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Online Video Advertising Begriffserklärung und Definition

online-video-advertisingAls Online Video Advertising bezeichnet man Werbung im Internet, die in Form von Videos stattfindet. √Ąhnlich wie herk√∂mmliche Werbebanner wird sie auf den Seiten von Content-Anbieter eingebunden und idealerweise passend zum aufgerufenen Inhalt dargestellt. Durch das Web 2.0 tendiert das Internet immer mehr in eine Free2use Richtung. Nutzer sind es gew√∂hnt, ihre Inhalte kostenfrei abrufen zu k√∂nnen und erwarten daher Angebote, bei denen keine Kosten entstehen. Dies f√ľhrt jedoch zu Problemen bei etablierten Anbietern. Da viele Firmen das Internet lange Zeit nur als Zusatzmedium wahrnahmen, stellten sie ihre Inhalte meist kostenfrei zur Verf√ľgung. Es wurde als eine Art Service f√ľr den Zuschauer oder Leser angesehen und erwartet, dass diese trotzdem noch die analogen Angebote wahrnahmen. In den folgenden Jahren kam es jedoch zu einer Ver√§nderung des Medienkonsums. Heute setzen viel Nutzer haupts√§chlich das Internet f√ľr die Unterhaltung und Informationsbeschaffung ein und verzichten zunehmend auf die klassischen Angebote wie zum Beispiel das Fernsehen. Dadurch gehen den Unternehmen K√§ufer und Zuschauer verloren und die Werbeeinnahmen sinken. Gleichzeitig wird von neuen Anbietern im Internet erwartet, dass sie den hohen Produktionsstandard der vorhandenen Unternehmen erreichen, ohne daf√ľr eine Bezahlung zu verlangen. Die Angebote im Netz werden dadurch qualitativ immer besser, doch im Gegenzug f√ľr Unternehmen immer schwieriger zu finanzieren. Daher kommt es verst√§rkt zum Einsatz von Online Video Advertising.
Neben dem reinen werbefinanzierten Angebot von Inhalten gibt es auch ein Mischsystem. Beim Paid Content zahlt der Kunde eine gewisse Summe und kann dann erst die Inhalte konsumieren. Es ist ähnlich dem Pay-TV Prinzip des Fernsehens. Die Verbreitung hält sich jedoch in Grenzen, da die Zahlungsbereitschaft im Internet nicht sehr hoch ist. Daher werden Werbemodelle bevorzugt. Vor allem bei Videoinhalten biete sich dies an, da man Werbung vor aber auch während des Abspielens einbauen kann.
Online Video Advertising ist haupts√§chlich durch die wachsende Verbreitung von Breitband Internet und Flatrates m√∂glich geworden. Dadurch hatten die Nutzer √ľberhaupt erst die n√∂tige Internetgeschwindigkeit und Downloadmenge, um Werbevideos im Internet zu tolerieren. Zus√§tzlich nimmt der Konsum von Online Videos immer mehr zu. Gerade viele junge Menschen verbringen viel Zeit auf Videoportalen. In direkter Folge dieses Verhaltens entstanden viele Anbieter, die ihre Inhalten nur f√ľr das Netz produzierten. Diese haben ein erh√∂htes Interesse an funktionierendem Online Video Advertising und k√∂nnen nur dann kostendeckend arbeiten, wenn die Einnahmen der Werbung im Internet ein bestimmtes Level erreichen.

Unterscheidung

Bei der Einbindung von Online Video Advertising unterscheidet man drei verschieden Arten: Streaming-Video, In-Banner-Video und In-Text-Video. Das Streaming Video kann linear oder nicht-linear eingebunden werden. Das Lineare Streaming-Video wird vor, nach oder zwischen Videoinhalten abgespielt. Es legt sich f√ľr eine gewisse Zeit √ľber die Inhalte und kann nach Beendigung weggeklickt werden. Es l√§uft also entweder das Video oder die Werbung. Bei dem nichtlinearen Streaming-Video l√§uft es parallel zum Abspielen des Videos. Deshalb legt es sich nicht √ľber das Video, sondern wird meistens in einem Seitenfenster abgespielt.
In-Banner-Video nutzt die klassischen Werbebanner auf den Internetseiten und betet in diese die Werbevideos ein. Es wird beim Aufrufen der Seite geladen und dann meist durch Anklicken oder Maus dr√ľberfahren abgespielt. Es ist nicht an ein reines Videoangebot gekoppelt und kann von Anbietern aller Inhalte genutzt werden.
In-Text-Video dagegen ben√∂tigt einen Text und wird vornehmlich von Anbietern genutzt, die textbasierte Inhalte bereitstellen. Dabei wird die Werbung an ein bestimmtes Wort innerhalb des Textes gebunden und verlinkt. Wenn der Nutzer nun √ľber das Wort f√§hrt oder es anklickt, √∂ffnet sich das Werbevideo.

Technik

F√ľr die Verbreitung von Online Videos wird in der Regel ein Flashplayer und ein Browser ben√∂tigt. Dadurch ist es m√∂glich, dass die Videos, unabh√§ngig davon ob das Ausgabeger√§t ein PC, ein Mac oder ein Smartphone ist, abgespielt werden. Ausnahmen bilden nur einige mobile Ger√§te, die Flash nicht unterst√ľtzen. Da deren Verbreitung zunimmt, wird vermehrt auf den HTML5-Standard gesetzt. Probleme macht zus√§tzlich die vermehrte Verbreitung von Werbeblocker im Browser. Diese verhindern, dass die Webseite die Werbung aufrufen kann. Hier setzen Anbieter zunehmend auf Aufkl√§rung und versuchen, die Nutzer zum Umdenken zu bewegen. Da die Angebote nur durch die Werbung finanzierbar sind, wird um den Verzicht der Nutzung eines Werbeblockers gebeten.

Vorteile gegen√ľber klassischer Werbung

Werbung auf den klassischen Medien Fernsehen, Radio und Zeitung funktioniert nach dem Streuprinzip. Man versucht, so viele Menschen wie m√∂glich zu erreichen und aus der Masse K√§ufer zu generieren. Bei dem Online Video Advertising versucht man die Werbung mehr auf die Rezipienten zu zuschneiden. Die Angebote, in denen Werbevideos eingebaut werden k√∂nnen, sind viel differenzierter, was die M√∂glichkeit von genauer angepassten Werbebotschaften schafft. Gleichzeitig kann man auch den Erfolg im gewissen Ma√üe √ľberpr√ľfen. Oft wird bei dem Video ein Link eingebunden, der direkt zum Produkt f√ľhrt. Anhand der Klickzahlen, l√§sst sich absch√§tzen, ob die Werbung erfolgreich war oder nicht. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht jeder Klick mit einem Kauf gleichzusetzen ist. Zus√§tzlich besteht die Gefahr, dass durch Klickbetrug hohe Kosten entstehen, da die Werbung auf Basis der Abrufe und Klicks bezahlt wird.

√Ąhnlichkeiten zum Videomarketing

Online Video Advertising verbindet gewisse Gemeinsamkeiten mit dem Videomarketing. Bei beiden ist die Grundlogik darauf ausgerichtet, Videos, die möglichst genau auf die Zielgruppe abgestimmt wurden, zu verbreiten. Sie machen sich dabei die Vorteile des Internets zunutze, da man mit dessen Hilfe sehr schnell viele Menschen erreichen kann, ohne dabei so hohe Streuverluste wie Werbung in den klassischen Medien zu haben. Sie unterscheiden sich auch beide vom Viralen Marketing durch die Tatsache, dass die Herkunft des Videos meist eindeutig bestimmbar ist. Nur so lassen sich sinnvoll die Werbeeffekte erzielen. Größter Unterschied ist, dass Videomarketing sich neben der Werbung vor allem auch auf PR- und Imagebotschaften konzentriert. Dadurch ist es einfacher auf sozialen Netzwerken einsetzbar. Online Video Advertising hat dort eher Probleme, da soziale Netzwerke ungeeignet sind, um reine Werbebotschaften zu verbreiten. Die Kommunikation mit den Nutzern steht im Vordergrund und wenn man nur Werbung betreibt, dann wird das Angebot von den Nutzern oft abgelehnt.



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