Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie nach Informationen gesucht werden kann. Zum einen kann dies über eine Datenbank erfolgen. Die andere Möglichkeit stellt die Suche dar, die mit Hilfe einer Suchmaschine durchgeführt wird. In diesem Fall wird ein Suchindex oder auch ein Suchmaschinen-Index verwendet. Dabei erfolgt hier zunächst die Erläuterung, wie ein solcher Index entsteht.
Die Bildung des Suchmaschinen-Index
Möchte man Indizes, die von Datenbanksystemen bekannt sind, mit dem Suchmaschinen-Index vergleichen, so kann dies nur in beschränktem Umfang erfolgen. Bei beiden Versionen eines Index gibt es jedoch den gleichen Anspruch, der sich auf die Daten bezieht. Diese sollen nämlich, wie zum Beispiel beim Suchmaschinen-Index, besonders schnell lesbar und auffindbar sein. Dennoch zeigen sich große Unterschiede, wenn man einen Datenbankindex und den Suchmaschinen-Index betrachtet. In Bezug auf die Datenbank ist häufig ein Feldinhalt gegeben, durch den die Bestimmung des Indexschlüssels erfolgt. Dagegen kann beim Suchmaschinen-Index eine weitere Unterteilung der Inhalte erfolgen. Zunächst erfolgt dabei eine Aufspaltung in Tokens. Dies kann vereinfacht mit der Aufspaltung in Wörter und andere bedeutungstragende Einheiten gleichgesetzt werden. In einem weiteren Schritt erfolgt bei diesen Tokens im Rahmen des Suchmaschinen-Index noch eine Normalisierung, die sich auf Wortformen und die Schreibung konzentriert. Im Anschluss daran erfolgt eine Abspeicherung als Indexterme.
Bei Websuchmaschinen liegt vor der eigentlichen Indexierung zunächst das Auffinden und Abrufen von Seiten durch Crawler. Anschließend werden Inhalte und technische Signale verarbeitet und gegebenenfalls in den Index aufgenommen. Abrufbarkeit, Indexierbarkeit und eine gute Platzierung sind daher unterschiedliche Sachverhalte: Eine erreichbare Webseite wird nicht automatisch indexiert, und die Aufnahme in den Index garantiert keine bestimmte Position in den Suchergebnissen.
Rund um die Termbildung beim Index der Suchmaschinen
Sehr vielfältig und zugleich flexibel fallen bei Suchmaschinen die Möglichkeiten aus, die hinsichtlich der Steuerung bei der Bildung von Termen gegeben sind. Es ist nämlich möglich, Einfluss auf die Regeln auszuüben, die das Bilden der Terme steuern. Dabei kommt es auf die entsprechende Suchmaschine an. Je nach System sind unterschiedliche Optionen möglich. Es kann zum einen eine Auswahl der gewünschten Regeln vorgenommen werden. Zudem kann eine eigene Implementierung oder eine Anpassung von bestehenden Regeln erfolgen. Zusätzlich kann die Einfügung und die Entfernung von Tokens bei der Indexierung durchgeführt werden. In der Regel werden jedoch durch eine Suchmaschine Regeln für die Termbildung angeboten, die vordefiniert sind. Dazu können beispielsweise sprachabhängige Verfahren für unterschiedliche Schreibweisen und Wortformen gehören.
Besonders interessant ist dabei der kommerzielle Bereich. Dort ist die Anwendung der Regeln in verschiedenen Sprachen oder unter Bezug auf die unterschiedlichsten Domains möglich. Besondere Beachtung sollte hierbei auch auf neuartige Geschäftsmodelle und mögliche neue domainspezifische Besonderheiten gerichtet sein. Von Bedeutung ist insbesondere der Zusammenhang mit dem User-Generated-Content. Ganz entscheidend ist in diesen Momenten die Flexibilität einer Suchmaschine, die bei der Steuerung der Termbildung benötigt wird. Doch die Flexibilität bietet noch einen weiteren Vorteil. Dieser liegt darin, dass hinsichtlich eines Datenbestandes die Erstellung von mehreren Indizes für die Suche möglich ist. Auf diesem Wege kann die Suche optimiert werden, die oftmals für verschiedene Suchpfade genutzt wird. Beispielhaft können hier Anbieter und Artikel genannt werden.
Ein Merkmal von Bedeutung
Der Suchmaschinen-Index besitzt noch ein weiteres Merkmal, das besonders wichtig ist. Eine Aktualisierung erfolgt beim Suchmaschinen-Index nicht zwingend innerhalb der Transaktionen, die den Datenbestand in einer Datenbank bearbeiten, sondern im Normalfall über einen separaten Prozess. Die Aktualisierung erfolgt dabei asynchron. Dies hat den Vorteil, dass die Bearbeitung der Ausgangsdaten nicht auf die vollständige Neuerstellung oder Ergänzung des Index warten muss. Für den Nutzer kann dadurch allerdings eine zeitliche Verzögerung sichtbar werden: Geänderte oder neu veröffentlichte Inhalte stehen nicht unbedingt sofort im Suchindex zur Verfügung. Kommt es zum Fehlschlagen einer Aktualisierung außerhalb einer Transaktion, kann eine Reparatur oder ein Neuaufbau des Suchmaschinen-Index mit den in der Datenbank beziehungsweise im Ausgangssystem gehaltenen Daten erfolgen.
Vorteile beim Suchmaschinen-Index
Mit dem richtig aufgebauten Index können Suchmaschinen erheblich an Geschwindigkeit gewinnen. Wird an den Suchmaschinen-Index eine Suchabfrage gestellt, so verkürzt sich die für ihre Verarbeitung benötigte Zeit ganz erheblich. Die direkte Suche im vollständigen Ausgangsdatenbestand wäre gegenüber der Suche in einem vorbereiteten Suchmaschinen-Index häufig viel zeitaufwendiger. Dabei ist die Größe, die ein Datenbestand besitzt, nicht allein entscheidend. Am wichtigsten ist die Kombination aus Indexierung und den im Hintergrund laufenden Verfahren, die den Index bilden und passende Dokumente zur Suchanfrage ermitteln.
Im Rahmen der Indexierung erfolgen dabei Datenbankabfragen oder Verarbeitungsschritte mit einem komplexen Inhalt. Die Hinterlegung der Ergebnisse im Suchmaschinen-Index erfolgt häufig denormalisiert. Daraus folgt das schnellere Auffinden von Daten, die mit einer Suchabfrage erwünscht werden. Beim Suchmaschinen-Index können natürlich auch Redundanzen vorkommen. Dies ist ein typisches Nebenprodukt der Denormalisierung. Allerdings wirken sie sich zum Vorteil in Hinblick auf die Geschwindigkeit bei der Abfrage aus. Etwas problematischer wird es, wenn es innerhalb der Datenbank zu einer Änderung des redundant auftauchenden Wertes kommt. Dann ist ein höherer Indexierungsaufwand erforderlich.
Für den Nutzer bleibt die technische Verarbeitung weitgehend unbemerkt, da die Suchmaschine schnell Suchergebnisse liefert. Durch die Denormalisierung und strukturierte Aufbereitung der Daten wird die Geschwindigkeit von Suchmaschinen signifikant verbessert. Dadurch wird der Einsatz einer Suchmaschine auch für weitere Anwendungen attraktiv. Schließlich kann es bei einer Suche auch darum gehen, dass zum Beispiel nominale Daten wie IDs anstatt normaler Textinhalte gesucht werden. Moderne Suchmaschinen-Indizes können je nach Einsatzzweck sowohl Volltextsuchen als auch solche strukturierten Suchfälle abdecken.
Für die organische Google-Optimierung ist vor allem zu prüfen, ob wichtige Seiten technisch erreichbar, indexierbar und mit eindeutigen Inhalten ausgestattet sind. Ob eine konkrete URL tatsächlich indexiert ist und für relevante Suchanfragen erscheint, muss getrennt von ihrer bloßen Crawlbarkeit beurteilt werden.
Zusammenfassung
Suchmaschinen nutzen einen speziellen Suchmaschinen-Index für die schnelle Auffindbarkeit von Daten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Datenbankindizes ermöglichen Suchindizes eine differenzierte Unterteilung von Inhalten, beginnend mit Tokens und einer anschließenden Normalisierung. Die Konstruktion des Index ist flexibel, erlaubt die Anpassung von Regeln und unterstützt auch User-Generated-Content.
Die Aktualisierung des Suchmaschinen-Index erfolgt häufig asynchron, um die Bearbeitung des Ausgangsdatenbestandes und den Aufbau des Index voneinander zu trennen. Dadurch können Änderungen mit zeitlicher Verzögerung im Index erscheinen. Bei Fehlern in der Aktualisierung können Reparaturen oder ein Neuaufbau mit den Daten aus dem Ausgangssystem vorgenommen werden.
Der entscheidende Vorteil eines gut konstruierten Suchmaschinen-Index ist die Geschwindigkeit der Suchanfragen. Durch die Denormalisierung der Daten und abgestimmte Verarbeitungsverfahren im Hintergrund wird die Suchleistung erheblich verbessert. Dies macht den Einsatz von Suchmaschinen auch für weitere Anwendungen attraktiv.
Häufige Fragen und Antworten
Ein Suchmaschinen-Index ist ein strukturierter Datenbestand, der von Suchmaschinen zur schnellen Auffindbarkeit von Informationen verwendet wird. Er enthält verarbeitete Informationen über Dokumente beziehungsweise Webseiten und deren Inhalte, die von der Suchmaschine indexiert wurden. Durch Aktualisierungen kann die Suchmaschine neue oder geänderte Inhalte berücksichtigen und passende Suchergebnisse ermitteln.
Ein Suchmaschinen-Index wird durch den Prozess der Indexierung erstellt. Bei Websuchmaschinen werden Inhalte zunächst gefunden und abgerufen, anschließend analysiert, in Tokens und weitere Merkmale zerlegt und gegebenenfalls in den Index aufgenommen. Dieser Vorgang erfolgt weitgehend automatisch und hängt von den technischen Regeln und Verfahren der Suchmaschine ab. Webseitenbetreiber können die Auffindbarkeit unterstützen, aber keine Aufnahme in den Index erzwingen.
Ein Suchmaschinen-Index ermöglicht eine schnelle und effiziente Suche nach relevanten Informationen, ohne bei jeder Anfrage den vollständigen Ausgangsdatenbestand neu durchsuchen zu müssen. Nur indexierte Webseiten können aus dem betreffenden Index als Suchergebnis ausgewählt werden.
