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Semantik Begriffserklärung und Definition

semantikEine Definition der Semantik lautet: Sie ist die Bedeutung sprachlicher Zeichen. Semantische Modelle zeigen die Bedeutung von Ausdrücken. Die menschliche Sprachkompetenz kann dabei entscheiden, ob ein Ausdruck semantisch akzeptabel ist. Innerhalb dieser Definition treten zwei verschiedene Sprachebenen auf. Zum einen ist die Paradigmatik zu betrachten. Diese beinhaltet Elemente, die in einer Äußerung gegeneinander austauschbar sind. Dagegen steht die Syntagmatik, welche semantische Beziehungen zwischen Elementen beschreibt, die gemeinsam in einer Äußerung auftreten können. Die Grundlage fast jedes sprachwissenschaftlichen Modells ist die lexikalische Semantik nach Saussure. Dort wird der Lautkörper in der lexikalischen Semantik auch als signifiant bezeichnet. Das Konzept dazu nennt der Sprachwissenschaftler signifie. Die Beziehung zwischen significant und signifie ist willkürlich, was auch als arbiträr bezeichnet wird. Die praktische Anwendung dieser theoretischen Grundlage ist das sogenannte Wortfeld. Ein Wortfeld ist ein lexikalisches Paradigma. Es ist durch Einheiten, Lexemen, geprägt. Diese stehen durch einzelne Merkmale in Opposition. Diese Merkmale werden auch Seme genannt. Eine Analyse des Wortfeldes wird durch eine Semanalyse durchgeführt.

Semanalyse im Wortfeld

Jedem Wortfeld wird ein Oberbegriff zugeordnet. Dieser Oberbegriff heißt auch Archilexem. In einer tabellarischen Anordnung werden Lexeme durch Seme charakterisiert. Ein Lexem, das durch alle Seme geteilt wird, nennt man Archisem. Zudem bestehen auch zwei Ansätze der analytischen Betrachtung, die als Semasiologie und Onomasiologie bezeichnet werden. Der semasiologischer Ansatz der semantischen Analyse geht vom signifiant und den Bedeutungen aus. Der onomasiologische Ansatz geht vom Inhalt aus und fragt nach den signifiants. Die Auswahl der Lexeme eines Wortfeldes ist onomasiologisch. Ihre Differenzierung hingegen ist semasiologisch. Daneben besteht in der Semantik eine Universalität von Merkmalen. Viele Merkmale sind so dominant, dass sie als universell in der Sprache bezeichnet werden. Sie werden als Klasseme bezeichnet. Beispiele dafür sind fest, belebt oder vertikal. Bedeutungen werden im Text durch Anführungszeichen dargestellt. Semantische Merkmale erkennt man an den eckigen Klammern. Überträgt man diese sprachwissenschaftlichen Modelle auf die Informationstheorie kann die Semantik als die Bedeutung dieser Informationsfolge angesehen werden. Wenn jedoch eine reine Zufallsfolge generiert wird, entsteht keine Semantik, da die Zeichen keine Information enthalten. Da die Semantik eine Teildisziplin der Sprachwissenschaft ist, muss genauer betrachtet werden, was sprachliche Zeichen eigentlich ausmacht. Sprachliche Zeichen bestehen dabei aus allen Ausdrücken, die Laute oder schriftliche Zeichen mit einer Bedeutung verbinden. Als Morpheme bezeichnet man in diesem Zusammenhang die kleinsten bedeutungstragenden Zeichen. Ein konjugiertes Verb bezeichnet somit ein Morphem des Wortstammes sowie auch ein synkretistisches Morphem der Person, des Tempus und Modus. Betrachtet man größere sprachliche Zeichen, kommt man zu den Wörtern und Lexemen. Erweitert werden diese dann durch Satzglieder, Teilsätze, Sätze und Texte. Und obwohl die Einheiten immer grösser werden, gelten sie innerhalb der Semantik immer noch als Zeichen. Die Basis der linguistischen Semantik bilden jedoch die Morpheme und die Wörter.

Weitere begriffliche Eingrenzungen

Um die Semantik noch weiter in die Sprachwissenschaft einordnen zu können, müssen die unterschiedlichen Bedeutungsebenen betrachtet werden. Es existieren zum einen die Satzbedeutung und die Äußerungsbedeutung, aber auch die Sprecherbedeutung darf nicht vergessen werden. Die Semantik beschäftigt sich dabei mit der Satzbedeutung. Die Semantik und die Pragmatik hingegen sind der Äußerungsbedeutung zuzuschreiben. Weiterhin kann die Semantik unter verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Dabei sind die diachronische und die synchronische Perspektive an erster Stelle zu nennen. Vor der lexikalischen Analyse von Saussure dominierte die diachronische Betrachtungsweise in der Sprachwissenschaft. Setzt man sich mit der diachronischen Sicht auseinander, trifft man unwillkürlich auf die historische Semantik. Die differenzierte Sicht der Bedeutung zeigt sich dabei entweder in einer Verengung, Erweiterung, Verbesserungen oder Übertragungen der Bedeutung. Die klassische Semantik wird dabei von der Etymologie als Teildisziplin charakterisiert. Neben der diachronischen Semantik existiert auch eine synchronische Semantik. Sie konzentriert sich auf die Bedeutung sprachlicher Zeichen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. In dieser Zeit werden die sprachlichen Zeichen als Werkzeug der Kommunikation verwendet. Diachronische und synchronische Betrachtungsweisen können durchaus auch nebeneinander verwendet werden. Die diachronisch-strukturelle Semantik arbeitet deshalb mit der Strukturiertheit des Wortschatzes sowie der Sprachgeschichte. Ergänzend betrachtet kann der Bedeutungswandel so mit einem Wortschatzgliederungswandel einhergehen. Der Wandel der Bedeutung wird über die Zeit hinweg beobachtet. Immer wieder wird festgestellt, dass sich auch die Bedeutung des Wortes mit den Jahren ändert. Geforscht wird in diesem Bereich insbesondere mit der Etymologie, die auch die Bedeutungsentwicklung von Morphemen und Wörtern umfasst. Die Interkulturelle Semantik nimmt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung zu. Im Rahmen der Globalisierung werden immer mehr fremdsprachige Kenntnisse notwendig, um wirtschaftlich mithalten zu können. Auch im Bereich der virtuellen Kommunikation gilt die interkulturelle Kommunikation als neues Fachgebiet. Technische Erfassung steht dabei im Vordergrund der Forschungsbemühungen. Dabei werden auch interdisziplinäre Fakten aus anderen Fachwissenschaften hinzugezogen. Als Basis gelten aber auch in der interkulturellen Kommunikation dieselben sprachwissenschaftlichen Gegebenheiten. Somit werden hier auch eigenkulturelle Paradigmen verwendet. Die Verständigung über die Bedeutungen ist dabei die erste Voraussetzung für die Kommunikation. Missverständnisse entstehen dabei durch die zeitlichen Prozesse des Wortgebrauchs sowie durch die Festlegung des Wortschatzes in Wörterbüchern. Solche werden als semantisch bedingte Störungen bezeichnet. Auch Konflikte können durch sprachliche Missverständnisse entstehen. Schuld daran ist meist ein kulturspezifischer Wortgebrauch. Auch eine funktionale Betrachtungsweise der Semantik ist möglich. Dabei steht die Verbindung zwischen Sprache und Denken im Fokus. In diesem Zusammenhang werden drei Signifikanzaspekte der semantischen Theorie unterschieden. Dazu gehören die informationelle Signifikanz, die kognitive Signifikanz und die pragmatische Signifikanz. Sprache und Denken werden innerhalb der Semantik durch die kognitive Signifikanz beschrieben. Eine sprachliche Mitteilung wird dabei als etwas erklärt, das nur verstanden werden kann, wenn beim Empfänger gedankliche Strukturen wiedererkannt werden. Als informationelle Signifikanz oder auch referenzielle Theorie wird die Beziehung zwischen dem sprachlichen Zeichen und seinem Referenten bezeichnet. Immer geht es dabei um eine mögliche Welt. Daneben stellt die pragmatische Signifikanz eine Beziehung zwischen der linguistischen Bedeutung einer Äußerung und deren Bedeutung innerhalb einer Situation dar. Mit diesem sprachwissenschaftlichen Gegenstand beschäftigt sich auch die Pragmatik. Da es in der Semantik häufig um Beziehungen geht, lohnt es sich mit dieser Thematik genauer auseinanderzusetzen. Antonyme, Homonyme, Polyseme und Synonyme gehören dazu. Antonyme beschreiben dabei zwei sprachliche Zeichen oder Wörter, die gegensätzliche Bedeutungen aufweisen. Homonyme entgegen sind Wörter, die verschiedene Begriffe bezeichnen. Sehr ähnlich ist der sprachliche Fall der Polysemie, der manchmal nicht von der Homosymie unterschieden werden kann. Genau betrachtet, bedeutet der Begriff Polysemie jedoch Bedeutungsvielfalt. Ein Synonym ist dabei ein Wort, das die gleiche Bedeutung wie ein andere hat. Oftmals werden Synonyme eingesetzt, um einen Text von Wortwiederholungen zu befreien. Zudem werden die dynamischen Semantik und die statischen Bedeutungstheorie unterschieden. Gemeint ist damit die Bedeutung der Einheit in einer systemtheoretischen Hinsicht. Somit entsteht eine Aktualisierung, die auch als update function bezeichnet wird. Dadurch wird ein Systemzustand noch vor der Äußerung dieser Einheit, eines Wortes oder eines Satzes, in einen neuen Systemzustand oder auch Kontext umgewandelt. Allgemein besteht die Sprachwissenschaft seit über zweitausend Jahren. Sie beschäftigte sich schon damals mit der Beschreibung und Erklärung von sprachlichen Zeichen und Phänomenen. Dabei stand die theoretische Behandlung der Sprache im Vordergrund. Somit musste sich auch die Semantik immer wieder weiter entwickeln. Hinzu kamen die praktischen Anwendungen sprachwissenschaftlicher Erkenntnisse. Es entstanden unterschiedliche Fragestellungen, die auch heute noch in verschiedene Fachbereiche einfließen. Sprachtherapeuten nutzen sie genauso wie Lehrer und auch Menschen, die sich mit der Kommunikation im Internet oder dem Computer beschäftigen, dienen diese sprachlichen Modelle. Die Semantik baut weiterhin auf der Sigmatik auf, die Daten eine Bedeutung zuschreibt. Erst dann, wenn den Daten eine Bedeutung zugeschrieben wurde, kann eine Nachricht entstehen.



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