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Font Begriffserklärung und Definition

fontIm englischen bedeutet der Begriff Font (Schriftart) etwas so viel wie „gegossene Form von Schrift“. Früher einmal als Ausdruck für Bleibuchstaben benutzt, wird das Wort heute überwiegend für Computerschriften verwendet.

Es begann mit Bleilettern

Die entscheidende Neuerung von Johannes Gutenberg bestand nicht in der Erfindung des Hochdrucks. Dieser Druck, bei dem die höher stehenden Teile einer Druckform mit Farbe eingerieben werden, war bereits tausend Jahre zuvor in China entdeckt worden. Die Innovation von Gutenberg bestand darin, bewegliche Lettern herzustellen, die zu Worten, Zeilen und Seiten zusammengesetzt wurden. Nach dem Druck wurden diese Lettern, so lautet aus dem französischen kommend der Fachausdruck, dann wieder getrennt und in den Setzkasten sortiert. Die Setzer sprachen in diesem Zusammenhang vom „Ablegen“. Diese Lettern, aus Blei, Antimon und Zinn gegossen, waren bis zum Einsatz computergesteuerter Satzherstellung, allgemein in jeder Druckerei im Gebrauch.

Für seine 42-zeilige Bibel, das Erste auf diese Art hergestellte Werk, schuf Gutenberg seine Bleibuchstaben nach dem Muster der gotischen Minuskel einer damals allgemein üblichen Kanzleischrift die von Mönchen mit dem Federkiel von Hand geschrieben wurde. In der Folge entstanden im Laufe der Jahrhunderte durch Schriftgestalter eine Vielzahl von unterschiedlichen Schriftarten. Diese wurden je nach Besonderheiten in so genannte Schriftfamilien eingeteilt.

Eine Familie bildeten die in Serifenschriften, also jene Lettern die an den Ansätzen eines Auf- oder Abstriches eine kleine Linie quer zur Grundrichtung haben. Oder in eine andere Familie, die diese nicht haben und Serifenlose-Linear-Antiqua genannt werden. Bekannteste Vertreter dieser Familien sind Times und Arial. Daneben gab es viele Schmuck- und Sonderschriften wie Pinsel-, Fraktur- oder Schreibmaschinenschriften. Alle einzelnen Schriftschnitte gab es dann in Mager-, Normal-, Halbfett- Fett- oder Kursivschnitten.

Bilder oder Linien, die Fonts werden zunehmend virtuell

Mit dem Aufkommen des Desktop-Publishing anfangs der 1990er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, änderte sich die Lage dramatisch. Zeitgleich setzte sich der Offset-Druck, bei dem Filme auf Platten belichtet und dann gedruckt wurden, gegenüber dem Hochdruck endgültig durch. Nun konnten die seit Jahrhunderten gebräuchlichen Bleilettern nicht mehr genutzt werden.

Anfangs wurden zuerst die bekanntesten Schriften in pixelorientierten Datensätzen umgewandelt. Das geschah durch Scannen im Bitmap-Format und Speicherung in einer Font-Datei. Diese monochromen Rasterdateien konnten allerdings nur in einem engen Spielraum vergrößert oder verkleinert werden. Es war also notwendig, für jede Schriftgröße eine eigene Font-Datei zu erstellen.

Was heute keine große Rolle mehr spielt, war in den 1990ern ein großes Problem. Ein Rechner mit einem RAM-Speicher von 8 Megabyte und einer Festplatte mit 32 Megabyte galt als großzügig ausgestattet. Allerdings verschlang bereits eine einzelne Font-Datei einige Kilobyte, sodass der Arbeitsspeicher mit der Verarbeitung schnell überfordert war. Schließlich musste für jeden Buchstaben der getippt wurde ein Bitmap-Bild geladen werden. Auf dem Rechner mussten Dateien in allen gängigen Größen diese Schrift ebenso vorgehalten werden wie auch die kursiven, fetten, oder mageren Schriftschnitte dieser Schrift. Hatte man diese nicht auf dem Rechner geladen, traten bei Vergrößerungen einer Bitmap-Schrift schnell deutlich sichtbare Treppenstufen auf.

Kurvendiskussionen gestalten Texte

Eine Abhilfe versprachen vektororientierte Font-Dateien. Der Buchstabe einer Schrift wird hierbei durch einige Punkte gebildet, zwischen denen eine mathematisch definierte Kurve gezogen wird. Der Vorteil: jeder Buchstabe kann problemlos ohne Qualitätsverlust skaliert werden. Eine einzige Datei genügte also, um alle Schriftgrößen einer beliebigen Schrift darzustellen.

Zudem erlaubt es eine vektororientierte Font-Datei auch einen kursiven oder einen fetten Schriftschnitt zu simulieren. Daraus resultiert, dass der vektororientierte Schriftfont schnell zum Standard wurde. Genau genommen sieht man am Monitor des PC aber wieder nur ein Bitmap. Die heutige Technik „glättet“ das Bild, sodass es auch in der geringeren Bildschirmauflösung gefällig aussieht. Die Vektor-Datei wird nur für den hoch auflösenden Laserdrucker bereitgestellt oder, in der Druckvorstufe zum Belichten von Filmen.

Aus typografischer Sicht allerdings ist die vektororientierte Font-Datei ein Schritt in die falsche Richtung und das aus gewichtigen Gründen. Bei genauer Betrachtung von Schriften kann der Kenner schnell feststellen, dass sich eine 6 Punktschrift der Times nicht nur in der Größe von einer 12 oder gar einer 24 Punktschrift unterscheidet. Eine kleine Schriftgröße muss wesentlich weiter und großzügiger geschnitten sein als eine 4-fach so große. Das menschliche Auge hat bei kleinen Schriftgrößen die Schwierigkeit der Trennung von einzelnen Buchstaben. Bei großen Schriftgraden fällt die Zeile optisch auseinander. Das liegt auch daran, dass der Weißanteil zwischen den Buchstaben und um sie herum optisch größer erscheint. Größere Schriftgrade wurden von den Schriftkünstlern deshalb enger zueinander gesetzt worden und auch die Linienführung der Schrift ist leichter und eleganter gezogen als bei kleineren Schriftgraden der gleichen Schrift. Das spricht eindeutig für die Bitmap-Lösung. Hinzu kommt, dass heute der Speicherbedarf einer Bitmap Font-Datei keine Rolle mehr spielt. Aus typografischen wie auch aus Qualitätsgründen wäre eine Rückkehr zur Bitmap-Datei zumindest überlegenswert.

Die Vektorisierung von Schriften ist überdies eine sehr komplizierte Angelegenheit. Eine vektorisierte Font-Datei ist nichts anderes als eine Auflistung von Koordinatenpunkten und Angaben wie Lücke zwischen diesen Punkten mit mathematisch definierten Linien geschlossen werden soll.

Fonts, so vielfältig wie das Leben

Einige der heute noch gebräuchlichsten Schriften sind schon ganz schön alt. Die berühmte Times, eine Barock-Antiqua, wurde 1931 entworfen. Giambattista Bodoni entwarf den nach ihm benannten, heute noch sehr populären Font um das Jahr 1760. Heute entstehen praktisch jeden Tag neue Fonts, die auch vielfach noch im Bitmap-Format geladen werden können. Der Fantasie der modernen Schriftkünstler ist bei der Gestaltung keine Grenze mehr gesetzt. So kann für fast jede Gestaltungsaufgabe ein passender, oder oftmals auch völlig unpassender Font eingesetzt werden. Sogar die eigene Handschrift ist heute ohne größere Mühe als Font-Datei zu bekommen.

Bei der Gestaltung von Webseiten sollte jedoch auf außergewöhnliche Fonts verzichtet werden. Nur die Schriften, die sich auch auf dem Rechner des Betrachters befinden, werden im Browser richtig angezeigt. Ist das nicht der Fall, dann wählt der Browser oftmals die Courier. Das zerstört dann unter Umständen die sorgfältig gescriptete Webseite bis zur Unkenntlichkeit. Das ist auch der Grund warum im Internet meistens die von Microsoft vorinstallierten Fonts benutzt werden.



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