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Mozilla Begriffserklärung und Definition

Mozilla (allg.) ist ein Sammelbegriff für die Mozilla Foundation und die von ihr betreuten Softwareprojekte. Der Name entstand ursprünglich aus dem internen Codenamen für den Netscape Explorer, der Mitte bis Ende der 90er Jahre ein beliebter und verbreiteter Browser war. Das für seine Entwicklung verantwortliche Unternehmen Netscape Communications führte eine Zeit lang eine grüne Echse in seinem Logo, die in Anlehnung und wegen der äußerlichen Ähnlichkeit zu Godzilla Mozilla getauft wurde. Besonders in den Anfangszeiten war sie auf der Webseite sehr präsent, wurde aber später nicht mehr offiziell benutzt, da sie als zu wenig seriös galt. Trotzdem blieb sie innerhalb der Mitarbeiter sehr populär und wurde intern auf T-Shirts und Bildern weiterverwendet. Später wurde der Name von der neu gegründeten Mozilla-Stiftung übernommen. Sie betreibt das Mozilla-Projekt, zu dem neben weiteren Programmen und Plug-ins vor allem der Browser Firefox und der Email-Client Thunderbird gehören. Beide werden von der Mozilla Corporation vermarktet und weiterentwickelt, die ihrerseits eine hundertprozentige Tochter der Mozilla Foundation ist, aber im Gegensatz zu dieser als steuerpflichtiges Unternehmen registriert ist und somit auch keine wohltätigen Zwecke verfolgen muss. Das gibt ihr den nötigen Freiraum, durch Sponsoring, Werbung und kostenpflichtigen Support Finanzmittel zu erwirtschaften, die wiederum der übergeordneten Stiftung zugutekommen. Ein weiteres Unternehmen, Mozilla Messaging, wurde 2007 gegründet, nach wenigen Jahren jedoch wieder in die Mozilla Corporation bzw. Foundation eingegliedert, da sich diese Abspaltung als wenig effektiv erwiesen hatte. Auch der von der Foundation entwickelte Webbrowser identifiziert sich auf Internetseiten mit Mozilla und der dazugehörigen Versionsnummer. Diese Identifikation wurde bereits unter dem Vorgängerunternehmen Netscape Communications auf dieselbe Weise gehandhabt. Dank seines großen Funktionsumfangs waren damals viele Seiten im Internet nur von diesem Browser aus fehlerlos aufrufbar, sie lehnten eine Darstellung ab, wenn sich ein Besucher mit einem anderen Programm anmelden wollte. Dieser User Identification String wurde deshalb von vielen anderen Herstellern übernommen, darunter auch vom schärfsten Konkurrenten Microsoft, der seitdem seinen Internet Explorer ebenfalls mit Mozilla und dem Zusatz (compatible; MSIE ) kennzeichnet, um die Kompatibilität zu wahren. Dieses Vorgehen wurde auch später noch von vielen anderen Entwicklern kopiert, die Bezeichnung wird auch heute noch verwendet. Das führte auch dazu, dass Quellen immer wieder von einem Netscape Explorer 5.0 sprechen – in Wahrheit hat diese Version niemals existiert. Sie leitet sich davon ab, dass sich fremde Browser diese Versionsnummer benutzten, um Konflikte und Probleme der Darstellung vermeiden zu können.

Die Geschichte von Mozilla

Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts begannen, mit dem Ausbau des Internets auf einmal auch die dafür benötigten Programme populär zu werden. Das Unternehmen Netscape Communications zeichnete sich durch eine umfassende Marktstrategie aus und entwickelte zahlreiche Programme, die sich sowohl an Privatanwender wie auch an Geschäftskunden richteten. Darunter fielen neben dem Browser Netscape Navigator unter anderem auch ein Webserver, ein Programm zur Erstellung von damals noch statisch programmierten HTML-Seiten und ein Email-Client. In den folgenden Jahren kam es zu dem sogenannten Browserkrieg zwischen dem Unternehmen und dem mit seinem Betriebssystem Windows zu Erfolg gekommenen Microsoft, der aggressiv versuchte, die Konkurrenz aus dem Markt zu drängen und damit seinen eigenen Browser, den Internet Explorer, durchzusetzen. Später wurde dieses Verhalten kartellrechtlich bestraft, aber es gelang dadurch, sich zum Branchenführer aufzuschwingen. Netscape wurde Ende der 90er von AOL aufgekauft – angeblich plante der Provider, selber einen Browser zu entwickeln, was von Insidern jedoch bezweifelt wurde. Unter diesem Druck beschlossen die Entwickler kurz vor der Fusion, nahezu den gesamten Quellcode ihrer Programme zu veröffentlichen und die Weiterentwicklung einer breiten Gemeinschaft zu übertragen. In der Tat benutzte AOL den Netscape Explorer hauptsächlich dafür, kartellrechtlich gegen Microsoft vorzugehen und erreichte 2003 eine außergerichtliche Einigung, die neben einer Zahlung von 750 Millionen Dollar an AOL auch eine lizenzfreie Nutzung des Kernstücks des Internet Explorers vorsah. Die letzten 50 Entwickler wurden daraufhin entlassen und die Weiterentwicklung des Netscape Explorers eingestellt,, als Kompensation übertrug AOL jedoch die Rechte am Code auf die Mozilla Foundation, überließ der neuen Stiftung die verwendeten Computer, bezahlte drei Monate lang drei Mitarbeiter und versprach anlässlich ihrer Gründung Spenden in Höhe von zwei Millionen US-Dollar. Schnell entwickelte sich die Stiftung und übernahm wieder Aufgaben, die mit der Übernahme von Netscape Communications auf Eis gelegt worden waren. Rund zwei Jahre später wurde die Mozilla Corporation gegründet, um die Entwicklung und sämtliche geschäftliche Tätigkeiten zu übernehmen, die Foundation kümmert sich seitdem um die theoretische Führung, die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und die Betreuung weiterer nicht kommerzieller Projekte wie der Programmsammlung SeaMonkey, dem für Apples OS X veröffentlichten Webbrowser Camino oder der Debugging-Software Firebug. Darüber hinaus hält sie alle Rechte an dem Quellcode und entscheidet über die Kompetenzen innerhalb des Entwicklerteams, nimmt aber keinen direkten Einfluss auf die Richtung der Entwicklung selber. Die Mozilla Corporation erwirtschaftet bereits seit ihrer Gründung Gewinne, unter anderem durch Werbeeinnahmen. Einer der größten Geldgeber ist dabei Google – allein für die Tatsache, dass die voreingestellte Suche in den meisten Sprachversionen des Browsers über den Konkurrenten von Microsoft erfolgt, bezahlt dieser eine zweistellige Millionensumme. Darüber hinaus bietet die Suchmaschine auch eine speziell auf Firefox ausgerichtete Webseite, die die Auswahl und die Einstellung von erweiterten Parametern vereinfachen soll.

Lizenzierung und Besonderheiten der Software

Um seine Interessen in seinem Sinne wahrnehmen zu können, hatte bereits Netscape Communications eine eigene Lizenz entwickelt: die Netscape Public Licence. Sie wurde im Jahre 1998 in der Version 1.0 festgelegt und seitdem von der Mozilla Foundation mehrfach überarbeitet und in Mozilla Public License umbenannt, die aktuelle Version ist 1.7. In der Lizenz werden den Lizenznehmern weitgehende Rechte eingeräumt – so müssen beispielsweise die auf dem Quellcode basierenden Teile – gleich ob verändert oder nur kopiert – ebenfalls unter der MPL veröffentlicht werden. Sie dürfen aber durch proprietäre Bestandteile ergänzt werden, auch muss anders als bei anderen Lizenzen wie der GNU Public License eigene Routinen nicht im Quellcode veröffentlicht werden. Die weniger restriktive GNU Lesser Public License genehmigt das zwar auch, bei der Mozilla Public License dürfen aber auch Änderungen so weitgehend erfolgen, dass der veröffentlichte Quellcode ohne die Ergänzungen nicht mehr lauffähig und mitunter nicht einmal mehr kompilierbar ist. Gleichzeitig ist das Copyleft nicht so freizügig wie bei der Berkeley Software Distribution License, die als einzige Einschränkung einen Copyright-Vermerk und die Veröffentlichung unter derselben Lizenz, nicht aber eine Offenlegung des veränderten Quellcodes vorsieht. Die Einbindung proprietärer Bestandteile hat in Entwicklerkreisen zu diversen Konflikten geführt – so wurden z. B. Firefox und Thunderbird aus der weitverbreiteten Linux-Distribution Debian komplett entfernt, weil das Logo seit der Gründung der Mozilla Corporation urheberrechtlich geschützt ist und dies wiederum einen Verstoß gegen die eigene Lizenz darstellt. Stattdessen werden beide Programme jetzt als Iceweasel bzw. Icedove eingebunden – bei beiden Versionen wurden die beanstandeten Elemente aus dem Programm entfernt. Da es sich lediglich um Grafiken handelt, sind die Programme bis auf dieses Detail jedoch identisch. Mozilla verwendet für seine Programme stets dieselbe Engine – Gecko. Die Versionsnummer entspricht jeweils derjenigen von Firefox. Gecko ist für die Interpretation der verschiedenen für Webseiten gebräuchlichen Sprachen wie HTML oder Javascript, aber auch für die Darstellung und die Auswertung der Skripte zuständig, die das Design bestimmen. Sie wird darüber hinaus auch von anderen Browsern verwendet, darunter etwa dem früher zur grafischen Oberfläche Gnome gehörenden Epiphany, Nightingale oder dem für das AmigaOS entwickelten Timberwolf. Auch kommerzielle Anbieter nutzen die Engine, so etwa AOL für seine für OS X programmierte Software.



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