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W3C Begriffserklärung und Definition

Mit der Veröffentlichung und weltweiten Nutzbarkeit des World Wide Web hatte der Entwickler Tim Berners-Lee zunächst eine Möglichkeit für Wissenschaftler geschaffen, schneller Dokumente und Ergebnisse austauschen zu können. Die Veröffentlichung des WWW stellte allerdings erst den Anfang einer Entwicklung dar, an deren Punkt heute das WWW nicht mehr aus dem Leben der Menschen wegzudenken ist. Dass es so weit kommen konnte, ist auch dem World Wide Web Consortium (W3C) zu verdanken, das seit seiner Gründung 1994 darauf bedacht war, technische Spezifikationen und Richtlinien für das neu geschaffene Netzwerk zu entwickeln und das WWW noch effizienter und besser zu machen.

Die Gründung am MIT

Am 1. Oktober 1994, rund ein Jahr nach dem Durchbruch des World Wide Web, wurde am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge das World Wide Web Consortium durch Tim Berners-Lee gegründet. Berners-Lee ist noch heute der Direktor des W3C.
Gegründet wurde das W3C als internationales Industriekonsortium. Anlass dieser Gründung als Mitgliedsorganisation war der Wunsch vieler Unternehmen und Forschungseinrichtungen nach einer Netzwerk-Infrastruktur, die auf internationalen Standards aufgebaut sein sollte. Ergebnisse der Arbeitsgruppen, die vor Gründung des W3C an Standards arbeiteten, waren nicht brauchbar. Das WWW drohte, trotz einer Vielzahl von neuen Browsern inkonsistent und nutzlos zu werden. Berners-Lee bevorzugte anstelle dieser Arbeitsgruppen lieber eine Organisation, die die Weiterentwicklung des WWW konsequent vorantrieb und koordinierte. Mit einer solchen Organisation sollte auch verhindert werden, dass der globale Charakter des WWW geopfert wurde, um kommerzielle oder akademische Teillösungen zu erhalten. Mit Unterstützung des Europäischen Kernforschungszentrums CERN, der Europäischen Kommission und der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency), einer Behörde des US-Verteidigungsministeriums, wurde das W3C ins Leben gerufen.
Neben der Zentrale in den USA betreibt das W3C mittlerweile siebzehn offizielle Büros unter anderem auch in Deutschland und Österreich. Eine Mitgliedschaft im Konsortium ist für jede Art von Organisation möglich. Dies gilt für Wirtschaftsunternehmen genauso wie für Forschungseinrichtungen, Universitäten, gemeinnützige Verbände oder Regierungsorganisationen. Jedes der derzeit über 350 Mitgliedsorganisationen aus 28 Ländern hat die Möglichkeit, Mitarbeiter in die Arbeitsgruppen zu entsenden, und das Recht, Vorschläge für Entwicklungsprozesse einzureichen und im beratenden Ausschuss des W3C vertreten zu sein.

Prozessabläufe im W3C

Die Entwicklung von Spezifikationen und Standards läuft im W3C nach klar definierten Prozessen ab. Transparenz und maximaler Konsens sind neben Fairness und Ansprechbarkeit oberste Maxime der Arbeit. Mitarbeiter der Mitgliedsorganisationen und die Öffentlichkeit können an diesen Prozessen teilhaben. Workshops bilden die Grundlage für Prozesse und neue Aktivitäten. In diesen Workshops können sich interessierte Mitglieder zusammenfinden, um über mögliche Techniken zu diskutieren. Gleichzeitig wird der Kontakt zu anderen Organisationen gesucht, die ebenfalls an der Entwicklung von Web-Standards arbeiten. Eine effiziente Kommunikation mit anderen Organisationen wird angestrebt, um zeitnah Neuentwicklungen zu veröffentlichen.
50 bis 60 ständige Mitarbeiter, vornehmlich Forscher und Ingenieure, leiten im W3C Team die Prozesse und organisieren die Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen. Diese Mitarbeiter sind im Normalfall bei den drei gastgebenden Organisationen – Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, Keio Universität in Japan und European Research Consortium for Informatics and Mathematics – angestellt.
Eine wichtige Institution innerhalb des W3C ist das W3C Advisory Board. Dieses Board hat nur beratende Funktion und unterstützt beispielsweise in Rechtsangelegenheiten, bei der Lösung von Konflikten oder Strategiefragen. Eine wichtige Aufgabe des Boards besteht auch in der Weiterentwicklung des öffentlich zugänglichen W3C Prozessdokumentes, das alle Prozessabläufe regelt.
Die W3C Technical Architecture Group (TAG) beschäftigt sich mit der Web-Architektur. In dieser Gruppe werden technische Aspekte der Web-Architektur aufgegriffen und neue Prinzipien erarbeitet.
Ein wesentlicher Baustein der Prozesse ist die Patentpolitik für Patente, die bei der Entwicklung von Web-Standards eine maßgebliche Rolle spielen. Ziel ist es, dass die Standards und Empfehlungen Patent-gebührenfrei implementiert werden können.

Entwicklung von Standards

ISO-Normen können vom W3C nicht festgelegt werden. Das W3C ist keine zwischenstaatlich anerkannte Körperschaft. Nichtsdestotrotz sind die vom W3C entwickelten und festgelegten Standards geeignet, die Grundlage für ISO-Normen zu bilden. Beispielhaft sei das entwickelte XML genannt. Diese Gesamtsituation führt dazu, dass das W3C selbst von Empfehlungen, also Recommendations, spricht. Gleichwohl ist das W3C bemüht, Versetzungsprozesse, zum Beispiel „Fast Track“ zu nutzen, damit Standards, die grundsätzlich frei von Patentgebühren sind, nachhaltig erhalten werden können.
Die Entwicklungsprozesse für W3C-Empfehlungen sind im Regelfall gleich aufgebaut. Zunächst erfolgt ein Arbeitsentwurf (Working Draft). In dieser Stufe besteht für Mitglieder und die Öffentlichkeit die Möglichkeit, den Entwurf zu kommentieren. Ist dieser Arbeitsentwurf fertiggestellt, wird ein letzter Aufruf gestartet (Last Call Working Draft). Ist dieser Zeitpunkt vorbei, ist keine Kommentierung des Arbeitsentwurfes mehr möglich. In der nächsten Arbeitsstufe wird der Empfehlungskandidat (Candidate Recommendation) vorgestellt. Die Arbeitsgruppe wird beim Empfehlungskandidaten schon Implementierungen der Technologie vornehmen. Erfahrungen dieser Arbeitsstufe werden gesammelt und dokumentiert. Der Empfehlungskandidat wird schlussendlich zum Empfehlungsvorschlag (Proposed Recommendation). Dieser Vorschlag wird dem beratenden Ausschuss zur Abstimmung durch die Mitglieder übergeben. Erst, wenn die Zustimmung vorliegt, ist eine neue Empfehlung geboren.
Immer wieder können Berichtigungen der Empfehlung erfolgen, die Entscheidung gefasst werden, dass eine Empfehlung wieder eine vorherige Stufe bis hin zum Arbeitsentwurf durchlaufen muss oder Empfehlungen zur Überarbeitung zurückgestellt werden. Alle Dokumentationen dieser Stufen sind ständig online nachzulesen. Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind sehr wichtig.
Eine neu entwickelte oder überarbeitete Empfehlung ist allerdings nur als Instruktion zu verstehen. Mithilfe dieser Instruktion kann eine bestimmte Technologie erfolgreich und nach gültigen internationalen Standards implementiert werden.
Zu den bekanntesten der bisher über 80 Empfehlungen, die das W3C ausgesprochen hat, gehören die Web-Auszeichnungssprache HTML (Hypertext Markup Language), die Weiterentwicklung XML (Extensible Markup Language) und die beschreibende Ergänzungssprache CSS (Cascading Style Sheets). Jeder Webdesigner wird mit diesen Empfehlungen und den hieraus resultierenden Standards täglich konfrontiert.

Ziele des W3C

Die Herausforderungen, die das WWW von heute an die Entwicklungen stellt, sind größer, als noch vor fünf oder zehn Jahren. Oberstes Ziel des W3C ist es daher, das WWW für jeden zugänglich zu machen. Hierbei darf es keine Rolle spielen, welches Endgerät für den Zugang zum WWW genutzt wird, welche Kultur oder Sprache der Nutzer hat oder welche geistigen Fähigkeiten der Nutzer mitbringt. Gerade die Endgeräte-Thematik ist besonders wichtig. Es muss von jedem Endgerät gleich einfach sein, das Web zu nutzen.
Die Entwicklung der Technologien, beispielsweise HTML zu XML, führt dazu, dass immer neue Inhalte für den Nutzer bereitgestellt werden können. Damit Nutzer überall auf der Welt diese Inhalte verwenden können, arbeitet das W3C auch an der Internationalisierung des WWW. Hierzu gehört beispielsweise die Vielsprachigkeit der Dokumente, aber auch, Webtechnologien in Entwicklungsländern möglich zu machen.
Gleichzeitig soll das Web nicht nur als Informations- und Kommunikationssystem gesehen werden, sondern auch als die Möglichkeit, Arbeitsabläufe zu ermöglichen und zu vereinfachen. Das Web als Hilfe für Problemlösungen, die bisher wegen ihrer Komplexität nicht bearbeitet werden konnten. Dies ist ein weiteres zentrales Ziel.
Genauso, wie Fairness, Transparenz und Nachvollziehbarkeit in den Entwicklungsprozessen eine große Rolle spielt, sind Sicherheit und Vertrauen im Web ein großes Anliegen für die Menschen hinter W3C. Ein wichtiges und langfristiges Ziel des W3C-Konsortiums liegt in Technologien, die nicht nur ein verstärktes gemeinschaftliches Miteinander fördern, sondern auch ein stetig wachsendes Vertrauen verbunden mit Verantwortungsbewusstsein möglich machen.



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