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Nerd Begriffserklärung und Definition

nerdDer Begriff „Nerd“ stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Fachidiot, Langweiler oder Streber. Im modernen Sprachgebrauch – auch auf Deutsch – wird der Begriff überwiegend in zweierlei Hinsicht gebraucht: Einerseits wird der Begriff abwertend für Personen verwendet, die sich stark für ein oder mehrere Themenbereiche aus Wissenschaft und Technik interessieren, insbesondere für Computer. Unter der ständigen Auseinandersetzung mit dem betreffenden Fachgebiet leiden angeblich vor allem die sozialen Kompetenzen. Nerds gelten dementsprechend in der Regel als schüchtern, unsicher oder in sozialen Situationen überfordert. Andererseits wird der Begriff allerdings auch selbstironisch als Eigenbezeichnung benutzt, vor allem unter Fans von Computerspielen, Science-Fiction, Anime, Fantasy-Geschichten oder in Internet-Communities. In dieser Weise verwendet trägt der Name „Nerd“ eine entschieden positive Konnotation mit Intelligenz und Können. Er breitet sich in dieser Form auch in Bereichen aus, die mit der ursprünglichen Herkunft nicht unmittelbar verbunden sind: So finden sich auch Bezeichnungen wie „Musik-Nerd“ für Musikenthusiasten oder „Auto-Nerd“ für Hobby-Kfz-Bastler. Diese zweite Auslegung des Wortes „Nerd“ teilt einige Eigenschaften mit der ebenfalls verbreiteten Bezeichnung „Geek“. Über die genaue Unterscheidung zwischen diese beiden Bezeichnungen wird rege diskutiert, bisher allerdings ohne klare Antwort.

Wortherkunft

Woher genau der Begriff „Nerd“ stammt, ist nicht bekannt – es gibt aber einige Theorien, die verschiedene Ursprünge anbieten. Eine der überzeugenderen Theorien (nachzulesen in der Zeitschrift IEEE Spectrum, Ausgabe 4/1995, Seite 16) besagt, dass der Name vom rückwärts gelesenen englischen Wort für „betrunken“ stammt: knurd (engl. betrunken: drunk). Ähnlich wie bei „knight“ (engl. Ritter) oder „knee“ (engl. Knie), wird das k vor dem n im Englischen nicht mit ausgesprochen. So konnte aus „knurd“ mit der Zeit das gleichlautende und besser lesbare „nerd“ entstehen. Diese Bezeichnung spielt darauf an, dass die Nerds während ihrer Zeit auf dem College nicht wie ihre nicht-nerdigen Kommilitonen Partys gefeiert und sich betrunken haben, sondern sich lieber auf ihre Studien konzentrierten. Hier trifft man demnach wieder auf das typische Bild des Nerds als sozialen Außenseiter. Andere weniger überzeugende, aber nicht völlig auszuschließende Theorien der Begriffsherkunft beziehen sich auf ein 1950 auf Englisch veröffentlichtes Gedicht von Dr. Seuss („If I ran the zoo“) und auf das Akronym N. E. R. D. für das Unternehmen Northern Electric Research and Development. Während in der ersten Erklärung kein klarer Zusammenhang des Wortes Nerd mit der heutigen Bedeutung besteht, lässt sich im zweiten Fall zumindest der Zusammenhang zwischen Nerds und Wissenschaft und Technik finden (engl. Research and Development = dt. Forschung und Entwicklung).

Typische Eigenschaften eines Nerds

Entsprechend der obigen Begriffsdefinition gibt es zwei Wege, wie ein Mensch als Nerd gelten kann: Einerseits kann eine Person von anderen mit negativer Konnotation als Nerd bezeichnet werden, vor allem wenn sie sich in für andere Menschen uninteressante Themen vertiefen oder in sozialen Situationen tollpatschig und unbeholfen wirken. Andererseits kann eine Person sich allerdings auch selbst als Nerd präsentieren, was im sozialen Kontext von Gleichgesinnten einer Auszeichnung oder sogar Prahlen gleichkommen kann.
Als abwertende Bezeichnung von Außenstehenden geht der Begriff aufgrund des sozialen Außenseitertums der betreffenden Personen mit einer schwachen gesellschaftlichen Stellung einher. Da Nerds sich in der Regel übermäßig für Themen oder genau bemessene Themenbereiche interessieren und den Großteil ihrer Zeit darauf verwenden, mehr Wissen und Expertise in diesen Bereichen zu erlangen, werden sie oft als wunderlich und eigenbrötlerisch angesehen. Darüber hinaus wird ihnen ein gewisses emotionales Unvermögen nachgesagt, da ihre Handlungs-, Verhaltens- und Denkweisen oftmals sehr rational bemessen sind und dadurch auf Außenstehende als kalt und berechnend wirken. Durch ein mangelndes Interesse an vorherrschenden Trends oder gesellschaftlichen Normen erscheinen Nerds als unangepasst. Außerdem sind ihre bevorzugten Interessenbereiche für viele Menschen eher langweilig oder sogar abstrus.
Als Eigenbeschreibung hingegen steckt eine gewisse Portion Stolz im Wort „Nerd“. Wer sich selbst als Nerd bezeichnet, verfügt über ein ausgeprägtes Fachwissen, gut ausgebildete Fähigkeiten beispielsweise in Computerspielen, oder schlicht und ergreifend eine große Begeisterungsfähigkeit. Wer sich in einer Community als Nerd ausgibt, signalisiert demnach ein starkes Interesse an einem Thema und eine gesteigerte Bereitschaft, über ihre oder seine Leidenschaft zu diskutieren. Typische Beispiele sind hier Science-Fiction-Universen wie die aus Star Wars oder Star Trek. In diesen gibt es Unmengen als Lesestoff und Informationen (im Englischen ist hier vom „Expanded Universe“ die Rede), die für den durchschnittlichen Kinogänger oder Serienfan obskur oder nicht weiter interessant sind. Gerade die oftmals spielerische Feindschaft zwischen Star Wars- und Star Trek-Anhängern zeigt als Beispiel deutlich auf, wie ernst viele Nerds ihre respektiven Interessengebiete nehmen.
Doch auch in Bereichen, die klassischerweise nicht für Erwachsene vorgesehen sind, sind Nerds anzutreffen. So gibt es zahlreiche Nerds, die Spielwaren oder Modelle von Charakteren, Raumschiffen oder Waffen aus ihren Lieblingsserien, -filmen, -comics oder -büchern sammeln. Während Außenstehende dieses Verhalten oft nicht nachvollziehen können oder für unangemessen halten, profilieren sich Nerds unter ihresgleichen mit der investierten Zeit und dem investierten Geld, das in die Entstehung der mitunter umfangreichen Sammlungen eingeflossen ist. Auch die Wertschätzung des Mediums Comic oder Comicbuch als ernstzunehmende und eigenständige Kunstform teilen viele Außenstehende nicht. Gerade Mangas, japanische Schwarz-Weiß-Comics, sind für viele Nerds interessant. Denn in Japan, der Heimat von Manga und Anime, wird kein so starkes soziales Stigma mit dem Lesen von Comics und dem Anschauen von Zeichentrickfilmen verbunden wie beispielsweise in Deutschland.

Entstehung und Entwicklung des Nerd-Phänomens

Zu Beginn war der Begriff „Nerd“ vor allem in der US-amerikanischen Jugendsprache präsent. Besonders bekannt wurde er beispielsweise durch die beliebte TV-Serie „Happy Days“ als Bezeichnung für kleinere wissenschaftsbegeisterte Cliquen an Schulen oder Mitglieder einer bestimmten Subkultur, beispielsweise Fantasy-Fans. Mit der Zeit breitete sich der Begriff allerdings ins allgemeine gesellschaftliche Bewusstsein aus, so dass Nerds nun zumindest als gesellschaftlicher Stereotyp bekannt sind. Populäre aktuelle Fernsehserien wie die britische Sitcom „IT Crowd“ oder die sehr erfolgreiche US-amerikanische Sendung „The Big Bang Theory“ tragen weiterhin dazu bei, dass das Nerd-sein immer mehr akzeptiert oder in einigen Bereichen sogar als cool angesehen wird. Auch in Comics und Computerspielen, selbst in der Literatur sind Nerds ein wiederkehrendes Element – mal augenzwinkernd und selbstironisch, mal als ernstzunehmende und eigenständige Subkultur. Sogar der einflussreiche und populäre Wissenschaftler Carl Sagan hat in seinem Buch „Der Drache in meiner Garage – oder die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven“ ein Kapitel genutzt, um sich mit dem weitverbreiteten Klischee des Nerds in den Naturwissenschaften auseinanderzusetzen.
Durch die zunehmende Akzeptanz und Popularität des Nerd-Phänomens sind auch in der Modewelt einige „nerdige“ Elemente anzutreffen: Besonders die sogenannte „Nerdbrille“ ist hier zu erwähnen. Diese auffälligen Hornbrillen erinnern stilistisch an frühere künstlerische und intellektuelle Vorbilder. Während die Bezeichnung „Nerdbrille“ zunächst abwertend verwendet wurde, ist sie heute offiziell anerkannt. Jugendfokussierte Fernsehsender wie VIVA und die eher ironisch-gesinnte Hipster-Bewegung haben die Nerdbrille langsam aber sicher salonfähig gemacht. Das geht inzwischen sogar so weit, dass diese Brillen als reine Gestelle ohne Gläser verkauft werden. So dienen sie nicht einmal mehr als Sehhilfe, sondern nur noch als reines Modeaccessoire. Auch andere (stereo-)typische Kleidungs- und Modemerkmale der Nerds sind im Trend, beispielsweise karierte Flanell-Hemden oder sehr altmodische bis ungepflegt aussehende Herrenfrisuren.



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