Ein Permalink, auch Permanentlink oder permanenter Link genannt, ist eine URL, die dauerhaft auf einen bestimmten Inhalt zeigen soll. Die Adresse soll also im optimalen Fall auch nach Jahren noch denselben Beitrag oder dasselbe Objekt im WWW aufrufen. Die Bezeichnung als Permalink (allg. Infos zur Permalink-Technologie [bei Blogs]) wurde vor allem durch die Nutzung der Links in Blogbeiträgen populär.
Permalinks in Blogs
Die Technik des Permalinks (allg. Infos zur Permalink-Technologie [bei Blogs]) wird heute sehr oft in Blogs genutzt und hat auch ihren Ursprung in den Weblogs. In der Natur der Blogs liegt es, dass neuere Beiträge ältere Beiträge immer wieder nach hinten verdrängen. Zwar helfen Tags und Kategorien dabei, die Suche nach einem bestimmten Blogbeitrag zu vereinfachen, für umfangreiche Themen ist die Suche aber trotzdem schwierig, da hierzu viele Beiträge und auch Kommentare existieren. Selbst wenn man die URL des Blogs kennt, kann es je nach Aktivität des Bloggers schwierig sein, ältere Beiträge wiederzufinden. Ähnliches gilt für die Kommentare, auch hier können viele Kommentare zu vielen unterschiedlichen Beiträgen die Suche nach einem bestimmten, vielleicht besonders interessanten, Kommentar erschweren. Deshalb wurden die Permalinks populär. Sie zeigen dauerhaft auf einen bestimmten Beitrag in einem Blog, der so einfacher verlinkt oder im Browser als Favorit gespeichert werden kann. Einzelne Kommentare lassen sich je nach System zusätzlich über eine eigene URL oder einen Fragmentbezeichner innerhalb des Beitrags gezielt aufrufen.
Der Aufbau eines Permalinks
Permalinks können heute sehr einfach erzeugt werden: Moderne Blogsysteme oder Blog-Dienstleister bieten die Erzeugung eines permanenten Links automatisch beim Einstellen eines Beitrags an. Ein solcher dauerhafter Link wird oft als sprechender Link erzeugt. Das heißt, dieser Permalink enthält die Überschrift oder eine verkürzte Bezeichnung des Postings, die so angepasst wurde, dass sie als URL-Pfad verwendet werden kann. Zusätzlich kann der Permalink auch die Kategorie des Beitrags enthalten, in der er eingestellt wurde. Weitere gebräuchliche Formen des Permalinks sind das Datum des Beitrags, zum Teil in Kombination mit der Uhrzeit. Zeitangaben oder eindeutige Kennungen können auch verwendet werden, wenn Kommentaren ein Permalink zugeordnet werden soll. Ebenfalls gebräuchlich ist die Form einer laufenden Nummer in Kombination mit einem anderen Zeichen. Auch die Kombination zweier oder mehrerer Methoden zur eindeutigen Kennzeichnung eines Inhalts ist bei Blogsystemen möglich. Viele Blogsysteme erlauben neben diesen Einstellungen auch die benutzerdefinierte Erzeugung einer URL; hier legt der Nutzer selbst fest, welche Kennzeichnung nach der Domain folgt.
Alle Methoden, eine eindeutige URL zu erzeugen, haben ihre Vor- und Nachteile. So sind sprechende Namen einfach zu verstehen, dafür aber meist länger als reine Nummern. Gleiches gilt für die Kombination der verschiedenen Methoden. Ist der eindeutige Bestandteil dagegen ein Zeitstempel oder eine fortlaufende Nummer, so können sich Menschen diese URL nur schwer merken und ihren Inhalt nicht unmittelbar erkennen. Moderne Blogsysteme bieten daher Einstellungen dafür, wie Permalinks erzeugt werden. So kann der Blogger einen passenden Linkaufbau festlegen und die URL einzelner Beiträge bei Bedarf anpassen. Nach der Veröffentlichung sollte eine Änderung jedoch möglichst vermieden oder mit einer dauerhaften Weiterleitung von der alten auf die neue URL umgesetzt werden.
Permalinks als Teil der Suchmaschinenoptimierung
Permalinks sind häufig Teil der Strategie zur Suchmaschinenoptimierung eines Blogs. Eine gute interne Verlinkung ist wichtig für die Orientierung von Nutzern und Suchmaschinen; dies sollte auch schon beim Aufbau der Permalinks beachtet werden. So können Permalinks zumindest zum Teil sprechend sein. Der sprechende Teil der URL sollte knapp erkennen lassen, welcher Inhalt sich hinter dem Link verbirgt. Derart aufgebaute Permalinks sind leichter zu verstehen und können auch dann einen inhaltlichen Hinweis geben, wenn die URL sichtbar geteilt wird. Für interne und externe Verweise bleibt dennoch ein präziser Linktext meist aussagekräftiger als die alleinstehende URL.
Ein Permalink kann den zentralen Begriff des Beitrags enthalten, wenn dies den Inhalt treffend beschreibt. Weitere Wörter sollten nur verwendet werden, wenn sie zur Unterscheidung oder zum Verständnis beitragen. Eine feste Zahl von Keywords, die Google angeblich berücksichtigt, gibt es dabei nicht. Entscheidend sind eine verständliche, möglichst kurze und dauerhaft nutzbare Adresse sowie eine klare Seitenstruktur. Füllwörter können weggelassen werden, wenn die URL dadurch lesbarer wird. Eine nachträgliche Änderung allein zur Aufnahme zusätzlicher Keywords ist meist nicht sinnvoll, weil bestehende Links, Lesezeichen und bereits erfasste Adressen betroffen sein können.
Der Unterschied – Permalinks vs. normale Links
Ein Permalink ist technisch ebenfalls ein normaler Hyperlink. Der Unterschied liegt vor allem in der vorgesehenen Beständigkeit seines Ziels: Permalinks sollen sicherstellen, dass ein bestimmtes Objekt immer über ein und dieselbe URL erreichbar ist. Außerdem sollen sie dauerhaft in der erstellten Form erhalten bleiben. Bei anderen Links ist es durchaus möglich oder auch gewollt, dass der Webmaster die Inhalte, die unter der URL abrufbar sind, verändert. Auch der Name der URL selbst kann geändert werden.
Ein Beispiel zeigt den Unterschied zwischen einer wechselnden Übersichtsadresse und einem Permalink. Unter der URL http://www.domain.tld/news sollen die aktuellen Nachrichten abgerufen werden können. Auch wenn auf dieser Site eine Archivfunktion dafür sorgt, dass ältere News ebenfalls aufgerufen werden können, verweist dieser Link nicht dauerhaft auf einen einzelnen Beitrag. Unter der URL http://www.domain.tld/news/20130729 dagegen sind beispielsweise die News des 29. Juli 2013 zusammengefasst und dauerhaft abrufbar. Natürlich ist es auch in diesem Fall technisch möglich, dass der Webmaster den Inhalt oder die URL selbst verändert. Dies ist aber nicht gewünscht. Es liegt daher in der Verantwortung des Webmasters, dass der Permalink dauerhaft auf den gewünschten Inhalt zeigt. Muss sich die Adresse ändern, sollte die alte URL dauerhaft auf die passende neue URL weiterleiten und die interne Verlinkung aktualisiert werden.
Zusammenfassung
Permalinks sind dauerhaft vorgesehene URLs, die einen bestimmten Inhalt eindeutig erreichbar machen und insbesondere in Blogs populär geworden sind. Sie erleichtern das Auffinden älterer Beiträge, da sie dauerhaft auf einen bestimmten Beitrag verweisen.
Die Erstellung eines Permalinks ist heute dank moderner Blogsysteme recht einfach und bietet verschiedene Möglichkeiten für den Aufbau. Dies reicht von sprechenden Links, die die Überschrift oder Bezeichnung des Beitrags enthalten, bis zu zeitbasierten oder nummerierten Formaten.
Permalinks spielen auch eine Rolle in der Suchmaschinenoptimierung. Gut gestaltete Permalinks sind verständlich, knapp und stabil. Sie können den zentralen Begriff eines Beitrags enthalten, sollten aber nicht mit zusätzlichen Keywords überladen werden.
Im Gegensatz zu wechselnden Übersichtsadressen sollen Permalinks dauerhaft und einheitlich sein. Sie tragen zur Vermeidung fehlerhafter Verweise bei und bleiben im Idealfall über Jahre hinweg unverändert.
Häufige Fragen und Antworten
Ein Permalink, auch Permanentlink oder permanenter Link genannt, ist eine URL, die dauerhaft auf einen bestimmten Inhalt verweist. Er dient dazu, beispielsweise einen einzelnen Beitrag im Internet langfristig zu verlinken. Permalinks werden besonders in Blogs häufig genutzt.
Permalinks werden in Blogs verwendet, um ältere Beiträge dauerhaft unter derselben Adresse verfügbar zu machen. Da in Blogs neue Beiträge ältere Beiträge nach hinten verdrängen, helfen Permalinks dabei, bestimmte Inhalte leicht wiederzufinden. Sie erleichtern außerdem das Verlinken und Speichern einzelner Beiträge im Browser.
Permalinks können je nach Blogsystem unterschiedlich aufgebaut sein. Oft enthalten sie die Überschrift oder eine verkürzte Bezeichnung des Beitrags. Sie können außerdem eine Kategorie, ein Datum oder eine eindeutige Nummer enthalten. Sprechende Permalinks helfen Nutzern dabei, den Inhalt der Zielseite bereits anhand der URL einzuschätzen.
Permalinks können die Suchmaschinenoptimierung unterstützen, wenn sie verständlich, knapp und dauerhaft nutzbar sind. Sie können den zentralen Begriff des Beitrags enthalten, sollten aber nicht mit Keywords überladen werden. Für die interne Verlinkung sind zusätzlich präzise Linktexte wichtig. Muss ein veröffentlichter Permalink geändert werden, sollte die alte Adresse dauerhaft auf die neue URL weiterleiten.
Ein Permalink ist technisch ein normaler Hyperlink. Seine Besonderheit liegt in der vorgesehenen Beständigkeit: Er soll dauerhaft unter derselben URL auf denselben Beitrag oder Inhalt verweisen. Andere Adressen, etwa eine Nachrichtenseite mit wechselnden aktuellen Meldungen, können dagegen im Laufe der Zeit unterschiedliche Inhalte anzeigen.
