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Widget Begriffserklärung und Definition

widgetBei Widgets handelt es sich um Objekte auf grafischen Benutzeroberflächen. Ein solches Widget besteht grundsätzlich aus einem sichtbaren Bereich – dem Fenster – innerhalb dessen per Maus oder Tastatur Aktionen ausgeführt werden können und andererseits aus dem nicht sichtbaren Bereich, der über bestimmte Operationen den sichtbaren Anwenderbereich adaptieren kann und Speicherungen vornimmt. Im Gegensatz zu Apps sind Widgets immer in ein bestimmtes Fenstersystem integriert und verwenden die vom System bereitgestellten Dienste und Fenster um mit dem Anwender oder anderen Widgets zu interagieren. Darüber hinaus können Widgets in der Regel nicht als selbstständige Programme innerhalb eines Betriebssystems ausgeführt werden. Daher ist es notwendig, dass sie auf diverse Grundfunktionen und andere Ressourcen über eine Programmierschnitstelle zugreifen können. Erstmals verwendet wurden Widgets im Rahmen des Projekts Athena. Dabei handelte es sich um ein Projekt, dass zwischen 1983 und 1991 durchgeführt wurde und darauf ausgelegt war, eine über einen gesamten Universitätscampus verteilte Rechnerumgebung zu schaffen, die als Infrastruktur für Ausbildungszwecke dienen sollte. Das Athena-Projekt stellt damit einen wichtigen Schritt im Voranschreiten der Netzwerktechnologie dar und beeinflusste zahlreiche weiter Entwicklungen in diesem Bereich. Als die ersten benutzerfreundlichen WWW-Browser auf den Markt kamen, erlangten Widgets zunehmend an Bedeutung und werden mittlerweile für verschiedenste Anwendungsgebiete und Technologien genutzt. Daher sind heutzutage auch bereits fast alle Betriebssysteme, beziehungsweise grafischen Benutzeroberflächen in der Lage, Widget-Anwendungen zu unterstützen und benötigen diese oftmals sogar um überhaupt funktionieren zu können. Abgesehen von den klassischen Widgets, die für einzelne Betriebssysteme entwickelt wurden, finden Widgets mittlerweile auch Gebrauch in Form von zahlreichen einfachen Webanwendungen, die maßgeblich zur Verbreitung des Web 2.0 beigetragen haben. Viele dieser Online- oder Web-Widgets können mittels spezieller Engines außerdem auch für den lokalen Desktop verwendet werden.

Die unterschiedlichen Arten von Widgets

Da der Begriff Widget und die Programmiertechnik bereits seit den 80er Jahren existieren, wurde diese Technologie schon in einer Vielzahl an Anwendungsgebieten verwendet. Bei einem GUI Widget handelt es sich um einen Teil einer grafischen Benutzeroberfläche, die dem Anwender gestattet, die Erscheinung bestimmter Elemente zu kontrollieren oder zu verändern um eine Software-Anwendung auszuführen. In diesem Kontext kann der Begriff Widget unter anderem ein generisches GUI Element beschreiben, beispielsweise eine Check-Box, oder aber auch eine benutzerspezifische Ansammlung solcher Elemente, die für eine bestimmte Funktion oder Anwendung benutzt wird (z.B. Dialog-Fenster). Sogenannte Disclosure Widgets stellen wiederum einen speziellen Typ dar, der vom Benutzer sowohl ausgeblendet, als auch vergrößert werden kann. Ein Desktop Widget ist grundsätzlich ein GUI Widget, welches aber auf einem Computer-Desktop verwendet wird und den Benutzern gestattet, einfache Anwendungen wie Uhren, Nachrichtendienste oder Kalender zu verwenden. Mobile Widgets stellen eine vergleichbare Variante dar, die allerdings auf mobile Endgeräte – allen voran Smartphones – ausgelegt sind. Eine weitere Gruppe sind außerdem die Web Widgets. Dabei handelt es sich um portable Anwendungen, die in der Regel auf HTML-basierten Webseiten installiert und ausgeführt werden. Solche Widgets werden vor allem für Shopping-Anwendungen, Werbung, Videos oder andere einfache Funktionen verwendet und meist von Drittherstellern programmiert. Zur Entwicklung neuer Widgets verwenden die meisten Entwickler ein eigenes Widget Toolkit, welches ein Set von Werkzeugen darstellt um die Erstellung von Elementen einer Benutzerschnittstelle zu erleichtern.

Widget Engines

Das Widget Model, wie es in entsprechenden Engines verwendet wird, stellt eine enorme Erleichterung für Entwickler dar. Die meisten dieser Widgets können mittels einiger weniger Bilder und zwischen 10 bis einigen hundert Zeilen Programmcode erstellt werden. Ein einzelnes Host-Software-System, beispielsweise ein Web-Browser, verarbeitet alle geladenen Widgets und erlaubt damit, dass unterschiedliche Desktop Widgets so entwickelt werden, dass sie bestimmte Ressourcen und Codes miteinander teilen. Eine Widget Engine ist allerdings kein Widget Toolkit und sollte nicht mit einem solchen verwechselt werden. Toolkits werden vor allem von Entwicklern verwendet, die sich mit GUI Widgets beschäftigen und dadurch mehrere Widgets miteinander kombinieren, um eine einzelne Anwendung zu erstellen. Ein Widget innerhalb eines Toolkits ermöglicht lediglich einzelne, sehr einfache Interaktionen, ist aber in der Lage mit anderen Widgets aus dem Toolkit zu kommunizieren. Darüber hinaus sind Widget Engines, wie zum Beispiel Desktop Widgets oder Web Widgets, generell auf Endbenutzer ausgelegt. Diese funktionieren selbstständig und sind aufgabenorientierte Applikationen, die aus mehreren, in Beziehung stehenden Interaktionen bestehen können.

Web und Mobile Widgets

Die meisten mobilen Widgets verhalten sich genauso wie Desktop Widgets, mit dem Unterschied, dass sie auf mobile Endgeräte ausgelegt sind. Mobile Widgets können hervorragend dazu beitragen, den Platz auf dem Bildschirm maximal auszunutzen und sind aus diesem Grund vor allem dazu geeignet, datenintensive Live-Anwendungen auf dem Home-Screen von Smartphones darzustellen. Zwar existieren verschiedene Java-basierte Mobile Widgets, allerdings ist es vergleichsweise schwierig für diese Engines, Widgets auf dem Startbildschirm des Telefons darzustellen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass es bisher kaum standardisierte APIs für Java gibt, die eine Kontrolle des Home-Screen ermöglichen. Darüber hinaus sind aber auch mehrere AJAX-basierte, native Widget-Plattformen auf Mobilgeräten verfügbar. Die Ursache für die zunehmende Verbreitung von Mobile Widgets auf Handys ist dabei relativ einfach zu erklären: Während Widgets im Internet vor allem eine praktische und einfache Alternative ermöglichen, sind sie im Mobilfunkbereich beinahe unumgänglich geworden, da Smartphones aufgrund ihrer vergleichsweise kleinen Bildschirme selbst professionelle Entwickler vor enorme Herausforderungen stellen. Sich auf solch einem kleinen Screen durch große Mengen an Informationen durchzukämpfen ist nicht nur unpraktisch, es ist mehr oder weniger unmöglich. Eine der größten Schwierigkeiten bei der Entwicklung von Widgets ist die Notwendigkeit, eine Reihe von Computercodes für ein und dasselbe Widget zu schreiben. Dies ist aber in aller Regel erforderlich um die Kompatibilität des Widgets mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Endgeräten sicherzustellen. Die meisten Firmen, die sich mit der Entwicklung neuer Mobile Widgets beschäftigen, evaluieren die geplanten Applikationen daher anhand von vier verschiedenen Kriterien: das Geschäftsmodell, das Vertriebsmodell, die serverseitige Anwendungsumgebung und die Laufzeitumgebung. Selbstverständlich können auch Web-Browser als Infrastruktur für Widget Engines dienen. Da das Internet keine explizite, aktive Interaktion des Benutzers erfordert, um neue Code-Ausschnitte zu installieren, eignet es sich als hervorragende und maßgeschneiderte Umgebung für die Verbreitung von Widgets. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben Web Widgets auch ein enormes kommerzielles Interesse hervorgerufen. Vor allem das Potential von Web Widgets als Marketing-Kanal wird sehr hoch eingestuft, da sie einerseits Interaktivität ermöglichen, andererseits aber auch eine virale Verbreitung über soziale Netzwerke möglich ist. Das erste bekannte Web Widget wurde bereits im Jahr 1997 vorgestellt und stelle eine Spieleanwendung dar, die von der zur damaligen Zeit führenden Online-Gaming-Webseite entwickelt wurde. Dieses Widget wurde auf über 35.000 verschiedenen Internetseiten verbreitet und sowohl auf klassischen Nachrichtenseiten, Unternehmensportalen, aber auch privaten Webseites integriert. Erst im Jahr 2001 wurde die weitere Unterstützung des Widgets gestoppt.

Widget Applikationen

Bei Widget Applications handelt es sich um spezielle Applikationen, die von Drittentwicklern für Soziale Netzwerke entwickelt werden. Die Benutzeroberfläche, beziehungsweise teils auch die gesamte Anwendung, werden vom entsprechenden Plattformanbieter gehostet, der die Drittanwendung auf seiner Seite integriert. Viele große soziale Netzwerke implementieren diese Anwendungen und stellen ihnen grundlegende Dienste der Host-Plattform (Anzeige und Speicherung von User-Fotos und anderen Inhalten, Profil-Informationen über Endbenutzer und Kommunikation-Features mit anderen Benutzern) zur Verfügung. Die Implementierung erfolgt in der Regel über spezielle Programmierschnittstellen. Die Beziehung zwischen der Social Media Plattform und den Entwicklern beruht in der Regel auf gegenseitigen Vorteilen, da die Netzwerk-Plattform einerseits die entsprechende Infrastruktur an Hard- und Software zur Verfügung stellt, den Entwicklern andererseits aber auch das Erreichen der potentiellen Endkunden erleichtert. Im Gegensatz dazu bieten solche Kooperationen, die oftmals mit jungen Amateur-Entwicklern gestartet werden, aber auch eine gute Möglichkeit, um Content und bestimmte Features auf der Social Media Plattform zu integrieren und somit deren Wert und Nutzen für die Anwender zu steigern.



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