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Social Media Optimization Begriffserklärung und Definition

social-media-optimizationAls Social Media Optimization bezeichnet man die Optimierung der eigenen Webseite, sodass diese einfacher und öfter von Social-Media-Diensten, wie Blogs, sozialen Netzwerken und Videoportalen, aufgenommen werden kann. Die Grundidee ist dabei ähnlich wie bei der Suchmaschinenoptimierung, wo die Seite darauf ausgerichtet wird, durch bestimmte Schlüsselwörter, besser von Suchmaschinen gefunden zu werden. Das Ziel bei beiden ist es, mehr Internet Traffic für die eigene Homepage zu generieren. Im Unterschied zur Suchmaschinenoptimierung werden bei der Social Media Optimization vor allem die Inhalte und das Angebot so angepasst, dass die Besucher es einfach und unkompliziert auf ihren sozialen Netzwerken teilen und verbreiten können. Auch das Social Media Marketing weist Ähnlichkeiten zur Social Media Optimization auf. Dieses ist jedoch primär für die Außenwirkung verantwortlich und konzentriert sich auf die Darstellung in den sozialen Netzwerken. Das Social Media Optimization ist dagegen nur auf die Verbesserung und Anpassung der eigenen Seite ausgerichtet. Die Social Media Optimization wird besonders vor dem Hintergrund der neuen Ausrichtung von Suchmaschinen immer wichtiger. Diese beziehen für ihre Rankings nun vermehr die Aktivität von sozialen Netzwerken in ihre Kriterien mit ein. Daher ist eine reine Suchmaschinenoptimierung nicht mehr ausreichend für eine obere Platzierung in den Rankings. Die Optimierung der eigenen Seite für soziale Netzwerke hat auch den Effekt, dass das Unternehmen positiv wahrgenommen wird. Social Media und deren Einsatz gelten als fortschrittlich und Unternehmen, die es erfolgreich schaffen die Netzwerke einzubinden, gelten als zeitgemäß und aufgeschlossen. Zusätzlich bieten sie den Kunden bessere Möglichkeiten, um ihre Meinung zu äußern. Dies gestaltet sich meist positiv, da ein Klick auf den Like-Button schneller und einfacher ist als ein negativer Bericht.

Die fünf Regeln der Social Media Optimization

2010 erstellte Rohit Bhargava fünf Regeln, nach denen Social Media Optimization erfolgen sollte. Sie ersetzen Bhargavas eigene erste fünf Regeln von 2006 und gelten als allgemein anerkannt.
Die erste Regel lautet, dass es vor allem wichtig ist, begeisternde Inhalte zu erschaffen. Diese müssen aktuell und nachhaltig sein und sollten dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Dabei ist es irrelevant ob es sich um Unterhaltung oder Informationen handelt. Wichtig ist besonders, dass schon die Titel oder Überschriften Aufmerksamkeit erregen. Nur so werden Internetuser richtig geködert und zum Lesen oder Schauen animiert.
Der Kern und damit der wichtigste Bestandteil der Social Media Optimization stellt Regel zwei dar. Sie formuliert das Ziel, dass das Teilen der Inhalte so viel wie möglich erleichtert werden muss. Dies kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass auf der Seite ein Share- oder Like-Button integriert wird. Auch eine Kommentarfunktion ist möglich, bei der die Leser mit den Accounts ihrer sozialen Netzwerke Kommentare abgegeben können und diese auch gleichzeitig auf den Social-Media-Plattformen erscheinen. Zusätzlich sollten gute und beschreibende Tags genutzt werden. Dadurch landen die Inhalte in Social Media Bookmarking Diensten weit oben und werden vermehrt angeklickt. Den Eintrag bei diesen Diensten kann man selbst übernehmen, das garantiert, dass man die Tags selbst festlegen kann.
Die dritte Regel besagt, dass die Nutzer für besonders aktives Verhalten belohnt werden sollten. Daher sollte man Anreize schaffen, die dazu führen, dass viele Menschen sich aktiv betätigen. So bindet man die Nutzerschaft langfristig und bekommt selbst einen echten Mehrwert. Aber auch der Betreiber der Seite muss engagiert sein. Auf Probleme und Fragen der Kunden zu reagieren, kann ebenfalls als Belohnung funktionieren. Es zeigt den Nutzern, dass sie für eine aktive Nutzung mit kompetenter Beratung und Hilfe belohnt werden und animiert andere dazu ebenfalls über die bereits genutzten Kanäle zu interagieren.
Die vierte Regel ist ebenfalls sehr wichtig. Die Seitenbetreiber sollen selbst die sozialen Netzwerke nutzen und ihre Inhalte teilen. Es ist nicht ausreichend sich nur darauf zu verlassen, dass die Nutzer als Verteiler agieren. Man muss selbst auf den Plattformen aktiv werden und seine Inhalte so bewerben. Erneut spielt hier das Intervall eine wichtige Rolle. Wer oft und aktuell seine Inhalte teilt, zeigt den Internetusern, dass er engagiert ist, und baut so Vertrauen auf. Zusätzlich bietet sich auch die Nutzung von RSS-Feeds an, um noch mehr Menschen zu erreichen.
Die letzte Regel beschäftigt sich mit Mashups. Dabei handelt es sich um seine besondere Form der Erstellung von Inhalten, bei der bereits vorhandene Dinge genutzt werden und aus einer dieser Kombination neue Inhalte geschaffen werden. Ähnlich wie bei einer Bildcollage werden hier aus Texten, Musik, Daten, Bildern, Tönen oder Videos neue Webinhalte geschaffen. Für Seitenbetreiber kann es hilfreich sein, wenn man Menschen dazu ermutigt, die eigenen Inhalte für Mashups zu nutzen. So erfahren diese eine größere Verbreitung und es kommen eventuell Menschen in Kontakt mit ihnen, die bisher noch nichts von der Webseite und dem Angebot wussten. Dazu ist natürlich immer eine korrekte Quellenangabe nötig, andernfalls hat man selbst keinen Mehrwert von Mashups. Hier können ebenfalls wieder RSS-Feeds eine Rolle spielen, die eine Möglichkeit darstellen, um Menschen die eigenen Inhalte bereitzustellen.

Risiken und Probleme

Die genannten RSS-Feeds können jedoch gleichzeitig zu einem Problem werden. Auch wenn Social Media Optimization im Normalfall keinen Spam produziert, kann es sein, dass die Verbreitung über RSS für viele Menschen zu einer ungewollten Werbung und damit zu einem Ärgernis wird. Je nachdem wie die eigene Strategie ausgerichtet ist, spielt diese eine Rolle bei der Lösung des Problems. Wenn man gezielt Werbung über RSS-Feeds machen möchte, nimmt man eventuelle negative Meinung in Kauf. Alternativ sollten die Feeds nur gezielt und mit Bedacht eingesetzt werden.
Generell können negative Meinungen sich als ein größeres Problem herausstellen. Kanäle, die zur Verbreitung von positiven Nachrichten eingesetzt werden, sind ebenso für das Gegenteil nutzbar. Kunden, die unzufrieden mit den Produkten sind, können schnell und einfach ihre Meinung veröffentlichen und eventuell sogar beleidigend werden. Vor allem wenn es ein größeres Problem gibt und viele Nutzer ihre negative Meinung abgeben wollen, sind die Homepages und Social-Media-Accounts oft der erste Anlaufpunkt. Hier müssen Unternehmen schnell und doch mit Bedacht reagieren, sonst droht ein ernstes PR-Problem.
Risiken verbergen sich zudem bei der Förderung von Mashups. Durch die einfache Weitergabe seiner Inhalte können diese schnell missbraucht werden und zu ungewollten Ergebnissen führen. Aber auch die Nutzung der eigenen Inhalte ohne die Angabe von Quellen ist ein Problem. Hier sind Kontrollen und genaue Lizenzvergaben wichtig. Die jedoch mit der wachsenden Menge an Inhalten zu einem immer größeren Aufwand führt.



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