Eine Toolbar ist eine Symbolleiste, die auch Werkzeugleiste genannt wird. Sie kann waagerecht oder senkrecht angeordnet sein. Die Toolbar enthält häufig bebilderte Schaltflächen. Diese Schaltflächen sind als grafische Elemente dargestellt und ergänzen die Menüführung eines Programms um einen direkten Zugriff auf wichtige Funktionen.
Die weiteren Details der Toolbar
Durch die Toolbar ist es möglich, häufig verwendete Funktionen per Schnellzugriff aufzurufen. Das können beispielsweise die Befehle Drucken, Speichern oder Kopieren sein. In der Toolbar werden diese Befehle als kleine Symbole, sogenannte Icons, dargestellt. Die Icons können angeklickt werden, um die jeweilige Funktion aufzurufen. Ein verwandtes und besonders bekanntes Bedienelement ist die Taskleiste von Microsoft Windows. Mit der Einführung grafischer Symbolleisten stellte sich auch die Frage, wie die Schaltflächen den Benutzern verständlich erklärt werden können. Zuerst kamen dazu Balloon Helps zum Einsatz. Diese wurden jedoch weitgehend durch sogenannte Tooltips ersetzt. Während viele Menüleisten eine feste Grundstruktur besitzen, können Benutzer Toolbars in zahlreichen Programmen selbst konfigurieren. So lassen sich Nutzungskomfort und Arbeitsgeschwindigkeit erhöhen. Je nach Anwendung können weitere Symbole eingefügt, vorhandene entfernt oder zusätzliche Toolbars eingeblendet werden.
Die Taskleiste und ihre Funktionen
Die Taskleiste von Microsoft Windows ist ein zentraler Abschnitt der grafischen Desktop-Oberfläche und mit einer Toolbar vergleichbar. Sie wird auch als Taskbar oder Startleiste bezeichnet, erfüllt aber mehr Aufgaben als eine klassische Werkzeugleiste. Über sie lässt sich unter anderem das zentrale Auswahlmenü des Betriebssystems öffnen. Außerdem zeigt die Taskleiste geöffnete oder angeheftete Programme und teilweise auch geöffnete Fenster an. Hinzu kommt der Infobereich des Betriebssystems. Dort befinden sich üblicherweise die aktuelle Uhrzeit, das Datum, Statussymbole und Systembenachrichtigungen. Welche Informationen, Steuerelemente oder kleinen Anwendungen angezeigt werden, hängt von der verwendeten Windows-Version und der individuellen Konfiguration ab.
Die unterstützten Betriebssysteme
Die bekannte Windows-Taskleiste wurde mit Windows 95 eingeführt. Sie verfügte bereits über ein Startmenü und ließ sich teilweise konfigurieren. Spätere Windows-Versionen ergänzten und veränderten unter anderem Schnellstart-, Such-, Status- und Anheftfunktionen. Auch unter Linux bieten Desktop-Umgebungen wie GNOME oder KDE Leisten beziehungsweise Panels mit ähnlichen Aufgaben an. Seit Version 2 ist bei MorphOS zudem eine Schnittstelle zur Screenbar verfügbar. Aufbau und Funktionsumfang solcher Leisten unterscheiden sich je nach Betriebssystem, Desktop-Umgebung und Version.
Die Balloon Helps
Balloon Help ist ein Begriff aus der EDV. Dabei handelt es sich um eine Erklärung in Form einer Sprechblase innerhalb einer grafischen Benutzeroberfläche. Die Hilfe wird zu einem Oberflächenelement eingeblendet und beschreibt dessen Funktion meist in einem oder zwei Sätzen. Balloon Help wurde von Apple entwickelt und mit System 7 eingeführt. Einsteiger konnten von diesen Erklärungen profitieren, für den alltäglichen Gebrauch nahmen die großen Sprechblasen jedoch vergleichsweise viel Platz ein und wurden deshalb von vielen Benutzern abgeschaltet. Als kompaktere Form der kontextbezogenen Hilfe etablierten sich später Tooltips.
Die Tooltips
Bei Tooltips handelt es sich um kleine Hinweisfenster, die in Anwendungsprogrammen oder auf Webseiten erscheinen. Ein Tooltip zeigt eine kurze Beschreibung zu einem Bedienelement oder zu einem Bestandteil der grafischen Benutzeroberfläche an. Tooltips werden auch als Quickinfo bezeichnet. Auf Desktop-Oberflächen erscheinen sie häufig, nachdem der Mauszeiger kurz über einem Element verweilt. Auf Geräten ohne Maus muss die Oberfläche dagegen eine andere zugängliche Möglichkeit zur Anzeige derselben Information bieten.
Tooltips werden unter anderem zur Erklärung der Schaltflächen auf einer Symbolleiste eingesetzt. In Webbrowsern können solche Hinweise auch Kurzbeschreibungen zu Bildern oder Bedienelementen anzeigen. Meist bestehen sie aus kurzem Text in einem optisch abgesetzten Feld. Je nach technischer Umsetzung können größere Einblendungen auch Links, Schaltflächen oder weitere Informationen enthalten. Solche interaktiven Einblendungen gehen allerdings über einen einfachen Tooltip hinaus. Tooltips können außerdem Inhalte vollständig anzeigen, die in einem begrenzten Bereich gekürzt dargestellt werden, beispielsweise den Text einer schmalen Tabellenzelle. Wesentliche Informationen sollten dennoch nicht ausschließlich über eine Mausbewegung zugänglich sein.
Die Verwendung von Tooltips in den verschiedenen Internet-Browsern
In HTML gibt es verschiedene Möglichkeiten, kurze Zusatzinformationen bereitzustellen. Das title-Attribut kann ergänzende Informationen zu einem Element enthalten und wird von vielen Browsern als Tooltip dargestellt. Aussehen, Zeitpunkt und Bedienbarkeit dieser Anzeige können sich von Browser zu Browser unterscheiden. Das Attribut allein eignet sich daher nicht für Informationen, die für das Verständnis oder die Bedienung zwingend erforderlich sind. Solche Inhalte sollten auch sichtbar oder über eine zugängliche, mit Tastatur und Touch bedienbare Lösung verfügbar sein.
Der Balloon Tip
Der Balloon Tip wurde seit Windows 2000 als Element innerhalb der Windows-Oberfläche genutzt. Dabei werden Statusmeldungen aktiver Prozesse in Sprechblasenform eingeblendet, häufig in Verbindung mit dem Benachrichtigungsbereich. Bei älteren Windows-Versionen ließ sich dieses Verhalten über den Registrierungseintrag EnableBalloonTips beeinflussen. Eine vergleichbare Sprechblase konnte auch zu einem bestimmten Bedienelement innerhalb eines Fensters erscheinen. Damit ließen sich zusätzliche Informationen einblenden oder Benutzer auf ein Element hinweisen. In neueren Oberflächen übernehmen Benachrichtigungen und kompaktere Hinweisfelder häufig ähnliche Aufgaben.
Die Browser-Symbolleisten
Eine besondere Form waren zusätzliche Symbolleisten in Webbrowsern, wie beispielsweise die Google Toolbar. Mit solchen Toolbars ließen sich Sonderfunktionen oder Links zu den Webseiten des jeweiligen Anbieters schnell aufrufen. Je nach Symbolleiste waren etwa die Suche, das Zoomen auf der aktuellen Seite oder das Löschen von Browserdaten erreichbar. Solche nachträglich installierten Browser-Symbolleisten spielten vor allem bei älteren Browsern eine wichtige Rolle. Moderne Browser stellen viele dieser Funktionen selbst bereit oder werden über Erweiterungen ergänzt.
Nicht jede Browser-Symbolleiste ist Schadsoftware. Toolbars aus unbekannten oder unseriösen Quellen können jedoch Daten zum Surfverhalten übertragen, unerwünschte Werbung einblenden oder Browsereinstellungen verändern. Solche Programme können sich tief in das System des Benutzers integrieren, Pop-up-Fenster öffnen oder die Startseite und Suchmaschine verändern. In diesem Zusammenhang wird je nach Verhalten von Browser-Hijacking, Adware oder Spyware gesprochen. Verdächtige Symbolleisten sollten über die Erweiterungsverwaltung und die Softwareverwaltung des Betriebssystems entfernt werden. Anschließend empfiehlt es sich, Startseite, Standardsuchmaschine, Berechtigungen und weitere Browsereinstellungen zu kontrollieren.
Die Google Toolbar
Die Google Toolbar war eine von Google kostenlos bereitgestellte Symbolleiste für Webbrowser. Sie war vor allem für den Microsoft Internet Explorer verfügbar und wurde zeitweise auch für Mozilla Firefox angeboten. Die Toolbar bot unter anderem einen direkten Zugriff auf die Google-Suche und konnte Begriffe aus Suchanfragen auf einer geöffneten Seite farblich hervorheben. Sie gehört heute zu den historischen Browser-Symbolleisten und wird nicht mehr als aktuelles Google-Produkt weiterentwickelt. Viele ihrer damaligen Aufgaben sind inzwischen direkt in Browser oder deren Erweiterungssysteme integriert.
Die Sidebar
Als Sidebar wird ein Randbereich innerhalb einer Benutzeroberfläche bezeichnet. Im Deutschen sind dafür auch die Begriffe Seitenleiste, Navigationsbereich oder Navigationsleiste gebräuchlich. Eine Sidebar kann Bestandteil eines Anwendungsprogramms, einer Webseite oder der Desktop-Oberfläche sein. Sie ordnet Informationen, Navigationselemente oder kleine Anwendungen in einem schmalen Bereich an der Seite der Benutzeroberfläche an und stellt sie dort dauerhaft oder bei Bedarf zur Verfügung. Dabei wird unter anderem zwischen Browser-Sidebars und Desktop-Sidebars unterschieden. Eine Sidebar kann Funktionen einer Toolbar übernehmen, ist wegen ihrer größeren Fläche und ihrer möglichen Inhalte aber nicht mit jeder Symbolleiste gleichzusetzen.
Zusammenfassung
Toolbars dienen als Bestandteile grafischer Oberflächen dazu, den Schnellzugriff auf häufig verwendete Funktionen wie Drucken, Speichern und Kopieren zu erleichtern. Ein verwandtes Bedienelement ist die Taskleiste von Microsoft, die eine Vielzahl von Funktionen und Informationen anzeigt, von laufenden Programmen bis hin zu Systembenachrichtigungen.
Tooltips und Balloon Helps sind Hilfsmittel, die Informationen über Bedienelemente bereitstellen. Während Balloon Helps vergleichsweise große Sprechblasen verwendeten, bieten Tooltips kompakte Kurzinformationen, wenn der Mauszeiger über einem Element verweilt oder der Hinweis auf andere Weise ausgelöst wird.
Toolbars sind nicht auf das Windows-Betriebssystem beschränkt. Auch Linux-Umgebungen wie GNOME oder KDE bieten Leisten mit ähnlichen Funktionen. Symbolleisten waren ebenfalls in Webbrowsern verbreitet, wo sie zusätzliche Funktionen wie die Suche, das Zoomen auf Webseiten oder den Zugriff auf Browserdaten ermöglichten.
Browser-Symbolleisten wie die Google Toolbar boten eine Reihe von Sonderfunktionen an. Erweiterungen aus unbekannten Quellen können allerdings unerwünschte Werbung einblenden, Einstellungen verändern oder Benutzerdaten sammeln. Herkunft, Berechtigungen und tatsächlicher Nutzen sollten deshalb vor der Installation geprüft werden.
Die Sidebar ist ein seitlich angeordneter Bereich, der je nach Anwendungsgebiet Navigation, Funktionen oder Informationen bereitstellt. Sie kann Aufgaben einer Toolbar übernehmen, ist jedoch nicht grundsätzlich mit einer Toolbar identisch.
Häufige Fragen und Antworten
Eine Toolbar ist eine Symbolleiste oder Werkzeugleiste, die den direkten Zugriff auf häufig verwendete Funktionen eines Programms ermöglicht. Sie besteht meist aus Schaltflächen mit Icons und ergänzt die klassische Menüführung.
Benutzer rufen Funktionen auf, indem sie die entsprechenden Icons in der Symbolleiste anklicken. Viele Toolbars lassen sich konfigurieren, sodass Symbole hinzugefügt, entfernt oder anders angeordnet werden können. Welche Anpassungen möglich sind, hängt vom jeweiligen Programm ab.
Die Taskleiste ist ein zentraler Bereich der Windows-Oberfläche und mit einer Toolbar vergleichbar. Sie zeigt geöffnete oder angeheftete Programme an und ermöglicht den Zugriff auf wichtige Systemfunktionen. In der Regel enthält sie außerdem einen Infobereich mit Uhrzeit, Statussymbolen und Systembenachrichtigungen.
