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Ordner Begriffserklärung und Definition

ordnerOrdner sind elementare Bestandteile einer Verzeichnisstruktur. √Ąquivalente Bezeichnungen sind Register, Katalog, Verzeichnis und Auflistung. Sie dienen der √úbersichtlichkeit und erleichtern dem Nutzer ein Verwalten der Dateien. Die Dateien werden √ľblicherweise nach Themen sortiert und dann wird jede Gruppe in einem eigenen Ordner mit aussagekr√§ftigem Namen abgelegt. Diese Unterordner werden sp√§ter in √ľbergeordneten Ordnern zusammengefasst. So baut sich eine hierarchische Ordnerstruktur auf, durch welche der √úberblick √ľber die meist umfangreiche Datenmenge gew√§hrleistet wird.

Ordner als Teil der Baumstruktur

Eine ideale Baumstruktur besteht aus klar definierten Teilen. Unter der Wurzel versteht man den Startpunkt einer Verzeichnisstruktur. Oft wird hierf√ľr die englische Bezeichnung „root“ verwendet. Von der Wurzel ausgehend, verzweigt sich die Struktur dann bis hin zu den untersten Ordnern. Jeder Baum kann aus mehreren Ebenen bestehen. Diese enth√§lt jeweils untergeordnete Elemente, also weitere Ordner oder auch Dateien. Ist ein Ordner enthalten, so bildet dieser die n√§chst kleinere Stufe in der Hierarchie des Baumes. Damit der Computer diese Struktur aufbauen kann, ordnet er jedem Element eine eigene Pfadbeschreibung zu. An dieser erkennt man, in welchem Ordner er liegt und wie er von der Wurzel ausgehend zu erreichen ist. Ein Beispiel f√ľr einen solchen Pfad ist die Datei C:\Dokumente\Studium\Mathematik\uebung1.pdf. Der eigentliche Name der Datei ist uebung1.pdf, wobei pdf das Format der Datei angibt. Sei uebung1.pdf ein √úbungsblatt. Dieses liegt im √ľbergeordneten Ordner „Mathematik“, welcher wiederum Bestandteil des Verzeichnisses „Studium“ ist. Dieses liegt selber im Ordner „Dokumente“. Einige Verzeichnisse sind bei fast allen Betriebssystemen schon standardm√§√üig vorhanden, andere legt der Benutzer selber an. Alle bekannten Betriebssysteme arbeiten mit der Ordnerstruktur. In dem oberen Beispiel ist der Ordner „Dokumente“ bei einer Vielzahl an Systemen schon vorhanden, die weiteren Unterordner m√ľssen selber angelegt werden. Das Anlegen von Ordnern ist recht einfach, je nach verwendetem Betriebssystem jedoch etwas unterschiedlich. Meist reicht ein Mausklick und der Ordner erscheint auf dem Display. Danach kann man ihm einen Namen zuordnen und entweder mit Dateien oder Verzeichnissen f√ľllen. Bei der Erzeugung eines Ordners bekommt dieser automatisch einen Pfad zugewiesen. Dieser entspricht dem Ort seiner Entstehung. Ordner k√∂nnen danach beliebig oft verschoben werden und somit die Hierarchieebene wechseln. Bei jedem Verschieben √§ndert sich der zugeh√∂rige Pfad. Meistens werden Ordner auf dem Display als Symbole dargestellt und sie lassen sich durch ein Klicken auf das Symbol √∂ffnen. Es √∂ffnet sich eine Liste mit allen direkten Unterverzeichnissen, aus welcher man sich eines ausw√§hlen kann. Oft besteht auch die M√∂glichkeit √ľber eine Eingabeaufforderung den Pfad einzugeben. In der Regel geschieht dies auch hier Stufe f√ľr Stufe. Es besteht die M√∂glichkeit, dass die strenge Hierarchie durchbrochen wird. Ursache sind beispielsweise Ordnerverkn√ľpfungen. Man versteht unter diesem Begriff die Verlinkung von Elementen der Struktur. So kann eine Datei unterschiedliche Pfade besitzen und sich unter Umst√§nden auf unterschiedlichen Ebenen befinden.

Standarisierung von Ordnerstrukturen

Moderne Systeme k√∂nnen eine theoretisch beliebige Anzahl an Ebenen und Ordnern besitzen, √§ltere Modelle haben eine teilweise starre Struktur und vorgegebene Ordner. Eine gro√üe Gruppe an Betriebssystemen strebt eine Standarisierung der Strukturen an, wodurch sich bestimmte vorgegebene Ordner immer an der selben Stelle befinden sollen, egal welches Betriebssystem verwendet wird. Dies f√ľhrt zu einer leichteren Eingew√∂hnung der Anwender und zu einer einfacheren Programmierung durch den Hersteller. Es wurden einige Standards festgelegt. Sie werden beispielsweise in dem Filesystem Hierarchy Standard (FHS) beschrieben. Der FHS ist eine Richtlinie f√ľr die Konstruktion von Ordnersystemen einer bestimmten Gruppe von Betriebssystemen.

Berichtigungen f√ľr den Zugriff auf Ordner

Wenn mehrere Personen an einem Computer arbeiten, m√ľssen die Zugriffsrechte klar definiert sein. Jeder Nutzer verwaltet auch pers√∂nliche Dateien und m√∂chte unter Umst√§nden nicht, dass alle anderen User auch Zugriff auf diese Dateien haben. Der Zugriff beinhaltet sowohl ein Ansehen als auch ein √Ąndern der Dateien oder Ordner. Durch eine klare Ordnerstruktur l√§sst sich die Berechtigung leicht organisieren. In der Regel erh√§lt jeder Nutzer einen eigenen Knoten weit oben in der Hierarchie. Unter Knoten versteht man einen Ordner, welcher Unterordner oder Dateien enth√§lt. Der Begriff resultiert aus der Tatsache, dass sich die Struktur von einem Knoten ausgehend weiter verzweigt. Von seinem eigenen Knoten ausgehend, legt jeder Nutzer nun Dateien an und baut sich seine eigene Verzeichnisstruktur auf. Er besitzt die Zugriffsrechte f√ľr alle Elemente, welche sich von seinem Startknoten abw√§rts aus erreichen lassen, also f√ľr alle von ihm angelegten Dateien. Es ergibt sich somit f√ľr jeden Nutzer ein spezieller Teilbaum, auf welchen er Zugriff hat. Alle B√§ume zusammen ergeben die gesamte Ordnerstruktur. Neben den eigenen Ordnern und Dateien existieren auch noch gemeinsam genutzte Bereiche, welche sich au√üerhalb der einzelnen Teilb√§ume der Anwender befinden. Dies k√∂nnen entweder gemeinsame Projekte aber auch Ordner f√ľr systemrelevante Dateien oder Anwendungen sein. Nutzer k√∂nnen einen pers√∂nlichen Ordner auch f√ľr andere Anwender freigeben und die Berechtigungen f√ľr dieses Verzeichnis somit √§ndern. Systemadministratoren besitzen die h√∂chste Berechtigung und haben in der Regel Zugriff auf alle Ordner. Der Grund ist, dass sie f√ľr die Funktionsf√§higkeit des Systems verantwortlich sind und nicht durch Zugriffsrechte blockiert werden sollen.



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