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Geschichte des Internets Begriffserklärung und Definition

geschichte-des-internetsWie bei vielen zivilen Anwendungen beginnt auch die Geschichte des Internets beim Militär. 1969 vernetzt das ARPANET (Advanced Research Projects Agency Network) vier Universitäten, die für die amerikanischen Streitkräfte forschen. Dieses vom Massachusetts Institute of Technology und US-Verteidigungsministerium geleitete Projekt entsteht im Auftrag der amerikanischen Luftwaffe und ist der Vorläufer des heutigen Internets. Ziel des ARPANET ist die effiziente, dezentrale Nutzung der Großrechnerkapazitäten an mehreren Standorten.

Bis zur Entstehung dieses Netzwerkes werden Sprache und Daten über Leitungsvermittlung kommuniziert. Hierbei steht für die Übermittlung ein geschalteter Kanal mit gleichbleibender Bandbreite zur Verfügung, auch wenn die Bandbreite gar nicht benötigt wird. In umfangreichen Netzwerken ist diese Form der Datenübertragung nicht sinnvoll. Jedem Teilnehmer permanent die volle Übertragungsgeschwindigkeit zur Verfügung zu stellen, ist nicht effizient und überlastet die Schnittstellen.

Daher wird erstmals im ARPANET die Paketvermittlung als Übertragungsart gewählt. Die zu übermittelnden Daten werden dabei in einzelne Pakete geteilt und so an das Kommunikationssystem übergeben. Dieses sendet je nach Priorität die einzelnen Pakete an den Empfänger, wo sie wieder zusammengesetzt werden. Dabei können die Pakete durchaus unterschiedliche Wege durch das Netzwerk nehmen, was wiederum zu Verzögerungen und unterschiedlicher Dienstgüter führen kann. Dennoch stellt sich die Paketvermittlung als effektivste Nutzung eines Netzwerkes heraus und ist bis heute die am weitesten verbreitete Form der weltweiten Kommunikation.

Neben der Entwicklung der Paketvermittlung spielt auch die Programmierung von Unix (ursprünglich Unics: Uniplexed Information and Computing System) eine große Rolle auf dem Weg zum heutigen Internet. Das ebenfalls 1969 entwickelte Mehrbenutzer-Betriebssystem ist bis heute Grundlage der leistungsfähigsten universellen Betriebssysteme und ist ein entscheidender Baustein für die Gründer des ARPANET. Diese sind bis dahin vergeblich auf der Suche nach einem leistungsfähigen Betriebssystem mit hohem Funktionsumfang und werden bei den Entwicklern von Bell Laboratories und deren Unix fündig.

Unglücklicherweise ist Unix hardwareabhängig und nicht universell einsetzbar; ein KO Kriterium für ein Netzwerk, das aus unterschiedlichen Komponenten besteht. Und so kommt der dritte Meilenstein, die Programmiersprache C zum Einsatz, die zufällig parallel bei Bell Laboratories entwickelt wird. Der C-Code ist überschaubar aber mächtig im Funktionsumfang, lässt sich leicht erlernen und kann problemlos auf unterschiedlichen Systemen eingesetzt werden. So wird Unix kurzerhand in C umgeschrieben und steht nun allen Rechnern zur Verfügung. Das heute verwendete Internet ist also das Ergebnis dreier bahnbrechender Entwicklungen: Paketvermittlung, Unix-Betriebssystem und C-Programmiersprache.

Als Reaktion auf das amerikanische Netzwerk, das 1971 von vier auf 15 Knotenpunkte herangewachsen ist, wird in Frankreich ein Projekt gestartet, das die Entwicklung eines globalen Telekommunikationsnetzes zum Ziel hat: CYCLADES. Auch die Franzosen setzen auf Paketvermittlung zur Datenübertragung, modifizieren die Vorgehensweise aber und sammeln so Erkenntnisse, die zwei Jahre später zur Entwicklung des Transmission Control Protocols (TCP) führen. CYCLADES selbst wird einige Jahre nach dessen Start wieder eingestellt. Das bis heute verwendete TCP, aber findet wenig später auch Anwendung im ARPANET und gewinnt mit dem Internet Protocol (IP) 1977 einen weiteren wichtigen Baustein.

Mithilfe des Internet Protocols werden Datenpakete individuell adressiert. Dabei haben einzelne Rechner und auch die verschiedenen Netzwerke eigene IP-Adressen. TCP wiederum stellt die Sicherheit und Integrität der versendeten Daten sicher und fordert im Bedarfsfall beschädigte oder verloren gegangene Datenpakete erneut an. Die Kombination der beiden Protokolle wird fortan als TCP/IP bekannt und stellt bis heute die universelle Basis des Internets dar. Auch im Sprachgebrauch taucht mit Einführung der Protokollfamilie nun erstmals der Begriff Internet auf.

Permanent kommt es neben der Verbreitung des ARPANET zu zahlreichen, wichtigen Entwicklungen, wie der E-Mail, einem Protokoll zur Übertragung von Dateien in Netzwerken (UUCP = Unix to Unix Copy Protocol), einem Dienst zur Auflösung von IP-Adressen in Computernamen und umgekehrt (DNS = Domain Name System) und anderen vom ARPANET getrennten Netzwerken.

Vom ARPANET zum Internet

Um die verschiedenen, vor allem unter Universitäten bestehenden Netzwerke wiederum miteinander zu verbinden, gründet 1986 die amerikanische National Science Foundation das NSFNet. Schon ein Jahr später sind so 27.000 Rechner miteinander verbunden. Durch massiven Zulauf entwickelt sich das NSFNet so rasant, dass schließlich das ARPANET vollends darin aufgeht. Parallel dazu entsteht das vergleichbare EuropaNET, welches verschiedene europäische Forschungseinrichtungen zusammenbringt. Dank der universellen und weltweit einsetzbaren Protokolle TCP/IP werden auf allen Kontinenten Computernetzwerke gegründet, die schließlich 1990 miteinander verbunden werden.

Zeitgleich wird das Internet für die Welt außerhalb des Militärs und amerikanischer Universitäten zum kommerziellen Gebrauch freigegeben. Ein Jahr später wird am Europäischen Kernforschungslabor CERN ein System eingesetzt, mit dem Forschungsergebnisse auf Hypertextbasis ausgetauscht werden können. Mittels Verflechtung einzelner Artikel entsteht so eine netzartige Struktur mit dem Namen World Wide Web (WWW). Das WWW baut seither auf einem freien Protokoll auf und ermöglicht so die Entwicklung von Inhalten ohne lizenzrechtliche Hürden. Schon bald folgt nach einigen Vorgängern 1993 der erste Browser, der in der Lage ist, neben Text auch Grafiken und interaktive Elemente anzuzeigen (Mosaic).

Im gleichen Jahr öffnet das CERN sein WWW für andere Nutzer – die Geburtsstunde des Internets der heutigen Form. Bis heute sind die drei Eckpfeiler des WWW unverändert: Mittels http (Hypertext Transfer Protokoll) werden Informationen von Servern abgerufen. Mit HTML (Hypertext Markup Language) nutzt das WWW eine einheitliche Sprache und definiert den Aufbau von Dokumenten und deren Verknüpfung (Hyperlinks). Die URL (Uniform Resource Locator) identifiziert schließlich Quelle, Typ und Namen eines Dokumentes und dient bis heute umgangssprachlich als Internetadresse.

Verschiedene Telekommunikationskonzerne erkennen das wirtschaftliche Potenzial des Internets und bieten auch für private Nutzer den kostenpflichtigen Zugang an. Schon 1994 übersteigt die Zahl der kommerziellen Nutzer, die der wissenschaftlichen. Webserver und Homepages wachsen in ihrer Anzahl exponentiell, sodass schon fünf Jahre darauf die millionste Webseite mit dem Kürzel „.de“ online geht.

Schließlich entwickeln sich Projekte, die in Ihrer Dimension Sphären erreichen, die sich niemand hätte ausmalen können. Soziale Netzwerke ziehen mehrere Hundert Millionen Menschen an, freie Enzyklopädien bieten als kostenlose Wissensdatenbank Informationen in bis zu zwei Millionen Artikeln und Portale liefern Videos zu allen Vorgängen in dieser Welt in Echtzeit und inzwischen hochauflösend. Die Geschwindigkeit der Zugänge wächst so rasant, wie nie zuvor und wird in Kürze die 40 Mbit/s im weltweiten Durchschnitt überschreiten. Angefangen hatte alles mit nur circa 56 kbit/s – das entspricht einer Steigerung von fast 74000 Prozent.

Fluch und Segen zugleich

Immer schnellere Verbindungen und wachsendes mediales Interesse bei den Nutzern führen zu nicht kalkulierbaren Urheberrechtsverstößen im Internet. In zahlreichen Portalen wird vor allem Musik, aber auch jede andere Form von Medien, unberechtigt zur Verfügung gestellt. Auch die Verbreitung legaler und illegaler Pornografie wurde durch das Internet derart begünstigt, dass der Zugang jedem uneingeschränkt ermöglicht wird.

In jüngerer Vergangenheit erreicht das Potenzial des Internets aber auch völlig neue Dimensionen. Nach Ansicht vieler Historiker hat der arabische Frühling, der 2011 beispielhaft zum Rücktritt des umstrittenen, ägyptischen Machthabers Mubaraks führt, seine Wurzeln tief in den sozialen Netzwerken, Blogs und Kommunikationsplattformen des Internets. Proteste werden so initiiert, koordiniert und in aller Welt publiziert. Anlässlich der Flutkatastrophe 2013 im Süden und Osten Deutschlands werden zahlreiche Webseiten und Netzwerke zu wichtigen Koordinierungshilfen und ermöglichen die schnelle Organisation und Verteilung freiwilliger Hilfskräfte.

Statistiken zeigen, dass sich das Datenvolumen im Internet circa alle zwei Jahre verdoppelt, ein Wachstum, das kein anderes Medium je zuvor vorweisen konnte. Bereits jetzt nutzen etwa 80 Prozent der Deutschen regelmäßig das Internet, Tendenz steigend. Die Geschichte des Internets ist von Beginn an durch Geschwindigkeit und Fortschritt gekennzeichnet. Sie bringt beinahe täglich Neuerungen ans Licht und ist dennoch Fluch vieler Menschen.



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