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Warez Begriffserklärung und Definition

warezUnter Warez versteht man illegal verbreitetes, urheberrechtlich geschütztes Material, das über Computernetzwerke verteilt wird. Es handelt sich dabei vor allem um Software, Filme, E-Books oder Musik, die teilweise noch vor ihrem offiziellen Erscheinungsdatum veröffentlicht werden. Ein umfangreiches und mitunter über Jahre oder gar Jahrzehnte aufgebautes Netzwerk sorgt für die Verbreitung vom ursprünglichen Kopierer bis zu den einzelnen Nutzern. Heute wird dafür in erster Linie das Internet verwendet, früher dienten stationäre Computer diesem Zweck, die über eine Telefonleitung angewählt werden konnten (BBS). Hinter einer Veröffentlichung (Release) stehen sowohl Privatpersonen als auch ganze Gruppen von Gleichgesinnten, die in einem mehr oder weniger losen Zusammenschluss agieren. Ein Release wird in der Regel mit einer Textdatei versehen (NFO), die den Urheber nennt und weitere Informationen wie z. B. das Datum, den Inhalt, die Komprimierung und technische Details sowie Grüße, Bemerkungen und teilweise auch sarkastische Bemerkungen enthält. Abhängig von der Art werden weiterführende Angaben gemacht, bei einer Software sind das z. B. die Art und Weise der Installation, Registriernummer, Software-Key vorgenommene Änderungen oder das Umgehen des Kopierschutzes, bei Filmen die Quelle, der Inhalt, Schauspieler und Regisseur sowie ein Link auf eine Filmdatenbank im Internet. Große Release-Gruppen versuchen häufig, sich in der Geschwindigkeit und Qualität gegenseitig zu übertreffen, um den eigenen Namen bekannt zu machen. Das führt mitunter auch dazu, dass mangelhaftes Material veröffentlicht wird, was andere Gruppen zu Spott oder zur Platzierung eigener Verbesserungen nutzen. Ein großer Teil der Warez wird kostenlos an den Endverbraucher abgegeben, Einnahmen werden über andere Wege generiert. Dazu zählt meistens intensive Werbung, die häufig pornografischen Inhalt hat, aber auch die Vermittlung von bezahlten Zugängen zu diversen Varianten des Downloads. Sharehoster wie die vom FBI beschlagnahmte Internetseite Megaupload wurden massiv zum Verteilen von Warez benutzt und belohnten ihre Mitglieder für die Werbung neuer Kunden mit Geld- oder Sachprämien. Deswegen und wegen einer nachlässigen Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen wurde ihnen vonseiten der betroffenen Medienunternehmen eine Anstiftung oder gar Mittäterschaft vorgeworfen. Diese Vorwürfe führten letztendlich auch zur Schließung und Beschlagnahme der größten Plattform Megaupload. Darüber hinaus werden Warez jedoch auch auf andere Weisen verbreitet. Vor allem Peer-To-Peer-Netzwerke, die auch unter dem technisch nicht korrekten Namen Dateibörsen bekannt sind, erfreuen sich seit knapp 15 Jahren einer dauerhaften Beliebtheit, haben jedoch wegen eines gestiegenen Verfolgungsdrucks an Bedeutung nachgelassen. Ähnlich sieht es mit Servern aus, die entweder speziell zum Verteilen angemietet werden, oder zu denen sich die Verbreiter illegal Zutritt verschafft haben.

Die Warez-Szene und die Bedeutung von Releasegruppen

Mit der Verbreitung privat genutzter Computer entstand auch zeitgleich ein schwarzer Markt, auf dem illegale Kopien gehandelt wurden. Diese anfangs häufig als „Sicherheitskopie“ getarnten Fälschungen wurden zuerst noch offen verkauft und getauscht, später verlagerte sich das Tätigkeitsfeld zunehmend in computergestützte Netzwerke. Spätestens mit dem Aufkommen des Internets wurden Warez für die Produzenten von urheberrechtlich geschütztem Material zu einem großen Problem, da der Zugriff, der vorher auf verhältnismäßig kleine Kreise beschränkt gewesen war, nun weltweit und von jedem mit dem Internet verbundenen Computer erfolgen konnte. Auch das Spektrum der angebotenen Artikel erweiterte sich kontinuierlich, so war in den frühen Jahren fast ausschließlich Software, später auch Musik und schließlich Filme und Bücher betroffen. Hinter den Urhebern dieser massiven Rechtsverletzungen, die zunächst kaum geahndet wurden, standen sowohl Idealisten als auch Händler, die ohne große Investitionen an dem Erfolg und der Arbeit der Rechteinhaber mitverdienten. Aus diesen beiden Kreisen entstanden die ersten Releasegruppen, die gegenseitig um die Aufmerksamkeit und das Vertrauen der Endverbraucher konkurrierten, denn eine exklusive Erstveröffentlichung schaffte nicht nur Publizität, sondern konnte auch unter den richtigen Umständen immense Gewinne einbringen. Andere Gruppen betonen wiederum den Wettkampfcharakter und propagieren ihr Tun als eine Art illegalen Sport, bei dem es darum geht, schneller und besser als die anderen Vereinigungen seine Fähigkeiten unter Beweis stellen zu können. Release-Gruppen sind in der Regel hierarchisch organisiert und gehen in einer strikten Aufgabenteilung vor. Einzelne Mitglieder sind für die Beschaffung des Materials zuständig, andere übernehmen technische Aufgaben wie das Kodieren von Filmen oder das Entfernen des Kopierschutzes und wieder andere verbreiten die daraus entstandenen Releases in der Szene weiter, von wo sie dann an Betreiber von Webseiten und Downloadangeboten verteilt werden. Bei anderen Tätern handelt es sich auch um lose Zusammenschlüsse von Gleichgesinnten, die Zeit und Arbeit in die Kopie seltener Werke investieren oder am heimischen PC Filme erweitern, neu schneiden, ergänzen oder mit einer anderssprachigen Tonspur versehen. Diese lehnen oft jedes kommerzielle Interesse ab und betrachten ihre Tätigkeit als einen Freizeitvertreib, ohne sich um dabei um die strafrechtlichen Verbote oder etwaigen Folgen zu kümmern. Gerade alte Filme und bekannte Blockbuster älterer Jahrgänge sind hiervon betroffen, oft wird in diesem Zusammenhang nicht vollkommen unbegründet darauf verwiesen, dass es für diese Produkte schon seit längerer Zeit keine offiziellen Vertriebswege mehr gäbe, da die Rechteinhaber entweder Konkurs gegangen seien oder mangels finanziellen Interesses keinerlei weitere Veröffentlichungen vornehmen würden.

Die Verteilung von Warez über das Internet und auf dem Schwarzmarkt

Auch bei der Verteilung von Warez sind verschiedene Strukturen auszumachen, die sich nur in Teilen kommerzialisiert haben. Sie reichen von geschlossenen Plattformen im Internet bis hin zum offenen Handel auf virtuellen und reellen Marktplätzen. Bei professionellen Releases großer Gruppen erfolgt die erste Veröffentlichung über eigene, geheim gehaltene Server, auf die nur Eingeweihte Zugriff erhalten. Manche davon werden kommerziell betrieben, andere rufen ihre Mitglieder zu Spenden auf oder verwenden illegale Zugänge zu unzureichend abgesicherten Rechenzentren großer Unternehmen. Über Zwischenstationen erreichen die Warez schließlich die Öffentlichkeit und werden entweder direkt aus dem Internet heruntergeladen oder von kleinen Händlern und Privatpersonen auf digitale Medien – in der Regel CDs, DVDs oder Blu-rays – gespeichert. Das sind teilweise einfache Kopien, die in Ländern mit einem geringen Verfolgungsdruck auf Straßenmärkten verkauft werden, können jedoch ebenso aufwendig gestaltete und professionell verpackte Ware sein. In Deutschland werden vor allem solche unauffälligen und rein optisch kein Misstrauen erregenden Kopien unter dem Begriff Bootleg auf Film- und Musikbörsen sowie auf Auktionshäusern im Internet angeboten. Mitunter sind diese Bootlegs qualitativ so hochwertig, dass sie für einen Laien nicht von autorisierter Ware zu unterscheiden sind. Einige von ihnen haben sogar unter Sammlern einen höheren Wert als ebenfalls legal zu erwerbende Originale desselben Inhalts. Ein weiterer großer Teil wird über Filesharing-Dienste in den Umlauf gebracht und zirkuliert auf diese Weise dezentral. Besonders Programme werden hier allerdings häufig vorsätzlich manipuliert und mit Viren oder Trojanern präpariert, um auf diesem Weg private Computer unter Kontrolle zu bringen und für eigene, in der Regel kriminelle Zwecke zu nutzen. Das hat dazu geführt, dass manche Release-Gruppen Prüfsummen ihrer Programme veröffentlichen, die eine solche nachträgliche Veränderung überprüfbar machen sollen. In der ersten Dekade nach der Jahrtausendwende wurden zusätzlich große Mengen an gefälschten Datenträgern über den Postweg aus einschlägig bekannten Ländern wie China, Russland oder Thailand sowie aus der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong verschickt – die gestiegene Aufmerksamkeit der europäischen Zollbehörden sowie der gewachsene Verfolgungsdruck und die schnelle Anbindung über DSL und Kabel haben diesen Vertriebsweg jedoch nahezu verschwinden lassen. Er spielt heute nur noch für einige seltene, auf anderem Wege kaum noch erhältliche Filme eine Rolle und wird fast ausschließlich von privaten Sammlern verwendet. In anderen Bereichen und gerade bei den illegalen Downloads hat die Zahl stattdessen stetig zugenommen, was auch an der immer weiter fortschreitenden Verbreitung schneller Internetanschlüsse außerhalb Europas liegt. Gerade in den Schwellenländern herrscht in Bezug auf Warez weder ein Unrechtsbewusstsein noch ein Interesse an der Strafverfolgung, die sich höchstens auf große Fälscherringe oder spektakuläre Einzelaktionen beschränkt.



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