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Google TV

Der Suchmaschinendienst Google hat im Jahr 2010 das Google Konzept f√ľr das Fernsehen vorgestellt. Google TV soll neuartige Medieninhalte und Applikationen √ľber TV-Ger√§te verf√ľgbar machen. Obwohl das Internetunternehmen federf√ľhrend bei der Umsetzung war, konnte das Projekt nur mit der Hardwarebranche umgesetzt werden.

Google TV begann als High-Tech Projekt gemeinsam unter der Mitarbeit von Sony, Logitech und Intel. Das Ziel, Google TV l√§nder√ľbergreifend anzubieten, misslang zun√§chst. Testphasen zum Jahresende 2010 haben erste H√ľrden aufgezeigt, die von der Presse kritisch reflektiert wurden.

Google TV galt zwar weiterhin als Vorzeigeprojekt der Zeit, konnte aber durch Verzögerungen zahlreiche Alleinstellungsmerkmale nicht länger halten. Mittlerweile liegt der Dienst Google TV in der dritten Generation vor.

Die Vorgeschichte von Google TV

Bereits vor der Einf√ľhrung von Google TV kursierten Ideen, die Dienste einer Internetsuchmaschine mit dem Fernsehen zu koppeln. Aus Sicht der Kritiker konnte die Technik um das Jahr 2010 noch nicht mit den vision√§ren Zielen der Entwickler mithalten. Als Google TV schlie√ülich einem gr√∂√üeren Publikum pr√§sentiert wurde, konnten g√§ngige TV-Ger√§te nur wenige Inhalte des World Wide Web wiedergeben.

Auftretende Softwareprobleme nach der Markteinf√ľhrung haben die Verbreitung von Google TV vorerst verz√∂gert. Schlie√ülich meldete der Zubeh√∂rspezialist Logitech an, durch die hohen Entwicklungskosten einer eigenen Empfangsbox hohe Verluste eingefahren zu haben. Eigenen Angaben nach hat das schweizerische Unternehmen, das heute weiterhin mit Google TV zusammenarbeitet, einen Fehlbetrag von rund 100 Millionen Dollar registriert.

Die Anfänge von Google TV

Das im Jahr 2010 vorgestellte System der Logitech Revue Box baut auf die Technologie von Google TV auf, fand jedoch weitaus weniger Abnehmer als von der Konzernleitung kalkuliert. Die Voraussetzungen des Netzkinos waren nämlich, so Einschätzungen von Fachleuten, international sehr unterschiedlich ausgeprägt.

W√§hrend es in den USA deutlich einfacher war, Webinhalte auf TV-Ger√§te zu √ľbertragen, fand der Dienst durch technische Unterschiede etwa in Europa und Deutschland weitaus weniger Anklang. Das Ziel, gleichzeitig zu fernsehen und im Web aktiv zu sein, schien in Europa in weiter Ferne zu liegen. Funktionen wie Video On Demand, Twitter, Apps oder der Zugriff auf aktuelle News waren f√ľr Google TV Nutzer in den USA dagegen nicht unbekannt.

Die hohen Entwicklungskosten von Logitech wurden zudem durch weiteres Zubeh√∂r f√ľr die Logitech Revue Box verursacht. Als Google TV im Jahr 2010 an den Start ging, bot die Firma Logitech zus√§tzlich Fernseh,- und TV Cams sowie gut durchdachte Web Tastaturen an. Nutzerkreise haben dabei das Angebot der Chats √ľber das TV-Ger√§t durch die hohen technischen Voraussetzungen nur m√§√üig angenommen. Der Chatpartner ben√∂tigte zudem eine identische Logitech Revue Box, um Google TV in der Chatfunktion nutzen zu k√∂nnen.

Die Bilanzen im europ√§ischen Sektor haben √ľber das Jahr 2011 verdeutlicht, dass Google TV weiterhin Positionierungsschwierigkeiten aufwies. Aber auch in Las Vegas hielt Google die Partner zur√ľck, zun√§chst weitere Empfangsger√§te vorzustellen. Die neuartige Internetplattform f√ľr TV-Ger√§te galt in der √∂ffentlichen Wahrnehmung jedoch weiterhin als vielversprechend.

Die technische Umsetzung von Google TV

W√§hrend der technischen Umsetzung von Google TV stie√ü der Internetkonzern auf verschiedene H√ľrden im Bereich der Hardware sowie der Software und dem Betriebssystem Android. Das ehrgeizige Ziel, Videodateien, Musik und Streams auf dem heimischen Fernseher zu empfangen, geriet auch in Deutschland w√§hrend der Jahre 2010 und 2011 ins Stocken. Nachdem Logitech eine positive Positionierung mit der Revue Box misslang, entschied sich der japanische Hersteller Sony zur Umsetzung und zum Ausbau eigener Empfangsboxen mit der Bezeichnung NSZ-GS7.

Die so genannte Set-Top-Box (dt. Aufstellger√§t) von Sony sollte Nutzern, √§hnlich der Logitech Box, weitere Bedienm√∂glichkeiten von TV-Ger√§ten erm√∂glichen. Damit gilt Sony bislang als Vorreiter bei der Markteinf√ľhrung von Google TV in Deutschland. Heute kann mit der Set-Top-Box NSZ-GS7 oder wahlweise mit dem Sony NSZ-GP9, einem modernen Blu-Ray Player, der Dienst Google TV an Endger√§ten empfangen werden.

Set-Top-Boxen dienten zuvor haupts√§chlich dazu, nicht vorhandene, smarte Funktionen eines TV-Ger√§tes zu kompensieren. Neuartige Fernsehger√§te wiederum weisen zus√§tzliche Funktionen auf, die in der Entwicklungsphase nur von mehreren Set-Top-Boxen ausgef√ľhrt werden konnten. Grunds√§tzlich hat sich hierbei die Entwicklung von smarten TV Ger√§ten nicht an die Entwicklung von Set-Top-Boxen gekoppelt und viele technische Empfangsger√§te sind so zeitgleich auf dem Markt verf√ľgbar.

W√§hrend n√§mlich der Blu-Ray Player NSZ-GP9 durchaus die Nutzung von Google TV erlaubt, k√∂nnen klassische Videorekorder mitunter Bedienprobleme mit einer Set-Top-Box aufweisen oder √ľberhaupt nicht auf die Dienste reagieren. Parallel dazu k√∂nnen die verf√ľgbaren Set-Top-Boxen auch √§ltere TV-Ger√§te in ihrer Funktionalit√§t aufwerten. Die Internetdienste k√∂nnen zudem eine fehlende Teletextfunktion ausgleichen und den Fernseher stabil an das World Wide Web anbinden.

Daten√ľbertragungsprobleme ergeben sich meist im unterschiedlichen Zusammenspiel von variierenden Standards, die mit der Umstellung auf das digitale Zeitalter entstanden sind. Bisweilen sind jedoch einige Empfangsger√§te immer noch auf den US-amerikanischen Raum beschr√§nkt. Diese k√∂nnen wahlweise etwa Werbebl√∂cke aus dem TV Programm herausfiltern oder Spielfilme oder Serien mitschneiden. Neuartige HD TV-Ger√§te, Blu-Ray-Player und Set-Top-Boxen erm√∂glichen jedoch heute einen hochwertigen Empfang des Dienstes Google TV.

Zwischen der Idee und der Umsetzung liegt damit ein l√§ngerer Weg zur√ľck, der inzwischen im Zeitalter der Smartphone Produkte angelangt ist. Google TV setzt dabei ebenso auf die Nutzung von Fenstermen√ľs im TV-Bildschirm. Google TV verwendet den Internetbrowser Google Chrome, um Webinhalte auf den Ger√§ten darzustellen. Rund drei Jahre nach der Pr√§sentation hat Google TV die TV-Inhalte somit au√üerhalb der USA erfolgreich erweitert.

Die Wirkung von Google TV

Nachdem Fernsehger√§te immer leistungsf√§higer konzipiert werden, sind immer mehr Hersteller mit dem Dienst Google TV kompatibel. Prognosen gehen momentan davon aus, dass Google TV sowie andere, webbasierte Dienste die traditionelle Rolle des Fernsehens aushebeln k√∂nnten. Besonders junge Erwachsene suchen sich statistisch gesehen ihre Prim√§rinformationen √ľber das World Wide Web und k√∂nnten so durchaus klassische Nachrichten und Dokumentationen vernachl√§ssigen.

Google TV könnte dazu beitragen, dass die Nachrichten vielfältig, aber durchaus fragmentiert wahrgenommen werden. Google TV sowie andere Webdienste könnten traditionelle Wahrnehmungsmuster nach Ansicht von Experten durchbrechen und mit dem Internetfernsehen eine neuartige Alternative erschaffen.

Ob sich Webinhalte mit dem Fernsehen jedoch flächendeckend verschmelzen lassen, ist durch die unterschiedlichen Geräte auf dem Markt nicht hinreichend geklärt. Der Umstand, dass Set-Top-Boxen, Blu-Ray Player oder HD TV-Geräte Google TV empfangen können, heißt bisweilen nicht, dass die Monitore fortan vergleichbare Technologien ersetzen.

Google Partner wie Sony sind jedoch in der Lage, ihre Set-Top-Boxen inzwischen gut vermarkten zu k√∂nnen. Daran √§ndert auch nichts, dass die Empfangsger√§te immer noch zun√§chst in den USA erscheinen. Deutsche Nutzer von Google TV kennen zwar Neuank√ľndigungen innerhalb der Branche, wann neue Technologien jedoch den europ√§ischen Markt erreichen, bleibt oftmals √ľber einen l√§ngeren Zeitraum unbekannt.

Der Set-Top-Boxen Hersteller Sony setzt jedoch im Jahr 2013 neue Ma√üst√§be in Sachen Bedienkomfort von Google TV. Obwohl der Webdienst der Internetsuchmaschine mitunter Marktanteile eingeb√ľ√üt hat, sollen TV Controller mit Tastaturen das Surfen √ľber TV-Ger√§te wesentlich erleichtern.

Im Alltag wirkt sich Google TV insgesamt sp√ľrbar auf die Nutzer aus, obwohl sich inzwischen vor allem Netbooks f√ľr einen raschen Zugang in das World Wide Web etabliert haben. Die Handhabung neuer Webdienste √ľber TV-Ger√§te unterscheidet sich zudem von der √ľblichen Bedienung von PCs. Touchpads oder Sprachfunktionen verdeutlichen, dass Google TV nach einer l√§ngeren Entwicklungszeit nun √ľber Set-Top-Boxen immer komfortabler zu benutzen ist.

Im Vergleich zur Einf√ľhrungsphase scheint sich auch die Branche mit dem neuartigen System angefreundet zu haben. Zahlreiche Dienstleister ziehen nun nach mehreren Entwicklungsstufen nach und stellen f√ľr den Dienst weitere Applikationen bereit, die zuvor nicht ausgereift waren. Zum Jahresende 2013 soll die neue Medien Box von Sony den Dienst auch in Europa besser positionieren. Daf√ľr stehen die Vorzeichen gut, nachdem Google vor allem die Texteingabe weitreichend verbessert hat.



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