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ICANN Begriffserklärung und Definition

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, kurz ICANN, verwaltet die Vergabe von Internetadressen. Die ICANN arbeitet als „Regierung des Internets“, deren Hauptaufgabe in der Überwachung gängiger Internetstandards besteht. Die Non-Profit-Organisation hat ihren Sitz im kalifornischen Los Angeles. Neben der Verwaltung des Domain Name Systems DNS ist die ICANN für die Zuteilung von IP-Adressen verantwortlich.

Geschichte der ICANN

Die Verwaltung der IP-Adressen und die Zuordnung von Nummern und Namen im Internet bezeichnet man als IANA-Funktion. Als das Netz vorwiegend zu Forschungszwecken genutzt wurde, übernahm die Forschergruppe ARPANET, Advanced Research Projects Agency Network, diese Aufgaben. Eingesetzt wurde die Gruppe bereits im Jahr 1962 von der US-Luftwaffe. Danach war das amerikanische Verteidigungsministerium mit der Abteilung DARPA für die Vergabe der IP-Adressen verantwortlich.

Schließlich wechselte die Zuständigkeit zur NTIA, einer Behörde des US-Handelsministeriums. Im Zuge der Kommerzialisierung des Netzes wurde im Jahr 1998 die ICANN gegründet. Die NTIA schlug im Februar 1998 die Gründung einer Organisation vor, die vor allem die Überwachung der IANA-Funktion übernehmen sollte. Im September 2009 wurde die Verwaltung der ICANN durch das US-Handelsministerium aufgehoben. Seitdem steht die Organisation unter internationaler Aufsicht. Dabei wurden fünf Mitglieder des Verwaltungsrates von Internet-Usern von jedem Kontinent gewählt. Im Jahr 2002 wurde die Satzung geändert und die Direktwahl der Ratsmitglieder abgeschafft.

Aufgrund des starken Internetwachstums hat die ICANN bereits im Februar 2011 die letzten freien Ipv4-Adressblöcke vergeben. Mit der Umstellung auf Ipv6 steht nun eine ausreichende Anzahl Adressen bereit. Ebenfalls im Jahr 2011 beschloss die Organisation die Einführung generischer Top-Level-Domains. Künftig kann eine Domain aus 3 bis 67 Zeichen bestehen. Akzeptiert werden neben typen- und länderspezifischen Endungen auch Unternehmens- oder Städtenamen. Die Bewerbungsfrist für die neuen Endungen begann im Jahr 2012, Mitte 2013 wird mit der Einführung der neuen Top-Level-Domains gerechnet.

Aufgaben der ICANN

Die ICANN ist vor allem für die Verwaltung des Domain Name Systems DNS zuständig. Im Netz dürfen Namen und Adressen nur einmal vergeben werden. Dabei überwacht die Non-Profit-Organisation die Domains. Im Zuge der Einführung der neuen Top-Level-Domains wurden zahlreiche neue Domains vergeben. In diesem Zusammenhang erlangte die ICANN deutliche Bekanntheit in der Öffentlichkeit. Darüber hinaus kontrolliert die Organisation das Root-Server-System. Die ICANN teilt IP-Adressblöcke an fünf verschiedene Regional Internet Registrys zu.

Derzeit gibt es weltweit auf jedem Kontinent eine Registry. Schließlich verwaltet die ICANN Portnummern und die Zeitzonen-Datenbank. Innerhalb der ICANN sind verschiedene Organe mit unterschiedlichen Aufgaben betraut:

  • Die Adress Supporting Organization ASO regelt die Vergabe der IP-Adressblöcke
  • Die Country Code Names Supporting Organization ccNSO organisiert länderspezifische Top-Level-Domains
  • Die Generic Name Supporting Organization GNSO zeichnet für generische Top-Level-Domains wie .info oder .net verantwortlich

Zahlreiche Beiräte innerhalb der ICANN haben vor allem eine beratende Funktion:

  • Das At-Large Advisory Committee ALAC fungiert innerhalb der ICANN als Vertretung der Internetuser. Einzelne Internetnutzer können der ALAC nicht beitreten, diese setzt sich aus Interessenvereinigungen zusammen.
  • Das Security and Stability Advisory Committee SSAC und das Root-Server-System Advisory Committee RSSAC sprechen Empfehlungen im Hinblick auf Sicherheit und Technik aus.

Organe der ICANN

Die Satzung regelt die genauen Aufgaben und die Vertretung der ICANN. Ein Verwaltungsrat, Board of Directors, ist für die Führung der Organisation verantwortlich. Der Rat besteht aus 21 Mitgliedern, 16 von ihnen sind stimmberechtigt. Ein Komitee wählt acht der stimmberechtigten Mitglieder, weitere sieben werden von den ICANN-Organen ASO, ccNSO, GNSO und ALAC bestimmt. Von den 15 Mitgliedern wird ein Präsident gewählt, der als sechzehntes stimmberechtigtes Mitglied fungiert. Weitere fünf Mitglieder werden von den Beiräten bestimmt, diese üben lediglich eine beratende Funktion aus. Staatliche Befugnisse übt die ICANN als Non-Profit-Organisation nicht aus.

Zivilrechtliche Vereinbarungen mit anderen Organisationen statten die ICANN mit der Möglichkeit zur Verwaltung der IP-Adressen aus. Im Oktober 2009 wurde ein Abkommen unterzeichnet. Darin erhielten Regierungsmitglieder das Recht, die satzungsgemäße Arbeit der ICANN regelmäßig zu prüfen. Die ICANN darf keine eigenmächtigen Änderungen an Top-Level-Domains durchführen, das regelt der IANA-Vertrag. Für Änderungen ist die Zustimmung der des US-Handelsministeriums erforderlich. Der Vertrag ist befristet und wird regelmäßig durch die NTIA erneuert.

Derzeitiger Präsident und CEO der ICANN ist der 1962 geborene Fadi Chehadé. Chehadé absolvierte die Stanford University mit einem Master-Abschluss. Ein Bachelor-Abschluss der Polytechnic University New York rundet seinen Lebenslauf ab. Chehadé kann auf eine mehr als 25-jährige Erfahrung in der Führung internationaler Internet-Unternehmen zurückblicken.

Finanzierung der ICANN

Zunächst wurden die Tätigkeiten vor allem durch Darlehen und Spenden von Unternehmen der Kommunikationsbranche finanziert. Darüber hinaus förderte die Markle Foundation das Projekt mit einem Darlehen. Seit der Kommerzialisierung des Netzes erhebt die ICANN gegenüber den Registrys Gebühren. Bei ICANN-Veranstaltungen sorgt Sponsorenwerbung für eine weitere Einnahmequelle.

An dem kostenpflichtigen Bewerberverfahren für die neuen Top-Level-Domains verdient die Organisation ebenfalls. Für eine Bewerbung wird eine Gebühr in Höhe von 185.000 US-Dollar fällig. Für das Jahr 2012 konnte die Organisation Einnahmen in Höhe von 90 Millionen US-Dollar ausweisen. Rund zwei Drittel davon ergaben sich aus der üblichen Tätigkeit der ICANN, ein weiteres Drittel konnte durch die Gebühreneinnahmen der Top-Level-Domais erzielt werden.



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