfen wollten, entschieden sich später auch viele Privatanwender für einen Laptop. Manche Käufer wählten aus Platzmangel einen tragbaren Computer, andere wollten unterwegs nicht darauf verzichten. Ab 2007 ergänzte eine neue Geräteklasse den Markt: das Netbook. Besonders in den späten 2000er- und frühen 2010er-Jahren war es als kleine und preisgünstige Alternative zum Notebook gefragt. Später verlor diese Geräteklasse durch Tablets, leichte Notebooks und andere kompakte Mobilcomputer deutlich an Bedeutung.

Was ist ein Netbook?

Die Geschichte dieser Computergeneration geht auf das Jahr 2007 zurück, als die ersten als Netbooks vermarkteten Geräte auf den Markt kamen. Interessant waren nicht nur der Preis, sondern auch die handliche Bauweise und das entsprechend niedrige Gewicht. Der eigentliche Zweck dieser Geräte bestand darin, mobil das Internet nutzen zu können. Daher entstammt auch der Name Netbook.

Während anfängliche Geräte teilweise lediglich über einen Sieben-Zoll-Monitor verfügten, waren bei späteren Modellen Displays von etwa zehn Zoll mit einer Auflösung von beispielsweise 1024 x 600 Pixeln verbreitet. Charakteristisch war außerdem das geringe Gewicht, das bei besonders leichten Geräten rund 900 Gramm betrug, je nach Modell aber auch darüber liegen konnte. Zum Teil lag das daran, dass ein optisches Laufwerk wie ein DVD-Laufwerk aus Platzgründen fehlte. Über einen USB-Anschluss ließ sich bei geeigneten Geräten ein externes Laufwerk anschließen, von dem abhängig von der Hardware und den Einstellungen auch gebootet werden konnte. Das war unter anderem für Anwender interessant, die anstelle des vorinstallierten Betriebssystems Linux eine kompatible Windows-Variante aufspielen wollten. Netbooks wurden sowohl mit Linux als auch mit verschiedenen Windows-Versionen angeboten, wobei Ausstattung und Betriebssystem den damaligen Kaufpreis beeinflussten.

Was kann ein Netbook?

Ein Netbook wurde häufig weniger als Hauptrechner genutzt, sondern diente als mobile Alternative oder Ergänzung. Wer ein Netbook hatte, verzichtete deshalb normalerweise nicht auf einen Schreibtisch-PC, obwohl das bei geringen Anforderungen durchaus möglich war. Das hing davon ab, was mit dem Netbook gemacht werden sollte. Mit den Geräten konnten Videos angeschaut, Internetseiten aufgerufen und einfache Fotobearbeitungen vorgenommen werden. Eine hohe Rechenleistung, wie sie zum Beispiel für anspruchsvolle Spiele benötigt wurde, durfte man von einem Netbook nicht erwarten. Dafür wurden die Geräte auch nicht gebaut. Wem die Tastatur zu klein war, konnte über die USB-Anschlüsse eine externe Tastatur anschließen. Das eignete sich besonders für Anwender, die das Netbook anstelle eines Schreibtisch-PCs auch zu Hause nutzen wollten. Bei Modellen mit passendem Bildausgang war sogar der Anschluss eines externen Monitors möglich.

Typische historische Ausstattungen umfassten beispielsweise eine Festplatte mit 250 GB und 1 GB RAM. Diese Werte waren jedoch keine allgemeingültigen Merkmale eines Netbooks, sondern hingen von Modell, Baujahr und Betriebssystem ab. Sie fanden sich unter anderem bei Geräten mit Windows 7 Starter. Teilweise ließ sich der Arbeitsspeicher aufrüsten. Besonders zu erwähnen waren die im Verhältnis zum Geräteformat ausdauernden Akkus. Einzelne Modelle erreichten unter günstigen Bedingungen Laufzeiten von bis zu zehn Stunden; die tatsächliche Dauer hing jedoch von Akkuverschleiß, Displayhelligkeit, Funkverbindungen und Nutzung ab.

Die Unterschiede beim Netbook

Netbooks unterschieden sich unter anderem durch die Größe des Monitors. Bei vielen Modellen war ein 10-Zoll-Display verbaut, es gab jedoch auch Geräte mit einem 12-Zoll-Display. Weitere Unterschiede bestanden beim vorinstallierten Betriebssystem, der Speicherausstattung, den Anschlüssen und der Akkulaufzeit. Angeboten wurden unter anderem Android-Netbooks, die häufig im unteren Preissegment lagen. Historische Einstiegsgeräte waren zeitweise schon für rund 80,- Euro erhältlich, besaßen dafür aber teilweise lediglich eine Speicherkapazität von 16 GB oder weniger. Für Anwender, die ein Netbook nur zum Surfen nutzen wollten, konnte das ausreichen.

Andere Netbooks hatten ein Linux-System vorinstalliert, was sich häufig in einem niedrigeren Kaufpreis bemerkbar machte. Für Nutzer, die bereits Erfahrungen mit diesem Betriebssystem hatten oder sammeln wollten, waren diese Geräte eine preisgünstige Alternative. Viele Netbooks wurden außerdem mit Windows 7 Starter ausgerüstet. Dabei handelt es sich um eine historische Windows-Version und nicht um ein Merkmal heutiger Mobilcomputer. Welche Variante geeignet war, hing letztlich von den benötigten Programmen, der Leistung und den persönlichen Anforderungen ab.

Was ist besser, Netbook oder Tablet?

Ein Tablet mag zwar schick aussehen, doch ist es nicht für jeden Anwender und jede Aufgabe gleichermaßen geeignet. Als Tablets an Bedeutung gewannen, konnte der Kauf eines Netbooks dennoch sinnvoll sein. Das hing vor allem von der Anwendung ab. Wer längere Schreibarbeiten zu erledigen hatte, musste viel tippen und profitierte von einer fest eingebauten Tastatur. Für Tablets gab und gibt es zwar externe oder abnehmbare Tastaturen, die Eignung hängt jedoch vom jeweiligen Gerät und der Arbeitsweise ab. Für einfache Office-Anwendungen konnte ein Netbook aufgrund seiner Tastatur und seines Desktop-Betriebssystems praktischer sein. Wer lediglich ein paar E-Mails lesen und schreiben sowie im Internet surfen wollte, konnte sich auch für ein Tablet entscheiden, das häufig noch leichter als ein Netbook war.

Dank seiner Anschlüsse konnte ein Netbook auch für den Betrieb am heimischen Schreibtisch geeignet sein. Es nahm nicht viel Platz weg, und wem das Display zu klein war, der konnte bei einem passenden Anschluss einen zusätzlichen Monitor verwenden. Über USB ließ sich bei geeigneter Software und Hardware sogar ein kompatibler TV-Empfänger anschließen. Welche Fernsehstandards damit empfangen werden konnten, hing vom Empfänger und vom regional verfügbaren Übertragungsstandard ab. Dank eines eingebauten Mikrofons und einer Kamera ließ sich ein Netbook außerdem für Internettelefonie und Videogespräche nutzen. Diese Eigenschaften machten ein Netbook nicht nur zum Begleiter für unterwegs. Je nach Anwendungsgebiet konnte es auch einen Desktop-PC ersetzen, solange keine hohe Leistung erforderlich war.

Eine allgemeine Empfehlung, ein Netbook einem Tablet immer vorzuziehen, ist deshalb nicht sinnvoll. Für längere Texte, klassische Desktop-Programme und den Anschluss von Zubehör hatte das Netbook Vorteile. Tablets waren dagegen häufig leichter, schneller einsatzbereit und besser auf die Bedienung per Touchscreen abgestimmt. Bei einer heutigen Kaufentscheidung ist zusätzlich zu beachten, dass Netbooks eine weitgehend historische Geräteklasse sind. Bei gebrauchten Geräten sollten insbesondere der Zustand des Akkus, die Unterstützung des Betriebssystems, die verfügbare Rechenleistung und die Kompatibilität benötigter Programme geprüft werden.

Zusammenfassung

Netbooks sind eine Generation von tragbaren Computern, die ab 2007 auf den Markt kam. Sie waren für ihre kompakte Größe, ihr geringes Gewicht und ihre erschwinglichen Preise bekannt. Im Vergleich zu damaligen herkömmlichen Laptops boten sie eine begrenzte, aber für alltägliche Aufgaben wie Internetnutzung und Textverarbeitung häufig ausreichende Funktionalität.

Die meisten Netbooks wurden nicht als Hauptcomputer verwendet, sondern als mobile Ergänzung zu einem Desktop-PC. Viele Modelle verfügten über ein Display mit einer Diagonale von etwa zehn Zoll, 1 GB RAM und eine Festplattengröße von ungefähr 250 GB. Diese Werte beschreiben typische historische Konfigurationen und keine zwingenden Merkmale. Über USB-Anschlüsse und vorhandene Bildausgänge konnten externe Geräte wie Tastaturen, Laufwerke oder Monitore verbunden werden.

Netbooks waren in verschiedenen Varianten erhältlich, die sich durch die Größe des Monitors, die Hardware und das vorinstallierte Betriebssystem unterschieden. Viele Modelle liefen unter Windows, während andere Linux oder Android nutzten. Sie richteten sich vor allem an Nutzer, die einen kostengünstigen und leicht transportierbaren Computer für überschaubare Aufgaben suchten.

Im Vergleich zu Tablets waren Netbooks durch ihre physische Tastatur und klassische Desktop-Programme oft besser für längere Tipp- oder Office-Aufgaben geeignet. Tablets boten dagegen Vorteile bei Gewicht, Touchbedienung und einfacher Mediennutzung. Heute sind Netbooks vor allem als historische Geräteklasse und auf dem Gebrauchtmarkt relevant; moderne leichte Notebooks und Tablets haben ihren früheren Einsatzbereich weitgehend übernommen.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist ein Netbook?

Ein Netbook ist eine kompakte und leichte Form des Laptops, die sich durch ihre Handlichkeit und einen damals vergleichsweise niedrigen Preis auszeichnete. Ursprünglich für die mobile Internetnutzung entwickelt, verfügten viele Netbooks über einen kleinen Bildschirm von etwa zehn Zoll. Besonders leichte Geräte wogen rund 900 Gramm, andere Modelle waren schwerer. Oft fehlte ein optisches Laufwerk wie ein DVD-Laufwerk, das bei Bedarf über USB angeschlossen werden konnte. Netbooks eigneten sich gut für alltägliche Internet- und Büroaufgaben, boten jedoch keine hohe Rechenleistung für anspruchsvolle Anwendungen wie moderne Spiele.

Was kann ein Netbook?

Ein Netbook eignet sich für alltägliche Aufgaben wie das Surfen im Internet, das Schreiben von E-Mails und einfache Office-Anwendungen. Auch Videos und grundlegende Fotobearbeitungen sind je nach Ausstattung möglich, für anspruchsvolle Spiele oder rechenintensive Programme reicht die Leistung typischerweise nicht aus. Historische Modelle hatten beispielsweise eine Festplatte mit etwa 250 GB und 1 GB RAM. Über Anschlüsse wie USB konnten externe Monitore, Tastaturen oder Laufwerke verbunden werden. Einzelne Geräte erreichten unter günstigen Bedingungen Akkulaufzeiten von bis zu zehn Stunden, wobei Alter, Nutzung und Akkuzustand die tatsächliche Laufzeit beeinflussen.

Die Unterschiede beim Netbook

Netbooks unterschieden sich unter anderem in der Größe des Bildschirms. Viele Geräte hatten einen 10-Zoll-Bildschirm, es gab jedoch auch Modelle mit einem 12-Zoll-Bildschirm. Darüber hinaus bestanden Unterschiede beim vorinstallierten Betriebssystem, der Speicherkapazität, den Anschlüssen und der Akkulaufzeit. Angeboten wurden Netbooks mit Android, Linux oder Windows, darunter zahlreiche historische Geräte mit Windows 7 Starter. Android-Netbooks waren häufig günstiger, besaßen aber teilweise nur 16 GB Speicher oder weniger. Linux-Netbooks stellten eine preisgünstige Alternative für Nutzer dar, deren benötigte Programme mit diesem Betriebssystem kompatibel waren.

Was ist besser, Netbook oder Tablet?

Ob Netbook oder Tablet besser geeignet ist, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Netbooks bieten eine physische Tastatur und eignen sich deshalb gut für längere Schreibarbeiten und klassische Desktop-Programme. Außerdem können sie je nach Ausstattung über Anschlüsse mit externen Geräten verbunden werden. Tablets sind häufig leichter und auf die Bedienung per Touchscreen sowie auf das Surfen, Lesen von E-Mails und Ansehen von Videos ausgelegt. Da Netbooks heute weitgehend als historische Geräteklasse gelten, sollten beim Gebrauchtkauf auch der Akkuzustand, die Betriebssystemunterstützung und die Kompatibilität benötigter Programme berücksichtigt werden.

Zusammenfassung

Netbooks sind kompakte und ursprünglich kostengünstige Laptops, die sich für alltägliche Internet- und Büroaufgaben eigneten. Sie waren leicht, boten eine begrenzte, aber für ihren Einsatzzweck ausreichende Leistung und dienten als tragbare Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen PCs. Für anspruchsvolle Anwendungen waren sie meist nicht ausgelegt. Die Wahl zwischen einem Netbook und einem Tablet hängt vom persönlichen Bedarf ab; heute sind außerdem der technische Zustand und die noch verfügbare Softwareunterstützung eines Netbooks entscheidend.

Manuel Fuchs
Zuletzt aktualisiert von Manuel Fuchs

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