Unique Visits ist ein Begriff aus dem Marketing, insbesondere dem Onlinemarketing. Der Ausdruck stammt aus dem englischen Sprachraum und steht für einzelne Besuche. Unique Visits stehen in einem engen Zusammenhang mit der Zugriffshäufigkeit auf ein Webprojekt, beispielsweise eine Webseite, einen Blog oder Onlineshop. Abhängig vom eingesetzten Analysesystem werden Besuche anhand mehrerer Merkmale wie Cookies, Gerätekennungen und Sitzungsinformationen abgegrenzt. Die IP-Adresse allein ist dafür keine verlässliche Grundlage.
Unique Visits – was der Begriff beschreibt
Webseitenbetreiber, Blogger und Onlineshop-Besitzer sind stets bestrebt, die Besuchszahlen des eigenen Webprojekts möglichst detailliert zu verfolgen und entsprechend relevante Daten zu erheben. Auf Grundlage der Daten kann eine Einschätzung über Erfolgschancen oder Optimierungsbedarfe erfolgen. Dafür ist es aber notwendig, dass aussagekräftige Daten erhoben werden, insbesondere in Anbetracht der Seitenaufrufe. Dafür sind die Unique Visits von großer Relevanz. Sie beschreiben einzelne Besuche einer Webpräsenz innerhalb eines bestimmten Zeitraums. In heutigen Analysesystemen entspricht ein Visit meist einer Sitzung. Ein Besucher kann deshalb mehrere Visits auslösen, während innerhalb eines Visits mehrere Seitenaufrufe stattfinden können.
Als Beispiel an dieser Stelle ein Onlineshop: Ein Besucher öffnet die Startseite des Shops und klickt sich anschließend durch 25 Produkte, die allesamt eine neue Seite öffnen. Innerhalb der Statistik führt dies normalerweise zu 26 einzelnen Seitenaufrufen – Erstaufruf der Startseite und 25 Produktaufrufe. Als ein Visit gilt diese Abfolge, solange das Analysesystem sie derselben Sitzung zuordnet. Häufig wird eine Sitzung nach 30 Minuten ohne weitere Aktivität beendet. Dies ist jedoch eine verbreitete Konvention und keine allgemeingültige Definition; die genaue Abgrenzung hängt vom verwendeten Werkzeug und dessen Konfiguration ab. Nach einer entsprechenden Inaktivitätsphase kann ein weiterer Seitenaufruf als neuer Visit gezählt werden. Idealerweise sollten Webseitenbetreiber, Blogger und Co. beide Daten gemeinsam erheben, also die tatsächlichen Seitenaufrufe und die Visits. Auf diese Weise besteht die unkomplizierte Möglichkeit, das Nutzerverhalten zu untersuchen und entsprechende Optimierungsmaßnahmen – falls notwendig – rechtzeitig durchzuführen. Etwa dann, wenn die Ergebnisse zeigen, dass die User die Seite schnell wieder verlassen, ohne sich einzelne Unterseiten anzusehen.
Unique Visits nicht mit Unique Visitors verwechseln
Oftmals wird der Begriff Unique Visits mit Unique Visitors verwechselt, dabei beschreiben beide Ausdrücke unterschiedliche Bereiche. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Unique Visits um einzelne Besuche beziehungsweise Sitzungen. Bei den Unique Visitors handelt es sich dagegen um unterschiedliche Besucher innerhalb eines Auswertungszeitraums. Auch dieser Faktor sollte in einer aussagekräftigen statistischen Erhebung nicht unberücksichtigt bleiben. Die Wiedererkennung erfolgt je nach Analysesystem beispielsweise über Cookies, pseudonyme Kennungen oder angemeldete Nutzerkonten. Eine IP-Adresse genügt dafür nicht zuverlässig: Mehrere Personen können dieselbe IP-Adresse verwenden, während sich die Adresse eines einzelnen Nutzers ändern kann.
Ein User kann innerhalb einer bestimmten Zeit, etwa in einem Zeitraum von einem Monat, mehrmals ein bestimmtes Webprojekt öffnen. Bei einem Newsportal, das täglich über Aktuelles berichtet, können so viele Visits entstehen. Als Unique Visitor wird derselbe wiedererkennbare Nutzer im betrachteten Zeitraum dagegen grundsätzlich nur einmal gezählt. Auch diese Zahl ist keine exakte Anzahl realer Personen, weil Nutzer Cookies ablehnen oder löschen, verschiedene Browser und Geräte verwenden oder gar nicht wiedererkannt werden. Es empfiehlt sich dennoch, beide Werte in Relation zueinander zu setzen. So entsteht ein zusätzlicher Eindruck davon, wie häufig Besucher zurückkehren und wie intensiv das Webangebot genutzt wird.
Unique Visits und Unique Visitors – Daten auswerten und Maßnahmen ergreifen
Insbesondere mit Hilfe der erhobenen Daten zum Thema Unique Visits können wesentliche Optimierungsmaßnahmen am Onlineangebot vorgenommen werden. Wird durch die statistischen Erhebungen offensichtlich, dass viele Besucher binnen kurzer Zeit, eventuell ohne Öffnen einer weiteren Seite, abspringen, sollte zunächst die betroffene Einstiegsseite geprüft werden. Eine kurze Sitzung ist nicht automatisch negativ: Bei einer Kontaktseite, einer kurzen Definition oder einer direkten Antwort kann der Nutzer sein Ziel bereits erreicht haben. Aussagekräftiger wird die Analyse, wenn Visits mit weiteren Kennzahlen und Ereignissen wie Bestellungen, Anfragen, Downloads, Scrolltiefe oder internen Klicks verbunden werden.
Ein möglicher Grund für kurze Besuche ohne Weiterklicken ist die Usability einer Webpräsenz, also die Nutzerfreundlichkeit. Inbegriffen ist hierbei vor allem der Aufbau des Projekts. Im Vordergrund sollten Fragen bezüglich der Navigation und somit der internen Verlinkungen stehen. Dem User sollte es einfach gemacht werden, an neue Informationen zu gelangen. Es sollten vor allem interessante Inhalte präsentiert werden, die auch zum Weiterklicken, Schmökern und Lesen anregen. Dafür sind unter anderem aussagekräftige Überschriften erforderlich, die das Interesse auf sich lenken. Ferner sollte natürlich auch die äußere Form nicht außer Acht gelassen werden. Das Design einer Webseite muss ansprechend und übersichtlich gestaltet sein, damit sich Besucher orientieren und die gewünschten Inhalte nutzen können. Ebenso sollte der Inhalt berücksichtigt werden. Inhaltslose Texte ohne Informationstiefe, eventuell sogar übersät mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern, stellen die Kompetenz des Betreibers in Frage. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung helfen solche Nutzungsdaten dabei, auffällige Seiten zu identifizieren; sie erklären jedoch nicht allein, warum eine Seite in Suchergebnissen gut oder schlecht sichtbar ist.
Fazit: Unique Visits für die Optimierung eines Webprojekts von großer Wichtigkeit
Unique Visits im Vergleich zu allen Seitenaufrufen ermöglichen dem Webmaster einen hilfreichen Einblick in das Nutzerverhalten seiner User. Anhand der Daten können wichtige Informationen zusammengetragen werden. Öffnet ein Besucher mehrere relevante Seiten oder führt gewünschte Aktionen aus, kann dies auf eine intensive Nutzung des Onlineangebots hindeuten. Ob er zufrieden ist oder das Angebot weiterempfiehlt, lässt sich daraus allein jedoch nicht sicher ableiten. Offenbaren die erhobenen Daten dagegen, dass Besucher sehr schnell abspringen und sich kaum oder gar keine weiteren Seiten ansehen, kann Optimierungsbedarf bestehen, insbesondere im Hinblick auf die Usability, die inhaltliche Passung oder die technische Funktion. Hier gilt es, die betroffenen Seiten, Besucherquellen und Ziele genauer zu prüfen, bevor Maßnahmen umgesetzt werden.
Zusammenfassung
Im Onlinemarketing erfassen Unique Visits einzelne Besuche einer Webseite innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Ein Visit umfasst gewöhnlich mehrere zusammenhängende Interaktionen innerhalb einer Sitzung. Die Abgrenzung basiert je nach Analysesystem auf Cookies, Kennungen, Zeitgrenzen und weiteren Sitzungsinformationen, nicht verlässlich allein auf der IP-Adresse.
Ein häufiger Irrtum ist die Verwechslung von Unique Visits mit Unique Visitors. Während erstere einzelne Besuche erfassen, beziehen sich Unique Visitors auf wiedererkennbare unterschiedliche Besucher. Beide Metriken spielen eine wichtige Rolle für die statistische Erhebung und sollten in Relation gesetzt werden, um eine umfassendere Sicht auf das Nutzerverhalten zu erhalten. Wegen Cookie-Einstellungen, mehrerer Geräte und technischer Grenzen bleiben beide Werte Näherungen.
Auf Grundlage der erhobenen Daten lassen sich Optimierungsmaßnahmen für die Webpräsenz ableiten. Besonders die Usability und der Inhalt einer Website können die Nutzung beeinflussen. Sowohl Design als auch Informationsqualität sollten überzeugen, damit Besucher ihre Ziele erreichen und bei Bedarf weitere Inhalte aufrufen.
Schließlich ist die Auswertung von Unique Visits für die Optimierung einer Webpräsenz hilfreich. Sie bietet Webmastern wertvolle Einblicke in das Nutzerverhalten und kann auf prüfenswerte Seiten hinweisen. Belastbare Entscheidungen entstehen jedoch erst durch die gemeinsame Betrachtung mit Seitenaufrufen, Ereignissen, Conversions, Besucherquellen und den jeweiligen Zielen des Angebots.
Häufige Fragen und Antworten
Unique Visits ist ein Begriff aus dem Onlinemarketing, der einzelne Besuche auf einer Webseite innerhalb eines bestimmten Zeitraums beschreibt. Ein Visit entspricht gewöhnlich einer Sitzung und kann mehrere Seitenaufrufe umfassen. Wie eine Sitzung erkannt und zeitlich abgegrenzt wird, hängt vom eingesetzten Analysesystem ab.
Unique Visits und Unique Visitors sind zwei unterschiedliche Metriken, die bei der statistischen Erhebung von Webseitenbesuchen relevant sind. Während Unique Visits die Anzahl einzelner Besuche beziehungsweise Sitzungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfassen, stehen Unique Visitors für die Zahl der wiedererkannten unterschiedlichen Besucher. Ein Besucher kann somit mehrere Visits auslösen. Beide Werte sind wegen technischer Erkennungsgrenzen als Näherungen zu verstehen.
Die Daten zu Unique Visits helfen dabei, Nutzungsmuster und auffällige Einstiegsseiten zu erkennen. Ob Besucher die Webseite schnell wieder verlassen oder sich intensiv mit ihrem Inhalt beschäftigen, sollte jedoch gemeinsam mit Seitenaufrufen, Ereignissen, Conversions und den Zielen der jeweiligen Seite bewertet werden. Eine kurze Sitzung ist nicht automatisch negativ. Bestehen erkennbare Probleme, können Usability, Navigation, technische Funktion und Inhalt gezielt geprüft werden.
