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JavaScript Begriffserklärung und Definition

javascriptBei JavaScript handelt es sich um eine bekannte und weit verbreitete Programmiersprache. Ursprünglich wurde sie als Teil von Webbrowsern implementiert, um es client-seitigen Skripten zu ermöglichen, mit dem Anwender interagieren zu können, den Browser zu kontrollieren, asynchron zu kommunizieren und den angezeigten Dokumenteninhalt verändern zu können. Mittlerweile hat sich die Sprache jedoch insofern weiterentwickelt, dass sie heute auch im Bereich der Spieleentwicklung und für die Erstellung von Desktop-Anwendungen eingesetzt werden kann.

JavaScript ist eine prototypenbasierte Skriptsprache die darüber hinaus auch dynamisch und typensicher ist und über First-Class Funktionen verfügt. Die zugrundeliegende Syntax wurde außerdem maßgeblich durch die Skriptsprache C beeinflusst. JavaScript benutzt und imitiert eine Vielzahl an Bezeichnungen und Begriffsstandards von Java, abgesehen davon sind die beiden Sprachen aber nicht miteinander verknüpft und benutzen komplett unterschiedliche Semantiken.

Die Hauptmerkmale des Schlüsseldesigns innerhalb von JavaScript wurden von den Programmiersprachen Self und Scheme übernommen. Des Weiteren handelt es sich bei JavaScript um eine Multi-Paradigma-Sprache, die sowohl objekt-orientierte und imperative als auch funktionale Programmiermethoden zulässt. JavaScript wurde mittels der ECMAScript Programmiersprachen-Standards formalisiert und wird in der Regel als Teil eines Webbrowsers – als sogenanntes Client-seitiges JavaScript – verwendet, wodurch ein programmatischer Zugriff auf Objekte in einer Host-Umgebung ermöglicht wird.

Geschichte von JavaScript

Ursprünglich wurde JavaScript im Rahmen eines zur damaligen Zeit verbreiteten Browsers durch Brendan Eich entwickelt. Zu dieser Zeit befand sich der Browser in einem erbitterten Kampf gegen einen Konkurrenten um die Vorherrschaft im Internet und Eich erwog eine Client-Server-Lösung als beste Möglichkeit zur Durchsetzung. Da Java ein Hauptkonkurrent von C++ war und sich vor allem an professionelle Programmierer richtete, versuchte Eich, eine einfachere Programmiersprache zu entwickeln, die einerseits auf explizite Programm-Kompilationen verzichten sollte, andererseits aber auch eine Ergänzung zu Java darstellen und somit Amateurprogrammierer ansprechen sollte.

Ursprünglich wurde die Sprache unter dem Namen Mocha entwickelt; LiveScript war der inoffizielle Name, als die Skriptsprache das erste Mal im Rahmen eines Beta-Releases des Navigator 2.0 Browsers im September 1995 ausgeliefert wurde. Erst später erfolgte die Umbenennung in JavaScript. Die endgültige Namenswahl führte jedoch zunächst zu Verwirrungen und viele Anwender waren der Meinung, es würde sich lediglich um ein Spin-Off der Java Programmiersprache und eine Marketing-Aktion von Eichs Unternehmen handeln, um der Skriptsprache zu einer stärkeren Verbreitung zu verhelfen.

Darüber hinaus wurde Ende 1994 auch eine weitere Implementierung der Sprache für serverseitige Scripts innerhalb von Enterprise Servern veröffentlicht. Seit Mitte der 2000er Jahre gab es eine wahre Ausbreitung von serverseitigen JavaScript Implementierungen. Ein relativ aktuelles Beispiel dafür ist „Node.js„, welches innerhalb von Real-World Anwendungen verwendet wird. Nachdem JavaScript von Anfang an sehr gut angenommen wurde und schnell Erfolg als client-seitige Skriptsprache für Webseiten hatte, erklärte such auch die Konkurrenz dazu bereit, JavaScript mit ihren eigenen Browser zu unterstützen.

Mit Version 3.0 war es Mitte 1996 dann soweit und auch Nutzer von Konkurrenz-Browsern kamen in den Genuss von JavaScript. Beworben wurde diese Form der Webseitenprogrammierung unter dem Überbegriff „dynamisches HTML„. Nach einiger Zeit wurde die JavaScript Implementierung jedoch in JScript umbenannt, um mögliche Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden. JScript wurde außerdem mit neuen Darstellungsmöglichkeiten für die Datumsanzeige ausgestattet, um auf die bekannte Y2K-Problematik, die um die Jahrtausendwende für weltweite Hysterie sorgte, zu reagieren.

Im November 1996 gab Eich bekannt, dass JavaScript bei einer internationalen Kommission eingereicht wurde, um die Eignung der Sprache als internationalen Industriestandard feststellen zu lassen. Das Ergebnis dieser Arbeit war eine standardisierte Version von JavaScript unter dem Namen ECMAScript, die im Juni 1997 das erste Mal veröffentlicht wurde. Bereits 1998 folgte eine zweite Auflage, bei der einige Modifikationen vorgenommen wurden um die Sprache auf den ISO/IEC-16262 Standard anzupassen. Die dritte Edition, ECMA-262, die Ende 1999 veröffentlicht wurde, wird auch heute noch von den meisten Browsern verwendet.

Eine vierte Version wurde nie veröffentlicht und dürfte auch nicht existieren, jedoch wurde 2009 eine fünfte Edition des ECMAScript-Standards angekündigt. Heute ist JavaScript eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Programmiersprachen im gesamten Internet. Ursprünglich wurde die Sprache jedoch von vielen professionellen Programmierern etwas missbilligend beäugt, da sie der Meinung waren, die hauptsächliche Zielgruppe der Sprache seien Web-Autoren und Amateur-Programmierer.

Die Einführung von Ajax rückte JavaScript allerdings zurück ins Rampenlicht und weckte auch vermehrt das Interesse von professionellen Programmierern für die Skriptsprache. Das Ergebnis war eine Verbreitung von umfangreichen Frameworks und Bibliotheken, eine Verbesserung der Methoden zur JavaScript Programmierung und eine ständig steigende Verwendung von JavaScript außerhalb von Webbrowsern.

Im Januar 2009 wurde schließlich das CommonJS-Projekt gegründet, welches das Ziel hat, eine universell genutzte, standardisierte Bibliothek für JavaScript Entwicklungen, die den Bereich außerhalb von Browsern betreffen, zu gründen.

Anwendungsgebiete von JavaScript

Grundsätzlich findet JavaScript in den unterschiedlichsten Bereichen Verwendung. Zu den typischen und häufigsten Gebieten zählen beispielsweise die dynamische Manipulation von Websites über das sogenannte Dokument-Objekt-Modell, die Möglichkeit zur Anzeige von Dialogfenstern, das Senden und Empfangen von Daten (ohne das währenddessen ein neues Laden der Seite innerhalb des Browsers notwendig ist) und das Vorschlagen von Suchbegriffen bereits während der Texteingabe in einem Eingabefeld.

Darüber hinaus zählt auch die Datenvalidierungen bei der Eingabe von Einträgen in ein Formular (noch bevor eine Übertragung zum Server stattfindet) zu den zentralen Anwendungsgebieten von JavaScript. Auch eine Anonymisierung, beziehungsweise Verschleierung, von E-Mail-Adressen ist mittels JavaScript möglich, um auf diese Weise die Verbreitung von Spam zu bekämpfen und selbst das Wechseln von mehreren Frames zugleich oder das Lösen einer bestimmten Seite aus einem kompletten Frameset stellen kein Problem dar.

Missbräuchliche Verwendung von JavaScript

Auch die missbräuchliche Anwendung von JavaScript ist grundsätzlich möglich, wobei einige Anwendungen auch einfach als schlecht programmiert und entwickelt angesehen werden. Viele dieser kritischen Fälle können mittlerweile jedoch ohne große Probleme vom verwendeten Browser gesperrt und blockiert werden.

Konkrete Beispiele für solche missbräuchlichen Anwendungen stellen etwa das Verschleiern des Quelltexts dar, wodurch die Lesbarkeit stark erschwert wird, die Deaktivierung des Kontextmenüs, um ein Abspeichern einzelner Bilder oder gesamter Webseiten zu erschweren, oder auch die grundsätzliche Deaktivierung der Kopierfunktion des Browsers, wodurch ebenfalls das Kopieren von Inhalten erschwert wird und beim Anwender zu Problemen führen kann. Abgesehen davon ist es theoretisch auch möglich, die Internetadresse, auf die sich ein bestimmter Link bezieht, zu verschleiern oder den Anwender mit vielen, schnell aufeinanderfolgenden Dialogfenstern zu bombardieren, um eine weitere Nutzung zu blockieren.

Besonders unerwünscht bei Nutzern von Webbrowsern, die JavaScript unterstützen, ist außerdem die Möglichkeit, dass Pop-Ups oder Pop-Unders ohne Einverständnis und unaufgefordert geöffnet werden. Vor allem im Falle von Werbung oder ähnlichen lästigen Inhalten ist diese Tatsache für viele Benutzer äußerst unangenehm. Auch das ungewollte, selbstständige Öffnen von Browser-Fenstern ist möglich, genauso wie ein unerwünschtes Schließen.

Bei besonders stark betroffenen Webanwendungen ist es darüber hinaus möglich, dass JavaScript auch von dritten Personen missbraucht werden kann und etwa über eine Codeeinschleusung ein fremder Computer angegriffen werden kann. In vielen Fällen ist die Nutzbarkeit von Websites, bei denen JavaScript nicht aktiviert ist, stark eingeschränkt. Es gibt jedoch auch sogenannte „barrierearme“ Seiten, die auch trotz deaktiviertem JavaScript, weiterhin relativ problemlos und ohne größere Einschränkungen nutzbar sind.

JavaScript und Sicherheit

Grundsätzlich wird JavaScript innerhalb des verwendeten Browsers in einer Sandbox ausgeführt. Dadurch wird erreicht, dass die Skriptsprache in der Regel nur auf die Objekte des Browsers zugreifen kann. Ein Zugriff auf das Dateisystem selbst ist jedoch nicht möglich, wodurch verhindert wird, dass sensible Daten gelesen oder überschrieben werden können. Teilweise ist es jedoch möglich, dieses Sandbox-Prinzip zu umgehen. Insbesondere bei JScript kann im Falle von mangelhaften Sicherheitseinstellungen die entsprechende Beschränkung außer Kraft gesetzt werden.



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