
Ein klassisches Facebook Emoticon besteht wie jedes andere klassische Emoticon aus einer Zeichenfolge aus ASCII-Zeichen. ASCII ist die Abkürzung für American Standard Code for Information Interchange. Dabei handelt es sich um eine Zeichencodierung, die sowohl das lateinische Alphabet als auch die zehn arabischen Ziffern und verschiedene Satzzeichen umfasst. Aus diesen Zeichen werden per Tastatureingabe Kombinationen gebildet, aus denen besagte Emoticons entstehen. Sie kommen zumeist im Internet zum Einsatz und dort grundsätzlich an Orten, die der Kommunikation dienen, etwa in Foren oder Chatrooms, aber eben auch in sozialen Netzwerken wie Facebook.
Die traditionelle Variante wird für gewöhnlich seitwärts gelesen. So zeigen die Zeichen :-) beispielsweise ein lächelndes Gesicht, im Gegensatz zur japanischen Form, die frontal betrachtet wird. Der Schwerpunkt wird bei Letzterer außerdem nicht auf den Mund, sondern auf die Augen der Figur gelegt, wodurch eine noch größere Bandbreite an Emotionen möglich ist. Koreanische Emoticons wiederum können koreanische Schriftzeichen enthalten.
Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie wurden gemacht, um eine Möglichkeit zu liefern, menschliche Gefühle visuell abzubilden. Um ihre Darstellung noch plastischer zu gestalten, wandeln viele Programme bestimmte Zeichenfolgen in Grafiken um. Davon zu unterscheiden sind Emojis, die als eigene Unicode-Zeichen vorliegen, sowie Sticker und Reaktionen, die über die jeweilige Benutzeroberfläche angeboten werden.
Die Geschichte der Emoticons
Die visuelle Darstellung von Gefühlen kann inzwischen auf eine lange Geschichte zurückblicken. Im Jahre 1963, zu einer Zeit, als sich das Internet noch in einer frühen Entwicklungsphase befand, entwarf der Werbegrafiker Harvey Ball den bekannten grafischen Smiley. Das lächelnde Gesicht bestand aus einem einfachen Kreis, zwei Punkten und einem gebogenen Strich. Es war allerdings noch kein aus Tastaturzeichen zusammengesetztes Emoticon.
Knapp zwanzig Jahre später wurde diese Idee von dem Wissenschaftler und Informatikprofessor Scott E. Fahlman aufgegriffen. Er beteiligte sich gerne an elektronischen Forendiskussionen – eigentlich. Eine Sache empfand er allerdings als störend. Sobald er einen Witz machte oder eine ironische Bemerkung verlauten ließ, stieß er oftmals auf Unverständnis. Anstatt darüber zu lachen, nahmen die Leute seine Worte ernst, was des Öfteren zu Missverständnissen führte. Bis zu diesem Zeitpunkt fehlte in solchen Diskussionen eine allgemein verständliche Kennzeichnung für einen scherzhaft gemeinten Kommentar.
Fahlman entschied sich daher, dem abzuhelfen. Im Jahr 1982 schlug er die Zeichenfolge :-) für scherzhafte Beiträge und :-( für ernst gemeinte Mitteilungen vor. Die Idee fand bei anderen Nutzern so viel Anklang, dass der Smiley als Kommunikationsmittel bald nicht mehr wegzudenken war. Über die Jahre kamen weitere Zeichenfolgen hinzu, wie zum Beispiel der zwinkernde Smiley oder der traurige Smiley. Später wurden sie in vielen Anwendungen automatisch als Grafiken dargestellt oder animiert, wodurch noch mehr Gefühle abgebildet werden konnten.
Die Entwicklung setzte sich weiter fort. Mit der Einführung des Chats im Jahr 2008 fanden die Emoticons ihren Weg schließlich auch zu Facebook. Später wurden ihre Nutzungsmöglichkeiten auf weitere Bereiche des sozialen Netzwerkes ausgeweitet.
Wie werden Emoticons bei Facebook verwendet?
Die zwischenmenschliche Interaktion ist ein Hauptthema bei Facebook. Menschen aus unterschiedlichen Ländern und gesellschaftlichen Gruppen kommen zusammen, unterhalten sich und verbreiten ihre Meinungen. Wie schon einst Scott E. Fahlman erkennen musste, bieten derartige Zusammenkünfte einiges an Konfliktpotenzial. Als 2008 der Chat bei Facebook eingeführt wurde, gab es deshalb auch die Möglichkeit, Emoticons neben einer Nachricht erscheinen zu lassen, um deren beabsichtigte Stimmung verständlicher zu machen.
Die Handhabung war entsprechend einfach. Die Standard-Smileys ließen sich im Facebook Chat über ein Menü auswählen oder mithilfe bekannter Zeichenfolgen eingeben. Unterstützte Kombinationen wurden anschließend als Grafik dargestellt. Hinzu kamen im Laufe der Zeit zahlreiche Sticker und weitere grafische Ausdrucksformen.
Ende 2012 weitete Facebook diese Funktion aus. Emoticons konnten auch in Nachrichten und Beiträge eingefügt werden. Hierbei ging der Nutzer ähnlich vor wie im Chat, indem er einen unterstützten Code in das betreffende Fenster tippte. Das Emoticon erschien danach ebenfalls als Grafik.
Die Nutzung von Emoticons innerhalb des Status-Updates war ebenfalls möglich. Welche Zeichenkombinationen heute automatisch umgewandelt werden und welche Auswahlmenüs verfügbar sind, hängt von der aktuellen Facebook-Oberfläche, dem verwendeten Gerät und der jeweiligen App-Version ab. Klassische Emoticons lassen sich weiterhin als Zeichen lesen, auch wenn keine grafische Umwandlung erfolgt.
Spezielle Facebook Emoticons
Neben Klassikern wie dem lächelnden und dem traurigen Smiley fand sich im früheren Standard-Repertoire der Facebook Emoticons auch einiges Skurriles. Zum Beispiel existierte ein Emoticon mit der Bezeichnung Putnam. Bestimmt hat sich bereits mehr als ein Chat-Teilnehmer die Frage gestellt, wer dieser Putnam eigentlich ist. Hierauf lautet die Antwort ausnahmsweise nicht 42, denn bei Chris Putnam handelt es sich um einen Programmierer, der zuvor durch Eingriffe in Facebook aufgefallen und später von dem Unternehmen eingestellt worden war. Das Putnam-Emoticon bestand aus seinem Konterfei und galt allgemein als Easter Egg, also als versteckte und nicht ausführlich erklärte Besonderheit. Es ist historisch einzuordnen und sollte nicht als verlässlich verfügbare Funktion der heutigen Facebook-Oberfläche verstanden werden.
Zusammenfassung
Facebook Emoticons sind klassische Zeichenkombinationen aus dem ASCII-Code, die dazu dienen, Gefühle und Emotionen in der digitalen Kommunikation darzustellen. Sie wurden insbesondere in Chats und Beiträgen auf Facebook verwendet und konnten über ein Menü ausgewählt oder als Zeichenfolge eingegeben werden. Unterstützte Zeichen verwandelte die Plattform teilweise in Grafiken. Emojis, Sticker und Reaktionen sind verwandte, technisch jedoch eigenständige Ausdrucksformen.
Die Geschichte der visuellen Gefühlssymbole reicht bis zum Jahr 1963 zurück, als Werbegrafiker Harvey Ball den bekannten grafischen Smiley entwarf. Informatikprofessor Scott E. Fahlman schlug 1982 die Zeichenfolgen :-) und :-( für elektronische Forendiskussionen vor, um Missverständnisse zu vermeiden. Über die Jahre wurden weitere Zeichenfolgen entwickelt und in vielen Anwendungen grafisch dargestellt oder animiert.
Bei Facebook wurde die Emoticon-Funktion mit dem Chat im Jahr 2008 eingeführt und später ausgebaut. Emoticons konnten nicht nur im Chat, sondern auch in Nachrichten und Status-Updates verwendet werden. Darüber hinaus gab es spezielle Facebook Emoticons wie das Putnam-Emoticon, das als Easter Egg galt. Die genaue heutige Verfügbarkeit einzelner Codes und Auswahlmöglichkeiten hängt von der jeweils verwendeten Facebook-Oberfläche ab.
Häufige Fragen und Antworten
Facebook Emoticons sind Zeichenkombinationen aus ASCII-Zeichen, die Gefühle und Stimmungen in der digitalen Kommunikation darstellen. Sie wurden bei Facebook vor allem im Chat, in Nachrichten und in Beiträgen eingesetzt. Emojis und Sticker erfüllen einen ähnlichen Zweck, sind technisch aber keine klassischen Emoticons.
Emoticons werden bei Facebook im Chat, in Nachrichten und in Beiträgen verwendet. Je nach Oberfläche können passende Symbole über ein Menü ausgewählt oder als Zeichenkombination eingegeben werden. Ob Facebook eine Kombination automatisch in eine Grafik umwandelt, hängt von der aktuellen App oder Benutzeroberfläche ab.
Harvey Ball entwarf 1963 den bekannten grafischen Smiley. Das klassische Tastatur-Emoticon folgte später: Scott E. Fahlman schlug 1982 die Zeichenfolgen :-) und :-( für elektronische Forendiskussionen vor. Sie sollten scherzhafte und ernst gemeinte Aussagen leichter unterscheidbar machen. Über die Jahre kamen weitere Zeichenfolgen sowie grafische und animierte Darstellungen hinzu.
Ja, neben den bekannten Smileys gab es auch spezielle Facebook Emoticons wie das Putnam-Emoticon. Dieses galt als Easter Egg und zeigte das Gesicht des später von Facebook eingestellten Programmierers Chris Putnam. Es handelt sich um eine historische Besonderheit, deren aktuelle Verfügbarkeit nicht vorausgesetzt werden sollte.
