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Emoticons Begriffserklärung und Definition

emoticonsDie Emoticons, umgangssprachlich auch einfach als Smiley bezeichnet, erfreuen sich vor allem bei der jüngeren Generation größter Beliebtheit. Durch die einfache Kombination von wenigen Zeichen zum Beispiel über die Tastatur des Mobiltelefons ergibt sich ein Zeichen, welches die eigene Stimmung oder die eigene Reaktion auf vorherigen Aktionen ausdrücken kann.

Das berühmteste Smiley ist sicher der T-Shirt-Aufdruck aus dem Film „Forrest Gump“, als beim Abwischen von Forrest´s verschlammten Gesicht mit einem Shirt zufällig der Abdruck eines lächelnden Gesichts, also sozusagen des Ur-Emoticons übrig bleibt.

Emoticon oder Smiley?

Generell haben beide den gleichen Ursprung. Die Eingabe einer Tastenkombination symbolisiert bei Smiley und Emoticon die eigenen Befindlichkeiten. Jedoch ist das Emoticon ein extra geschaffener Kunstartikel, der bei verschiedensten Messenger-Diensten die bisherige um 90 Grad verdrehte Ansicht des Emoticons durch ein vorher festgelegtes, programmiertes Smiley ersetzt. Drückt man also Doppelpunkt, Strich und schließende Klammer hintereinander, hat man entweder einen lächelndes Emoticon oder ein fertiges, lächelndes gelbes Gesicht als Smiley.

Der Wiedergabe von Gefühlszuständen, ja selbst die grafische Darstellung von Pflanzen, Tieren oder Gegenständen sind in der Welt der Messenger oder des Online-Chats keine Grenzen gesetzt. Die Kombination von normalen Textzeichen ergibt die unterschiedlichsten Ergebnisse.

Bestens bekannt dürfte die Darstellung einer Rose sein, bestehend aus @, }, -, , und ` ergibt sich in der richtigen Reihenfolge @}-,-`-,– eine stilisierte Rose, beispielsweise als virtuelles Geschenk.

Ursprünge der Emoticons

Die „Erfindung“ des erstens Smiley, bzw. des ersten Emoticons wird im Allgemeinen einem Werbegrafiker namens Harvey Ball zugeschrieben. Dieser Umstand wurde sicher dann im bereits erwähnte Kinofilm „Forrest Gump“ in einer der vielen unglaublichen Erlebnisse des Titelhelden filmisch gewürdigt. Die ersten Zeichensätze von IBM enthielten über den ASCII-Code bereits Möglichkeiten, Smileys grafisch darzustellen.

Erst 1982 jedoch wurde der bekannten Zeichenfolge :-) eine direkte Bedeutung zugewiesen. Der Informatik-Professor Scott E. Fahlman wollte mit diesem und anderen Emoticons eine einfache Möglichkeit schaffen, um wissenschaftliche Diskussionen im Internet zu vereinfachen. Mittels dieser einfachen Zeichen konnten nicht ganz ernst gemeinte Passagen in Kommentaren markiert und von den tatsächlichen Kritiken unterschieden werden. Aus diesen ersten Anfängen hat sich mittlerweile eine Vielzahl von Emoticons entwickelt.

Anwendung der Emoticons

Wie die Entwicklungsgeschichte der Emoticons oder Smileys zeigt, haben sie ihren Ursprung in der Frage, wie man Missverständnisse zwischen mehreren Personen, die sich über das Internet weltweit miteinander vernetzen und sich daher meist nicht oder nur wenig kennen, verhindern kann. Diskussionen über die verschieden Kommunikationswege beinhalten vor allem im Internet das Risiko, dass man aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen und Lebensumstände Geschriebenes sehr unterschiedliche interpretiert. Daher bieten die mittlerweile sehr zahlreichen Emoticons eine relativ unkomplizierte Möglichkeit, das Gesagte eindeutig zu „markieren“.

Die handelsüblichen Emoticons sind jeweils mit einer entsprechenden, festgelegten Bedeutung versehen, die – ähnlich einer Code-Tabelle bei Geheimschriften – die Interpretation des Geschriebenen erheblich vereinfacht.

Formen der Emoticons

Die klassischen Emoticons sind – wie schon erwähnt – Kombinationen von Schriftzeichen des gebräuchlichen ASCII-Codes, die mit einer 90-Grad-Drehung gelesen werden müssen. Sonderformen gibt es in Japan und Korea, wo diese ASCII-Schriftzeichen durch Schriftzeichen der Landessprache ergänzt werden.

Die bekannten Emoticons bestehen aus einem Schriftzeichen für die Augen, meist : oder ;. Dazu werden Zeichen für die Nase und den Mund kombiniert. Ein Lächeln wird daher meist mit einem sehr breiten, eben lächelnden Mund verdeutlicht. Die Nutzer bedienen sich dafür meist bei den bekannten Formen der Klammer ( und [ . Hierbei gilt es natürlich zu beachten, dass man die Mundwinkel jeweils nach oben zeigen lässt. Man kann Emoticons nach links oder nach rechts drehen, eine falsch gesetzte Klammer kann also den eigentlichen Sinn ins Gegenteil verkehren.

Möchte der Nutzer Trauer ausdrücken, verwendet er meist ein ´abwärts gerichtet, um die Tränen zu symbolisieren. Kombiniert mit Augen und herabhängenden Mundwinkeln, ergibt sich :´( oder :´C . Verwendet der Schreiber hingegen ein Semikolon bei der Gestaltung des Emoticons, so möchte er ein Zwinkern andeuten. Unmissverständlich weist er dann darauf hin, dass der letzte Absatz nicht ganz so ernst gemeint ist, wie er vielleicht wörtlich klingen mag. ;-)

Weitere bekannte Möglichkeiten sind die Verwendung des Buchstaben P für eine heraus gestreckte Zunge ( :-P ), das große D, wenn der Schreiber ein wirklich breites Lachen verdeutlichen möchte ( :-D ) oder ein O, wenn er besonders erstaunt ist :-O.

In vielen Anwendungen auf Smartphones oder Chat-Plattformen wurden diese handelsüblichen Kombinationen mit programmierten kleinen Smiley-Grafiken verknüpft. Dadurch bekommt der Adressat der Nachricht dann nicht mehr das bekannte Emoticon, sondern einen kleinen gelben Smiley angezeigt, der im entsprechenden Zustand beispielsweise über eine Wange relativ großflächig weint. Viele dieser Smileys wurde mittlerweile sogar mit kleinen Animationen versehen.

Emojis

Die japanische Version der Emoticons, Emojis genannt, ist im Prinzip eine Weiterentwicklung der bekannten Smileys. Hier wird traditionell wesentlich mehr Wert auf die Augen gelegt, da Japaner aufgrund ihrer emotionalen Zurückhaltung Gemütszustände eher am Gesicht des Gegenüber ablesen müssen. Japanische Emoticons sind nicht um 90 Grad gedreht und bildhafter als die nur auf dem ASCII-Code basierenden westlichen Verwandten.

Meist wird das Gesicht durch zwei Klammern () umrandet und dann je nach Gemütszustand von links nach rechts mit entsprechenden Zeichen ersetzt. Aufgrund Ihrer Tradition unterscheiden sich japanische Emoticons oft sogar in den Geschlechtern. Eine Japanerin verbirgt beim Lächeln die Zähne (^.^), während ihr männlicher Gegenüber traditionell offener sein darf (^_^).

Die Vielzahl der möglichen Schriftzeichen bietet hier durch die fehlende 90-Grad-Drehung natürlich auch mehr Kombinationen für mehr Gemütszustände. Ob man nun betrunken ist (+_°), von etwas schwärmt (*_*) oder zum Beispiel die Arme vor Freude in die Höhe reckt \(^_^)/, den Möglichkeiten sind hier fast keine Grenzen gesetzt. So gibt es zum Beispiel Emoticons, bei denen man wie beim Rockkonzert die Fäuste reckt und auch der berühmte Mittelfinger wurde in einer Variante der japanischen Emoticons verewigt. Die in Südkorea verwendeten Emoticons unterscheiden sich von den japanischen dadurch, dass für ihren Entwurf koreanische Schriftzeichen verwendet werden.

Wie bereits erwähnt, bieten viele Messenger und ähnliche Anwendungen den „Service“, dass bei Eingabe einer Tastenkombination eine vordefinierte Smiley als Grafik anstelle des um 90 Grad gedrehten Emoticons angezeigt wird. Allerdings beginnt hier wieder die Gefahr von Missverständnissen, die mit Hilfe der Emoticons ja umgangen werden sollte. Die unterschiedliche grafische Darstellung eines Emoticons auf verschiedenen übersetzenden Programmen birgt die Gefahr, dass die Aussage unterschiedlich interpretiert werden könnte. Die Entwicklung geht aber im Bereich dieser Grafiken immer weiter, Smileys mit Schildern mit benutzerdefinierten Inhalt sind die neueste Entwicklung.



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