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Online Marketing Begriffserklärung und Definition

online-marketingUnter dem Begriff Online-Marketing werden Vertriebs- und Absatzma√ünahmen mithilfe des Internets zusammengefasst. Er umfasst eine ganze Reihe von Ma√ünahmen der Bereiche Online-Werbung, Online-Warenangebot und -Verkauf, Partnerwerbung, Video-Marketing und E-Mail-Marketing. In einem erweiterten Sinn wird unter Online-Marketing auch die Auswertung von Kundendaten verstanden, die es erlauben, Kundenw√ľnsche schneller zu erkennen, Kunden gezielte Angebote zu machen und durch die Analyse des Kaufverhaltens Trends zu erkennen, die bei der Unternehmensf√ľhrung helfen k√∂nnen. Ein wesentlicher Vorteil im Online-Marketing ist die M√∂glichkeit, das Verhalten und die Bed√ľrfnisse von Kunden zu messen und wesentlich genauer auszuwerten, als dies bei den klassischen Medien der Fall ist. Ein wesentliches Prinzip der Online-Werbung ist die Vernetzung der einzelnen Ma√ünahmen und Angebote.

Webseites

Im Mittelpunkt des Online-Marketings steht die Webseite. Hier ist anzumerken, dass Webseite ein sehr allgemeiner Begriff ist, der im Zusammenhang mit dem Marketing zu ganz unterschiedlichen Zwecken genutzt werden kann. Eine Firmenpräsenz dient der positiven Außendarstellung des Unternehmens. Hierbei ist zu beachten, welcher Zielgruppe Informationen zugutekommen sollen.
Im Mittelpunkt stehen hier meist die Unternehmensleistungen, die Darstellung von Geschäftserfolgen, detaillierte Informationen zum besseren Verständnis der einzelnen Produkte und Leistungen, Ansprechpartner der einzelnen Geschäftsbereiche und aktuelle Unternehmens-News. Abhängig von der Unternehmensstruktur und seiner Größe können Firmenpräsentationen zentral verwaltet oder in verschiedene Unterseiten gegliedert werden.
Webseites k√∂nnen aber auch Teil des Vertriebsnetzes sein. Hersteller von Produkten k√∂nnen zum Beispiel auf ihre H√§ndler aufmerksam machen. Au√üerdem haben sie die M√∂glichkeit, H√§ndlern Datenmaterial zukommen zu lassen, damit diese ihrerseits √ľber Online-Shops den Vertrieb verbessern und Absatz steigern k√∂nnen. Dabei besteht die M√∂glichkeit, Bestellungen √ľber einen Online-Shop direkt an den lokalen H√§ndler weiterzuleiten oder den H√§ndler beim Aufbau eines eigenen Online-Vertriebs zu helfen. Auch die Nutzung von Verkaufsplattformen und der Eintrag in Suchmaschinen geh√∂ren zur Vertriebsstrategie des Online-Marketings in Verbindung mit Webseites.
Auch Microsites, die der Präsentation eines spezifischen Produkts oder einer Leistung dienen, gehören zum Bereich Online-Marketing mit Webseites. Hier werden spezifische Kundengruppen angesprochen. Durch vertiefte oder exklusive Informationen wird das Kundeninteresse wachgehalten und die Neugier auf ein Produkt verstärkt.

Bannerwerbung

Die Besucherzahlen einer Webseite sind der Erfolgsindikator einer Internetpr√§senz. Neben der richtigen Indexierung tr√§gt besonders Bannerwerbung zur Bekanntheit eines Angebots bei. Der √ľberwiegende Teil der Bannerwerbung entf√§llt auf die gro√üen Suchmaschinen. Auch die sozialen Netzwerke gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gegen eine Geb√ľhr lassen sich neben den Suchergebnissen zu einem Suchwort verlinkte Textbl√∂cke schalten, die auf ein passendes Angebot aufmerksam machen. Die Kosten f√ľr diese Bannerwerbung setzen sich zusammen aus der H√§ufigkeit des eingegebenen Suchworts und der veranschlagten Klickzahl. Ein Klick entspricht den Kosten des spezifischen Suchworts.
Werbebanner, Pop-ups und Layer-Ads werden aber auch von gut besuchten Webseites an Werbekunden angeboten. Besonders News-Portale finanzieren sich zum √ľberwiegenden Teil aus dem Verkauf solcher Werbefl√§chen an Unternehmen. Mithilfe von Cookies und des umstrittenen Usertrackings ist es inzwischen m√∂glich, Werbebanner kundenspezifisch an den Stellen einzublenden, wo dies sinnvoll ist. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass sich Kunden durch diese Werbung manipuliert f√ľhlen. Inzwischen k√∂nnen Nutzer √ľber Adblocker unerw√ľnschte Werbung v√∂llig unterdr√ľcken, was wiederum die Existenz werbefinanzierter Angebote infrage stellt.

Suchmaschinenmarketing

Beim Suchmaschinenmarketing geht es darum, die Platzierung einer Webseite im Ranking einer Suchmaschine zu verbessern. Drei wesentliche Faktoren tragen zum verbesserten Ranking bei. Durch die richtige Indizierung wird es m√∂glich, dass Crawler die Webseite unter dem jeweiligen Suchwort listen. Die Qualit√§t des Contents (Texte, Bilder, Videos) tr√§gt dazu bei, dass die Webseite von den Suchmaschinen als relevant eingestuft wird. Massenhafte Verlinkung, wie Banner oder Hyperlinks, ist ebenfalls ein wichtiger Indikator, der die Bekanntheit steigert und das Ranking verbessert. Suchmaschinenbetreiber stellen Kontoinhabern Tools zur Verf√ľgung, mit denen sich diese Faktoren messen lassen, und schlagen Ma√ünahmen vor, die zu einem besseren Ranking f√ľhren k√∂nnen. F√ľr Kritik sorgte die Tatsache, dass sich auch durch Bannerwerbung in einer Suchmaschine das Ranking einer Webseite verbessern l√§sst.

E-Mail Marketing

E-Mail-Marketing ist eine Form des Direct Marketing. Kunden eines bestimmten Angebots werden oft automatisch oder auf besonderen Wunsch in den Verteiler eines Newsletters oder eines Verteilers aufgenommen. Regelmäßig werden sie dann via E-Mail auf bestimmte Aktionen oder besondere Angebote aufmerksam gemacht, um ihr Kaufinteresse wachzuhalten oder sie zum Besuch der Webseite zu ermuntern. Besondere Pflichtangaben sind in Deutschland durch das Telemediengesetz genauso vorgeschrieben, wie die Möglichkeit, einen solchen Newsletter wieder abzubestellen. Auch Massenmails an E-Mail-Adressen, die durch den Einsatz von Harvestern gewonnen worden sind, gehören zum E-Mail-Marketing. Obwohl dieses Verfahren illegal ist, wird es innerhalb der rechtlichen Grauzone ausländischer Anbieter weiter oft genutzt.

Partnerwerbung

Bei der Partnerwerbung (Affiliate-Marketing) stellen Anbieter von Internetpr√§senzen Werbefl√§chen f√ľr Banner anderen Unternehmen zur Verf√ľgung. Aber auch Warenangebote oder das Buchen von Leistungen k√∂nnen Teil des Affiliate-Marketing sein. Vorteilhaft ist auch hier die Verg√ľtung nach Erfolg. Werbung wird nur unter bestimmten Bedingungen verg√ľtet, wie zum Beispiel nach einem Mausklick, der Generierung eines Kundenkontakts oder f√ľr den Verkauf. Sowohl beim Affiliate-Marketing als auch bei der Bannerwerbung besteht ein gewisses Risiko, dass Banner oder verlinkte Angebote bewusst angeklickt werden, um den Umsatz zu steigern. In gewissen F√§llen konnte nachgewiesen werden, dass die Links automatisiert aufgerufen worden sind. Dieser Linkfraud l√§sst sich in einem gewissen Umfang messen und kann dem Ranking einer Webseite schaden.

Videowerbung

Durch den Erfolg von Video-Plattformen wurde das Schalten von Video-Clips durch Unternehmen interessant. Dabei haben Werbetreibende die Möglichkeit, selbst produzierte Filme hochzuladen, um auf ihre Produkte oder Leistungen aufmerksam zu machen. Sie können aber auch die Popularität einzelner Videos nutzen, um diesen kostenpflichtige Clips voranzuschalten. Auch hier lässt sich durch das Messen der Klicks der Erfolg messen. Allerdings kann aufdringliche Werbung oder Werbung, die nicht in den Kontext der abgerufenen Videos passt, sich negativ auf den Erfolg einer solchen Werbung auswirken.

Social Media

Social-Media eignet sich besonders f√ľr Markenwerbung und das Branding von Produkten. Dabei werden Profile angelegt, wobei Kunden durch den Klick auf einen Like-Button ebenso ihr Wohlwollen zum Ausdruck bringen, wie durch das Abgeben von Kommentaren. Auch die M√∂glichkeit direkt mit den Anbietern zu chatten schafft eine verbesserte Kundenbindung und tr√§gt zum Unternehmenserfolg bei. Vermehrt wird Social Media durch Werbung finanziert. √Ąhnlich wie bei Suchmaschinenbetreibern erscheinen abh√§ngig von den Nutzerdaten Werbebanner mit Angeboten zu spezifischen Interessen auf der Benutzeroberfl√§che. Das Risiko von Social-Media-Marketing besteht darin, dass sich Kritik oder Unmut in ihnen genauso schnell verbreitet wie Wohlwollen. Daher sollten Angebote und Werbeaussagen besonders sorgf√§ltig abgewogen werden.

Data-Mining

Beim Data-Mining werden Kundendaten ausgewertet. Besonders Online-Shops und Verkaufsportale k√∂nnen sich ihre Kundendaten zunutze machen, indem sie ihre Kundendaten und eventuell erworbene Daten auswerten, um bestimmte Muster zu erkennen und mehr √ľber ihre Kunden zu erfahren. Oft werden solche Leistungen auch an externe Unternehmen vergeben. Vorstufen des Data-Mining sind die typischen statistischen Angaben, die Teil jedes modernen Warenwirtschaftssystems sind. Durch Data-Mining l√§sst sich der Verkaufserfolg wesentlich verbessern, au√üerdem tr√§gt es zur Effizienz beim Einkauf und der Lagerhaltung bei. Data-Mining ist datenschutzrechtlich umstritten und wird viel diskutiert.



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