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Reconsideration Request

Für Betreiber von Webseiten mit kommerziellem Hintergrund kann es finanziell sehr bedeutsam sein, an welcher Stelle im Ranking die eigene Webseite im Zusammenhang mit einem Suchbegriff angezeigt wird. Ähnlich wie bei den Suchergebnissen bei einer eBay-Einkaufstour richtet sich der potentielle Interessent oder Konsument meist nach den ersten angezeigten Ergebnissen.

Hierbei sollte klar sein, dass die Position der eigenen Webseite nicht ausschlie├člich durch ihre Relevanz f├╝r einen fraglichen Begriff bestimmt wird. Nein, besonders der Aufbau der Webseite und ihre professionelle Gestaltung k├Ânnen ihre Platzierung im Ranking erheblich beeinflussen.

In diesem Zusammenhang stellt der Reconsideration Request einen Antrag auf eine erneute Pr├╝fung der fraglichen Webseite dar. Die┬áGr├╝nde, warum ein solcher Reconsideration Request n├Âtig wird, k├Ânnen sehr vielf├Ąltig sein. Der Anlass ist aber auf jeden Fall die Platzierung. Entweder ist die eigene Webseite gar nicht im Ranking platziert oder sie wurde aufgrund neuer Untersuchungen oder neuer Richtlinien erheblich schlechter eingestuft als bisher.

Suchmaschinenoptimierung: Anforderungen an Webmaster am Beispiel Google

Wie jede andere Suchmaschine auch, arbeitet Google nach bestimmten Prinzipien, wie das Ranking einer Webseite beim jeweiligen Suchbegriff bestimmt wird. Diese Ergebnisse lassen sich durch die Kenntnisse dieser Algorithmen und durch das Befolgen einiger Hinweise f├╝r Webmaster positiv beeinflussen.

Generell stellen Suchmaschinen bestimmte qualitative Anspr├╝che an Webseitenbetreiber. Hiermit soll verhindert werden, dass Betreiber, die unseri├Âse Ziele verfolgen oder haupts├Ąchlich Spam-Inhalte anbieten, im Ranking dauerhaft vor seri├Âsen Betreibern stehen.

M├Âchte ein Webseitenbetreiber die ├ťberpr├╝fung der Webseite beantragen, so reicht er ├╝ber die Google Webmaster Tools einen Reconsideration Request ein. Darauf findet bei Google eine erneute ├ťberpr├╝fung der Webseite statt, es wird eine Bewertung anhand verschiedener Kriterien durchgef├╝hrt.

Richtlinien f├╝r Webmaster am Beispiel Google

Punkt 1 beim Reconsideration Request┬ásind Kriterien, die das Design der Website und deren Inhalt betreffen. Hier legt Google beispielsweise viel Wert darauf, dass die entsprechende Webseite klar strukturiert ist. Hierzu ist es empfehlenswert, die Struktur der eigenen Website in einer Sitemap niederzulegen. Google bevorteilt die Verlinkung ├╝ber Textlinks. Daher sollten alle relevanten Verkn├╝pfungen ausschlie├člich ├╝ber Textlinks erfolgen.

Werden trotzdem Bilder verwendet, so sollten diese unbedingt mit dem entsprechenden Content beschrieben werden. Besonders wichtig sind die korrekte Funktion der Website und die vorherige Definition der zu verwendenden Suchbegriffe. Eine Anpassung des eigentlichen Inhalts (Content) an die entsprechenden Suchbegriffe macht also Sinn.

Punkt zwei unter den einzuhaltenden Richtlinien beim Reconsideration Request ist die technische Seite. Hier macht Google relativ klar definierte Vorschriften bez├╝glich der ├ťberpr├╝fbarkeit der Website. Alle technischen Richtlinien beziehen sich auf die Funktionsweise der von den Suchmaschinen eingesetzten Bots oder Crawler, die Websites automatisch besuchen, untersuchen und katalogisieren. Von deren fehlerfreier Arbeit h├Ąngt es ab, wie hoch die Relevanz der eigenen Seite f├╝r einen bestimmten Suchbegriff eingestuft wird.

Warum ein Reconsideration Request?

Einer der Gr├╝nde f├╝r die Notwendigkeit, einen Reconsideration Request zu stellen, kann also sein, dass die Website beim erstmaligen Katalogisieren nicht korrekt analysiert werden konnte. Hierzu muss der Webmaster darauf achten, dass die Crawler die eigene Website ├╝berhaupt komplett lesen k├Ânnen. Diese automatischen Suchprogramme hangeln sich ├╝ber alle Textlinks von Content zu Content. Werden sie dabei beispielsweise durch den Seitenaufbau oder bestimmte Inhalte behindert, crawlen sie m├Âglicherweise nicht die komplette Website.

Hier bietet Google in den hauseigenen Webmaster-Tipps viele Hinweise, wie man beispielsweise ├╝ber die Datei „robots.txt“ genau festlegen kann, welche Bereiche der Website zu crawlen sind. Enorm wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Funktion „If-Modified-Since“.

Google- Ergebnisse k├Ânnen auch hierdurch beeinflusst werden, da man ├╝ber diese Funktion Informationen an Google weiterleiten kann, welche Inhalte sein dem letzten Crawlen ge├Ąndert worden sind. Ebenfalls sehr wichtig ist die regelm├Ą├čige ├ťberpr├╝fung der Leistung der eigenen Website. Wenn sie nicht in allen Browsern korrekt angezeigt werden kann, f├╝hrt dies unweigerlich zu schlechteren Ranking-Ergebnissen.

Reconsideration Request und die Qualit├Ąt der Website

Der schwierigste Punkt der Richtlinien sind die Kriterien im Hinblick auf die Qualit├Ąt der Website. Hier gilt das Grundprinzip, dass die eigene Website dem Benutzer dienen sollte und nicht vorrangig f├╝r die bessere Position im Ranking programmiert sein sollte. Alle Suchmaschinen-Betreiber versuchen mittels verschiedener Strategien, Spam– Seiten zu finden und aus ihren Rankings zu entfernen.

W├╝rde man also eine bestimmte Domain mit der entsprechenden Website erwerben, so h├Ątte man sp├Ąter sicher gen├╝gend Gr├╝nde, mit dem derzeitigen Ranking unzufrieden zu sein. Dieser Grund ist sicher einer der h├Ąufigsten f├╝r die Stellung eines Reconsideraton Request.

In diesem Abschnitt listet Google eine ganze Reihe von Methoden auf, die unweigerlich zur Verschlechterung der Rankings oder zur kompletten Entfernung der Website f├╝hren. Beispielsweise sanktioniert Google die Verwendung von kopierten oder automatische generierten Inhalten. ├ähnlich gef├Ąhrlich ist die Verwendung von irref├╝hrenden Weiterleitungen, Keywords, die zur eigentlichen Website keinen Bezug haben oder verborgene Links.

Generell unerw├╝nscht sind Websites, die darauf abzielen, Schad-Programme zu installieren oder Daten ├╝ber Phishing auszusp├Ąhen. Die Verwendung von Hallway-Pages oder Doorway-Pages, die falsche Zusammenfassung einer Website f├╝r Rich Snippets und die Vorhaltung verschiedener Websites f├╝r die Suchmaschine auf der einen Seite (Textform) und den Nutzer auf der anderen Seite (Flash o.├Ą.) w├╝rden ebenfalls zu erheblichen Problemen f├╝hren. Dieses Cloaking wird von Google meist als Betrug gewertet.

Diese Vorschriften gelten nicht nur f├╝r die selbst definierte Website, der Webmaster muss diese Richtlinien auch f├╝r andere Nutzer gew├Ąhrleisten. W├╝rde also ein Fremd-Nutzer der Website Spam-Inhalte hinterlegen, w├Ąre immer der eigentliche Betreiber gesch├Ądigt.

Reconsideration Request: Die Vorgehensweise

Vor der Antragstellung, die eigene Website neu ├╝berpr├╝fen zu lassen, sollte die Hinterfragung der eigentlichen Gr├╝nde f├╝r die aufgetretenen Gr├╝nde sein. Google kennt f├╝r verschiedene „Vergehen“ auch verschiedene Strafen. Hat der jetzige oder vorherige Webmaster beispielsweise spezielle k├╝nstliche Verlinkungen gezielt gekauft, dann wird Google das Ranking f├╝r dieses oder mehrere Keywords verschlechtern (Keyword Penalty).

Hat der Websitebetreiber Schadprogramme oder andere bannw├╝rdige Dateien auf einer Seite verbreitet, wird Google diese Seite ├╝ber eine URL-Penalty abstrafen oder aus dem Index nehmen. Da auch Cloaking zu dieser Strafe f├╝hren kann, w├Ąre bei einer Entfernung der bem├Ąngelten Techniken gute Aussicht auf Erfolg f├╝r einen Reconsideration Request gegeben. Seiten mit f├╝r den Nutzer nicht relevanten oder „nutzlosen“ Inhalten k├Ânnen von Google ├╝ber die so genannte Folder-Penalty geblockt werden.

Diese Strafe ist, wenn sie verh├Ąngt wurde, sicher gut ├╝ber einen Reconsideration Request abzuwenden. Hier weist Google darauf hin, dass bestimmte Bereiche der eigenen Website den Google-Richtlinien nicht entsprechen. Da aber der restliche Teil der Website keiner Strafe unterliegt, sollte der Webmaster in der Lage sein, die Voraussetzungen f├╝r einen erfolgreichen Reconsideration Request zu schaffen.

Liegen keine Mitteilungen ├╝ber Strafen vor, muss der Webmaster einige einfache Schritte durchf├╝hren. Zuerst sollte ├╝berpr├╝ft werden, ob die eigene Website ├╝berhaupt noch im Google-Index vertreten ist. Mittels der Anfrage „site:domain.de“ listet Google automatisch auf, wie viele Dokumente bei Google ├╝ber die eigene Website vorliegen. N├Ąchster Schritt ist die Anmeldung bei den Google Webmaster Tools.

Hier bieten sich viele verschiedene Tools, die neben diversen Warnungen auch eine Vielzahl von Statistiken anbieten. ├ťber die Webmaster Tools erh├Ąlt man die n├Âtigen Informationen, aufgrund welcher Probleme das Ranking negativ beeinflusst wurde. Einer Behebung dieser Probleme und dem darauffolgenden Reconsideration Request steht dann nichts mehr im Wege.



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