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Berichterstattung Begriffserklärung und Definition

berichterstattungIm medialen Kontext bedeutet Berichterstattung die mehr oder weniger detaillierte, auf Fakten beruhende Information über ein aktuelles Geschehen durch Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen. In den letzten zwanzig Jahren haben sich zudem zahlreiche computergestützte Plattformen für die Veröffentlichung von Berichten etabliert. Verwaltungs- und führungstechnisch meint Berichterstattung die mündliche oder schriftliche Rechenschaftslegung eines Beauftragten über den Ablauf oder den Ist-Zustand einer Angelegenheit gegenüber einem Vorgesetzten oder einem Kontrollgremium.

Berichterstattung verlangt Tatsachentreue

Berichterstattung, also die Sammlung und Übermittlung strukturierter Informationen, ist die Hauptfunktion aller klassischen Medien. Mediale Berichterstattung kann in verschiedenen journalistischen Genres erfolgen. Die kürzeste Form sind die Schlagzeile und die Nachricht. Berichte und Reportagen stellen ein Geschehen ausführlich dar und beleuchten oft auch Hintergründe und Konsequenzen. Oberstes Kriterium für die journalistische Berichterstattung ist nach demokratischem Medienverständnis die Tatsachentreue. Der Leser, Zuhörer oder Zuschauer will sich auf die Informationen verlassen können.

Im Gegensatz zu Kommentaren oder Features enthält die Berichterstattung keine persönliche Stellungnahme des Beobachtenden oder des Mediums. Lediglich durch die Auswahl und Kombination der Fakten in der Berichterstattung kann in gewissem Rahmen einer Meinung Ausdruck verliehen werden. Trotzdem wird die Berichterstattung stets aus einem bestimmten Blickwinkel erfolgen, auch wenn sich die Berichterstatter bemühen, eine Sache möglichst objektiv wiederzugeben.

Objektivität garantieren vor allem professionelle Journalisten. Sie beherrschen die technischen Mittel der Informationsgewinnung und der Berichterstattung und verstehen sich als unvoreingenommene, kritische Beobachter und Rechercheure. Prominente Vertreter des Berufszweiges gehen in ihren Ansichten vom Ethos eines Journalisten sogar soweit, dass sie dessen jegliche Identifizierung mit einem Thema der Berichterstattung unabhängig von dessen moralischer Dimension ablehnen.

Verschiedene Medien und Journalisten bekennen sich allerdings offen dazu, die Berichterstattung aus einem bestimmten Blickwinkel vorzunehmen. Manche geben sich selbst eine pauschale politische Richtungsdefinition, andere machen sich die Sichtweise einzelner gesellschaftlicher Interessengruppen zu Eigen.

Eine moderne Demokratie kann ohne unabhängige, freie Medien, die ihre Berichterstattung auf der Grundlage der uneingeschränkten Pressefreiheit vornehmen können, nicht existieren. Diese demokratische Kontrollfunktion des einzelnen Journalisten und des Journalismus als Ganzem kann durch die Vielzahl der im Internet aktiven Blogger, Twitterer und sonstiger Netzaktivisten nicht ersetzt, gut jedoch ergänzt werden.

Berichterstattung muss W-Fragen beantworten

Mediale Berichterstattung erfolgt in Text, Ton oder Bild, auch kombiniert. Gegenstand sind Tatsachen, Ereignisse und Abläufe. Formale inhaltliche Anforderung an eine Berichterstattung ist die Beantwortung der sogenannten W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Die Berichterstattung kann zudem Hintergründe eines Geschehens und Konsequenzen beleuchten. Zu einer Berichterstattung gehört die Schilderung dessen, was der Berichtende erlebt, gesehen oder erfahren hat. Augenzeugen und Beteiligte können zu Wort kommen, Fachleute werden zum Thema befragt. Komplettiert wird die Berichterstattung mit Daten, Zahlen und Fakten.

Lange Jahre galten Fotografien als authentischste Form der Berichterstattung. Dementsprechend hatte die Berichterstattung per Fotoreportage einen besonders hohen Stellenwert in den frühen Nachrichtenmagazinen wie dem US-amerikanischen „Time“-Magazin. Doch schon damals wurden Bilder für die Medien gelegentlich mit dem Retuschierstift bearbeitet. So galt es als übliche Praxis in den Medien des Ostblocks, dass zwischenzeitlich in Ungnade gefallene Politiker aus Fotos bei späterer nochmaliger Veröffentlichung einfach herausretuschiert wurden. Mittlerweile erlauben die digitalen Möglichkeiten der Bildbearbeitung allerdings jedem Computerbesitzer, Bilder nach Belieben zu manipulieren. Selbst Filmaufnahmen haben längst den Status des untrüglichen Beweises verloren. Umso wichtiger ist es, einem Medium im Grundsatz vertrauen zu können.

Verschiedene Arten der Berichterstattung

Die häufig zu hörende Bezeichnung Tatsachenbericht ist streng genommen eine Tautologie. Jede Berichterstattung sollte ausschließlich Tatsachen enthalten. Im Selbstverständnis der Medien wird Berichterstattung häufig nach inhaltlichen und thematischen Kriterien rubriziert. So wird von Sportberichterstattung und manchmal auch von Kriegsberichterstattung gesprochen. Letztere hat zu den Anfängen des modernen Journalismus durch die Arbeit von so renommierten Reportern wie Ernest Hemingway das journalistische Genre der Reportage stark geprägt. Historisch entstanden ist die professionelle Berichterstattung aus Chroniken, Protokollen, Tagebuchaufzeichnungen und Briefen. Briefwechsel historischer Persönlichkeiten lesen sich heute wie Reportagen aus der Vergangenheit.

Das Wort Berichterstattung wird außer zur thematischen auch zur regionalen Rubrizierung benutzt: Amerika-Berichterstattung oder China-Berichterstattung. Gelegentlich hört man auch das Wort Hof-Berichterstattung. Dies meint spöttisch, dass ein Medium sich von einer meist amtlichen Informationsquelle für deren Interessen vereinnahmen lässt. Zurück geht das auf die Anfänge des Journalismus, als die Hofberichterstatter angehalten waren, ausschließlich positiv über das jeweilige Herrscherhaus zu berichten.

Heute können amtliche Stellen eine solche Berichterstattung nicht mehr erzwingen. Deshalb versuchen Politiker auf allen Ebenen, aber auch Unternehmen, Journalisten durch die exklusive Bereitstellung von Informationen für sich zu gewinnen.

Gelegentlich kommt es in der Medienbranche zu Diskussionen über die Vermischung von Berichterstattung und Werbung. Medienkritiker sehen als eine Ursache für eine solche, ihrer Meinung nach zunehmende Tendenz, den Abbau an qualifizierten Journalistenstellen und stattdessen den verstärkten kritiklosen Abdruck von vorgefertigten Pressemitteilungen und Unternehmensinformationen.

Berichterstattung zwischen Sensation und Abmahnung

Wir leben heute in der Informationsgesellschaft. Der Informationsbedarf der Gesellschaft und des Einzelnen hat überhaupt erst zur Entstehung von Informationsmedien geführt. Bereits in der Frühzeit der menschlichen Entwicklung bestand der Wunsch nach möglichst präziser und schneller Information über aktuelle Vorgänge. Der Siegesbote aus Marathon kämpfte sich heldenhaft nach Athen. Die reitenden Herolde des Mittelalters warnten vor anrückenden Feinden. Selbst der Scharfrichter verkündete en détail die Frevel des Gerichteten, ehe er sein Amt vollzog. Kaufleute ließen sich mit Hilfe von Brieftauben über die Position ihrer kostbaren Handelsschiffe informieren und die britische Nachrichtenagentur Reuters startete ihren Nachrichtendienst dem Vernehmen nach mit Brieftauben.

Der Boulevardpresse wird häufig Sensationsberichterstattung vorgeworfen. Sensationen im engeren Sinne sind auffällige, Aufsehen erregende und außergewöhnliche Ereignisse. Die Berichterstattung in den Boulevardmedien erhebt gelegentlich völlig nichtige Vorgänge in den Status einer Sensation. Außerdem konzentriert sie sich bei ihrer Berichterstattung hin und wieder in einer Weise auf menschliche Schicksale, die Persönlichkeitsrechte in Frage stellt. Solche Verletzungen werden im Übrigen vom Deutschen Presserat untersucht und gegebenenfalls abgemahnt. Diese freiwillige Selbstkontrolle beschränkt sich allerdings lediglich auf die in Deutschland erscheinenden Printmedien. In besonderen Fällen empfiehlt der Presserat den Medien auch ein bestimmtes Verhalten, beispielsweise in seinem Leitfaden für die Berichterstattung von Amokläufen.

Berichterstattung als individuelle Mission

Durch die technische Entwicklung hat sich die Berichterstattung verändert. Heute kann via Satellitenübertragung faktisch von jedem Punkt der Erde in Live-Übertragungen berichtet werden. Vor allem bei globalen Großereignissen wie den Olympischen Spielen oder den Fußballweltmeisterschaften erfordert die zeitnahe und umfassende Berichterstattung einen erheblichen technischen und organisatorischen Aufwand.

Die elektronische Berichterstattung wird von den Journalisten und Medien auch zur internen Informationsübermittlung genutzt. Reporters Handwerkszeug waren in früheren Zeiten Notizblock und Fotoapparat mit Schwarz-Weiß-Film. Anfangs dauerte es Tage, manchmal sogar Wochen, bis Filme entwickelt und Reportagen letztlich fertig gestellt waren. Heute sind selbst Lokalreporter mit Video- und WLAN-fähigen Digitalkameras, Tablet-PCs und manchmal sogar Satellitentelefonen unterwegs. Sie können jederzeit Text, Ton und Bild an eine Redaktion übermitteln oder sofort selbst im Netz öffentlich zugänglich machen.

Die leichte Zugänglichkeit der technischen Mittel sowie die permanente Verfügbarkeit von elektronischen Plattformen für eine Berichterstattung haben in jüngster Zeit einen wahren Boom von individuellen Aktivitäten ausgelöst. Das Posten aktueller Vorgänge gehört zur regelmäßigen Beschäftigung von immer mehr Menschen. Auch wenn die dort veröffentlichten Neuigkeiten nur in seltenen Fällen die Authentizität professioneller Berichterstattung haben, sind sie doch wesentlicher Teil unserer medialen Öffentlichkeit und oft die einzigen Informationsquellen über bestimmte Ereignisse. Immer mehr Journalisten und Medien nutzen deshalb auch diese globalen Netzwerke als Quellen für eigene Recherchen. Wenngleich es schwer fällt, in diesem Bereich zuverlässig zwischen Dichtung und Wahrheit zu unterscheiden, ist diese Berichterstattung zu einem wichtigen Teil unserer modernen medialen Welt geworden.



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