
About.com war ein englischsprachiges Online-Informations-Portal mit dem Charakter einer Enzyklopädie. Der Inhalt der Seite bestand aus Fachartikeln, Online-Kursen und Multimedia-Content. Organisiert wurden die Themen über Channels. Die Artikel eines Channels wurden von freien Autoren verfasst, die als Guides bezeichnet wurden. Die Webseite stand im Wettbewerb mit anderen Informationsangeboten wie Wikipedia. Das in diesem Artikel beschriebene Portal mit Channels, Guides und Foren besteht heute nicht mehr in dieser Form.
About.com wurde 2005 von der New York Times Company erworben. Später wurde angekündigt, dass die Webseite für 300 Millionen Dollar an IAC, heute InterActiveCorp, verkauft werden sollte. Diese Akquisition war am 24. September 2012 abgeschlossen.
Die Channels der sogenannten Guides beinhalteten Artikel, Kommentare und Links zu einschlägigen Webseiten, die mit den jeweiligen Themen in Zusammenhang standen. Einige Webseiten waren Wörterbücher, andere boten Kurse und Unterricht an. Zum Beispiel umfassten die Seiten über wichtige Sprachen Lektionen mit Audiodateien, die teilweise von den Guides selbst aufgenommen wurden. Zu jedem Channel gab es ein Forum, das registrierten Benutzern zur Verfügung stand. Für jede Seite ließ sich ein kostenloser Newsletter abonnieren, um Neuigkeiten zu erfahren. Einige Guides schrieben auch selbst im Forum.
Geschichte von About.com
About.com wurde ursprünglich im Jahr 1996 von der Mining Company gegründet. Die Webseite wurde am 21. April 1997 von Scott Kurnit, Inhaber von General Internet, ins Leben gerufen. Das ursprüngliche Ziel war es, Artikel und Inhalte zu 1.800 Themen anzubieten. Nach fünf Jahren Betrieb wurde diese Zahl schließlich auf 700 reduziert.
Ursprünglich war geplant, den Experten, den sogenannten Guides, wenigstens 250 Dollar pro Monat oder ein Drittel der Werbeeinnahmen aus ihrem Themenbereich auszuzahlen. Die Mining Company beschäftigte auch rund 50 Vollzeitmitarbeiter für Verwaltung, Werbung, Vertrieb und das gesamte Webdesign.
Verkauf von About.com an Primedia
Im Mai 1999 änderte die Mining Company ihren Namen in About Inc. Auch die Adresse der Webseite wurde entsprechend in about.com geändert. Mit der Umbenennung sollte die Anziehungskraft der Webseite erhöht und damit der Markenwert gesteigert werden. Während der Internetblase war es üblich, dass die sogenannten Dotcom-Unternehmen ihren Firmennamen als Webadresse mit der Top-Level-Domain com benutzten. Im Jahr 2000 wurde das Unternehmen für 690 Millionen Dollar an Primedia verkauft.
Verkauf von About.com an die New York Times Company
Im Jahr 2002 wurden auf About.com mehr als 40 Prozent der Themen-Webseiten beseitigt. Die meisten Themen wurden nicht zusammengeführt und die Inhalte waren nicht mehr für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Allerdings blieben die Rechte an dem Material bei den ursprünglichen Autoren, sodass einiges davon auf anderen Webseiten erscheinen konnte. Im Jahr 2005 kündigte die New York Times Company an, About.com für 410 Millionen Dollar kaufen zu wollen. Auch Google, Yahoo, Ask Jeeves und AOL gehörten zu den Bietern. Im Mai 2005 ernannte die New York Times Company Scott Meyer zum CEO von About.com.
Am 7. Mai 2007 erwarb About.com den Suchdienst ConsumerSearch für 33 Millionen Dollar. Im Januar 2008 startete die Webseite unter dem Namen Abang.com ein vollständig kontrolliertes ausländisches Angebot in China. Dies war das erste zu 100 Prozent redaktionelle Produkt der New York Times Company in China. About.com versicherte, es würde alle Gesetze befolgen. Der Frage der Zensur wich das Unternehmen aus, indem es erklärte, dass die gewählten Themen nicht zu den bei der Regierung umstrittenen Themen zählten. Im Juli 2011 ersetzte Darline Jean die bisherige CEO der About Group, Cella Irvine, die im Mai 2011 ausgeschieden war. Vor ihrer Ernennung zum CEO war Darline Jean bereits als CFO des Unternehmens tätig.
Gründung von About.com en Español
Die Domain about.com verzeichnete 2008 nach einer Schätzung von Compete.com, einem damaligen Web-Traffic-Analysten, mindestens 448 Millionen Besuche im Jahr. Etwa 80 Prozent der Nutzer von About.com wurden von Suchmaschinen auf das Portal geleitet. 2011 startete About.com mit en Español ein Angebot mit mehr als 100 Channels für spanischsprachige US-Hispanics.
Am 8. August 2012 wurde berichtet, dass Answers.com versucht habe, About.com für 270 Millionen Dollar zu kaufen. Am 26. August gab Barry Diller bekannt, dass IAC About.com für 300 Millionen Dollar in bar erwerben werde. In einer Pressemitteilung erklärte die Unternehmensleitung ihre Absicht, den Erwerb nutzen zu wollen, um bestehende Angebote wie Ask.com zu stärken.
Vom About.com-Portal zu Dotdash Meredith
About.com bot seinen Nutzern neben Artikeln auch Videos sowie die Möglichkeit, den Guides auf Twitter zu folgen oder mit ihnen über Facebook in Verbindung zu treten. Das Angebot hatte einen hohen Nutzwert, ersparte Interessierten oft aufwendige eigene Recherchen und bündelte die Themen der Channels für den Bedarf bestimmter Gruppen.
About.com suchte Autoren für die Betreuung von Fachthemen, die nach eigener Aussage so glaubwürdig wie eine Behörde sein und Themen freundlich, sachlich und überzeugend vermitteln sollten. Diese Content-Ersteller sollten hoch qualifiziert, hoch motiviert und in der Erstellung von Web-Content erfahren sein. Außerdem sollten sie eine tiefe Leidenschaft für ihr Thema mitbringen und über journalistische Integrität verfügen.
Ziel von About.com war es, ein Angebot origineller und einfach zu konsumierender Artikel für unterschiedliche Anforderungen aufrechtzuerhalten, die den Lesern im Alltag helfen sollten. Die Bezahlung erfolgte nach Artikeln, wobei ein monatliches Maximum festgelegt wurde. Ähnliche Konditionen galten für Video-Autoren.
Die damalige Portalstruktur wurde später aufgegeben. Aus der Betreiberorganisation entwickelte sich Dotdash, das heute zu Dotdash Meredith gehört. Die früher unter About.com gebündelten Inhalte und Themen wurden auf spezialisierte Angebote verteilt. Deshalb sind Beschreibungen der Channels, Foren, Newsletter und Bewerbungsbedingungen als historische Einordnung zu verstehen und nicht als aktuelle Bedienungs- oder Bewerbungsanleitung.
Zusammenfassung
About.com war ein englischsprachiges Online-Informations-Portal mit enzyklopädischem Charakter, das Fachartikel, Online-Kurse und Multimedia-Inhalte anbot. Die Inhalte waren über Channels organisiert und wurden von freien Autoren, den sogenannten Guides, erstellt. Die Webseite konkurrierte mit anderen Informationsportalen wie Wikipedia.
Gegründet wurde About.com 1996 von der Mining Company. Es wechselte mehrmals den Besitzer, darunter Primedia, die New York Times Company und IAC. Die Webseite durchlief verschiedene Entwicklungsphasen und Expansionen, einschließlich des Erwerbs von ConsumerSearch und des Starts einer spanischsprachigen Version.
Das frühere About.com-Portal ist heute nicht mehr mit seiner damaligen Channel- und Guide-Struktur aktiv. Seine Betreiberorganisation entwickelte sich zu Dotdash und gehört inzwischen zu Dotdash Meredith. Die historischen Angaben zu sozialen Medien, Autorenstellen, Foren und Newslettern beschreiben daher das damalige Angebot.
Häufige Fragen und Antworten
About.com war ein englischsprachiges Online-Informations-Portal mit dem Charakter einer Enzyklopädie. Es bot Fachartikel, Online-Kurse und Multimedia-Content an und organisierte die Themen über Channels. Die Artikel wurden von freien Autoren verfasst. Das Portal besteht heute nicht mehr in dieser Form.
About.com wurde ursprünglich von der Mining Company gegründet und wechselte mehrmals den Besitzer. Zu den Eigentümern gehörten Primedia, die New York Times Company und später IAC. Aus der damaligen Betreiberorganisation entwickelte sich Dotdash, das heute zu Dotdash Meredith gehört.
Die Themen auf About.com wurden über Channels organisiert. Jeder Channel enthielt Artikel, Kommentare und Links zu einschlägigen Webseiten, die mit dem Thema zusammenhingen. Es gab auch Foren für registrierte Benutzer und die Möglichkeit, kostenlose Newsletter zu abonnieren. Diese Beschreibung bezieht sich auf das frühere Portal.
Autoren für About.com sollten hoch qualifiziert, motiviert und in der Erstellung von Web-Content erfahren sein. Erwartet wurden eine tiefe Leidenschaft für das jeweilige Thema, journalistische Integrität sowie die Fähigkeit, Inhalte freundlich, sachlich und überzeugend zu vermitteln. Diese Anforderungen gehörten zum früheren Autorenmodell des Portals und stellen keine aktuelle Bewerbungsanleitung dar.
