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Crowdsourcing Begriffserklärung und Definition

crowdsourcingDer Begriff Crowdsourcing ist ein Neologismus aus dem Jahr 2006, der eine innovative Form der Arbeitsteilung umschreibt. Dabei werden, ganz ähnlich wie beim Outsourcing im wirtschaftlichen Bereich, Aufgaben an eine Gruppe von Teilnehmern delegiert. Im Falle von Crowdsourcing geschieht diese Vergabe über das Internet. Freiwillige und interessierte User übernehmen Aufgaben. Bei diesen Aufgaben geht es – im Gegensatz zum Wirtschaftsbereich des Outsourcings – nicht immer zwingend um materielle Vorhaben, die von der Crowdsourcing-Gruppe umgesetzt werden.

Oft handelt es sich bei den Crowdsourcing-Aktionen auch um Themen wie Wissenssammlungen, wie zum Beispiel Online-Nachschlagewerke zu verschiedenen Fachgebieten. Das beinhaltet sogenannte „Wikis“ zu Fernsehserien, Buchreihen oder auch wissenschaftlichen Fachgebieten. In diesem Zusammenhang sprechen Experten auch von „zahlenden Kunden“, da sich die Gruppe, die an der Sammlung des entsprechenden Materials beteiligt ist, auch oft aus der Zielgruppe zusammensetzt, welche die Inhalte nach Fertigstellung einer Seite konsumiert.

Crowdsourcing als Arbeit – Bezahl- und Gratismodelle

Gerade im Bereich der Wissenssammlung findet Crowdsourcing oft mit Hilfe von Freiwilligen statt, deren Leistung nicht monetär vergütet wird. Die Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich oder erhalten vom Starter der Crowdsourcing-Aktion Sonderkonditionen, wie speziellen Zugang zu Userseiten oder erweiterte Zugriffsrechte. In diesem Fall versteht sich Crowdsourcing beinahe als Ehrenamt, bei dem es mehr um die Arbeit und die damit verbundenen Referenzen geht, als um eine monetäre Vergütung.

Natürlich gibt es aber auch Formen von Crowdsourcing, die sehr wohl im klassischen Sinne entlohnt werden. Der Bereich der Heimarbeit ist ein populärer Vertreter dieser Gattung. Seit das Internet auch im beruflichen Feld nicht mehr wegzudenken ist, verschwimmen zwischen Crowdsourcing und Home Office-Beruf die Grenzen. Bekannte und viel genutzte Formen des Crowdsourcing sind zum Beispiel das Verfassen oder Korrigieren von Texten, die Auslagerung von ganzen Blogs, an denen viele User Zugriffs- und Schreibrechte haben oder auch einfach nur die Mitarbeit an Plattformen für graphische Vorlagen, Fotos und Bilder. Diese Liste kann beinahe endlos fortgesetzt werden.

Auch nichtmonetäre Belohnungen für Crowdsourcing-Bemühungen können durchaus unterschiedlich aussehen. Von Zeitungsabos bis hin zu Gutscheinen für namhafte Onlineshops existieren viele „Belohnungssysteme„, die den Anreiz bieten, sich am Crowdsourcing zu beteiligen, ohne dies vollständig auf freiwilliger Basis zu tun. Für den Erfinder der ursprünglichen Idee bedeutet das Auslagern von Aufgaben an verschiedene User unter Umständen eine sehr große finanzielle Erleichterung. Gerade wenn man bedenkt, dass es Experten auf Gebieten gibt, die sich nur in ihrer Freizeit mit einem Thema beschäftigen, dieses aber nicht zum Beruf gemacht haben. So spart der Starter eines Crowdsourcing-Projekts finanzielle Ressourcen, die nicht in Mitarbeiter mit entsprechendem Berufs- oder Studienabschluss investiert werden müssen.

Hierbei besteht – gerade im Wissensbereich – zwar das Risiko, auch an unrichtige Informationen zu geraten, aber selbst in diesem Fall ist der kalkulierte Verlust gering, da nicht benutzte Informationen im Idealfall auf freiwilliger Basis geleistet wurden. Trotzdem empfiehlt sich gerade bei wissenschaftlichen Inhalten immer noch ein Experte, der die Beiträge der „Crowd“ auf Stichhaltigkeit überprüft, wenn es daran Zweifel geben sollte.

Verschiedene Formen von Crowdsourcing

Schon in der Größe eines Crowdsourcing-Unterfangens zeigt sich, wie verschieden solche Projekte sein können. Von kleinen Projekten, wie zum Beispiel Empfehlungen für gute Restaurants in einem Stadtteil zu sammeln, bis hin zu Mammutaufgaben wie das Aufarbeiten klassischer Literatur im E-Book-Format ist alles möglich. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die „Crowdgrößen“.

Man sollte nicht vergessen, dass Crowdsourcing auch „versteckt“ angepriesen werden kann. Oft sind es Wettbewerbe, die mit attraktiven Gewinnen locken, in Wahrheit aber eher an einer Vielzahl verschiedener Beiträge interessiert sind.

Die Verlagsbranche bietet in dieser Hinsicht ein interessantes Beispiel. Trotz mäßiger Verkaufszahlen des Endproduktes verlegt beinahe jeder Verlag Anthologien, also Sammlungen von Kurzgeschichten zu bestimmten Themen oder Genrebereichen. Um die Autoren für so ein Projekt zu finden, wird meist ein Wettbewerb ausgeschrieben. In diesem Fall bieten sich für beide Seiten gewisse Vorteile. Der Verlag lernt mit minimalem Aufwand neue Autoren kennen, während diese ihre Chance auf eine Veröffentlichung wittern. Zwar bezieht sich dieses Beispiel nicht auf den Onlinebereich, aus dem Crowdsourcing ursprünglich stammt, trotzdem illustriert es gut, wie beide Seiten bei erfolgreicher Zusammenarbeit zu Nutznießern von Crowdsourcing werden können.

Kritik am System Crowdsourcing

Die offensichtlich kritischen Punkte finden sich im Bereich der leistungsgerechten Entlohnung. Die Frage, ob ein Hobby-Experte mit fundiertem Fachwissen genauso gut bezahlt werden sollte wie sein gut ausgebildeter Kollege, stellt ein vieldiskutiertes Dilemma dar. Bis dato löst jedes Crowdsourcing-Unternehmen diese Frage auf individuelle Art und Weise. Eine Pauschallösung scheint durch die Verschiedenheit der Projekte auch im Bereich des Unwahrscheinlichen zu liegen. Der Hauptkritikpunkt an Crowdsourcing ist die Qualität der Endergebnisse. Die Suche nach guten Inhalten beziehungsweise einer kompetenten Crowd ist bis zu einem gewissen Grad ein Glücksspiel.

Hier tritt auch ein weiterer Kritikpunkt auf den Plan, der die Kommunikation zwischen Auftraggeber und „Crowd“ zum Inhalt hat. Bei vielen Produkten oder Leistungen wissen die Mitarbeiter nicht zwingend, wie das Endergebnis aussehen soll. Ist die Informationspolitik des Crowdsourcing-Auftraggebers eher spärlich, leidet unter Umständen das Endergbnis an Mängeln, die einfach hätten vermieden werden können. Auch die fehlende Interaktion zwischen „Crowd“ und Endkunde kann ein Problem darstellen.

Ein Beispiel für diese Problematik sind Übersetzungsprogramme, die aus Crowdsourcing-Bemühungen stammen. Die Übersetzungen werden zwar korrekt umgesetzt, von Teilnehmern, welche die jeweiligen Sprachen beherrschen, das Ergebnis lässt aber zu wünschen übrig, da die Mitarbeiter am Projekt nur Versatzstücke ohne Kontext übersetzt haben. Zwar kann man über die Fehler solcher Übersetzungsprogramme lachen, dennoch ist es gerade diese Problematik, die zukünftige Crowdsourcing-Projekte bedenken sollten, um Fehler an der Basis zu vermeiden.



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