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Widescreen Begriffserklärung und Definition

widescreenDer Begriff Widescreen bezeichnet eine Vielzahl an unterschiedlichen Bildformaten und Seitenverhältnissen, die sowohl im Filmbereich und Fernsehen, als auch bei Computer-Bildschirmen verwendet werden. Im Film versteht man unter Widescreen jegliches Format, bei dem das Verhältnis zwischen Länge und Höhe größer als der 1,37:1-Standard ist – die sogenannte Academy Aspect Ratio, welche für 35mm-Filme genutzt wird. Im Bereich des Fernsehens wurden ursprünglich alle Inhalte im Format 4:3 übertragen und die Geräte auch mit entsprechenden Spezifikationen gebaut. Etwa seit der Jahrtausendwende setzte sich jedoch immer mehr das 16:9 Verhältnis durch und es kamen zunehmend Flachbildschirme mit diesem Format auf den Markt. Solche Geräte werden meistens in Verbindung mit hochauflösendem Fernsehen, auch HDTV genannt, verwendet. Teilweise wird aber auch noch auf die ältere SD-Technologie, die beispielsweise bei DVD-Playern und anderen, digitalen TV-Komponenten genutzt wird, gesetzt. Auch bei Computer-Bildschirmen werden sämtliche Seitenverhältnisse, die größer als 4:3 sind, als Widescreen bezeichnet und haben sich in den vergangenen Jahren weitestgehend durchgesetzt. Ursprünglich hatten Widescreen-Displays meist ein Seitenverhältnis von 16:10, nach und nach wurde aber – analog zum Heimkinobereich – auf 16:9 umgeschwenkt.

Geschichte des Widescreen-Formats

Das Widescreen-Format wurde erstmals für den Film „The Corbett-Fitzsimmons Fight“ aus dem Jahre 1897 verwendet. Mit einer Lauflänge von 100 Minuten handelte es sich dabei nicht nur um den bis dahin längsten, öffentlich zugänglich gemachten Film, sondern es war auch der erste Widescreen-Film, der auf 63mm Filmmaterial (mit 5 Perforationen pro Einzelbild) gedreht wurde. Den breiten Durchbruch schaffte Widescreen allerdings erst während der späten 1920er Jahre. Vor allem bei Kurzfilmen und Nachrichtenbeiträgen wurde das Format häufig genutzt. Beispiele dafür sind der Film „Napoleon“ von 1927, bei dem allerdings nur die Abschlussszene in Widescreen gedreht wurde, aber auch der französische Film „To Build a Fire“, der ein Jahr später veröffentlicht wurde. Etwas später, im Jahre 1952, wurde der ursprüngliche Widescreen-Prozess für die CinemaScope-Technologie adaptiert. Im Mai 1929 wurden die Fox Grandeur News und Fox Movietone Follies erstmals in New York im Widescreen-Format ausgestrahlt. Weitere Projekte, die unter Verwendung von Widescreen entstanden, stellen das Musical „Happy Days“, das seine Premiere im Roxy Theater feierte, sowie der Musical-Film „Song o‘ My Heart“ aus dem Jahre 1930 dar. Auch der Western „The Big Trail“ mit John Wayne in der Hauptrolle wurde bei seiner Premiere im Grauman’s Chinese Theatre in Hollywood, Los Angeles, im Widescreen-Format gezeigt. Alle genannten Produktionen entstanden dabei unter Verwendung des 70mm Fox Grandeur Prozesses, der den Standard zur damaligen Zeit darstellte. Nachdem bereits in den 1920er Jahren mit dem sogenannten Phantom Screen-System bei der Produktion mehrerer Hollywood-Filme experimentiert worden war, wurde um 1930 ein System namens Realife vorgestellt. „The Great Meadow“ war der erste Film, der mit diesem System hergestellt wurde, es ist jedoch unklar, ob diese Produktion tatsächlich jemals in dem Format veröffentlicht wurde, da das öffentliche Interesse an Film und Kino zu dieser Zeit eher im Begriff war zu sinken. Die große Depression zwang die bekannten Filmstudios im Jahre 1932 schließlich dazu, unnötige Ausgaben so weit wie möglich zu limitieren, was dazu führte, dass erst Anfang der 1950er Jahre wieder vermehrt Filme im Breitbild-Format produziert wurden. Diese Richtung wurde in erster Linie deshalb eingeschlagen, da das Fernsehen zunehmend an Verbreitung gewann, und die Kinos daher versuchen mussten, den Zuschauern einen Mehrwert zu bieten, um auf diese Weiße größere Verluste abzuwenden. Es gab jedoch durchaus einige Regisseure – darunter auch Alfred Hitchcock – die sich weigerten, das anamorphe Widescreen-Format, so wie es bei Cinemascope genutzt wird, in ihren Filmen zu verwenden. Hitchcock wählte stattdessen das VistaVision-System, bei dem es sich um einen nicht anamorphen Widescreen-Prozess handelt, der bei Bedarf außerdem noch an reguläre, kleinere Seitenverhältnisse angepasst werden konnte.

Das Widescreen-Format in der IT-Branche

Computer-Bildschirme, bei denen das Seitenverhältnis größer als 4:3 ist, werden in der Regel als Widescreen bezeichnet. Typischer Weise haben solche Bildschirme ein Seitenverhältnis von entweder 16:9 (häufiger) oder 16:10 (seltener). Widscreen-Monitore können dabei eine Auflösung von 1024×576, 1280×720, 1600×900, 2560×1440, 1152×648, 1366×768, 1920×1080 oder 3840×2160 haben. Ende 2009 wurde sogar erstmals ein Monitor mit einer maximalen Auflösung von 2560×1440 vorgestellt. Ungefähr seit dem Jahr 2008 zählen Widescreen-Monitore zum Standard im Bereich der Computer-Bildschirme und haben sich somit weitestgehend durchgesetzt. Im Gegensatz dazu, hatten beinahe sämtliche Monitore, die vor 2003 produziert wurden, noch das alte 4:3 Format, einige wenige verfügten über ein Verhältnis von 5:4. Zwischen 2003 bis 2006 durchdrangen Bildschirme mit Widescreen-Formaten zunehmend die Märkte und wurden auch für Privatkunden immer erschwinglicher. Während anfangs vor allem Notebooks mit diesem Format ausgestattet waren, schwappte der Trend im Laufe der Zeit auch auf freistehende Monitore über. Die Gründe für diesen Wandel liegen vor allem in der veränderten Art und Weise, in der Monitore heute von Anwendern genutzt werden. Einerseits legten immer mehr Konsumenten Wert darauf, auch am heimischen PC Widescreen-Filme und Widescreen-Computerspiele zu nutzen, andererseits entwickelten sich auch Büro-Anwendungen in einem Ausmaß weiter, das es sinnvoll erscheinen ließ, beispielsweise zwei Textseiten gleichzeitig nebeneinander oder übergroße Grafiken optimal darstellen zu können. Während im Jahr 2008 noch das 16:10-Format das am häufigsten verwendete war und den Standard bei LCD-Monitoren von Laptops darstellte, bewegte sich die IT-Industrie ab 2009 mehr und mehr in Richtung 16:9. Abgesehen davon, dass es grundsätzlich nicht unüblich ist, dass innovative Produktkonzepte das Entstehen neuer Produkt-Zyklen und das Wachstum bestimmter Sparten stimulieren, wurden jedoch auch andere Gründe für diese Wechsel genannt. Unter anderem führte das 16:9-Format zu einer besseren, wirtschaftlicheren Produktion innerhalb von TFT/LCD Fabriken. Des Weiteren boten 16:9-Monitore den Herstellern von Heimcomputern eine neue Möglichkeit zur Diversifizierung im Vergleich zur Konkurrenz. Schlussendlich führte auch die zunehmende Verwendung von 16:9 im Unterhaltungsbereich dazu, dass die Konsumenten schneller dazu bereit waren, auf das neue Format zu wechseln. 2011 wurde schließlich bekannt gegeben, dass zugunsten des billiger herzustellenden 16:9-Formats, keine weiteren Monitore mehr mit einer Auflösung von 1920×1200 produziert werden um auf diese Weise Produktionskosten einzusparen. Bildschirme, bei denen noch das alte 4:3 Seitenverhältnis genutzt wird, wurden 2011 aber nach wie vor produziert – allerdings in weit kleineren Mengen, als dies noch einige Jahre zuvor der Fall war. Laut Industrieangaben werden jedoch auch diese Modelle (in naher Zukunft) aufgrund von schwindender Nachfrage eingestellt werden. Bereits im März war eine Auflösung von 1920×1080 die am weitesten verbreitete und löste somit das 16:10-Format endgültig ab.

Das Widescreen-Format im TV-Bereich

Ursprünglich wurde für Fernsehausstrahlungen ausschließlich das 4:3-Verhältnis verwendet. Bei Filmen, die eigentlich im Hinblick auf eine Widescreen-Veröffentlichung gedreht wurden, wurde das Material für die TV-Ausstrahlung oftmals geschnitten. Die dabei verwendete Technik wird auch als „Pan & Scan“ bezeichnet. Moderne Geräte verwenden mittlerweile aber auch das 16:9-Format, wodurch es möglich ist, Filme, die im Widescreen-Format produziert wurden, ohne Letterboxing darzustellen. Obwohl vor allem beim PAL TV-Format – aufgrund der relativ hohen Auflösung – die Probleme, die beim Letterboxing entstehen, nicht so auffällig sind wie beim konkurrierenden NTSC, wurde auch eine Erweiterung des Systems, das sogenannte PALplus eingeführt. PALplus gestattet den Empfang von echtem 16:9-Material inklusive vollen 576 Linien an vertikaler Auflösung. Trotz der Möglichkeiten, die durch diese Technik geboten werden, setzen in Europa bisher nur die Sender einiger ausgewählter Länder zum Großteil auf das Widescreen-Format. Dazu zählen Belgien, Irland, die Niederlande, Österreich, Deutschland, Skandinavien und Großbritannien. Letzteres öffnete sich dabei dem Widescreen-Format besonders früh und lenkte bereits in den späten 1990er Jahren in diese Richtung ein. Auch die zunehmende Verbreitung von HDTV und Blu-Ray steuerte einen wesentlichen Beitrag zur Beliebtheit von Widescreen bei.



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