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Ranking-AlgorithmusEin Ranking-Algorithmus ist eine mathematische Formel, nach der eine Suchmaschine alle von ihr katalogisierten Seiten bewertet und diese Wertung in einen Zusammenhang zu der Anfrage des Suchenden bringt. Die Position, auf der sich eine Seite innerhalb der Ergebnisse findet, hängt im Wesentlichen von diesem Algorithmus ab. Im Kontext des übergeordneten SEO-Konzepts beschreibt der Ranking-Algorithmus den Kernmechanismus, mit dem zahlreiche Relevanzsignale zu einer Ergebnisreihenfolge verdichtet werden. Verschiedene Suchmaschinen verwenden unterschiedliche Sortieralgorithmen für ihre Bewertung, so dass sich die Position einer einzelnen Seite stark unterscheiden kann. In den Algorithmus fließen verschiedene Faktoren mit ein, die sich positiv oder negativ auswirken können. So werden Seiten, die durch eine unverhältnismäßige Verlinkung auffallen, in der Regel für dieses Verhalten herabgestuft, wenn sie keinen besonderen Grund für diese hohe Anzahl von Querverweisen aufweisen können. Der genaue Algorithmus unterliegt in der Regel strenger Geheimhaltung; öffentlich dokumentiert sind lediglich Teilaspekte (z. B. das PageRank-Verfahren). Das bedeutet jedoch nicht, dass sich dieses Wissen ausnutzen ließe, um das eigene Ranking zu manipulieren, denn auch wenn einzelne Komponenten bekannt sind, bleiben dennoch die entscheidenden Faktoren verborgen, die zur Bildung des endgültigen Wertes führen. Google selber gibt beispielsweise an, den PageRank in das Ranking mit einfließen zu lassen. Die eigentliche Wertung wird laut Google nach zahlreichen verschiedenen Kriterien gebildet, die mehr oder weniger stark gewichtet werden. Zusätzlich bilden auch noch weitere Einflüsse einen entscheidenden Anteil an dem Endergebnis – einer der bekanntesten ist etwa die Einzigartigkeit eines Textes, die positiv berücksichtigt wird. Da der eigene Rang den entscheidenden Einfluss auf die Platzierung innerhalb der Suchergebnisse darstellt und diese wiederum ausschlaggebend für die Anzahl der Besucher ist, sind viele Seitenbetreiber bemüht, ihre Bedeutung zu erhöhen. Das geschieht mitunter durch die Verwendung von Techniken, die einen Ranking-Algorithmus ausnutzen und ihn im Interesse der Anbieter manipulieren. Um solchem Verhalten zuvorzukommen und ihren Nutzern konstant optimale Ergebnisse auf eine Anfrage liefern zu können, variieren die Betreiber von Suchmaschinen regelmäßig ihre Wertungen und wandeln den Algorithmus entsprechend ab. Vorhergehende Wertungen werden in diesem Zusammenhang berücksichtigt und können wiederum negative oder positive Konsequenzen haben. Dadurch ist es nicht nur möglich, eventuelle Schwachstellen in einer vorhergehenden Berechnung zu beseitigen, sondern auch diejenigen Homepages abzustufen, die diese gezielt ausgenutzt haben. Gewisse Methoden der Suchmaschinenoptimierung werden schon seit Langem von jedem Ranking-Algorithmus als SPAM interpretiert – im schlimmsten Fall wird die entsprechende Domain in einer gesonderten Blacklist erfasst und bekommt unabhängig von der Berechnung selber nur noch sehr niedrige Werte. Die entsprechenden Richtlinien werden z. B. von Google publiziert, um eine sogenannte „SEO-Ethik“ zu fördern – das heißt, dass eine Suchmaschine in ihrer Aufgabe – der Indizierung möglichst vieler Seiten und deren Inhalte – unterstützt wird.

Googles PageRank – ein öffentlicher Ranking-Algorithmus

Google verdankt seinen Erfolg zu einem großen Teil der neuen Art, in der es Suchergebnisse mittels seines Ranking-Algorithmus ordnete. Alle vorher gebräuchlichen Algorithmen waren relativ einfach und dementsprechend leicht zu beeinflussen; sie richteten sich in der Regel nur nach dem Suchbegriff und naheliegenden Schlüsselwörtern und orientierten sich an deren Häufigkeit. Der PageRank-Algorithmus bezieht eine zusätzliche Komponente in diese Ordnung mit ein – die Struktur einer Sammlung von untereinander verknüpften Datensätzen. Er wurde von Larry Page entwickelt, von dem sich auch der Name ableitet – und nicht, wie oft fälschlich angenommen, von einer Kurzform für Homepage. Um dem Nutzer möglichst sinnvolle Treffer anzeigen zu können, nutzte der PageRank ein in seiner Zeit revolutionäres Schema. Er geht von der Annahme aus, dass inhaltlich wertvolle Inhalte öfter miteinander verknüpft werden als bedeutungsarme. Entsprechend wird ein Netz von Dokumenten nicht allein nach Stichpunkten qualifiziert, sondern vielmehr nach den untereinander existierenden Verbindungen. Dabei wird in diesem Ranking-Algorithmus mit einbezogen, welchen Wert der Inhalt hat, von dem die Verknüpfung ausgeht – je höher dieser ist, desto höher ist auch der Wert ihrer ausgehenden Links für die Empfängerseite. Um ein genaues Ergebnis zu produzieren, bildet der PageRank zudem einen zufällig durch das Netz surfenden Benutzer nach. Je mehr Links auf eine Seite verweisen, desto höher ist die Möglichkeit, dass dieser Nutzer sich zu einem bestimmten Zeitpunkt auch dort befindet. Je nach Anzahl der ausgehenden Links bewegt er sich dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit weiter auf eine bestimmte andere Seite – der PageRank und das daraus resultierende Ranking entsprechen in diesem Zusammenhang der rechnerischen Plausibilität, mit der er sich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort aufhält. Diese Wahrscheinlichkeit wird dann mit den gesuchten Begriffen in eine Korrelation gebracht und alle Ergebnisse anhand dieser aufgelistet. In der Praxis hat sich herausgestellt, dass dieser Ranking-Algorithmus dazu geeignet ist, Inhalte relativ zielgenau zu beschreiben. Forscher haben darüber hinaus entdeckt, dass sich auch andere Strukturen gut anhand dieser Rechenoperation darstellen lassen, die auf den ersten Blick überraschen. In der Tat stammt er seinen Ansätzen nach aus der Soziometrie, die dazu dient, Individuen einer bestimmten Gruppe in einen mathematisch begreifbaren Zusammenhang untereinander zu setzen. Allerdings gibt es auch aus der Physik Anwendungsbeispiele – so lässt sich laut Aussagen von Forschern der Washington State University anhand dieses Ranking-Algorithmus auch die Ausrichtung von Wassermolekülen innerhalb einer Lösung mit anderen Stoffen angeben.

Jeder Betreiber verwendet einen eigenen Ranking-Algorithmus

Seitdem verwenden alle großen Suchmaschinen einen eigenen Algorithmus, der in seiner Funktion oft an den PageRank angelehnt ist. Von Google selber wird in Fachkreisen fest davon ausgegangen, dass der Konzern ebenfalls schon seit langer Zeit eine eigene Variante verwendet, die strengster Geheimhaltung unterliegt. Ein weiterer Schlüssel ist der Dämpfungsfaktor – er dient dazu, dass Seiten, auf die verlinkt wird, ohne dass diese weiterleiten, kein übermäßiges Gewicht verliehen bekommen. Zudem berücksichtigen moderne Ranking-Algorithmen eine Vielzahl von Faktoren, die einen direkten oder indirekten Einfluss auf das Ergebnis ausüben. Um einem Missbrauch vorzubeugen, werden diese zusätzlich in unregelmäßigen Abständen variiert oder neuen Begebenheiten angepasst. In den letzten Jahren gehörte unter anderem die Aufnahme von sozialen Netzwerken zu diesen zusätzlichen Faktoren – diese werden inzwischen ebenfalls routinemäßig in die Bewertung mit aufgenommen und können das Ranking je nach dem Stand der Vernetzung auf diesen Plattformen beeinflussen. Es ist zudem bekannt, dass verschiedene Betreiber unterschiedliche Prioritäten setzen. So spielt das Alter einer Domain für Google nur eine untergeordnete, für den von Microsoft betriebenen Suchdienst Bing jedoch eine entscheidende Rolle. Yahoo wiederum wertet bevorzugt Seiten, die in dem eigenen Webverzeichnis registriert sind, während andere Homepages nur sehr langsam erfasst werden. Weitere Unterschiede, die eine Rolle spielen, sind beispielsweise die räumliche Nähe oder das Alter der Beiträge. Unterschiedlich wird auch gewertet, ob einzelne Ergebnisse oft oder selten angeklickt und damit ausgewählt werden. Google etwa gibt an, Nutzersignale zu beobachten, betont jedoch, diese nicht direkt als klassisches Rankingsignal einzusetzen. Bing wiederum gibt seit mehreren Jahren offen zu, dass auch dieses Verhältnis in die Ranking-Algorithmen integriert wurde. Yahoo wiederum hält sich traditionell sehr bedeckt, was seine eigenen Maßstäbe betrifft – die wenigen allgemein bekannten Tatsachen beruhen auf Erfahrungswerten und Einschätzungen von Sachverständigen, während das Unternehmen Gerüchte weder dementiert noch bestätigt. Allen Ranking-Algorithmen gemeinsam ist jedoch, dass sie sowohl interne als auch externe Faktoren – sogenannte OnPage- und OffPage-Faktoren – verwenden und diese je nach eigener Gewichtung zu einem Gesamtrating verbinden. Als OnPage gelten dabei alle internen Kriterien – die Häufigkeit des Suchwortes im Text und insbesondere in HTML-Titeln beispielsweise –, während OffPage die strukturellen Elemente wie Links und Backlinks enthält. Nur durch eine günstige Kombination beider Teile lässt sich wiederum ein optimaler Wert innerhalb des Ranking-Algorithmus erzielen, da ein Missverhältnis eine sofortige Abwertung nach sich zieht.

Zusammenfassung

Ein Ranking-Algorithmus ist eine komplexe mathematische Formel, die von Suchmaschinen verwendet wird, um Webseiten in den Suchergebnissen zu platzieren. Verschiedene Suchmaschinen wie Google und Bing nutzen unterschiedliche Algorithmen und bewerten zahlreiche Faktoren wie Verlinkungen, Texteinzigartigkeit und weitere Kriterien. Obwohl einige Aspekte von Algorithmen öffentlich dokumentiert sein können, bleiben entscheidende Elemente meist geheim, um Manipulationen zu vermeiden.

Google’s PageRank revolutionierte die Welt der Suchmaschinen durch die Einführung einer Methode, die nicht nur auf Schlüsselwörtern, sondern auch auf der Struktur der untereinander verknüpften Datensätze basiert. Der Algorithmus nutzt die Verlinkungen zwischen Seiten und ihre Qualität, um ein endgültiges Ranking zu generieren, das als maßgeblich für die Sichtbarkeit der Seite gilt.

Suchmaschinenbetreiber entwickeln ständig ihre eigenen Ranking-Algorithmen weiter, die meist streng geheim gehalten werden. Die Algorithmen berücksichtigen eine Vielzahl von Faktoren, sowohl interne (OnPage) wie Text und HTML-Titel, als auch externe (OffPage) wie Links und Backlinks. Unterschiedliche Suchmaschinen legen unterschiedliche Prioritäten auf diese Faktoren, was zu verschiedenen Platzierungen in den Suchergebnissen führen kann.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist ein Ranking-Algorithmus?

Ein Ranking-Algorithmus ist eine komplexe mathematische Formel, die von Suchmaschinen verwendet wird, um Webseiten in den Suchergebnissen zu platzieren. Suchmaschinen bewerten eine Vielzahl von Faktoren wie Verlinkungen, Texteinzigartigkeit und weitere Kriterien, um das Ranking einer Seite zu bestimmen.

Wie funktioniert der PageRank-Algorithmus von Google?

Der PageRank-Algorithmus von Google ordnet Webseiten basierend auf ihrer Struktur und Verlinkungen. Der Algorithmus berücksichtigt die Qualität und den Wert der verlinkenden Seiten, um das Ranking der Zielwebseite zu bestimmen. Eine hohe Anzahl hochwertiger Verlinkungen kann das Ranking einer Seite verbessern.

Warum verwenden verschiedene Suchmaschinen unterschiedliche Ranking-Algorithmen?

Verschiedene Suchmaschinen setzen unterschiedliche Prioritäten und bewerten verschiedene Faktoren, um die Relevanz von Webseiten zu bestimmen. Dabei spielen sowohl technische Aspekte als auch die strategische Ausrichtung der Suchmaschinenbetreiber eine Rolle. Daher verwenden Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo unterschiedliche Ranking-Algorithmen.

Welche Faktoren beeinflussen das Ranking einer Webseite?

Das Ranking einer Webseite wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Dazu gehören unter anderem Verlinkungen, die Einzigartigkeit des Textes, technische Aspekte wie Ladezeit und mobile Optimierung, aber auch Nutzerinteraktionen. Es handelt sich um eine komplexe Mischung aus OnPage- und OffPage-Faktoren, die das Ranking bestimmt.

Welche Optimierungsansätze sind im Rahmen von Ranking-Algorithmen zulässig?

Zulässig sind Maßnahmen, die die Relevanz und Qualität von Inhalten, die technische Zugänglichkeit und eine saubere Informationsarchitektur verbessern (z. B. klare HTML-Strukturen, aussagekräftige Titel, interne Verlinkungen, hilfreiche Inhalte). Unzulässig sind manipulative Praktiken wie Linkkauf, Cloaking oder Keyword-Stuffing, die von Ranking-Algorithmen als Spam gewertet werden und zu Abstufungen bis hin zur Deindexierung führen können. Maßgeblich sind die jeweiligen Webmaster-Richtlinien der Suchmaschinen.

Bildnachweis: iStock.com/domin_domin


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