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WYSIWYG Begriffserklärung und Definition

wysiwygHinter diesem Akronym versteckt sich die englische Sentenz „What you see is what you get“ und das bedeutet, dass man genau das bekommt, was man sieht. Selbstverständlich war das nicht immer so. Gerade in der Anfangszeit des Desktop-Publishing machten die Unterschiede zwischen dem was man sah und dem was der Drucker produzierte einen produktiven Einsatz des PC in der Druckvorstufe fast unmöglich.

Gestaltung im Blindflug

Mit dem verstärkten Aufkommen des Offsetdruck in den 1960er Jahren in Deutschland wurde das seit Gutenberg übliche Hochdruckverfahren immer mehr durch den Flachdruck, auch Offsetdruck genannt, verdrängt. Der Flachdruck erfolgte auf dünnen, beschichteten Aluminiumplatten, nach dem Prinzip das sich Fett und Wasser gegenseitig abstoßen. Die Druckplatte wurde durch ultraviolette Belichtung hergestellt und als Druckvorlagen dienten Filme, wie man sie von der Fotografie her kennt. Diese Filme zeigten die komplette Seite mit allen Bildern und Texten im Maßstab 1:1. Bei der Herstellung dieser Druckvorlagen halfen in den 1960er und 1970er Jahren so genannte Fotosatzmaschinen. Eine Kathodenstrahlröhre „schrieb“ den kompletten Text auf Planfilm oder Fotopapier. Der Setzer hatte allerdings ein ziemliches Problem. In den Fotosetzmaschinen der ersten Generationen konnte er lediglich Koordinaten angeben wo der Text auf der Seite beginnt und endet und welche Schriftart, Größe und Zeilenabstand er haben sollte. Mehr sah der Setzer nicht. Ein Blindflug also, der höchste Konzentration und ein großes Maß an Arbeitsvorbereitung verlangte. Zwar entwickelten die Hersteller der Fotosetzmaschinen sogenannte Seitenbildschirme die eine ungefähre visuelle Darstellung der gesetzten Seite möglich machten, aber von WYSIWYG war das noch weit entfernt.
Eine kleine Revolution schaffte die österreichische Firma Grafotron mit dem Satz-Gestaltungs-Terminal. An diesem SGT konnten die Satzelemente einer Seite auf einem Bildschirm beliebig hin und her geschoben werden bis die Seite optisch ansprechend aussah. Diese Seite konnte dann in einer Fotosatzmaschine von Linotype in Satzbefehle umgewandelt und belichtet werden. Ein Vorläufer des WYSIWYG. Der erste „echte“ WYSIWYG-Editor wurde in den späten 1970er Jahren im Xerox Palo Alto Research Center von dem Entwickler Charles Simonyi entwickelt. An dieser Weiterentwicklung bediente sich auch der Apple Gründer Steve Jobs der schnell die Möglichkeiten sah, die dieser Editor seinen Macintosh-PCs gab.
Das Ende der herkömmlichen in der Druckindustrie verwendeten Fotosetzmaschinen kam mit der Entwicklung von Postscript. Erst diese von Adobe entwickelte Seitenbeschreibungssprache machte Desktop-Publishing wirklich praktikabel. Nun konnten die Druckseiten am Bildschirm intuitiv gestaltet werden. Alle Bilder und Grafiken, auch in Farbe, konnten bei der Seitengestaltung integriert werden. An einen Laserdrucker wurde das Ganze dann im Eps-Format geschickt. Eps steht für Encapsulated-PostScript-File und bedeutet, dass alle für die Seite relevanten Daten und Parameter in diese Datei eingebettet sind.
Um einen für den Offset-Druck benötigten Film herzustellen wurde die Datei zuvor in einem Linotype-Rip umgerechnet und hoch aufgelöst an die Belichtungseinheit geschickt. Hatte man alles richtig gemacht waren das Ergebnis passgenaue Vierfarbfilme, die sofort auf Platten belichtet und gedruckt werden konnten.

WYSIWYG spart Zeit und Geld!

Für diesen Einsatz in der Druckindustrie waren gerade die grafikorientierten Macintosh-PCs spezialisiert. Apple hatte schnell die Zeichen der Zeit erkannt und produzierte leistungsstarke Workstations für die gesamte Druckvorstufe. Adobe steuerte mit PageMaker ein Layoutprogramm bei, das eine komfortable Seitengestaltung am Bildschirm möglich machte. Es folgte, als starker Konkurrent, QuarkXpress, ein Programm das schnell marktbeherrschend wurde. Heute hat Adobe mit InDesign und den angeschlossenen Programmen Photoshop und Illustrator diese Monopolstellung wieder zurückerobert. Vor allem die Inhaber von Werbeagenturen erkannten schnell den kostensparenden Effekt des Desktop-Publishing. Ein einmal mit einem PC erfasster Text für ein Buch oder eine Broschüre musste nun nicht mehr von einem Setzer noch einmal erfasst werden. Der Text wurde umformatiert und stand nun auch für die Layoutprogramme des DTP zur Verfügung. Das Korrekturlesen erfolgte durch integrierte Korrekturprogramme welche die schlimmsten Flüchtigkeitsfehler erkennen konnten.
Sehr zum Leidwesen der studierten Grafiker die nun in der Druckvorstufe auch als Reinzeichner, Lithografen und Korrektoren eingesetzt wurden. Das Schlagwort „Änderungen per Mouseklick“ machte die Runde und in immer schnellerer Zeit wurden immer mehr Layouts produziert. Heute ist eine wirtschaftlich arbeitende Druckindustrie ohne Destop-Publishing allerdings nicht mehr denkbar. Einladungskarten und Poster die in kleinen Auflagen für den privaten Bereich gebraucht werden können Dank „What-you-see-is-what-you-get“ auch von Laien schnell erstellt und ausgedruckt werden. Der Traum vieler Unternehmer die Geschäftsberichte fortan von der Sekretärin herstellen zu lassen, zerstob allerdings schnell. Für die Feinheiten typografischer Gestaltung werden auch heute noch professionelle Gestalter benötigt, die sich auch mit den werbe-psychologischen Aspekten von Farbe und Schrift auskennen.
Diese Entwicklung bedeutete das Ende für viele Berufsgruppen die seitdem ein Nischendasein führen. Nur für hochspezialisierte Anwendungen, wenn zum Beispiel Bücher ganz bewusst noch im Hochdruck produziert werden sollen, braucht es heute noch Setzer, Lithografen oder Reinzeichner.

Du siehst was der Browser sieht – WYSIWYG im WorldWideWeb!

Ein weiteres Beispiel für den Einsatz von „What-you-see-is-what-you-get“ findet sich beim Entwurf von Webseiten. In diesem Bereich gibt es viele Programme die ein intuitives Feeling bei der Gestaltung versprechen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um ein echtes WYSIWYG. Die Beschreibung der Seite findet schließlich in den unterschiedlichsten Browser der User statt und diese interpretieren die Kommandos von HTML oder CSS nicht einheitlich. Eine im WorldWideWeb befindliche Web-Site muss von Usern aus der ganzen Welt zu öffnen sein. Dabei spielt auch die Sprache und die auf dem PC des Besuchers installierten Schriften eine Rolle. Ein deutscher Web-User zum Beispiel wird eine japanische Seite nicht lesen können, es fehlen schlicht die japanischen Zeichensätze. An ihre Stelle treten entweder kryptischer Buchstabensalat oder einfache Platzhalterzeichen. Ebenso werden Details der Gestaltung, wie Umrandungen, Umfließen von Text, oder Farbflächen abhängig von den verwendeten Browsern unterschiedlich dargestellt. Diese Programme produzieren darüber hinaus einen regelrechten Datenwust der eine Korrektur erschwert und später das Öffnen der Seite im Netz langsamer macht.

Gute Ideen verändern die Welt!

Auch in anderen Bereichen hat sich die WYSIWYG- Darstellung durchgesetzt. Im Veranstaltungs- und Messedesign kann die optische Wirkung einer Bühne oder eines Ausstellungsstandes vorab vom Kunden geprüft werden. Das spart spätere kostspielige Änderungen. Unterschiedliche Beleuchtungen und Effekte können nun vorab simuliert werden. Am PC können Präsentationen per PowerPoint erstellt und auf Hochleistungsrechnen sogar ganze Spielfilme „gedreht“ werden. All dies ist möglich, weil ein Entwickler Namens Charles Simonyi im Xerox Palo Alto Research eine gute Idee hatte.



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