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Google Play
Bild: Symbolbild Smartphone-Nutzer beim Spielen – einer der Grundgedanken hinter Google Play

Google Play ist die Distributionsplattform des Unternehmens für Android-Apps und verschiedene digitale Medienangebote. Sie ist eine zentrale Anlaufstelle für Apps und findet auf zahlreichen Android-Geräten Verwendung. Die Software ist auf vielen Smartphones und Tablets mit dem Betriebssystem Android vorinstalliert und dort der standardmäßige Bezugspunkt für Applikationen. Ob Google Play vorinstalliert ist, hängt jedoch vom Gerätehersteller, der Android-Variante und der jeweiligen Region ab.

Parallel umfasst beziehungsweise umfasste Google Play multimediale Angebote für Bücher und Zeitschriften, Musik, Filme und Serien. Einige Angebote sind oder waren auch auf anderen Betriebssystemen verfügbar. Das Unternehmen verwendete Google Play zeitweise außerdem für den Vertrieb seiner hauseigenen Produkte wie Google TV sowie der Smartphones und Tablets aus der Nexus-Reihe. Dieser Hardwarevertrieb ist historisch einzuordnen und gehört heute nicht mehr zum Kern von Google Play.

Google Play ist neben dem Zugriff über Android-Geräte per Webbrowser im Internet zugänglich. Für das Herunterladen, Kaufen und Verwalten von Apps und anderen Produkten wird in der Regel ein Google-Konto benötigt. Der Nutzeraccount bietet per Webbrowser einen Überblick über verknüpfte Geräte, verwendete Apps und erworbene Produkte. Diese digitale Schnittstelle von Google Play erleichtert die Bedienung und Verwaltung, losgelöst von einem bestimmten Gerät. Die konkrete Auswahl und Verfügbarkeit von Apps, Medien und Funktionen unterscheidet sich nach Land, Gerät und Kontoeinstellungen.

Entstehung und Entwicklung von Google Play

Google Play entstand 2008 in Verbindung mit dem Betriebssystem Android als digitale Distributionsplattform. Damals noch unter dem Namen Android Market war die Plattform zum Herunterladen und Vertreiben von Apps für Android-Geräte bestimmt. In seiner ursprünglichen Form ging der Android Market am 22. Oktober 2008 an den Start und unterstützte seit dem 13. Februar 2009 den Vertrieb kostenpflichtiger Apps. Seitdem hat sich die Plattform stark weiterentwickelt. Am 6. März 2012 wurde sie in Google Play umbenannt, um mit dem erweiterten Konzept und Image des Services aufzuschließen.

Die Verfügbarkeit von Apps machte seit der Entstehung eine sprunghafte Entwicklung durch. Bereits in einer frühen Phase umfasste das Angebot mehr als 800.000 Applikationen. Diese Zahl ist daher als historische Größenordnung und nicht als aktueller Umfang zu verstehen. Neben dem Vertrieb von Apps für das Betriebssystem Android lag ein Schwerpunkt des damaligen Plattformangebots auf Multimedia und hauseigenen Google-Produkten.

Die grundlegende Nutzung von Google Play als Service ist kostenlos, wobei beim Kauf von kostenpflichtigen Apps, Abonnements und multimedialen Produkten Kosten anfallen können. Das Herunterladen, Kaufen und Verwalten von Produkten lässt sich je nach Angebot entweder über das entsprechende Gerät oder durch den Webbrowser abwickeln. Vor einem Kauf sollten Nutzer insbesondere Preis, Abrechnungsart, Anbieter, Berechtigungen und Hinweise zu In-App-Käufen prüfen.

Im Gegensatz zum Betriebssystem Android ist Google Play nicht Open Source. Entwickler und Hersteller, die die Plattform zur Distribution von Apps oder auf Geräten nutzen wollen, müssen die jeweiligen Vereinbarungen und technischen Voraussetzungen von Google erfüllen. Das Angebot von Apps innerhalb von Google Play ist auf diese Weise durch das Unternehmen reguliert und muss den geltenden Richtlinien folgen. Die Plattform dient gleichermaßen zum Vertrieb von kostenlosen und kostenpflichtigen Apps sowie verschiedenen multimedialen Produkten.

Entwickler von Applikationen zahlen für ein Entwicklerkonto grundsätzlich eine Registrierungsgebühr. Historisch wurde für kostenpflichtige Apps häufig ein Anteil von 30 % am Umsatz genannt. Diese Angabe lässt sich nicht pauschal auf alle heutigen Apps, Abonnements und Umsatzstufen übertragen, da Entgelte und Abrechnungsmodelle von Programm und Produktart abhängen. Auch die Zahlungsabwicklung wurde im Laufe der Entwicklung verändert und ist heute in die Zahlungsfunktionen von Google Play eingebunden.

Aufbau von Google Play

Google Play tritt als Distributionsplattform in zwei wesentlichen Erscheinungsformen auf. Einerseits gibt es die Android-App, welche auf sehr vielen Android-basierten Geräten wie Smartphones und Tablets vorinstalliert ist, um weitere Apps herunterzuladen. Andererseits existiert die Webversion von Google Play, welche sich über einen Browser ansteuern lässt. Die App-Version bildet für kompatible Android-Geräte das Herzstück von Google Play. Sie ist jedoch nicht die technisch einzige Möglichkeit, Android-Applikationen zu beziehen.

Das Angebot innerhalb der App ist in verschiedene Kategorien eingeordnet. Thematisch sind die Apps in Bereiche wie Spiele, Produktivität, Business und Social Media aufgeteilt. Gleichzeitig bietet Google Play Sortierungen, redaktionelle Zusammenstellungen und Hinweise auf populäre Angebote. Bewertungen und Empfehlungen liefern Nutzern eine Orientierungsmöglichkeit auf der Suche nach der gewünschten App. Sie ersetzen allerdings nicht die Prüfung des Anbieters, der verlangten Berechtigungen, der Aktualität und des konkreten Funktionsumfangs. Parallel zu Applikationen liefert Google Play Zugang zu weiteren multimedialen Angeboten, für welche das Unternehmen Distributionsdienste bietet.

Die Webseite von Google Play ist prinzipiell ähnlich wie die App aufgebaut. Durch das größere Format für den Computerbildschirm kann sie eine bessere Übersicht liefern und die Organisation von Produkten erleichtern. Über die Webversion von Google Play lassen sich persönliche Geräte, Apps und Einkäufe einsehen und organisieren. Die frühere Einbindung in Google+ ist historisch überholt: Die Abschaltung von Google+ für Privatnutzer begann 2019. Google Play ist weiterhin mit dem jeweiligen Google-Konto verknüpft.

Google Play Multimedia und Distributionsdienste

Applikationen bilden das Kernangebot von Google Play als Distributionsplattform. Daneben hat Google eine Palette an Distributionsdiensten aufgebaut und in Google Play integriert, die sich ebenfalls über Android-Geräte oder Webbrowser verwenden ließen beziehungsweise weiterhin verwenden lassen. Das Unternehmen hat mit der Umbenennung von Android Market zu Google Play eine klare Betonung auf ein breiteres Angebot an digitalen Produkten und Diensten gelegt.

Während Apps in verschiedene Themen- und Anwendungsbereiche aufgeteilt sind, bildete das multimediale Angebot einen eigenständigen Bereich. Zu diesem Sektor gehörten Dienste wie Google Play Music, Books und Magazines, Movies&TV und Games. Google Play Games ergänzte Spiele unter anderem um Spielerprofile, Erfolge und weitere Online-Funktionen. Nicht alle Services und Inhalte waren in jedem Land verfügbar, da Google über die entsprechenden Berechtigungen und Lizenzen zur Distribution der angebotenen Produkte verfügen musste. Die damaligen Namen und Aufteilungen bilden nicht durchgehend die heutige Produktstruktur ab.

Google Play Music war ein eigenständiger digitaler Musikshop und Streamingdienst des Unternehmens. Er war direkt in das Google-Konto sowie zeitweise in Google+ eingebunden und ließ sich ähnlich wie vergleichbare Konkurrenzprodukte als digitaler Mediaplayer zum Streaming verwenden, ohne die Musik direkt auf den Computer oder das mobile Gerät herunterzuladen. In Google Play stand eine begrenzte Anzahl kostenloser Musik sowie ein breites Angebot kostenpflichtiger Musikdownloads zur Verfügung. Der Service arbeitete unter anderem mit großen Musiklabels wie UMG, EMI und Sony Music zusammen. Google Play Music wurde inzwischen eingestellt und ist daher nur noch als historischer Bestandteil der Plattform zu verstehen.

Books und Magazines boten als Distributionsdienste über Google Play eine breite Auswahl an digitalen Büchern und Zeitschriften an. Google Play Magazines war zunächst nur in ausgewählten Ländern zugänglich. Für Google Play Books wurde bereits früh ein Bestand von mehr als 4 Millionen Buchtiteln genannt; auch diese Zahl beschreibt den damaligen Entwicklungsstand. Der Dienst funktioniert über die dazugehörige App und per Webbrowser. Er unterstützt digitale Buchformate wie PDF und EPUB und ermöglicht abhängig vom jeweiligen Titel die Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten. Die Verwendung der E-Books ist grundsätzlich online und nach einem Download teilweise auch offline möglich.

Movies&TV bezeichnete Googles damaliges Angebot an Filmen und Fernsehserien. Der Service beinhaltete die Möglichkeit, über Google Play Filme und Serien zu kaufen sowie Filme auszuleihen. Bei TV-Serien bot das Unternehmen je nach Markt den Kauf einzelner Folgen oder ganzer Staffeln an. Die Verfügbarkeit war regional unterschiedlich und wurde im Laufe der Zeit verändert. Gekaufte oder ausgeliehene Produkte ließen sich abhängig von Lizenz, Gerät und Angebot per Webbrowser wiedergeben oder auf ein Gerät herunterladen. Auch die Betrachtung im Onlineformat ohne dauerhaften Download war abgedeckt. Bezeichnungen, Bezugswege und verfügbare Inhalte können heute von dieser historischen Darstellung abweichen.

Google Play Geräte und Hardware

Obwohl es sich bei Google Play weitestgehend um eine digitale Distributionsplattform handelt, vertrieb das Unternehmen zeitweise auch eigene Geräte und physische Produkte über den Shop. Die Umbenennung des Android Markets zu Google Play im Jahr 2012 diente unter anderem dazu, diese damals breitere Rolle der Plattform hervorzuheben.

Hauptsächlich drehte sich das damalige Angebot um Googles Nexus-Reihe. Smartphones und Tablets aus dieser Produktfamilie wurden über Google Play in verschiedenen Ländern angeboten und verkauft. Zum damaligen Sortiment gehörten unter anderem die Tablet-PCs Nexus 7 und Nexus 10 sowie die Smartphones Nexus 4 und Galaxy Nexus. Die Nexus-Reihe und ihr Verkauf über Google Play sind heute historisch; der aktuelle Schwerpunkt der Plattform liegt auf digitalen Inhalten und Apps.

Die Geräte wurden von anderen Herstellern für das Unternehmen produziert, jedoch gemeinsam mit Google konzipiert und gestaltet. Hinzu kamen Zusatzprodukte wie Ladekabel und Hüllen. Für 2013 waren zudem spezielle Editionen des Samsung Galaxy S4 und des HTC One über Google Play vorgesehen. Neben Smartphones und Tablets diente der Onlineshop zeitweise dem Vertrieb von Chromebooks, also Notebooks mit Chrome OS. Der Vertrieb aktueller Google-Hardware erfolgt heute getrennt vom eigentlichen App- und Medienangebot von Google Play.

Zusammenfassung

Google Play ist die zentrale Distributionsplattform für Android-Apps und verschiedene digitale Inhalte. Sie ist auf vielen Android-Geräten vorinstalliert und kann zusätzlich über einen Webbrowser genutzt werden. Welche Apps, Medien und Funktionen verfügbar sind, hängt unter anderem vom Gerät und vom jeweiligen Land ab.

Die Plattform entstand 2008 ursprünglich als Android Market und wurde 2012 in Google Play umbenannt. Der Schwerpunkt des Angebots liegt auf der Distribution von Apps und digitalen Medien. Die grundlegende Nutzung ist kostenlos, für Apps, In-App-Käufe, Abonnements oder andere Produkte können jedoch Kosten anfallen. Entwickler zahlen eine Registrierungsgebühr; weitere Entgelte lassen sich nicht pauschal mit einem einheitlichen Prozentsatz beschreiben.

Google Play bietet sowohl eine App-Version als auch eine Webversion. Angebote sind in Kategorien wie Spiele, Business und Social Media gegliedert. Bewertungen und Empfehlungen helfen Nutzern bei der Auswahl, sollten aber zusammen mit Anbieterinformationen, Berechtigungen, Aktualität und Kosten geprüft werden.

Zur Plattform gehörten beziehungsweise gehören außerdem Distributionsdienste wie Google Play Music, Books und Magazines, Movies&TV und Games. Einige Namen und Angebote wurden inzwischen eingestellt, umbenannt oder neu gegliedert. Google Play Music ist daher kein aktueller Dienst mehr, während andere Medienangebote in veränderter Form fortbestehen.

Google Play Geräte und Hardware waren ein historischer Aspekt der Plattform, über den das Unternehmen eigene Geräte und physische Produkte verkaufte. Dazu gehörten Smartphones und Tablets aus der Nexus-Reihe sowie Chromebooks und Zubehör. Heute ist dieser Hardwarevertrieb vom Kernangebot von Google Play getrennt.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist Google Play?

Google Play ist die zentrale Distributionsplattform für Android-Apps und verschiedene digitale Inhalte. Sie ist auf vielen Android-Geräten vorinstalliert und bietet je nach Land und Gerät Zugang zu Apps, Spielen, Büchern, Filmen und weiteren Angeboten.

Wie funktioniert Google Play?

Google Play lässt sich über die auf vielen Android-Geräten vorinstallierte App und über eine Webversion aufrufen. Mit einem Google-Konto können Nutzer kompatible Apps beziehen, Käufe verwalten und verknüpfte Geräte einsehen. Verfügbarkeit und Funktionen hängen vom Gerät, vom Land und vom jeweiligen Angebot ab.

Welche weiteren Dienste bietet Google Play?

Google Play umfasst beziehungsweise umfasste Dienste für Bücher, Zeitschriften, Musik, Filme, Fernsehserien und Spiele. Die Produktstruktur hat sich im Laufe der Zeit verändert. Google Play Music wurde beispielsweise eingestellt, während andere digitale Inhalte unter veränderten Bezeichnungen oder innerhalb anderer Angebote fortgeführt werden.

Was sind Google Play Geräte und Hardware?

Über Google Play wurden zeitweise auch eigene Geräte und physische Produkte verkauft. Dazu gehörten Smartphones und Tablets aus der Nexus-Reihe sowie Chromebooks und Zubehör. Dieser Hardwarevertrieb ist historisch und heute vom digitalen Kernangebot von Google Play getrennt.

Manuel Fuchs
Zuletzt aktualisiert von Manuel Fuchs

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