Linkbuilding ist ein wichtiger Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Es werden damit zwei Ziele verfolgt. Zunächst können Links Besucher auf die Seite bringen, wenn sie angeklickt werden. Die zweite Funktion ist für die organische Sichtbarkeit wichtig: Relevante Backlinks können Suchmaschinen dabei helfen, die Bekanntheit und Bedeutung einer Seite einzuschätzen. Dabei kommt es nicht allein auf die Anzahl an. Qualität, thematische Relevanz, Platzierung und Herkunft der Links sind entscheidend. Backlinks können zu besseren Positionen in den Ergebnislisten der Suchmaschinen (SERPs) beitragen, garantieren diese aber nicht.
Die Bedeutung von Linkbuilding
Suchmaschinen sind bestrebt, ihren Nutzern das bestmögliche Ergebnis bei einer Suchanfrage zu liefern. Wenn ein Nutzer zum Beispiel nach Möglichkeiten zum Geldverdienen im Internet sucht, gibt es tausende mögliche Seiten. Die Suchmaschine muss nun blitzschnell entscheiden, welche Seiten sie auf den vorderen Plätzen anzeigt. Neben Links fließen zahlreiche weitere Signale ein, darunter die Relevanz des Inhalts, technische Zugänglichkeit und die Eignung der Seite für die jeweilige Suchanfrage.
Ein wichtiges Kriterium für die Suchmaschine sind dabei Links von anderen Seiten. Diese Links können als Empfehlungen verstanden werden. Ein Webmaster weist seine Besucher darauf hin, dass eine andere Seite lesenswert oder als Quelle nützlich ist. Wenn mehrere fachlich passende und glaubwürdige Seiten dies tun, kann eine Suchmaschine darin ein positives Signal erkennen. Für den Webmaster bedeutet das, dass Linkbuilding im Prinzip schon bei der Erstellung der Seite beginnt. Möglichst guter, hochwertiger und einzigartiger Content schafft eine wichtige Voraussetzung dafür, dass andere Websites freiwillig darauf verweisen. Der Grundlagenartikel zur Suchmaschinenoptimierung ordnet den Linkaufbau in die weiteren Aufgaben der Optimierung ein.
Inhalte, die besonders viele Backlinks anziehen sollen, heißen in der Fachsprache Linkbaits, also Linkköder. Dieses gelingt aber nicht bei allen Seiten, deshalb kann der Webmaster die Bekanntmachung geeigneter Inhalte selber in die Hand nehmen. Problematisch wird Linkbuilding, wenn Links nicht wegen ihres inhaltlichen Nutzens entstehen, sondern Rankings manipulieren sollen. Maßnahmen sollten daher nicht lediglich einem natürlichen Linkaufbau gleichen, sondern einen echten redaktionellen oder praktischen Grund für den Verweis bieten. An einem Tag hunderte von minderwertigen Links zu setzen, um dann monatelang an der Seite nicht zu arbeiten, ist kein nachhaltiger Linkaufbau. Manipulative Linkmuster können ignoriert werden oder Maßnahmen gegen die Website auslösen. Eine Entfernung aus den Suchergebnissen ist möglich, aber nicht die automatische Folge jeder auffälligen Verlinkung.
Die Linkarten beim Linkbuilding
Häufig werden Links vereinfacht in Dofollow-Links und Nofollow-Links eingeteilt. Dofollow ist allerdings kein eigenes HTML-Attribut, sondern die gebräuchliche Bezeichnung für Links, die nicht mit einem einschränkenden rel-Wert gekennzeichnet sind. Solche Links können bei der Bewertung von Verlinkungen berücksichtigt werden. Das Attribut rel=“nofollow“ weist Suchmaschinen darauf hin, dass sie den Link für bestimmte Bewertungssignale nicht regulär behandeln sollen. Es ist heute als Hinweis zu verstehen und bedeutet nicht zwingend, dass die Ziel-URL niemals gecrawlt wird. Für bezahlte Links und von Nutzern erstellte Inhalte stehen außerdem die Werte sponsored und ugc zur Verfügung. Ein Link überträgt somit nicht einfach eine fest messbare Menge an „Stärke“; seine Wirkung hängt unter anderem vom Kontext und von der verlinkenden Seite ab.
Links können auf die Startseite oder auf Unterseiten gesetzt werden. Wird ein Link auf eine Unterseite gesetzt, dann wird dies Deeplink genannt, denn er führt sozusagen in die Tiefe der Website. Im Gegensatz dazu ist die Startseite die zentrale Einstiegsseite, die beim Aufruf der Domain erscheint. Sie muss technisch nicht als index.html vorliegen, da Content-Management-Systeme und Server unterschiedliche Strukturen verwenden. Beim Linkbuilding ist eine sinnvolle Verteilung zwischen Deeplinks und Links auf die Startseite hilfreich. Maßgeblich ist dabei, welche Zielseite den größten Nutzen für Leser bietet.
Die Bedeutung der Keywords beim Linkbuilding
Bei der Suchmaschinenoptimierung spielen Keywords eine große Rolle. Darunter verstehen SEOs die Wörter und Formulierungen, die potenzielle Kunden in die Suchmaschine eingeben, um für ihr Anliegen eine passende Lösung zu finden. Diese sind von Branche zu Branche unterschiedlich und müssen für das jeweilige Projekt ermittelt werden. Keywords werden nicht nur auf der Seite verwendet, sondern können auch im Linktext vorkommen.
Die richtige Auswahl der Keywords ist ein entscheidender Punkt für den Erfolg eines Projektes. Ein hohes Suchvolumen allein macht ein Keyword nicht automatisch sinnvoll, denn stark nachgefragte Begriffe sind häufig besonders umkämpft oder passen nicht genau zur angebotenen Leistung. Entscheidend sind Suchintention, Wettbewerb, wirtschaftliche Relevanz und die Frage, ob die verlinkte Zielseite die Erwartung der Nutzer erfüllt. Linktexte sollten das Ziel verständlich beschreiben. Eine wiederholte, künstlich genaue Verwendung desselben Keywords kann dagegen unnatürlich wirken.
Durch sogenannte Long-Tail-Keywords lassen sich spezifischere Suchanfragen abdecken. Bei diesen Keywords handelt es sich häufig um längere Wortkombinationen, die einzeln weniger häufig gesucht werden, dafür aber eine konkretere Absicht erkennen lassen. Das Suchvolumen lässt sich durch sie nicht beliebig steuern. Sie helfen jedoch dabei, Inhalte und Zielseiten genauer auf klar umrissene Fragen oder Bedürfnisse auszurichten.
Praktisches Vorgehen beim Linkbuilding
Wie weiter oben schon kurz erwähnt, geht es beim Linkbuilding um Kontinuität. Das bedeutet nicht, dass in einem starren Rhythmus eine bestimmte Anzahl neuer Links entstehen muss. Vielmehr sollten laufend verlinkungswürdige Inhalte entwickelt, passende Kontakte gepflegt und bestehende Erwähnungen geprüft werden. Es darf auch nicht erwartet werden, dass sich der Erfolg sofort einstellt. Wenn der Linkaufbau erste Früchte trägt, kann seine Wirkung bei richtiger Realisation nachhaltig sein und längere Zeit anhalten.
Für den Aufbau von externen Links wurden früher häufig Seiten genutzt, die Nutzern erlaubten, dort selbst Links zu setzen. Dazu zählten vor allem Webkataloge, Artikelverzeichnisse, Social-Bookmarking-Dienste, Blogkommentare und Freeblogs. Zu einem Link gehörte oft auch ein längerer oder kürzerer Text. Webkataloge begnügten sich in der Regel mit kürzeren Texten und erlaubten häufig nur eine Verlinkung auf die Startseite. Der Link befand sich teilweise in der Überschrift, weshalb dort oft ein Keyword verwendet wurde.
Diese Vorgehensweise ist heute nur noch sehr eingeschränkt sinnvoll. Ein selbst eingetragener Link aus einem beliebigen Verzeichnis erhält nicht dadurch Wert, dass sein Linktext ein Keyword enthält. Vor einer Eintragung sollte geprüft werden, ob das Verzeichnis redaktionell gepflegt wird, einen erkennbaren thematischen Zweck erfüllt und von echten Nutzern besucht wird. Massenhafte Einträge in austauschbare Verzeichnisse sind keine empfehlenswerte Linkbuilding-Strategie.
Artikelverzeichnisse
Artikelverzeichnisse erlaubten häufig auch Deeplinks. Oft konnten zwei oder drei Links gesetzt werden, die im Text vorkamen. Die Keywords mussten also in den Text eingebaut werden, und zwar möglichst so, dass der normale Lesefluss nicht gestört wurde. Da es sehr viele Artikelverzeichnisse gab, wurden früher bevorzugt Verzeichnisse ausgewählt, denen Suchmaschinen eine hohe Wertigkeit zuschrieben. Bei einem Artikelverzeichnis konnten teilweise auch mehrere Artikel veröffentlicht werden. Für die Suchmaschinenoptimierung galt es als günstiger, wenn die Links von verschiedenen Seiten kamen.
Wenn zwei oder mehr Links gesetzt werden durften, wurden oft unterschiedliche Zielseiten gewählt, also vielleicht die Startseite und ein Deeplink oder zwei verschiedene Deeplinks. Grundsätzlich ist es aber fragwürdig, ob allgemeine Artikelverzeichnisse heute noch Relevanz besitzen oder sogar schädlich wirken können. Entscheidend ist nicht die bloße Zahl unterschiedlicher Domains. Minderwertige, eigens für Links verfasste Artikel ohne Lesernutzen können als manipulative Maßnahme eingestuft oder von Suchmaschinen schlicht ignoriert werden. Fachlich geeignete Gastbeiträge sind davon abzugrenzen: Sie sollten einem realen Publikum eigenständige Informationen bieten und nicht nur als Träger optimierter Links dienen.
Weitere Linkquellen
Social-Bookmarking-Dienste erlaubten Links auf die Startseite ebenso wie Deeplinks. Ähnlich wie bei Webkatalogen sollte auch hier ein kurzer Text verfasst werden. Viele dieser Dienste haben als Linkquelle an Bedeutung verloren. Eine pauschale Empfehlung, pro Projekt nur einen solchen Dienst zu verwenden, greift zu kurz. Zu prüfen sind stattdessen die tatsächliche Nutzung, die thematische Passung und der erkennbare Mehrwert einer Veröffentlichung.
Eine weitere mögliche Linkquelle sind Blogkommentare. Allerdings sind viele Links in Kommentaren mit nofollow oder ugc gekennzeichnet. Das ist meist keine böse Absicht der Webmaster, sondern dient der Einordnung nutzergenerierter Inhalte und der Spamabwehr. Ein Mix bestimmter rel-Werte sollte nicht künstlich hergestellt werden. Ein sachlicher Kommentar kann interessierte Besucher auf eine passende Quelle aufmerksam machen. Kommentare, die hauptsächlich zum Platzieren eines Links verfasst werden, sind dagegen weder für Blogbetreiber noch für Leser hilfreich.
Auch Freeblogs wurden lange als Backlinkquelle verwendet. Es gibt im Netz Anbieter, die es Besuchern ermöglichen, einen kostenlosen Blog einzurichten. Diese Angebote wurden jedoch nicht für den Aufbau künstlicher Linknetzwerke geschaffen. Blogs mit erfundenen persönlichen Erlebnissen oder Beiträgen, die lediglich die wahren Absichten des Linkbuilders verschleiern sollen, sind keine empfehlenswerte Methode. Solche Inhalte können gelöscht werden und bergen Risiken für die verlinkte Website. Ein kostenloser Blog ist nur dann eine sinnvolle Quelle, wenn er als eigenständiges redaktionelles Angebot gepflegt wird und die Links aus dem Inhalt heraus sachlich begründet sind.
Tragfähigere Linkquellen entstehen beispielsweise durch eigene Studien, hilfreiche Werkzeuge, nachvollziehbare Daten, Fachbeiträge, digitale Öffentlichkeitsarbeit oder Kooperationen mit thematisch passenden Websites. Vor einer Ansprache sollte geprüft werden, welche konkrete Zielseite verlinkt werden soll und welchen zusätzlichen Nutzen diese für das Publikum der anderen Website bietet.
Fazit zum Linkbuilding
Durch die Verwendung mehrerer sinnvoller Linkquellen kann ein vielfältiges Backlinkprofil entstehen. Ständig wechselnde Verzeichnisse und künstlich angelegte Blogs erzeugen dagegen nicht automatisch einen natürlichen Linkaufbau. Webmaster, die nur den kurzfristigen Erfolg suchen und dafür manipulative Maßnahmen einsetzen, riskieren, dass Links ignoriert werden oder sich Maßnahmen gegen die Website negativ auf ihre Sichtbarkeit auswirken. Im schwerwiegenden Fall kann eine Seite aus dem Index entfernt werden, was zur Folge hat, dass sie über die Suche nicht mehr gefunden wird. Das A und O beim Linkbuilding ist deshalb nicht ein möglichst großer Mix aus unterschiedlichen Linkquellen, sondern die Verbindung aus Relevanz, redaktioneller Qualität, echtem Nutzen und einer nachvollziehbaren Entstehung der Links.
Zusammenfassung
Linkbuilding ist eine wichtige Komponente der Suchmaschinenoptimierung, die zwei Hauptziele verfolgt: qualifizierte Besucher anzuziehen und die organische Sichtbarkeit zu unterstützen. Suchmaschinen können die Qualität und Relevanz eingehender Links als Hinweis auf die Bedeutung einer Website berücksichtigen. Die bloße Anzahl der Backlinks erlaubt jedoch keine verlässliche Aussage über Rankings. Historisch verbreitete Methoden wie allgemeine Webkataloge, Artikelverzeichnisse und Blogkommentare müssen heute besonders kritisch geprüft werden.
Bei Links lassen sich unter anderem reguläre Verweise und Links mit den rel-Werten nofollow, sponsored oder ugc unterscheiden. Zudem führen Startseitenlinks zur zentralen Einstiegsseite, während Deeplinks auf konkrete Unterseiten verweisen. Die Auswahl relevanter Keywords bleibt für Inhalte und verständliche Linktexte wichtig. Long-Tail-Keywords helfen dabei, spezifische Suchintentionen abzudecken, ohne dass Linktexte künstlich auf immer dieselbe Formulierung optimiert werden sollten.
Der Prozess erfordert Kontinuität, hochwertige Inhalte und echte Beziehungen zu thematisch passenden Websites. Unnatürliche oder manipulative Techniken können langfristig schädliche Auswirkungen haben oder wirkungslos bleiben. Im Idealfall resultiert eine strategische, qualitätsorientierte Herangehensweise an das Linkbuilding in relevanten Empfehlungen, qualifizierten Besuchen und einer stabileren organischen Sichtbarkeit.
Häufige Fragen und Antworten
Linkbuilding ist ein wichtiger Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Es umfasst Maßnahmen, mit denen relevante Verweise von anderen Websites gewonnen werden. Solche Links können Besucher auf die eigene Seite bringen und Suchmaschinen Hinweise auf deren Bekanntheit und Bedeutung geben. Das Ziel sind sachlich begründete, hochwertige Links von passenden Quellen, nicht eine möglichst große Anzahl künstlich erzeugter Backlinks.
Suchmaschinen können die Qualität, Relevanz und Herkunft eingehender Links als Hinweise auf die Bedeutung einer Website berücksichtigen. Hochwertige Backlinks können deshalb die organische Sichtbarkeit unterstützen und zusätzlich qualifizierte Besucher auf die Seite lenken. Mehr Links führen jedoch nicht automatisch zu höheren Rankings, da Suchmaschinen zahlreiche weitere Signale auswerten und manipulative Verlinkungen ignorieren oder beanstanden können.
Häufig wird zwischen regulären, umgangssprachlich als Dofollow bezeichneten Links und Links mit rel=“nofollow“ unterschieden. Nofollow ist ein Hinweis für Suchmaschinen und kein Verbot, die Ziel-URL jemals zu crawlen. Für bezahlte Verweise und nutzergenerierte Inhalte gibt es außerdem die Werte sponsored und ugc. Nach dem Ziel lassen sich Startseitenlinks und Deeplinks auf konkrete Unterseiten unterscheiden.
Keywords beschreiben die Begriffe und Formulierungen, mit denen potenzielle Kunden nach relevanten Informationen, Leistungen oder Produkten suchen. Sie können in Linktexten vorkommen und Nutzern verdeutlichen, was sie auf der Zielseite erwartet. Linktexte sollten verständlich, kontextgerecht und abwechslungsreich formuliert sein. Die wiederholte Verwendung eines exakt gleichen, kommerziellen Keywords kann dagegen künstlich wirken.
Beim Linkbuilding sollten folgende bewährte Praktiken beachtet werden: Setzen Sie auf qualitativ hochwertige und relevante Links von vertrauenswürdigen Websites. Vermeiden Sie den Kauf von Links für Rankingzwecke, Linktauschsysteme und Spam-Techniken. Verlinken Sie die Seite, die für Leser im jeweiligen Zusammenhang den größten Nutzen bietet. Verwenden Sie verständliche, beschreibende Linktexte statt künstlich wiederholter Keywords. Schaffen Sie verlinkungswürdige Inhalte und prüfen Sie potenzielle Linkquellen auf Themenbezug und redaktionelle Qualität. Die Spezialisten von SEO-Analyse können bei der Entwicklung und kontinuierlichen Umsetzung einer individuellen Linkbuilding-Strategie unterstützen. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung.
