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Filesharing Begriffserklärung und Definition

filesharingAls Filesharing wird der Austausch von Dateien über das Internet bezeichnet, bei dem ein Nutzer Daten von einem oder mehreren anderen mit ihm verbundenen Usern herunterlädt und im Austausch dafür den Zugriff auf seine eigene Dateien freigibt. Dadurch, dass von mehreren Quellen gleichzeitig heruntergeladen werden kann, können so beträchtliche Geschwindigkeiten erreicht werden, obwohl jede einzelne Quelle nur einen relativ geringen Upload hat. Voraussetzung ist allerdings, dass genügend Clients ein und dieselbe Datei für den Download freigeben.

Oft wird Filesharing mit Urheberrechtsverletzungen in Verbindung gebracht, einige Anwälte gehen sogar so weit, dass sie in der Vergangenheit allein den Gebrauch der Software schon für illegal erklärt und dafür Abmahnungen mit teils hohen Forderungen verschickt haben. Dies entbehrt jedoch jeglicher rechtlichen Grundlage, denn Filesharing an sich ist keine illegale Tätigkeit, sondern spielt im Gegenteil bei der Verbreitung von freier oder als Open Source lizenzierter Software eine große Rolle. Viele Linux-Distributoren ermutigen beispielsweise ihre Nutzer dazu, diese Technik zu nutzen, um eigene Kapazitäten zu schonen und so die Kosten für Server und Traffic zu reduzieren.

Technisch betrachtet funktioniert Filesharing auf zwei verschiedenen Wegen. Bei der ersten Variante verbinden sich die Teilnehmer mit einem Server, der als übergeordnete Instanz die Kommunikation der Clients untereinander regelt und als eine Art zentrale Datenbank dient. Dazu sendet ein Nutzer eine Suchanfrage an den Server, dieser leitet die entweder an alle anderen Mitglieder des Netzwerkes weiter oder durchsucht eine Datenbank, in der alle verfügbaren Files gespeichert werden. Wird er fündig, sendet er die Adressen der Besitzer an den anfragenden Rechner zurück, dieser verbindet sich daraufhin direkt mit den anderen Rechnern und startet die Übertragung.

Ein Beispiel für diese Funktionsweise war in der Anfangszeit Napster, heute benutzen Nachfolger wie Edonkey oder Bittorrent dieselbe Technik. Solche Netzwerke können jedoch relativ leicht lahmgelegt werden, indem die Server entweder vom Netz genommen werden oder im Rahmen einer DDoS-Attacke mit Anfragen überflutet werden, bis die Kapazitäten nicht mehr zur Verarbeitung der vielen eintreffenden Signale ausreichen. Deshalb wurde später eine serverlose Kommunikationsform entwickelt, bei der die User direkt untereinander in Verbindung treten. Eine Suche wird hier von einem Rechner zum anderen weitergeleitet, lokal verarbeitet und bei einem positiven Ergebnis eine Antwort zurückgesandt. Danach beginnt der direkte Austausch.

Manche Programme bieten heutzutage auch beide Verbindungsarten gleichzeitig an, so zum Beispiel das populäre Emule, welches das Edonkey- und das Kademlia-Netzwerk parallel nutzt.

Die Geschichte des Filesharing

Filesharing ist erst seit Ende der 90er Jahre populär, da vorher technische Hürden einen breiten Austausch von Daten verhinderten. Dazu zählt nicht nur die aus heutiger Sicht extreme langsame Geschwindigkeit der damaligen Netzwerke, sondern auch das Fehlen einer effektiven Kompression der Daten und leistungsstarker Prozessoren, die in der Lage waren, diese schnell genug zu verarbeiten. Mit der Einführung von ISDN bzw. DSL und der Entwicklung neuer Kompressionsverfahren wie MP3, DivX und Xvid änderte sich die Lage.

Die erste massiv genutzte Plattform war Napster, die 1999 online ging und innerhalb von weniger als zwei Jahren nahezu 100 Millionen aktive Nutzer verzeichnete. Aufgrund des revolutionären Peer-To-Peer-Ansatzes bot es damals eine einzigartige Vielfalt an Audiodateien. Zum Verhängnis wurde der Seite allerdings, dass sie auf zentrale Server zum Austausch der Dateien setzte – obwohl diese selber kein urheberrechtlich geschütztes Material speicherten, wurden das Unternehmen von der Musikindustrie mit Klagen überzogen. Die erzwungene Installation einer Filtersoftware erwies sich als weitgehend wirkungslos – angesichts des juristischen Drucks entschloss sich der Betreiber im Frühjahr 2001 dazu, die Server vom Netz zu nehmen.

In der Zwischenzeit entwickelten sich jedoch andere Ansätze, die entweder wie das Netzwerk Edonkey2000 auf mehreren, kleineren und leicht zu ersetzenden Servern basierten oder gleich wie das ebenfalls in dieser Zeit veröffentlichte Gnutella einen dezentralen Ansatz aufwiesen. Das Abschalten von Napster erwies sich somit als ein Pyrrhussieg für die Branche, denn die neue Technik ließ sich nur wesentlich schwerer bekämpfen und gar nicht kontrollieren.

Auch das heute populärste Protokoll BitTorrent wurde im Sommer 2001 als eine Reaktion auf die Schließung von Napster entworfen. Es unterscheidet sich insofern von anderen Strategien, als es für jede Datei ein eigenes Netzwerk bildet. Durch diesen Ansatz eignet es sich besonders gut für den schnellen Download großer Datenmengen und wird deshalb auch bevorzugt zur Verteilung von Software eingesetzt. Um die Problematik des Filesharing unter Kontrolle zu kriegen, ging die besonders betroffene Unterhaltungs- und Softwareindustrie in der Folge dazu über, einzelne Teilnehmer unter Druck zu setzen – auch weil viele Betreiber entweder gar nicht zu ermitteln waren oder ihre Server in Ländern anmietete, die Urheberrechtsverletzungen nicht verfolgen wollten oder konnten.

Durch Anwälte wurden Millionen von User abgemahnt und teils drastische Forderungen erhoben, um andere Besucher abzuschrecken. Dieses Vorgehen wurde aber von der Öffentlichkeit sehr kritisch gesehen, handelte es sich doch bei vielen der angeblichen Täter um Jugendliche und teilweise noch nicht einmal strafmündige Kinder.

Zudem erwies sich das Konzept wieder als zweischneidiges Schwert – anstatt weiter auf den Austausch zu setzen, wandelte die Szene ihr Konzept erneut und verbreitete illegale Kopien über Sharehoster. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um Filesharing, da kein wirklicher Austausch stattfindet, sondern lediglich um kostenlos zur Verfügung gestellten Speicherplatz, dessen Adresse an andere weitergegeben wird.

Einer der populärsten Sharehoster war Mega-Upload – er wurde im Januar 2012 vom FBI abgeschaltet, die Server wurden beschlagnahmt. Der geschätzte Jahresumsatz des Dienstes betrug zu diesem Zeitpunkt 175 Millionen US-Dollar.

Die Funktion von Filesharing im heutigen Internet

Auch heute noch ist Filesharing eine beliebte Methode, um die Kosten für den eigenen Server möglichst gering zu halten. Besonders Non-Profit-Organisationen, die große Mengen von Speicherplatz und Traffic zur Verfügung stellen müssen, fordern ihre Besucher dazu auf, auf alternative Downloadmöglichkeiten wie BitTorrent zurückzugreifen, um die eigenen Ressourcen zu schonen. Dadurch kann die Last auf mehrere Teilnehmer verteilt werden, die zwar über eine langsamere Anbindung verfügen, zusammen aber eine ebenso große oder noch höhere Geschwindigkeit erreichen und wegen ihrer Flatrate-Tarife keine zusätzlichen Kosten befürchten müssen.

Alternative Künstler und unbekannte Bands nutzen darüber hinaus oft Filesharing-Netze, um auf sich und ihre Musik aufmerksam zu machen. Sie profitieren ebenfalls davon, dass ihnen auf diesem Weg keine zusätzlichen Kosten entstehen, denn die Verbreitung wird von den Hörern selber übernommen.

Auch urheberrechtlich geschütztes Material findet sich noch in großer Anzahl, wird jedoch meistens aus dem Ausland angeboten, da im deutschsprachigen Raum viele Teilnehmer inzwischen das Risiko scheuen. Dies trifft jedoch nur auf öffentlich zugängliche Seiten und Server zu, denn in geschlossenen Communitys werden noch immer Kopien verteilt. Diese sind nur auf besondere Einladung hin zugänglich und verlangen von ihren Mitgliedern, im Gegenzug für den Zugang auch Material zur Verfügung zu stellen. Diese sogenannten ALT (Anti-Leech-Tracker) achten darauf, dass jeder Teilnehmer eine gewisse Menge an Daten an andere Nutzer verteilt, sonst wird er von der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Die Beschlagnahmung der Server von Mega-Upload und die Verhaftung der Betreiber haben dazu geführt, dass viele Sharehoster ihre vorher recht locker gehandhabten Richtlinien drastisch verschärft oder ihren Betrieb vollständig eingestellt haben. Dennoch werden auch heute noch zahllose Daten über ähnliche Anbieter wie Rapidshare, Mediafire oder Share-Online zur Verfügung gestellt. Filter werden in der Regel umgangen, indem die Dateien neu komprimiert, verschlüsselt und mit unauffälligen Namen versehen werden. Auch werden die Links nicht mehr öffentlich für sämtliche Internetbesucher verbreitet, sondern in kleinen Kreisen wie zum Beispiel Foren.

Hier finden sich ebenfalls oft Zugangsbeschränkungen, die einen Beitritt nur unter bestimmten Voraussetzungen oder auf Einladung bereits registrierter Mitglieder ermöglichen. Angesichts dieser Entwicklungen wird Filesharing in der Zukunft immer noch eine wichtige Rolle spielen, der Austausch illegaler Daten nimmt hingegen schon seit längerer Zeit ab.



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