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Xt:Commerce Begriffserkl├Ąrung und Definition

Inhaltsverzeichnis:
Xt:Commerce (Extended Commerce: Erweiterter Handel) ist der Name einer Shopsoftware sowie zahlreichen Modulen bzw. Versionen und der Firma, die diese entwickelt und vertreibt. Die Basisversion ist kostenlos und kann durch verschiedene lizenzierte Erweiterungen und Templates zum Multishopsystem mit eigenem Warenwirtschaftssystem erweitert werden. Au├čerdem erlaubt das Shopsystem die Anbindung an andere online Verkaufs- und Handelsportale. Technisch bietet die Produktfamilie der Firma xt:Commerce alle Voraussetzungen f├╝r einen professionellen Online-Vertrieb. Hauptsitz von xt:Commerce ist Innsbruck in ├ľsterreich. Die deutsche befindet sich in Berlin.

Merkmale

Mit der Version 4.0 wurde ein eigenst├Ąndiges und neu entwickeltes Shopsystem herausgebracht, das anfangs den Beinamen Veyton erhielt. Diese Version unterst├╝tzt die Verwaltung mehrerer Shops und basiert auf einer modularen Systemarchitektur. Zu den Systemanforderungen z├Ąhlt die serverseitige Unterst├╝tzung der Scriptsprache PHP 5.1.2 und der Datenbankumgebung MySQL 5. Weiterhin werden die PHP-Erweiterungen cURL, GDlib und Zlib ben├Âtigt.
Xt:Commerce verf├╝gt ├╝ber einen eigenen Template-Engine (Smarty Template Engine), der eine vollst├Ąndige Trennung der Benutzeroberfl├Ąchen und der ausgegebenen Inhalte erm├Âglicht. Au├čerdem unterst├╝tzt er die Implementierung zahlreicher Module, wie etwa Zahlungsschnittstellen von Drittanbietern. Au├čerdem lassen sich ├╝ber ein Backend mehrere Shops verwalten. Obwohl das Shopsystem auf dem Prinzip des offenen Quellcodes beruht werden einige lizenzpflichtige Module verschl├╝sselt ausgeliefert. Das integrierte Plug-in-System macht Eingriffe in den Quellcode ├╝berfl├╝ssig. Die Verwaltung und Einstellung des Shopsystems erfolgt ├╝ber die Benutzeroberfl├Ąchen im Webbrowser. Die Basisversion ist in den Sprachen Deutsch und Englisch verf├╝gbar, weitere Sprachpakete sind teilweise kostenlos und teilweise gegen Aufpreis verf├╝gbar.

Geschichte

Xt:commerce ist einer der zahlreichen Ableger der Open-Source-Shopsoftware osCommerce, die urspr├╝nglich von Harald Ponce de Leon aus einer Studie ab 1990 entstand und noch heute von diesem und seinem Entwicklerteam weiterbetreut wird. Erst mit der Version 4.0 entstand eine eigenst├Ąndige Version, die sich durch den modularen Aufbau von osCommerce unterscheidet. OsCommerce war eine der ersten frei verf├╝gbaren Shopl├Âsungen, die unter der sogenannten GNU-License ver├Âffentlicht wurde. Aufgrund dieser Lizenz darf jeder die Software ohne anfallenden verwenden und weiterentwickeln, sofern er den Copyrighthinweis im Quelltext bel├Ąsst und Weiterentwicklungen ver├Âffentlicht. Zahlreiche Entwickler benutzten osCommerce zur Entwicklung einer eigenen Shopsoftware, wobei sie diese ab einem gewissen Entwicklungsstadium unter eigenem Namen und oft als lizenzierte Shopsoftware herausbrachten. Eine der erfolgreichsten Gruppen, die diesen Weg beschritten waren die Entwickler von xt:Commerce. Mit der Version 4.0 entstand erstmals eine eigenst├Ąndige Shopsoftware, die sich unter anderem durch den modularen Aufbau der Software und den Einsatz eines sogenannten Template Engine von osCommerce unterschied.

Onlineshop

Unter den Begriff Shopsoftware wird eine ganze Gruppe von serverseitigen Softwarel├Âsungen verstanden, die dem Vertrieb und dem Verkauf von Waren ├╝ber das Internet dient. Bis zum Erscheinen von OsCommerce waren die meisten dieser L├Âsungen ausschlie├člich kostenpflichtig oder als Service zusammen mit entsprechenden Servern f├╝r Kunden erh├Ąltlich. Die Basisfunktionen einer Shopsoftware umfassen einen Katalog, einen Warenkorb, einen Bestellprozess und ein Backend, in dem sich der Katalog und die Bestellungen verwalten lassen. Moderne Shopsoftware bietet eine Vielzahl von Modulen und erlaubt die Einrichtung, die Konfiguration und die Verwaltung des Shops ├╝ber Benutzeroberfl├Ąchen. Neben den Basisfunktionen geh├Âren zu einem modernen Shopsystem, die statistische Auswertung der Bestellungen, die Verwaltung des Warenbestands, die M├Âglichkeit Waren automatisch zu erfassen und eine ganze Reihe von Modulen, die den Warenvertrieb und den Datenaustausch zwischen verschiedenen Programmen und anderen Verkaufsplattformen erleichtern.
Durch die Entwicklung sogenannter Open Source Shopsysteme wurde die Einrichtung von Online-Shops deutlich g├╝nstiger, was zu einer raschen Verbreitung zahlreicher Shops beitrug. Hohe Lizenzkosten entfielen, lizenzierte Software oder Erweiterungen wurden deutlich g├╝nstiger und zahlreiche Agenturen konnten mithilfe der Open Source L├Âsungen Dienstleistungen rund um die Einrichtung, Gestaltung und den Betrieb solcher Shops zum Gesch├Ąft machen. Au├čerdem wurden integrierte Shopsysteme schnell zum Bestandteil gro├čer Handels- und Vertriebsplattformen.
Ein Onlineshop stellt eine besondere Form des Versandhandels dar. Die Verst├Ąndigung zwischen dem Kunden und dem Anbieter erfolgt gr├Â├čtenteils ├╝ber das Internet. Der Shop dient zum einen der Pr├Ąsentation und der Abwicklung von Bestellungen bzw. Eink├Ąufen. Inzwischen bieten Apps auch die M├Âglichkeit, aus dem mobilen Internet ├╝ber Smartphones und Tablets einzukaufen.
Zur Pr├Ąsentation werden inzwischen zahlreiche Mittel eingesetzt. Neben teils gesetzlich vorgeschriebenen Produkttexten und Angaben kommen Bilder, Slideshows, Lupen und Videos zum Einsatz. Auch die Ver├Âffentlichung von Kundenmeinungen geh├Ârt inzwischen zum Standard der Produktpr├Ąsentation. Au├čerdem lassen sich mit Hilfe von Produktkonfiguratoren Waren oder Leistungen individualisieren und dadurch spezifische Kundenbed├╝rfnisse befriedigen. Durch eine attraktive Pr├Ąsentation soll der Kaufanreiz gesteigert und Umtausche verringert werden. Preise k├Ânnen durch den Einsatz von Kundengruppen und entsprechenden Rabatten oder durch das Angebot von Auktionen flexibel gestaltet werden.
Bei der Bestellung werden Kundendaten erfasst und k├Ânnen sp├Ąter ausgewertet werden, um einzelnen Kunden flexible Angebote machen zu k├Ânnen oder das Kaufverhalten und die Nachfrage auszuwerten. Auf diese M├Âglichkeit stehen im Online-Vertrieb heute wesentlich detaillierte Kundendaten zur Verf├╝gung, die sich f├╝r ein erfolgreiches Marketing nutzen lassen. Datenschutzrechtlich d├╝rfen solche Daten ohne die besondere Zustimmung des Kunden nur betriebsintern verwendet werden. Allerdings ist die Weitergabe von Daten zwischen dem Kunden und dem Anbieter bereits aus technischen Gr├╝nden Teil des Gesch├Ąfts. Die weitere Verwendung l├Ąsst sich nur schwer kontrollieren.



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