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Klickbetrug Begriffserklärung und Definition

klickbetrugDurch einen Klickbetrug (Affiliate Marketing / SEM) lassen sich beim Abrechnungsmodell Pay per Click zunächst Vorteile erzielen, da jeder Klick auf einen Werbebanner oder auf einen Werbelink zu einer Vergütung führt. Neben dem unberechtigten Erzielen eigener Einnahmen kann der Klickbetrug auch eingesetzt werden, um Mitbewerbern oder unbeliebten Homepage-Betreibern einen Schaden zuzufügen.

Der englische Fachausdruck für den Klickbetrug (Affiliate Marketing / SEM) lautet Click Fraud, er kommt in deutschsprachiger Literatur jedoch seltener als der einprägsame deutsche Begriff vor. Juristisch ist der Klickbetrug (Affiliate Marketing / SEM) kein eigener Straftatbestand, er tangiert jedoch beim Betrug zulasten Dritter den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbes.

Beim Klickbetrug zum Erzielen eigener Vorteile kommt grundsätzlich der Computerbetrug oder der allgemeine Betrug als verwirkte Straftat infrage. Die meisten Netzwerke begnügen sich jedoch mit einer internen Ahndung und erstatten keine Strafanzeige, zumal die von ihnen vorzulegenden Indizien häufig weder die Tatbegehung noch die Bereicherungsabsicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Wahrscheinlichkeit belegen können.

Klickbetrug zum Erzielen eigener Vorteile

Wenn jeder Klick auf ein Angebot zu einer Vergütung führt, ist das Anklicken von Werbung auf eigenen Seiten verlockend. Selbstverständlich verbieten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Affiliate Marketing das Klicken auf alle nach Klicks abgerechneten Banner und Links, welche auf eigenen Seiten geschaltet sind; gestattet ist zumeist ein einziger Probeklick nach dem erstmaligen Einbau eines neuen Werbemittels.

Häufiger als auf privaten Webseiten kommt der Klickbetrug auf Gemeinschaftsseiten vor. Am anfälligsten sind sogenannten Content Farms, hierbei handelt es sich um Seiten, auf welchen die Mitglieder Texte und teilweise Bilder zu von ihnen selbst gewählten Themengebieten veröffentlichen können. Das am häufigsten genutzte Vergütungsmodell ist das der Aufteilung erzielter Werbeeinnahmen zwischen dem jeweiligen Seitenbetreiber und den einzelnen Autoren. Der Werbeerfolg wird für jeden Text errechnet und den einzelnen Autoren auf einigen Seiten auch für jeden Beitrag, auf anderen jedoch nur als Gesamtbetrag für einen konkreten Zeitraum angezeigt.

Die Betreiber unterbinden den allzu offensichtlichen Klickbetrug, indem sie Klicks eingeloggter Mitglieder auf die bei ihren eigenen Texten erscheinende Werbung von der Vergütung ausnehmen; Klicks auf die bei Veröffentlichungen anderer Mitglieder erscheinenden Anzeigen sind jedoch zugelassen. Diese Einschränkung lässt sich leicht aushebeln, indem sich Mitglieder gegenseitig zum Klicken auf Werbung und damit auf die Erhöhung ihrer Einnahmen verabreden oder sich schlicht nicht einloggen.

Als Begründung für ihren Klickbetrug (Affiliate Marketing / SEM) geben ertappte Mitglieder häufig an, dass sie eine angemessene Vergütung für ihre Leistung erzielen wollen. Sie übersehen dabei, dass sie den Werbetreibenden schaden. Die generelle Einstufung eines jeden Eigenklicks als Klickbetrug ist dabei durchaus hinterfragbar, denn in einigen Fällen klicken Nutzer ein Angebot nicht mit der Intention auf ihren eigenen Gewinn, sondern aus tatsächlichem Interesse an einem beworbenen Angebot an. Dieses Verhalten ist auf Grund der üblichen AGBs, nicht aber in moralischer Hinsicht als Klickbetrug zu werten.

Neben dem direkten Klickbetrug (Affiliate Marketing / SEM) zum Erzielen von Einnahmen üben einige Internet-Nutzer ein indirektes Click Fraud aus, indem sie häufig auf Anzeigen zu einzelnen Produktbereichen klicken. Hintergrund hierfür ist, dass bei den von Suchmaschinenbetreibern vermittelten Werbeeinblendungen auf der eigenen Webseite die Preisgestaltung wesentlich davon abhängt, in welchem Umfang die Werbung zu einzelnen Themen nachgefragt wird.

Eine Variante des indirekten Klickbetruges üben einige Mitglieder auf Meinungsplattformen aus. Sie erhalten ihre Vergütung zwar nicht anhand der mit ihren Erfahrungsberichten erzielten Klicks, sondern auf Grund der Mitgliederbewertungen ihrer Texte. Sie gehen jedoch zu Recht davon aus, dass die Betreiber der Verbraucherplattformen höhere Vergütungen zahlen können, wenn diese hohe Werbeeinnahmen erzielen. Das Unrechtsbewusstsein ist in diesem Fall besonders gering, da der Klickbetrug nicht zum direkten eigenen Vorteil, sondern für die Gemeinschaft erfolgt.

Klickbetrug zulasten anderer

Die mit den schwersten Folgen für den Betroffenen verbundene Form des Klickbetruges zulasten eines Dritten besteht darin, auf dessen Webseiten massiv bezahlte Werbung anzuklicken. In diesem Fall erfolgt der lebenslange Ausschluss des Webseiteninhabers vom entsprechenden Werbeprogramm, obgleich er selbst unschuldig ist. Die Programmbetreiber begründen diese Maßnahme damit, dass sie nicht eindeutig überprüfen können, ob der betroffene Webmaster die Klicks selbst vorgenommen oder sie zumindest beauftragt habe. Rechtlich ist dieses Verhalten bedenklich, denn es kehrt die Beweislast zulasten des Verdächtigten um.

Wesentlich häufiger als zum Provozieren eines Ausschlusses anderer Webmaster von Werbeprogrammen erfolgt der Klickbetrug (Affiliate Marketing / SEM) zulasten Dritter mittels einer bewussten Ausschöpfung ihres Budgets durch Mitbewerber. Da jeder Klick auf den beworbenen Link oder Banner zur schnelleren Erschöpfung des eingestellten Werbebudgets beiträgt, können Mitbewerber die Wirksamkeit einer Werbekampagne durch das absichtliche Anklicken von konkurrierenden Bannern verringern und somit einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Gegenmaßnahmen gegen den Klickbetrug

Werbetreibende selbst können das Conversions-Tracking für ihre Werbeschaltungen aktivieren und auffällige Veränderungen als Anlass für eine vorübergehende Deaktivierung ihrer Werbelinks oder Werbebanner nutzen. Falls die Prozentzahl der durchschnittlichen Besteller unter den über eine Werbeschaltung erreichten Seitenbesucher stark einbricht, ist ein Klickbetrug zulasten des Werbetreibenden eine mögliche Ursache.

Dass im Affiliate Marketing das Abrechnungsmodell Pay per Click zugunsten einer Umsatzbeteiligung seltener zur Anwendung kommt, lässt sich auch als Gegenmaßnahme gegen den Klickbetrug interpretieren. In diesem Fall ist das Klicken auf den entsprechenden Banner alleine weder mit Kosten für den Werbetreibenden noch mit Einnahmen für den Webmaster verbunden und somit unschädlich. Hierbei entsteht jedoch eine neue Gerechtigkeitslücke, denn viele Internet-Nutzer schauen sich zunächst nur auf der Seite um und rufen diese später zur Bestellung erneut auf, so dass der Webmaster nicht vom späteren Kauf profitiert. Diese Gerechtigkeitslücke wird durch Cookies zwar verringert, diese sind aber wirkungslos, wenn der Käufer sie nicht zulässt beziehungsweise automatisch bei jedem Herunterfahren des Rechners löscht oder schlicht die spätere Bestellung von einem anderen Computer aus aufgibt.

Die Anbieter im Affiliate Marketing und im Suchmaschinenmarketing (SEM) nutzen zur Erkennung des Klickbetruges vorwiegend statistische Methoden. Sie ermitteln neben den Klickzahlen die Anzahl der Einblendungen eines Werbemittels und begrenzen die Bezahlung auf einen als realistisch geltenden Anteil an Klicks je tausend Einblendungen. Des Weiteren fallen unnatürliche Klickmuster auf. Hierzu gehören überdurchschnittlich viele Klicks von einer IP-Adresse ebenso wie zahlreiche Klicks auf dieselbe Werbung in geringen Zeitabständen.

Wenn der versuchte Klickbetrug (Affiliate Marketing / SEM) auffällt, nehmen die Werbeanbieter die entsprechenden Klicks aus der Berechnung, so dass der Werbetreibende für diese nicht zahlen muss und der Werbepartner keine Vergütung erhält. Da die eigene IP-Adresse beim IPv4-Protokoll durch das einfache Unterbrechen der Internetverbindung leicht geändert werden kann, stellt zurzeit der statistische Vergleich von Einblendungen und Klicks die schärfere Waffe gegen den Klickbetrug als die Beobachtung der von einer IP ausgehenden Klickzahlen dar.

Das Hinterlegen von Cookies durch das Werbenetzwerk ermöglicht zwar die Identifizierung eines Computers trotz der veränderten IP-Adresse, die Wirksamkeit lässt sich durch das Nichtzulassen der entsprechenden Dateien oder eine regelmäßige beziehungsweise manuelle Cookies-Löschung jedoch leicht aushebeln. Das vermutlich wirksamste Mittel gegen den Klickbetrug besteht darin, das Unrechtsbewusstsein der Internet-Nutzer zu schärfen.



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